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Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

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Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon reise_rene » 22.09.2015 06:55

Hallo Forum
Ich habe gehört, dass in Tansania neuerdings fremdregistrierte Fahrzeuge eine maximale Aufenthaltsdauer von 3 Monaten nicht überschreiten dürfen.
Anscheinend sind Selbstfahrer, die ihr Auto in Tansania parkten, bei der Ausfuhr trotz gültigem CPD gebüsst worden.
Hat jemand mehr Infos?
Gruss aus Arusha
Rene
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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon bolobolobolo » 22.09.2015 08:18

Hallo,

Soweit ich informiert bin, hat die Gebühr (Road Tax) eine zeitlich begrenzte Gültigkeit, es wird beim Ausfuhr geprüft, dass die Maximalzeit nicht überschritten wurde, wenn überschritten wird nachbezahlt.

Von anderen Regelungen habe ich nicht gehört.

Gruss.

Eric
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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon skrewdriver » 22.09.2015 10:49

hallo
diese drei monate gelten bei vielen ländern afrikas.nur geprüft wird das selten.geprüft wird es z.b. in ghana grenzübergang accra-lome.deshalb habe ich immer die kleinen übergänge im gebirge bei hoe genommen.die sind der meinung ein carnet gilt 1 jahr und somit kann ich auch 1 jahr im land bleiben. bei der einreise von lome nach accra haben mich die grenzer extra auf die 3 monate aufmerksam gemacht,die ich im land bleiben kann.geblieben bin ich damals über ein jahr. ausgereist über hoe nach togo bzw. später über elfenbeinküste zurück nach europa.
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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon reise_rene » 23.09.2015 11:59

Hallo,

-screwdriver; die maximal genehmigte Aufenthaltsdauer von Fahrzeugen unterscheiden sich oft von der Aufenthaltsgenehmigung der Person (im Visum angegeben). Ich hörte von einer Änderung der maximalen Fahrzeugaufenthalts in Tanzania.

-bolobolobolo; Heute habe ich erfahren, dass Reisende bei der Einreise zusammen mit der Road Tax eine Erklärung unterschreiben mussten, ihr Fahrzeug nicht länger als 3 Monate im Land lassen. Bei meiner Einreise musste ich zwar die Road Tax begleichen, aber nichts derartiges unterschreiben.
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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon bolobolobolo » 23.09.2015 14:23

Hallo,

Ich bin im letzten Juni aus Malawi in Tanzania eingereist, danach im Juni von Kenya in Tansania, nichts gehört von einem zu unterschreibenden Dokument wegen Dauer des Aufenthalts des Fahrzeugs im Lande.

Am besten Manfred fragen, der Autos in Arusha lagert, der müsste bescheid wissen.

Gruss.

Eric
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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon reise_rene » 24.09.2015 07:21

bolobolobolo hat geschrieben:Hallo,
Am besten Manfred fragen, der Autos in Arusha lagert, der müsste bescheid wissen.


...von Manfred habe ich diese Infos. Er hat dies von Kunden erfahren. Nun wollte ich mich rumhören, ob es mehr Fälle gibt.

Gruss
René

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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon lukas1980 » 19.06.2016 10:30

Hallo

Hat jemand neue Infos zu dem Thema? Wir werden wohl in den 6 uns zur Verfügung stehenden Monaten die urspünglich geplante Route Joburg - Nairobi nicht schaffen und wollen auf Joburg - Mbeya verkürzen... Aber natürlich nur, wenn wir das Taxi auch in TZ lassen dürfen.

Lg
Lukas


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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon JochenR » 19.09.2016 05:57

Hallo Lukas,
ich habe mein 4x4 im Januar 2016 nach 11,5 Monaten Aufenthaltsdauer problemlos über die Grenze gebracht.
die noch nicht bezahlte Roadtax musste ich nachzahlen.
Empfehlung: Roadtax gleich an der Grenze für die gesamte Aufenthaltsdauer bezahlen
Gruss Jochen
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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon Rufus » 18.09.2017 14:44

JochenR hat geschrieben:Empfehlung: Roadtax gleich an der Grenze für die gesamte Aufenthaltsdauer bezahlen


Neues zum Thema Roadtax in Tansania:

Wir sind vor einem Monat (am 14.8.2017) von Malawi kommend nach Tansania eingereist, und zwar am Songwe Border Post zwischen Karonga und Tukuyu. Das Visum für 50U$ p. Pers. cash ging schnell. Bevor jedoch das Carnet gestempelt werden konnte, wurden 25U$ erhoben: für einen Monat 20$ Roadtax und 5$ Carbontax, oder so ähnlich. Die wollten sich nicht auf eine genaue Bezeichnung festlegen... Jedenfalls kann man die nicht cash bezahlen sondern muss das überweisen. Am besten bei der nahe gelegenen Bank. Die macht aber pünktlich (!) um 16:00 Uhr zu. :cry: Wir merken uns: am besten frühzeitig dort sein!
Der Wachmann der Bank hat uns barsch abgewiesen als wir eine Minute nach vier dort ankamen. :evil: Immerhin ging der Bankautomat noch zum Abheben von Tansanischen Shilling.

Also hat sich der freundliche Grenzschleuser :mrgreen: angeboten den Betrag (25U$) mit seiner Bank-Card (meine ging nicht) über das Grenzbehörden-eigene Online-Überweisungsterminal zu bezahlen. Er hat von uns den Gegenwert in Shilling zurück bekommen (soweit fair).
So, mit dem Überweisungsbeleg gingen wir dann wieder zum Custom-Officer, der darauf hin das Carnet angestempelt hat. Dann kamen die Fragen: Wann und Wo reist ihr denn wieder aus? A: Wir, in drei Wochen ab Daressalam.
F: Und das Auto? A: Bleibt vorerst (maximal ein Jahr!) in Mikumi stehen.
F: ??? ja wie?
Auf meine Frage, ob man denn nicht diese ?-Tax für ein Jahr im vorraus bezahlen kann, folgte langes Überlegen und dann Kopfschütteln :shake: . Und nu?
Der Officer inspizierte erstmal das Auto und ermahnte mich dann eindringlich, dass ich vor meiner Ausreise in Daressalam das zuständige Steuerbüro TRA (Tansanian Revenue Authority) aufsuchen solle um eine Verlängerung des nun vorliegenden Beleges um weitere 11Monate zu beantragen. Mit meinen treuesten Dackelaugen versicherte ich ihm, dass ich das gerne tuen werde!

Ach ja, der Grenzschleuser :mrgreen: : Das war der Versicherungsagent der natürlich nun darauf lauerte, dass ich ,im Gegenzug zu seinen Leistungen, eine Versicheung bei Ihm abschließe... Okey, eine Jahresversicherung wollte ich sowieso abschließen. Warum nicht bei ihm; er war doch recht hilfreich gewesen. Allerdings gehörte diese mit 220.000 Tsh (ca.85 €uro/ 100U$) wohl nicht zu den billigsten... Seis drum. Endlich waren wir über die Grenze... :h:

Fortsetzung folgt...

LG
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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon Rufus » 18.09.2017 16:18

Fortsetzung

Was bisher geschah:

"...Der Officer inspizierte erstmal das Auto und ermahnte mich dann eindringlich, dass ich vor meiner Ausreise in Daressalam das zuständige Steuerbüro TRA (Tansanian Revenue Authority) aufsuchen solle um eine Verlängerung des nun vorliegenden Beleges um weitere 11 Monate zu beantragen. Mit meinen treuesten Dackelaugen versicherte ich ihm, dass ich das gerne tuen werde!..."

Nach zwei Wochen in Tansania und einigen Diskussionen mit anderen Auto-Reisenden und deutschstämmigen Residents (vielen Dank nochmal an Kerstin vom Boma-Kaffee in Iringa) gab es mehrere unterschiedliche Meinungen (wie immer in Afrika...).
Der Rat, gleich bei der Einreise für´s ganze Jahr zu bezahlen, war ja nun schon in den Brunnen gefallen. Andere Reisende hatten für 3 Monate bezahlt und sich dann entschlossen, ihr Auto nicht länger in Tansania stehen zu lassen. Sie waren auf der "Flucht" nach Malawi.
Residents berichteten davon, dass der Staat Tansania (neue Präsidenten kehren gut) im Vorjahr heftig nach "herrenlosen" Autos gefahndet hatte, um diese nachträglich zu besteuern. Aufgrund heftiger Wiederstände, oder um die staatliche Rechtsunsicherheit zu untermauern, sei diese Steuer aber wieder abgeschafft worden...

Also, zur Klärung der Sachlage und weil ich keine Lust hatte, kurz vor der Abreise in Dar nach der Steuerbehörde zu suchen, habe ich eine Vertretung dieser Behörde (TRA) in Iringa aufgesucht. Höflich habe ich das Carnet vorgelegt und den Beleg über die, an der Grenze bezahlten Gebühren. Dann habe ich mein Ansinnen vorgetragen, diese Gebühren für weitere 11 Monate zu bezahlen, da mein Auto ja ebensolange im schönen Tansania verbleiben solle. Es folgte langes (!) Schweigen.
Dann die Frage, was denn das für ein Beleg sei? Ich erwähnte etwas von Road- und Carbon-Tax für einen Monat und erzählte ihm von meinem Versprechen, die Steuerbehörde nochmal aufzusuchen um eine Verlängerung zu beantragen.
Daraufhin wurde der Chef der Abteilung konsultiert.
Nach einer gefühlten (oder echten?) halben Stunde kam der Steuerbeamte zurück und erklärte mir, dass es ja diese Steuer gar nicht (mehr?) gäbe und dass sich der vorgelegte Beleg wohl auf eine "Entrance-Fee" beziehe... :bang:

"Aaaaber...", und damit bekam die ganze Angelegenheit schlagartig ein neues Gesicht, es ginge ja nicht, ein ausländisches Fahrzeug einfach so im Land stehen zu lassen. Wo ich das denn stehen lassen wolle?
Im letzten Momemt konnte ich mir den Namen der Lodge in Mikumi verkneifen und machte nur ungenaue Angaben : "... bei einem Freund." Dann erklärte ich ihm haarklein die Funktion und den Zweck eines "Carnet des Passages" und wie das mit der Kaution gedacht ist und dass es ja in meinem eigenen Interesse ist, das Fahrzeug vor Jahresfrist wieder aus dem Land zu schaffen. Er beharrte darauf, dass ich das Fahrzeug auf dem Zollhof -unter staatlicher Aufsicht- abstellen müsse. Er würde mir dann auch den Verbleib hinten im Carnet abstempeln. (Eigentlich eine geniale Methode um das altersschwache Auto am Ende der Safari zu entsorgen und die Kosten für die Heim-Verschiffung zu sparen). Dann kam sogar noch der Chef hinzu und wollte mir ebenfalls den Zollhof schmackhaft machen. Meine Frage nach möglichen Kosten für die Lagerung blieb unbeantwortet und wurde lachend damit kommentiert ich solle doch die Reise und das Leben genießen und mir keine Gedanken um Geld machen (als MUZUNGU = Weißer hat man ja schließlich genug davon). :lach:

Mit viel Mühe (und gezwungenem Lachen) konnten wir uns dieser unerwarteten Situation entziehen indem wir erzählten dass wir das Auto ja noch eine Woche brauchen weil wir darin übernachten und all unser Gepäck darin ist und außerdem wollen wir ja noch bist Daressalam reisen.
Mit freundlichem "Safari njema!" wurden wir verabschiedet und wir sollen nicht vergessen, das Auto dann in Dar zum Zoll zu bringen....
Ja, ja... ganz bestimmt! :mrgreen:

Nach einer kräftigen Portion "zürcher Gschnetzeltes mit Rösti" und einem entspannenden Gespräch mit unserem schweizer Gastgeber am Abend in Mikumi haben wir dann beschlossen, das ungelöste Problem bis zur Ausreise aus Tansania im nächsten August zu vertagen. Vielleicht hat es sich ja dann in afrikanische Luft aufgelöst...

LG
Rudi
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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon Riedfrosch » 19.09.2017 15:46

Hallo Rudi!

Wir haben uns auf Sunga Moyo getroffen! Und die Fische zusammen gebraten und gegessen!

Spannend, was Du erzählst! Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
Wir haben uns ja entschieden wegen des fehlenden Carnets wieder in die südafrikanische Zollunion zu fahren. Das haben wir auch gemacht! Aber anscheinend ist man auch mit Carnet nicht auf der sicheren Seite!

Deine Entscheidung: Mal sehen, was nächstes Jahr los ist, ist sicherlich gut!

Es grüßt Riedfrosch (mit dem silbernen Landcruiser)
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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon Rufus » 20.09.2017 08:23

Ach, Du bist der Riedfrosch?
Ist ja witzig! Stimmt, Du hattest ja die Frage (ohne Carnet nach Tansania) schon mal im Forum gestellt...
Ja, das Fischessen am Malawisee hat viel Spaß gemacht! Und einen passenden Keilriemen habe ich dann in Mzuzu auch noch bekommen. Ohne Servolenkung wäre der Aufstieg nach Livingstonia nicht möglich gewesen! Wir haben noch einige schöne Tage am Nordende des Malawisee zugebracht, aber auch dort keine Fische beim schnorcheln gesehen... 8)
Die genaue Planung für die nächste Etappe steht noch nicht ganz fest. Es soll aber an die Küste (Tanga und Pangani) gehen. Da gibt es bestimmt mehr (Meer-) Fische zu sehen. Und dann in den Norden: Moshi, Arusha, West-Kili und South-Amboseli.
Wann ist noch unklar...
Liebe Grüße an Cora und die hupende Christine :h:
von
Rudi und Christine
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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon Le Mogli » 20.09.2017 21:30

Hallo Rufus,
Interessant deinen Bericht zu hören. Ich bin mal gespannt wie es dann ausgeht. Ihr wollt August 2018 wieder ausreisen? Ich habe 2018 ähnliches vor :)
Grüße
Le Mogli
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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon rbsworld » 11.10.2017 10:22

Mir sind keine neuen Bestimmungen bekannt. Es ist wie immer, mag sein, dass jede Behörde das für sich auslegt.
Nach wie vor gilt, in Moshi geht das (bis 12 mon im Voraus bezahlen)
Wer allem aus dem Weg gehen will:

Moshi: <living.center@weiteres per Mail>, wendet Euch an Clemens Maro. Er macht das, verlangt aber 50 Dollar. Carnet und letzte Straßengebühr-Quittungen erforderlich.

Soviel mal aus Moshi,
Roland
http://www.dt800.de/parken-in-afrika
http://www.hhk-ev.de
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Re: Tansania: neue Bestimmungen für Selbstfahrer?!

Beitragvon Gerd J. » 15.11.2017 20:26

Also, mein Fahrzeug war jetzt auch fast genau 1 Jahr in Tansania. Nach letzten den Diskussionen im Forum war ich vorgewarnt und habe auf Empfehlung den Grenzübergang Holili nach Kenia gewählt. Dort hat man ziemlich schnell herausgefunden, dass das Fahrzeug 1 Jahr im Land war. Die Tansania Revenue Authority (TRA) ist jetzt ISO 9001 zertifiziert und das funktioniert zumindest insoweit, dass sie deine Daten im Computer System finden, da gibt es dann nicht viel zu diskutieren. Es lief aber in sofern korrekt ab, dass sie 'lediglich' die Strassenbenutzungsgebühr für 11 Monate nachverlangen (1 Monat war bei Einreise im Oktober 2016 bezahlt worden). Das sind dann 11x 20 US Dollar, zu bezahlen in ca 495000 Tansania Shilling. Es wurden aber auch keine weitern Fragen gestellt, warum das Fahrzeug so lange im Land war usw. Es war auch kein Thema, dass das nicht erlaubt sei, geschweige denn, dass Strafe verlangt wurde.
Die Bezahlerei ist dann allerdings eine Story für sich. Der Angestellte darf nicht kassieren. An diesem Grenzübergang gibt es aber auch keinen Kassenschalter. Man muss ins Dorf Holili gehen (500m) und dort in einem Shop versuchen das Geld gegen Bareinzahlung auf das angegebene Konto ausgewiesen auf dem amtlichen TRA Papier zu überweisen. Es gab zwei Läden die das theoretisch gekonnt hätten, aber nicht genügend Überweisungsvolumen für einen dermassen hohen Betrag haben. Also zurück zum TRA Büro an der Grenze und was tun? Der Angestellte war wirklich super hilfreich und hat bei seiner eigenen Bank angerufen und schliesslich selbst im Dorf Holili die Überweisung mit seiner Kreditkarte veranlasst. Dann musste ich das Geld bar im Shop einzahlen und habe alles gestempelt und quitiert bekommen. Wo auch immer das Geld landete, keine Ahnung, aber ich durfte in Richtung Kenia weiter fahren. Das Carnet war übrigens schon vorher ausgestempelt und ausgehändigt worden, völlig ohne Probleme. Ich wollte aber auf jeden Fall die Zahlung in Ordnung bringen weil ich ja ein paar Tage später wieder mit dem gleichen Fahrzeug nach Tansania einreisen wollte. Und so war die Wiedereinreise wenige Tage später an der Grenze Kenia/Tansania an der Küste tatsächlich auch kein Problem. Ich habe wieder für 1 Monat, also 20 Dollar in Tansania Shilling bezahlt, und habe auch gar nicht versucht für mehr Monate zu bezahlten, das führt nur zu unnötigen Diskussionen.
Für den Fall dass man sein Fahrzeug 1 Jahr im Land hat, wurde mir von verschiedenen Leuten vom Grenzübergang Namanga (also von Arusha Richtung Nairobi) abgeraten, Holili ist aber nach meiner Erfahrung total ok. Übrigens hat in all der Zeit die ich Tansania unterwegs war nie jemand das TRA Papier sehen wollen. Also von daher scheint es ok zu sein, wenn man erst bei Aureise nachbezahlt. Das Argument dass das Fahrzeug 11 Monate in einer Garage stand und in dieser Zeit nicht auf Tansania's Straßen gefahren ist, wurde nicht in dem Sinn anerkannt dass man deswegen nicht nachbezahlen müsste.

Gruss, Gerd J.
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