Karibu Kenya! Mzungu Express on tour

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Butterblume
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Re: Karibu Kenya! Mzungu Express on tour

Beitrag von Butterblume »

02.08.12 Naivasha, Nairobi - Karen Blixen Museum, Nairobi NP

Jochen schläft um 21:00 Uhr tief und fest. Während ich mich gerade nach der Lektüre des Reiseführers sanft auf den Weg ins Reich der Träume mache, höre ich jemand ums Haus schleichen, nicht mal leise und sitze wieder kerzengerade im Bett. Die Security hier macht sonst nie so einen Krach...

Als der „Einbrecher" nach ca. 5 Minuten dann auch noch fröhlich an zu pfeifen fängt und die Geräusche immer lauter werden, öffnet dann auch Jochen endlich mal seine Augen. Ich bin schneller an der Tür und glaube mich tritt ein Zebra! Direkt vor unserer Schlafzimmertür und neben der Badezimmertür hat jemand ein Einpersonenzelt aufgebaut und sortiert sein Gepäck (Socken, Unterhosen etc. sind fein säuberlich auf unseren Terrassenmöbeln ausgelegt).

Es ist ein kalifornischer Backpacker, der erst zu später Stunde mit dem Matatu aus Nairobi angereist ist. Da die Rezeption vom Fisherman´s nicht mehr besetzt war, hat er einfach ein paar Camper unten am See angesprochen und da es bereits sehr feucht war, haben die ihm gesagt, dass das Cottage nicht bewohnt sei und er es sich auf der Beton-Terrasse gemütlich machen kann.

Das fand ich denn nun aber mal nicht so prickelnd, möchte ich doch auch nachts mal ins Bad und außerdem hat unser Schlafzimmer keine Scheiben. Wir haben ihm dann erlaubt etwas weiter entfernt vom Cottage beim Lagerfeuer auf einem sandigen Plätzchen zu nächtigen.

Und als wir ihn am Morgen weckten, war er sehr froh, dass Jochen ihm unser Badezimmer mit heißem Duschwasser anbot (hat wohl länger nicht mehr warm geduscht und die Nächte im Zelt können empfindlich kühl sein). Nach dreimonatiger Tour mit Beginn in Kapstadt wollte er weiter nach Uganda reisen und war ebenfalls bestens über den Ebola-Ausbruch dort informiert.

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Fisherman´s Camp, Lake Naivasha

Gegen 09:00 Uhr starteten wir mit zwei Tourbussen auf der Old Naivasha Road Richtung Nairobi. Von Naivasha bis zum Karen Blixen Museum sind es nur 98 km. An dieser Straße gibt es noch einen schönen Aussichtspunkt ins Rift Valley. Da die neue vierspurige A104 für LKW´s zu steil ist (!) quälten, die sich im Schneckentempo vor uns den Grabenbruch bis auf 2140 Meter hoch! Belohnt werden wollten wir am View Point ins Rift Valley mit einem sagenhaften Panoramablick, nur leider spielte das Wetter mal wieder nicht mit. Es war trüb und diesig. Die Temperaturen sind merklich niedriger, wie am See.

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Old Naivasha Road

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Mai Mahiu, Old Naivasha Road

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Mai Mahiu, Old Naivasha Road

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Mai Mahiu, Old Naivasha Road

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Rift Valley View Point, Old Naivasha Road

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Rift Valley View Point, Old Naivasha Road

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Rift Valley View Point, Old Naivasha Road

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Masai-Taxi, Old Naivasha Road bei Limuru

Nach Ankunft in Nairobis Stadtteil Karen schauten Annick, Jochen und ich uns das ehemalige Wohnhaus von Karen Blixen an. Der Eintritt beträgt 800 KSh pP. Ein Guide erklärte uns sämtliche Gegenstände im Haus. Hier werden Requisiten vom Dreh des Films Jenseits von Afrika aufbewahrt. In einem der Gästezimmer hing die Originalsafarihose, die Robert Redford während der Dreharbeiten getragen hat. Annick und ich überlegten, wie wir Jochen dazu bewegen können, das gute Stück mitgehen zu lassen...

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Karte südliches Nairobi - T4Africa

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Karen Blixen Museum, Nairobi

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Karen Blixen Museum, Nairobi

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Karen Blixen Museum, Nairobi

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Karen Blixen Museum, Nairobi

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Karen Blixen Museum, Nairobi

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Strelitzie, Karen Blixen Museum, Nairobi

Gegen 13:00 Uhr erreichten wir dann wieder den Ausgangspunkt unserer Reise, die Masai Lodge, die ich wegen ihrer Lage am südlichen Rand des Nairobis Nationalparks ausgesucht habe. Sind doch von hier alle Sehenswürdigkeiten (Sheldrick Elefantenwaisenhaus, Nairobi NP, Karen Blixen Museum etc.) gut zu erreichen ohne stundenlang in Nairobis Verkehr festzustecken. Mit unserem Cottage Nr. 4 hatten wir diesmal auch wirklich Glück. Es war eines der renovierten Häuser und auch das Bad sah sehr ansprechend aus und verfügte über heißes Wasser per Durchlauferhitzer direkt am Duschkopf. Die Lage an der Gorge ist sowieso sensationell. Das Lunchbuffet war eine Katastrophe. Der ganze Restaurantbereich wirkt sehr vernachlässigt. Wein und Sprite waren seit nunmehr drei Wochen immer noch aus! Mit der kenianischen Version von Fanta können die auch keinen Blumentopf gewinnen. Schmeckt einfach widerlich, wenn man sich mit Bier ein Alster daraus mixen möchte. Ein frecher Pavian enterte das Buffet und packte gleich die Brotration für seine ganze Sippe ein. Hier am südlichen Rand des Nairobis NP´s kann man noch einmal den Stimmen und dem Geruch der Natur frönen.

Ganz in der Nähe liegt Leopard Cliff Mansion Boutique Hotel & Rolf's Place. Möglicherweise ist diese deutschgeführte Unterkunft mit sehr gutem Restaurant (Rolf soll selbst in der Küche stehen) für andere Reisende eine Alternative. Leider kannte ich diese Lodge vorher nicht.
Entschädigt wurden wir in der Masai Lodge durch die putzigen Klippschliefer, die ihr Familienleben vor uns zelebrierten.

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stillende Klippschliefer, Masai Lodge

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Klippschliefer, Masai Lodge

Der Rezeptionist Edu und James, der in Stammestracht gekleidet als Guide und Security tätig ist, sind beide Samburus. So haben wir uns lange über Umoja, die Lage der Samburu im Allgemeinen und die unterschiedlichen gesellschaftlichen Traditionen und Auswüchse im Vergleich zu Europa unterhalten. Rebecca Lolosoli kannten beide und berichteten stolz, dass Rebecca schon einmal im Chalet Nr. 1 übernachtet hat. James ist in Maralal Zuhause. Er wird mit uns Morgen den Walk über die Hängebrücke Richtung Kitengela Glas unternehmen. Beide schrieben eine kurze Widmung mit E-Mail-Adresse in Rebeccas Buch.

Am Nachmittag sind wir dann gegen 14:45 Uhr mit beiden Tourbussen durch das Masai Gate in den Nairobi NP aufgebrochen. Der 117 m² große Park liegt nur ca. 7 km von der Innenstadt entfernt. So kann man (bei ausreichender Zeit!) Wildtiere vor dem Panorama der Hochhäuser Nairobis sehen. Der Park beherbergt über 100 verschiedene Säugetierarten und weit mehr wie 300 Vogelarten. Zum Süden und Osten hin ist der Park nicht eingezäunt und erlaubt so den Tieren die Wanderung in die Athi und Kapiti Plains. Wie lange es den Park in dieser Form noch geben wird ist fraglich, denn die Regierung plant eine südliche Umgehungstraße für Nairobis Verkehr durch das Gebiet, um die Verkehrslage zu entspannen. Außerdem verkaufen die Masai immer mehr Land in den Plains, das dann zugebaut wird, die Wanderwege der Tiere abschneidet und den Mensch-Tier-Konflikt verschärft.

Leider kann man hier mit der Safari Card nicht einchecken und so müssen wir quer durch den ganzen Park zum Main Gate. So geht wertvolle Zeit für uns verloren. Auf dem Weg dorthin sahen wir einen Büffel und eine Breitmaulnashornfamilie.

Nach endlosen Diskussionen unserer Driver mit dem Parkpersonal, erfuhren wir, dass es sich zwar um ein 24-Stunden-Eintritts-Ticket handelt, es aber ein Single Entree Ticket ist und man damit nur einmal einfahren darf. Am nächsten Morgen sind für den Game Drive also wieder 40 US$ fällig! Es ist mir wirklich schleierhaft, warum für einen Park 24-Stunden-Tickets ausgestellt werden, in dem man keine Übernachtungsmöglichkeit hat. Dieses System verstehe wer will. Wir vermuten allerdings, dass Safari-Driver gerne mehrere Gäste mit der Safari Card in den Park gebracht und so ihre Kasse aufgebessert haben. Somit konnten wir dann alle Game Drives für die folgenden Tage im Nairobi NP streichen, da nach Rücksprache mit unserem deutschen Reisebüro nur einmalig 40 US$ pP für den Park vorgesehen waren. Über das Prozedere in den Parks hätten sowohl unsere Driver wie auch unser Reisebüro in Deutschland informiert sein müssen. So neu sind diese Regelungen nicht.

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Breitmaulnashörner, Nairobi NP

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Breitmaulnashorn, Nairobi NP

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Diskussionen am Main Gate, Nairobi NP

Durch die Fahrt zum Main Gate und die langen Diskussionen haben wir viel Zeit verloren, so dass wir erst gegen 16:15 Uhr zum eigentlichen Game Drive starten konnten. Die Aussicht am Leopard Cliff und der Weg zum Hippo Pool waren sehr schön und landschaftlich absolut lohnend. Gegen 17:00 Uhr kam noch einmal die Sonne raus und die Fieberakazien leuchteten wunderbar im letzten Tageslicht.

Außer einem weiteren Breitmaulnashorn war aber wenig Wild zu sichten. Auch hier im Nairobi NP gibt es eine saisonale Wanderung der Tiere und natürlich halten sie sich die Huftiere gerade in den südlichen Plains auf. Am Hippopool kann man aussteigen und eine Wanderung an den Mbagathi River unternehmen. Hippos waren allerdings nicht zu sichten, aber die frischen Losungen lassen darauf schließen, dass sie hier regelmäßig vorbeischauen. Dafür hat sich eine Giraffenfamilie präsentiert.

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Breitmaulnashörner, Nairobi NP

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Ngong Hills - wird gerne mit der Silhouette einer geballten Faust verglichen

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Leopard Cliff View Point, Nairobi NP

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Leopard Cliff View Point, Nairobi NP

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Nairobi NP

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Nairobi NP

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am Hippo Pool, Nairobi NP

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am Hippo Pool gesehen, Nairobi NP

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Nairobi NP

In rasender Fahrt ging es dann zurück zum Masai Gate, das wir eine Minute nach 18:30 Uhr (Toresschluss) passierten. Gulu verlässt uns heute. Ab Morgen steht uns nur noch Ahmed zur Verfügung. Ich verabrede mit Elvira, dass sie für Jochen und mich ab Morgenmittag einen und für den folgenden Tag einen eigenen Tourbus organisiert, so dass wir noch einige Zeit zusammen mit ihr verbringen können. Da das Dinner in der Masai Lodge und die Stimmung am Tisch katastrophal sind, halte ich mich lieber an der Rezeption zu einen ausgedehnten Gespräch mit den beiden Samburus auf.

Fortsetzung folgt!

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Mit herzlichen Grüßen
Marina
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Butterblume
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Re: Karibu Kenya! Mzungu Express on tour

Beitrag von Butterblume »

03.08.12 Kitengela Glass, Sheldrick-Elefantenwaisenhaus, Karen Blixen Coffee Garden, Nairobi

Wer ist heute Morgen um 08:00 Uhr nicht da? James, unser Samburukrieger ist krank (?) und hat auch nicht für Guide-Ersatz nach Kitengela Glass gesorgt. Nach 10 Minuten findet sich ein Masai, der Annick, Jochen und mich die ca. 2,2 km begleitet. Anhand der Spuren kann er erkennen, dass gestern Nacht eine Giraffe den Weg Richtung Masai Lodge genommen hat. Vorgestern war ein Leopard in der Gegend. Schließlich kommen wir an der recht abenteuerlichen Suspension Bridge an, die über die Schlucht des Athi Rivers führt. Der Brückenzoll beträgt 150 KSh pro Person. Die Brücke schaukelt nicht so sehr hin und her, wenn alle dicht zusammen bleiben während der Überquerung! Ganz wohl ist mir ja nicht. Erstens ist unter uns viel Nichts und zweitens sieht die Konstruktion nicht gerade sehr vertrauenserweckend aus.

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Kitengela Glass

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Annick und unser Guide, Suspension Bridge über den Athi River, Kitengela Glass

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Kitengela Glass

Auf der anderen Seite erwartet uns ein Park Güell. Wer jemals in Barcelona war und sich Gaudis Werke angeschaut hat, weiß wovon ich rede. Hier hat die Deutsche Künstlerin Nani Croze eine spektakuläre Glasmanufaktur gegründet. Zusammen mit ihrem Sohn Anselm stellen sie aus Recyclingglas und anderen wiederverwertbaren Rohstoffen Möbel, Leuchter, Fenster und witzige Skulpturen her.

Rund um den riesigen Brennofen sind heute über 50 einheimische Mitarbeiter in unterschiedlichen Gewerken beschäftigt. Alles hier wirkt ein wenig verwunschen, aber überaus fröhlich.

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Kitengela Glass

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Hochofen, dessen Feuer niemals erlischt, Kitengela Glass

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im Hochofen, Kitengela Glass

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Kitengela Glass

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Kitengela Glass

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Kitengela Glass

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Kitengela Glass

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...wenn ich den Tisch irgendwie in den Flieger bekommen hätte...

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Kitengela Glass

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Kitengela Glass

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Kitengela Glass

Alle Gebäude sind irgendwie windschief und passen sich harmonisch in den in die Natur mit ihrem ursprünglichen Bewuchs ein. Wellenförmige Wege, die mit Keramikmosaiken versehen sind wechseln sich mit natürlichen Dachformen ab. Wir können uns gar nicht satt sehen und erkunden jeden Winkel (hoffe ich doch) der Anlage, die eigentlich ein autarkes Dorf ist, dass Energie durch Solar und eigenes Biogas produziert. 80 Menschen haben durch Nani Croze Lohn und Brot, Bildung in der von ihr gegründeten Steiner-Schule, in die inzwischen 300 Kinder gehen. So direkt wie das Engagement eines Menschen vor Ort kann keine Entwicklungshilfe greifen. Quelle: Frankfurter Rundschau

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Kitengela Glass

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Kitengela Glass

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habe extra einen Klippschliefer für Bele aufgeklebt, Kitengela Glass

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Kitengela Glass

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Kitengela Glass

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Kitengela Glass

Jochen hat noch ein kleines Klavierkonzert gegeben, Annick hat die Hollywoodschaukel ausprobiert bevor wir nach gut eineinhalb Stunden den Rückweg mit unserem Masaikrieger angetreten sind.

Die ganze Anlage ist ein Gesamtkunstwerk an sich und absolut sehenswert!

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Jochen spielt unserem Masai Guide den Blues, Kitengela Glass

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Kannenpflanze, Kitengela Glass

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auf der Hängebrücke über den Athi-River

Pünktlich um 11:00 Uhr traten wir – nun zu fünft – unseren Besuch beim [url=http://sheldrick%20elefantenwaisenhaus/]Sheldrick Elefantenwaisenhaus[/url]
an, dass direkt neben dem Trainings Center des KWS (KSW Workshop, ca. 500 m südlich des Banda Gates/Nairobi NP) liegt und von der Hauptstraße nicht ausgeschildert ist. Jeden Morgen von 11:00 bis 12:00 Uhr kann man bei der Flaschenfütterung der knuffigen Elefantenbabys zusehen. Mittlerweile wird eine fixe Eintrittsgebühr von 500 KSh pP erhoben.

Das Sheldrick Elefantenwaisenhaus ist ebenso wie die Nashornaufzuchtstation ein Teil des David Sheldrick Wildlife Trust und befindet sich auf dem Gebiet des Nairobi NP.

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Sheldrick Elefantenwaisenhaus

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Sheldrick Elefantenwaisenhaus

Daphne Sheldrick, die Witwe des berühmten kenianischen Wildhüters David Sheldrick hat sich der Aufzucht und Auswilderung von Dickhäutern verschrieben. Sie hat, da Elefanten keine Kuhmilch vertragen, in den 70. Jahren eine spezielle Aufzuchtmilch für Elefanten auf pflanzlicher Basis erfunden. Damit gelang es erstmals auch sehr junge Elefanten am Leben zu erhalten.

Zurzeit befinden sich 28 kleine Elefanten im Waisenhaus. Mit ca. 2 bis 3 Jahren werden sie in den Tsavo East NP überführt und von dort dann, nach Sozialisation durch bereits dort lebende Elefanten, später ausgewildert. Die beiden jüngsten Babys hier sind vier und sechs Monate alt.

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Sheldrick Elefantenwaisenhaus

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Sheldrick Elefantenwaisenhaus

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Sheldrick Elefantenwaisenhaus

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Sheldrick Elefantenwaisenhaus

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Sheldrick Elefantenwaisenhaus

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...gebadet, gefüttert und gepudert!

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so, und dann geht´s wieder ins "Körbchen"

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Sheldrick Elefantenwaisenhaus

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gesehen im Sheldrick Elefantenwaisenhaus

Nach unserem Elefantenwaisenhausbesuch ging´s es in Kenias einziges Restaurant, welches Wild anbietet: Das Carnivore, am nördlichen Rand des Nairobi NPs, direkt am Wilson Airport. Hier waren wir mit Elvira von Bushtrucker Tours zum Lunch verabredet. Dieses Restaurant ist das Paradies eines jeden Fleischliebhabers. Essen so viel man kann mit gutem, raschem Service. Im Wildangebot ist allerdings nur Krokodil, Strauß. Dafür Rindfleisch, Lamm und Schwein satt. Alles lecker gegrillt vom großen Spieß! Wir langten alle ordentlich hin und auch das Dessert ließ keine Wünsche offen.

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Carnivore, Nairobi

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Carnivore, Nairobi

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Carnivore, Nairobi

Anschließend machten wir uns mit Elvira, ihrem Driver Samuel und unserem neuen Tourbus auf Richtung Karen Coffee Garden. Einfach nur mal in Ruhe sitzen, sich unterhalten und die Umgebung genießen. Die Fahrt vom Carnivore bis zum Karen Coffee Garden, einem Restaurant und Hotel auf ehemaligen Plantagengrund von Karen Blixen, dauerte geschlagene 1,5 Stunden für 13 km. Annick, Martina und Klaus sind mit Ahmed zu einer Stadtrundfahrt Richtung Nairobi City aufgebrochen.

Gegen 19:00 Uhr hat uns Samuel dann wieder in der Masai Lodge abgeliefert, wo wir uns von Martina und Klaus verabschieden, die den morgigen Tag in der Lodge verbringen und dann von Ahmed gegen 12:00 Uhr zum Flughafen gebracht werden.

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mit Elvira auf dem Weg Richtung Karen

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Karen Blixen Coffee Garden, Nairobi

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Karen Blixen Coffee Garden, Nairobi

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in der Masai Lodge an der Wand...

Fortsetzung folgt!

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Kuno
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Re: Karibu Kenya! Mzungu Express on tour

Beitrag von Kuno »

Voellig unerwartete Photos! Bitte gleich weiter.
Birgitt
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Re: Karibu Kenya! Mzungu Express on tour

Beitrag von Birgitt »

Da schließ ich mich an -
das ist einmal etwas ganz anderes !

Liebe Marina,

wenn ich bedenke, dass du uns diese Fotos vorenthalten wolltest,
tssstsssstsss ... Kopfschütteln ... das macht totale Freude deinen
Bericht zu lesen und die Bilder anzuschauen !!!

Besonders auch die Fotos aus dem Elefanten-Waisenhaus in Nairobi.
Dort wollte ich immer 'mal hin, aber irgendwie habe ich das bisher
nicht geschafft.

Gruß
Birgitt
Butterblume
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Re: Karibu Kenya! Mzungu Express on tour

Beitrag von Butterblume »

O. k., hier dann nun der Rest:

04.08.12 Ngong Hills, Finch Hatton Monument

Elvira hat Annick, Jochen und mich gegen 09:00 Uhr von der Masai Lodge abgeholt und wir sind über Kiserian in die Ngong Hills gefahren, um das Grab von Denys Finch Hatton, dem Liebhaber von Karen Blixen, zu besichtigen. Die Anfahrt von Kiserian ist etwas abenteuerlich, nicht ausgeschildert und auch nicht in T4Africa verzeichnet. Wohl aber das Grab selbst. Und so sind wir eine gute Stunde herumgeirrt, bis wir es endlich gefunden haben. Steht wohl auch nicht auf jedem touristischem Programm, denn auch Elvira war zuletzt vor ca. 8 Jahren dort.

Das Grab, bzw. der Obelisk befindet sich auf einer privaten Farm. Eine Mitarbeiterin des Farmers öffnet uns ein verschlossenes Tor. Hinter einer hohen Hecke befindet sich das Grab, bzw. der Obelisk. Wären wir glatt dran vorbei gelaufen.

Der Eintritt beträgt 500 KSh pP. Viel zu sehen gibt es nicht. Ist also auch nur etwas nur eingefleischte „Jenseits von Afrika" Fans.

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Finch Hatton Monument, Ngong Hills

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Finch Hatton Monument, Ngong Hills

Die junge Mitarbeiterin meinte traurig, dass sie gerne etwas mehr über die historischen Ereignisse wissen würde, aber sie hat weder den Film noch das Buch über Karen Blixen je gelesen.

Auf jeden Fall haben wir ihr eine kurze Info mit Wegbeschreibung entlockt. Wer´s also zukünftig besuchen möchte: Von Ngong aus ist es einfacher zu finden!

Anschließend sind wir durch die Ngong Hills über Ngong und zurück Richtung Karen/Nairobi gefahren. Im Karen Shopping Center haben wir noch einmal den ATM bemüht und siehe da, ich habe eine DVD des Films „Jenseits von Afrika" in englischer Sprache für 500 KSh erstanden und unserem Driver Samuel das Versprechen abgenommen, diese bei der jungen Frau vom Finch Hatton Monument abzugeben, wenn er in die Gegend kommt. Einen DVD-Player hat die Grabhüterin. Mal schauen, ob das klappen wird...

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Finch Hatton Monument, Ngong Hills

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Ngong Hills

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Ngong Hills


Nach unserer Shopping-Tour haben wir es uns im Garten des Talisman-Restaurants (Stadtteil Karen) gemütlich gemacht und ein ganz ausgezeichnetes Lunch genossen. Sehr empfehlenswert!

Auf dem Weg zu einer portugisisch-stämmigen Künstlerin, bei der Annick nach einem Souvenir schauen wollte, habe ich mir bei einem der vielen Möbelhändler zwei schöne, breite Safaristühle zugelegt. Auf der Armlehne kann man problemlos ein Whiskey-Glas abstellen. Natürlich echtes Mahagoni-Holz lt. Aussage des Tischlers...

Beide Stühle zusammen haben mich nur umgerechnet 75 € gekostet. Falls ich damit Schwierigkeiten bei Kenya Airways habe, wird unser Driver Ahmed sie als Geschenk erhalten!

Annick hat dann bei der Künstlerin auch noch ihre Reisekasse erleichtert, bevor uns Elvira noch ihr Heim in Nairobi samt tierischer Mitbewohner vorgestellt hat.

Dann war es auch wirklich Zeit zurück zur Masai Lodge aufzubrechen, denn Annick musste um spätestens 19:00 Uhr zum Airport aufbrechen. Der Verkehr in Nairobi ist berüchtigt. Wir verabschiedeten uns herzlich. War wirklich gut, mit Annick einen weiteren Reisepsychologen dabei gehabt zu haben!

Jochen hat anschließend zusammen mit James die Stühle zusammen gebunden und sie im vergitterten Büro der Lodge neben der Rezeption unter gestellt. Natürlich mit der Maßgabe, die um 05:00 Uhr morgens wieder an uns auszugeben. Hakuna matata! Die Rezeption ist doch 24 Stunden besetzt! Das Dinner haben wir uns erspart und sind ungewaschenen und fern der Heimat um 20:00 Uhr ins Bett gegangen, da unser Flieger um 08:00 Uhr Richtung Amsterdam starten wird.

Und genau das war ein falscher Fehler! Moskitoalarm: Mücken im Zimmer, nicht geduscht und kein Autan aufgetragen! So haben wir mitten der Nacht erst noch das Moskitonetz entfaltet. Das rettete mich aber nicht vor drei wirklich fiesen Stichen.

Natürlich standen wir um 05:00 Uhr allein in der Rezeption und unsere Stühle waren eingeschlossen! Nach ca. 10 Minuten fand sich dann jemand mit einem Schlüssel. Ahmed schlug, ob unserer Gepäckmengen die Hände über dem Kopf zusammen, versprach aber am Airport zu warten, falls er die Stühle mit Heim nach Mombasa nehmen muss...

Nach 45 minütiger Fahrt waren wir schon am Flughafen (es ist Sonntagsmorgen). Für 10 US$ haben wir beide Stühle mit „Frischhaltefolie" zusammen binden lassen. Bei der Lady von der Gepäckaufgabe drückte ich auf die Tränentube: „The chairs are our memory to Kenya. When we´re back in rainy Germany, we would think everytime to Kenya when we´ll sit on our balcony"! Sie hat gelacht und bestand lediglich darauf, dass die sperrigen Ecken noch mit Schaumstoff umwickelt werden. Dann ging mein 19,8 kg Paket auf Reisen in den Bauch des Fliegers. Jochen war natürlich mal wieder total angenervt von dieser Aktion. Ich jedoch überbrachte Ahmed die Nachricht triumphierend!

Ahmed haben wir herzlich mit einem dicken Danke Richtung Mombasa verabschiedet. Neben einem Trinkgeld haben wir vereinbart, dass er von uns ein Garmin Nüvi, den aktuellen Reise Know How und einige laminierte Karten zugesandt bekommt, die er dann im Auto mitführen kann. Ein Mitarbeiter unseres deutschen Reisebüros wird die Sendung Anfang September persönlich in Mombasa übergeben.

Wehmütig krabbelten wir in den Kenya Airways Flieger, noch ganz benommen von den grandiosen Erlebnissen, den vielen Kontakten, die wir geknüpft haben und von diesem fantastischen Land. Wieder mal sind drei Wochen Urlaub viel zu schnell vorbei gegangen.

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Jomo Kenyatta Airport, Nairobi

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Jomo Kenyatta Airport, Nairobi

Im Flieger hatten wir das große Glück, den Gipfel des Mt. Kenyas noch einmal ohne Wolken zu sehen... der Service an Bord der Maschine war ausgezeichnet. Vor allem hatten wir in der Holzklasse ausreichend Beinfreiheit. Hatte ich vor der Abreise noch mit einem Upgrade geliebäugelt, war ich nun froh, mir dieses Geld gespart zu haben.

Mit einer Stunde Verspätung (die Maschine von Amsterdam nach Hannover konnte angeblich wegen eines Streiks in Amsterdam nicht pünktlich starten) sind wir dann gegen 18:00 Uhr in Hannover gelandet. Meine Stühle waren auch mit dabei und der Zöllner sagte lediglich: „Ist doch kein Mahagoni, oder?" „Nein, natürlich nicht. Hat nur 75 € gekostet und wurde mit Schuhcreme rötlich eingefärbt!"

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Mt. Kenya

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Mt. Kenya

Fazit

Bevölkerung:

Die unglaublich netten, herzlichen und hilfsbreiten Menschen Kenias haben mich beeindruckt. Wir haben viele bereichernde Gespräche geführt, neue und bleibende Kontakte geknüpft. Wenn man den Menschen auf Augenhöhe begegnet, sich anständig und höflich verhält, legen sie einem ihr Herz zu Füßen (die meistens jedenfalls).

Mischung der Reiseziele:

Für uns war es eine sehr abwechslungsreiche Tour, die sowohl ihren Safarihöhepunkt in der Great Mirgration fand, die aber auch Platz ließ für Kunst und Kultur und Kommunikation. Die landschaftliche Vielfalt hat uns begeistert. Nach Möglichkeit haben wir immer zugesehen, dass wir mindestens drei Übernachtungen an einem Ort haben. Das nimmt zum einen den Stress aus der Tour und lässt einem auch die Möglichkeit mal einen Nachmittag in der Lodge zu verbringen, ohne das Gefühl zu haben, etwas verpasst zu haben.

Klima:

Bis auf unseren Aufenthalt in Samburu, haben wir immer lange Hosen angehabt. Es war kälter als im deutschen Sommer Zuhause! Nachts fallen die Temperaturen jedoch fast nie unter 10°.
Für mich ist das die absolut ideale Jahreszeit. Die Trockenzeit hat begonnen (mit einzelnen Schauern/Gewittern ist trotzdem immer zu rechnen), die Tagestemperaturen sind moderat, so dass man gut den ganzen Tag seinen geplanten Aktivitäten nachgehen kann. Warmer Zwiebellook ist angesagt, da es im offenen Safariwagen morgens und abends empfindlich kühl werden kann. Ein Vliesstirnband, Handschuhe und eine Daunenweste gehören zu meiner Standardausrüstung für Afrikareisen.

Gesundheit:

Durch sorgfältige Auswahl der Unterkünfte und der Jahreszeit reduzierte sich das Moskitorisiko auf einen Faktor nahe null. Auf eine Malariaprohylaxe haben Jochen und ich verzichtet. Allerdings habe ich mich jeden Spätnachmittag noch einmal geduscht und anschließend mit Autan eingesprüht. Eine Mücke hat mich irgendwo dann doch erwischt, weil einfach die die Bluse gestochen. Und natürlich die Attacken in der letzten Nacht in der Masai Lodge. Wir haben uns beide eine Gelbfieberimpfung verpassen lassen, da es passieren kann, dass der Flieger in einem Nachbarland notlanden muss, und wir dann möglicherweise in Kenia ohne Impfung nicht einreisen dürfen. Außerdem benötigen wir die Impfung auch für unseren Uganda-Trip. Die Impfung haben wir gut vertragen und die TK hat sie voll übernommen. Jochen und ich hatten keinerlei Probleme mit Durchfallerkrankungen. Ich habe auch immer das Leitungswasser zum Zähneputzen benutzt.

Tsetse-Fliegen haben wir nur eine gesichtet, die uns aber in Ruhe gelassen hat. Dies kann je nach Jahreszeit aber ganz anders sein. Im Januar und Februar 2912 sind zwei europäische Touristen, die in der Mara waren, von Tsetsefliegen gestochen worden und erkrankten an der Schlafkrankheit.

Verkehr/Mietwagen:

Auf der von uns gewählten Route war ein 4x4 absolut nicht notwendig. Die Hauptverkehrsstraßen sind alle geteert, völlig schlaglochfrei und sehr verkehrsarm. Es waren mit die besten Straßen, die wir in Afrika erlebt haben. Einzig in der Mara mussten wir einige, kleine Umwege fahren, die jedoch m. E. die hohen Mietkosten für einen 4x4 nicht rechnen. Ein höher gelegter 2x4 sollte ausreichen im Juli/August.

Wenn man seine An- und Abreise taktisch geschickt plant, kann man auch den gefürchteten Staus ins Nairobi entfliehen. Wir sind Samstagabend um 21:00 Uhr vom Airport aus Richtung südlicher Nairobi NP gefahren (Fahrtzeit ca. 1 Stunde) und Sonntagnacht gegen 05:00 Uhr waren eh noch alle in der Disco bzw. lagen in den Betten.

An einen Wagen mit Dachluke (Pop Up-Dach) könnten wir uns wirklich gewöhnen. Ist eine gute Unterstützung beim Fotografieren. Warum werden die nicht im südlichen Afrika angeboten? Ist doch eine prima Idee für ein Business!

Wir werden nur noch als Selbstfahrer in Afrika unterwegs sein und bei Notwendigkeit gezielt vor Ort tageweise einheimische Guides anheuern.

Navigation/Karten/Reiseführer:

Das Nüvi mit T4Africa hat kleine Lücken, vor allem in der Mara, hat uns aber letztendlich viel Zeit gespart und auch unseren Drivern öfter mal den richtigen Weg (gezeigt). Witzigerweise war diesmal nicht die große Reise Know How Karte die genaueste, sondern die Kunth Fleximap. Mit dem sehr detaillierten Kartenmaterial im 1000seitigen Reise Know How sind wir aber ausreichend gut versorgt gewesen. Die neue Auflage des Reiseführers ist für April 2013 angekündigt.

Gruppenreise:

Wenn wir diese Tour nicht aufgrund der Gruppentarife so günstig erhalten hätten, wären wir dieses Jahr vermutlich wieder in Namibia gelandet. Straßenzustand, Selbstfahren, geführt oder nicht, sind ganz subjektive Erfahrungen, die jeder selbst machen sollte. Was für den einen gut fahrbar ist, ist für den anderen der blanke Horror. Da wir schon im April ahnten, dass drei Wochen mit sechs Personen in einem Wagen eine Zumutung darstellen, bin ich allen Mitreisenden dankbar, dass sie zustimmten, nach der ersten Reisewoche noch einen zweiten Tourbus anzumieten und die Kosten dafür zu teilen. So konnten Jochen und ich das geplante und lange im Voraus bekannt gegebene Programm auch durchziehen, viele Dinge ausblenden und trotzdem war für alle damit ein Stück Flexibilität möglich.

Mit unserem Driver Ahmed könnte ich mir sogar noch einmal eine Tour im Minivan vorstellen, allerdings nur mit sorgfältig ausgesuchter Begleitung. Und ob das überhaupt möglich ist, wage ich zu bezweifeln. Nirgends lernt man sich so gut kennen, wie auf einer dreiwöchigen Rundreise!

Ein kleiner Tipp noch für Gruppenreisende. Es kann nie schaden, wenn man versucht sich im Vorfeld der Tour mit Land, Leuten und den touristischen Zielen vertraut zu machen. Niemals würde ich mich komplett auf einen Driver verlassen.

Unterkünfte:

Mein Eindruck ist, dass man jede Menge Geld sparen kann, wenn man ähnlich wie im südlichen Afrika, über einheimische Buchungsbüros reserviert. Dass das Guesthouse des Kenya Wildlife Clubs und Fisherman´s Camp nicht jedermanns Geschmack getroffen hat, kann man nicht dem Reisebüro anlasten. Die Unterkünfte habe ich ausgesucht und die Links zu den entsprechenden Homepages standen über ein Jahr lang auf meiner Homepage und waren für alle Mitreisenden vor Buchung einsehbar. Ebenso die geplanten Aktivitäten und Ausflugsziele. Hinsichtlich der Überbuchung des KWC-Guesthouses in Nakuru bleibt offen, wer dafür verantwortlich ist (deutsches RB, kenianischer Reiseveranstalter oder KWC).

Finanzen:

Da unsere Unterkünfte und die Park Entrys bereits im Großen und Ganzen vor der Reise beglichen waren, kamen wir gut mit unseren Kreditkarten und den gezogenen KSh zurecht. Alle Kosten können vor Ort auch in KSH beglichen werden! Alle der von uns besuchten Lodges akzeptieren VISA und/oder seltener Mastercard.

Parkeintritte:

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, finde ich das System der Nationalparks und Reserves im Vergleich zum südlichen Afrika undurchschaubar, unlogisch und sehr teuer! In den drei Wochen haben wir 1000 € nur allein für Nationalpark- und Reserveeintritte bezahlt. Das war ein Drittel der gesamten Reisekasse (ohne Flug, zweiten Wagen und die Ersatzunterkunft in Nakuru). Die anderen zwei Drittel entfielen auf Unterkunft, Verpflegung, Fahrzeug und Driver. Und damit hat sich die Art der Erstreise nach Kenia dann doch wieder gelohnt.

Schade, dass Kenia in den letzten Jahren etwas aus der Mode gekommen zu sein scheint (subjektives Empfinden meinerseits). Das hat dieses vielfältige, tierreiche und landschaftlich abwechslungsreiche Land nicht verdient.

Ich bin bereits wieder in heftigste Keniareiseplanungen verfallen, denn es gibt noch so viele Ecken, die ich mir unbedingt noch anschauen muss... So haben wir lediglich ein Drittel der Masai Mara gesehen, der jadegrüne (!) Lake Turkana ist ein großer Wunsch von mir und Tsavo/Amboseli/Shimba Hills ist eine eigene dreiwöchige Tour, die mich reizen würde. Außerdem muss ich ja auch noch den Vulkanismus und die Flamingos am Lake Bogoria und Lake Baringo bestaunen und in Umjoa/Samburu ist sowieso ein Wiederholungstrip geplant...

Es wird Zeit, dass Jochen Frührente einreicht!

Dank:

Ganz herzlich möchte ich mich bei Birgitt, Joachim und Elvira bedanken, dass ich Euch über so lange Zeit Löcher in den Bauch fragen konnte. Auch dem geduldigen Mitarbeiter von unserem deutschen Reisebüro danke ich sehr für sein jederzeit offenes Ohr.

Und außerdem Dank an Chrigu, der irgendwo in den Tiefen meines Nüvis in einem Archivordner die Route gefunden hat (und auch noch eine Botswanaroute vom Vorjahr!), die er mir dann umgewandelt für Base Camp und die Nachbearbeitung der Reise zur Verfügung gestellt hat. Ich stehe ja mit dieser kleinen Schachtel regelmäßig auf Kriegsfuß, kann aber nicht von ihr lassen!

Danke an meinen Mann Jochen, der meine Eskapaden immer so kritiklos mitmacht und sich via meiner Homepage darüber informiert, wo es demnächst hingeht!

Mir persönlich macht es unheimlich viel Spaß eine Reise nicht nur vorzubereiten, sie zu erleben, sondern auch für unsere Verwandten, Freunde und in erster Linie für uns selbst nachzubereiten. Deshalb und aufgrund der vielen fantastischen Erlebnisse ist dieser Bericht leider ein wenig länger geworden als geplant...

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Wer keinen Mut hat zum Träumen, hat auch keine Kraft zum Kämpfen. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de
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