Wüstenschiff • Thema anzeigen - Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 06.08.2018

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 06.08.2018

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

Moderatoren: Alexander, Moderatorengruppe, Administratorengruppe

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 28.01.2016

Beitragvon Alexander » 28.01.2016 17:52

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Demokratische Republik Kongo:

Stand 28.01.2016 (Unverändert gültig seit: 28.01.2016)

Änderung:
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Medizinische Hinweise

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige


Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: Ja
Personalausweis: Nein
Vorläufiger Personalausweis: Nein
Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Alle Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Dem Auswärtigen Amt liegen keine offiziellen Bestätigungen über die Anerkennung der obigen Reisedokumente durch die zuständigen Behörden der Demokratischen Republik Kongo vor. Die Angaben beruhen auf Erfahrungswerten der Botschaft Kinshasa. Es wird dringend empfohlen, ausschließlich mit gültigen Kinderreisepässen oder Reisepässen einzureisen.

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise in die DR Kongo ein Visum, das von der kongolesischen Botschaft in Berlin ausgestellt wird.

Visa werden nicht an der Grenze oder am Flughafen ausgestellt. Das Visumverfahren wurde 2015 geändert : Mindestbearbeitungsdauer: 10 Tage, amtlich bestätigte Einladungen müssen vorgelegt werden. Einzelheiten des Verfahrens können sich ggfs. schnell ändern. Nähere Informationen unter: http://www.ambardc.de/visas.html

Für die Einreise wird ein internationaler Impfpass mit dem Nachweis der vorgeschriebenen Impfungen (insbesondere Meningitis-Impfung) benötigt (s.u. „Medizinische Hinweise“).

Wichtiger Hinweis für Globetrotter, Individual- und Expeditionsreisende:
Es wird dringend darauf hingewiesen, dass die Botschaften und Konsulate der Demokratischen Republik Kongo keine Visa für Personen ausstellen, die sich lediglich auf der Durchreise befinden.

Reisende, die beispielsweise beabsichtigen, die beiden Kongos und Angola Richtung Süden zu durchqueren, sollten daher die erforderlichen Visa für die Demokratische Republik Kongo und ihre Nachbarstaaten bereits vor Reiseantritt bei den zuständigen Botschaften/Konsulaten in Deutschland bzw. im Land ihres gewöhnlichen Aufenthaltes beantragen.
Für die Verlängerung von Visa nach Einreise in die DR Kongo, wie auch die Umsetzung der kongolesischen Einreise- und Aufenthaltsvorschriften ist die "Direction Générale de Migration" (DGM) zuständig. Diese Behörde überwacht auch alle Migrationsbewegungen innerhalb des Landes, weswegen sie nach jedem Ortswechsel zur Registrierung aufzusuchen ist. Für weitergehende Informationen kann die DGM-Zentrale in Kinshasa unter folgender Adresse kontaktiert werden:

Direction Générale de Migration
65, Boulevard du 30 Juin
Commune de Gombe
Kinshasa

Es wird empfohlen, sich rechtzeitig über die Voraussetzungen für den Erhalt oder die Verlängerung des jeweiligen Visums zu informieren, um einen illegalen Aufenthalt in der DR Kongo zu vermeiden, der wahrscheinlich ein Strafverfahren und möglicherweise auch einen Gefängnisaufenthalt nach sich zöge.

Für die Aufnahme einer Berufs- oder Geschäftstätigkeit ist der Erwerb eines "Visa d'Etablissement" vorgeschrieben.
Hinweise für die Einreise von Minderjährigen

Alleinreisende Minderjährige bedürfen einer "autorisation parentale", der elterlichen schriftlichen Genehmigung und einer "prise en charge" durch die betreffende Fluglinie. Es gibt keine Besonderheiten bei der Begleitung durch nur ein Elternteil.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen älter als 1 Jahr sind zur Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch notwendig. Das Mitführen einer entsprechenden internationalen Impfbescheinigung bei der Einreise ist zwingend erforderlich; es empfiehlt sich, das Dokument während der gesamten Reise dabei zu haben. Eine Auffrischung des Impfschutzes alle 10 Jahre ist zur Einreise in die Demokratische Republik Kongo erforderlich.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de . Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (= bakterielle Meningitis – vierfach-Konjugatimpfstoff) und Typhus empfohlen.

Malaria
Es besteht ganzjährig und im gesamten Land ein hohes Risiko für die fast ausschließlich vorkommende Malaria tropica. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig. Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll.

Für die Malariaprophylaxe sind in Deutschland verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

• körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen

Weitere, nur durch Mückenschutz vermeidbare Erkrankungen (Gelbfieber, Chikungunya-Fieber, Dengue-Fieber) kommen auch vor.

HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Im Ostkongo, d.h. vor allem in den Flüchtlingscamps in der Region Goma / Nord-Kivu treten sporadisch immer wieder Cholerafälle auf. Es besteht darüber hinaus ein landesweit hohes Risiko für Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Diese tritt, insbesondere in der Regenzeit immer wieder auf. Bei besonderer Exposition kann eine Cholera-Schluckimpfung sinnvoll sein (Arbeiten in Slums, Pflege Erkrankter und in Flüchtlingslagern).

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten

Meningokokken-Krankheit
Diese bakterielle Erkrankung („Tröpfcheninfektion“ durch Anhusten) kommt im Gastland gelegentlich vor,Reisende – besonders bei einfachen Reisebedingungen – besonders bei einfachen Reisebedingungen - - sollten geimpft sein (tetravalenter Konjugatimpfstoff),), vor allem bei engen Kontakten zur einheimischen Bevölkerung.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Schlafkrankheit und Tollwut kommen vor. Risiko auch für örtliche Auftritte von Affenpocken sowie von viralen hämorrhagischen Fiebern (z.B. Ebola). Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner
beraten, siehe www.dtg.org

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit der in Europa nicht zu vergleichen, sie ist vielfach technisch und apparativ problematisch, die hygienischen Standards sind grundsätzlich unzureichend, im Landesinneren katastrophal. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch sprechende Ärzte. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?). Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

In der Hauptstadt Kinshasa sind die meisten Medikamente erhältlich, aber sehr teuer - vorübergehende Engpässe können nie ausgeschlossen werden. Zumutbare Behandlungsmöglichkeiten bei akuten Erkrankungen bietet das "Centre Médical de Kinshasa" (CMK), Avenue de Wagenia 168, B.P. 95 86 Kinshasa, Tel.: 00243-89 50 300. Dieses Gesundheitszentrum verfügt auch über eine Notaufnahme, das "Centre Privé d’Urgence" (CPU).

Alle Behandlungen, auch Notfälle, sind grundsätzlich im voraus bar zu bezahlen. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Rückholmöglichkeit ist daher dringend zu empfehlen.

Auswärtige Amt
Alexander
Administrator
 
Beiträge: 22990
Registriert: 30.07.2005 18:12

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 11.02.2016

Beitragvon Alexander » 11.02.2016 19:50

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Demokratische Republik Kongo:

Stand 11.02.2016 (Unverändert gültig seit: 11.02.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Für den 16. Februar 2016 hat die Opposition zum landesweiten Generalstreik aufgerufen. Es muss damit gerechnet werden, dass große Teile des öffentlichen Lebens, z.B. der Nahverkehr, die Supermärkte, ggfs. auch Kommunikationsmittel und der internationale Reiseverkehr, zeitlich begrenzt eingeschränkt sein werden. Darüber hinaus werden eine starke Präsenz von Sicherheitsorganen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung sowie verstärkte Personen- und Fahrzeugkontrollen erwartet.

Daher wird an diesem Tag von Reisen in die Demokratische Republik Kongo und innerhalb des Landes abgeraten.
Bis zum November 2016 sind in der Demokratischen Republik Kongo Wahlen zu verschiedenen Gebietskörperschaften, zur Nationalversammlung und für das Amt des Präsidenten vorgesehen. Details des Wahlzyklus, einschließlich der Frage einer Verschiebung der Präsidentschaftswahlen, sind Gegenstand heftiger, teils gewaltsam ausgetragener, öffentlicher Debatten. In den kommenden Monaten muss mit kurzfristig angesetzten, öffentlichen Kundgebungen in Kinshasa und anderen Großstädten gerechnet werden, bei denen Zusammenstöße zwischen Kundgebungsteilnehmern und Sicherheitskräften nicht ausgeschlossen werden können.

Auswärtige Amt
Alexander
Administrator
 
Beiträge: 22990
Registriert: 30.07.2005 18:12

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 18.02.2016

Beitragvon Alexander » 18.02.2016 18:49

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Demokratische Republik Kongo:

Stand 18.02.2016 (Unverändert gültig seit: 18.02.2016)

[b]Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise [b]

Bis zum November 2016 sind in der Demokratischen Republik Kongo Wahlen zu verschiedenen Gebietskörperschaften, zur Nationalversammlung und für das Amt des Präsidenten vorgesehen. Details des Wahlzyklus, einschließlich der Frage einer Verschiebung der Präsidentschaftswahlen, sind Gegenstand heftiger, teils gewaltsam ausgetragener, öffentlicher Debatten. In den kommenden Monaten muss mit kurzfristig angesetzten, öffentlichen Kundgebungen in Kinshasa und anderen Großstädten gerechnet werden, bei denen Zusammenstöße zwischen Kundgebungsteilnehmern und Sicherheitskräften nicht ausgeschlossen werden können.

Auswärtige Amt
Alexander
Administrator
 
Beiträge: 22990
Registriert: 30.07.2005 18:12

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 22.06.2016

Beitragvon Alexander » 22.06.2016 16:54

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Demokratische Republik Kongo:

Stand 22.06.2016 (Unverändert gültig seit: 22.06.2016)

Letzte Änderung:
Medizinische Hinweise


Aktuelle medizinische Hinweise
Das Land ist derzeit von einer Gelbfieberepidemie betroffen, die vom Nachbarland Angola ausging. Bereits über 1000 Fälle und Verdachtsfälle sind gemeldet. Betroffen ist neben der Zentralprovinz auch die Hauptstadt Kinshasa.
Gelbfieber wird durch den Stich tagaktiver Aedes-Mücken übertragen. Die bei Einreise vorgeschriebene Impfung schützt zuverlässig vor einer Infektion. Mit verstärkter Kontrolle der Impfzertifikate bei der Einreise muss gerechnet werden.

Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind, zur Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch notwendig. Das Mitführen einer entsprechenden internationalen Impfbescheinigung bei der Einreise ist zwingend erforderlich; es empfiehlt sich, das Dokument während der gesamten Reise dabei zu haben. Das Impfzertifikat erhält bei Erstimpfung am 10. Tag nach der Impfung seine Gültigkeit. Eine Auffrischung des Impfschutzes alle 10 Jahre ist zur Einreise in die Demokratische Republik Kongo derzeit noch erforderlich.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Krankheit empfohlen.

Malaria
Es besteht ganzjährig und im gesamten Land ein hohes Risiko für die fast ausschließlich vorkommende Malaria tropica. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig. Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll.

Für die Malariaprophylaxe sind in Deutschland verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats

ist zu empfehlen. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

• körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

Weitere, nur durch Mückenschutz vermeidbare Erkrankungen (Gelbfieber, Chikungunya-Fieber, Dengue-Fieber) kommen auch vor.

HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Im Ostkongo, d.h. vor allem in den Flüchtlingscamps in der Region Goma / Nord-Kivu treten sporadisch immer wieder Cholerafälle auf. Es besteht darüber hinaus ein landesweit hohes Risiko für Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Diese tritt, insbesondere in der Regenzeit immer wieder auf. Bei besonderer Exposition kann eine Cholera-Schluckimpfung sinnvoll sein (Arbeiten in Slums, Pflege Erkrankter und in Flüchtlingslagern).

Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
Meningokokken-Krankheit (Meningitis, bakterielle Hirnhautentzündung)
Diese bakterielle Erkrankung („Tröpfcheninfektion“ durch Anhusten) kommt im Gastland gelegentlich vor,Reisende – besonders bei einfachen Reisebedingungen – besonders bei einfachen Reisebedingungen – sollten geimpft sein (tetravalenter Konjugatimpfstoff), vor allem bei engen Kontakten zur einheimischen Bevölkerung.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Schlafkrankheit und Tollwut kommen vor. Risiko auch für örtliche Auftritte von Affenpocken sowie von viralen hämorrhagischen Fiebern (z.B. Ebola). Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe www.dtg.org

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit der in Europa nicht zu vergleichen, sie ist vielfach technisch und apparativ problematisch, die hygienischen Standards sind grundsätzlich unzureichend, im Landesinneren katastrophal. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch sprechende Ärzte. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?). Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

In der Hauptstadt Kinshasa sind die meisten Medikamente erhältlich, aber sehr teuer - vorübergehende Engpässe können nie ausgeschlossen werden. Zumutbare Behandlungsmöglichkeiten bei akuten Erkrankungen bietet das "Centre Médical de Kinshasa" (CMK), Avenue de Wagenia 168, B.P. 95 86 Kinshasa, Tel.: 00243-89 50 300. Dieses Gesundheitszentrum verfügt auch über eine Notaufnahme, das "Centre Privé d’Urgence" (CPU).

Alle Behandlungen, auch Notfälle, sind grundsätzlich im voraus bar zu bezahlen. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Rückholmöglichkeit ist daher dringend zu empfehlen.

Auswärtige Amt
Alexander
Administrator
 
Beiträge: 22990
Registriert: 30.07.2005 18:12

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 25.07.2016

Beitragvon Alexander » 25.07.2016 19:20

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Demokratische Republik Kongo:

Stand 25.07.2016

(Unverändert gültig seit: 25.07.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise

Am Mittwoch, 27.07. soll Oppositionsführer Tshisekedi in Kinshasa eintreffen. Empfang durch seine Anhänger am Flughafen wird erwartet. Dies kann zu Störungen des Flughafenzugangs führen.

Am Freitag, 29.07. ist eine Großkundgebung des Regierungslagers im Stade Tata Raphael geplant.

Bei beiden Ereignissen sind gewaltsame Ausschreitungen nicht ausgeschlossen. An diesen Tagen sollten Bewegungen in Kinshasa und Fahrten zum Flughafen Ndjili unter besonderer Vorsicht erfolgen, Menschenansammlungen sollten gemeiden werden / sofortige Umkehr bei Anzeichen von Störungen wird empfohlen.

Bis zum November 2016 sind in der Demokratischen Republik Kongo Wahlen zu verschiedenen Gebietskörperschaften, zur Nationalversammlung und für das Amt des Präsidenten vorgesehen. Details des Wahlzyklus, einschließlich der Frage einer Verschiebung der Präsidentschaftswahlen, sind Gegenstand heftiger, teils gewaltsam ausgetragener, öffentlicher Debatten. In den kommenden Monaten muss mit weiteren kurzfristig angesetzten, öffentlichen Kundgebungen in Kinshasa und anderen Großstädten gerechnet werden, bei denen Zusammenstöße zwischen Kundgebungsteilnehmern und Sicherheitskräften nicht ausgeschlossen werden können.

Auswärtige Amt
Alexander
Administrator
 
Beiträge: 22990
Registriert: 30.07.2005 18:12

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 17.08.2016

Beitragvon Alexander » 17.08.2016 17:19

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Demokratische Republik Kongo:

Stand 17.08.2016 (Unverändert gültig seit: 17.08.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Bis zum November 2016 sind in der Demokratischen Republik Kongo Wahlen zu verschiedenen Gebietskörperschaften, zur Nationalversammlung und für das Amt des Präsidenten vorgesehen. Details des Wahlzyklus, einschließlich der Frage einer Verschiebung der Präsidentschaftswahlen, sind Gegenstand heftiger, teils gewaltsam ausgetragener, öffentlicher Debatten. In den kommenden Monaten muss mit weiteren kurzfristig angesetzten, öffentlichen Kundgebungen in Kinshasa und anderen Großstädten gerechnet werden, bei denen Zusammenstöße zwischen Kundgebungsteilnehmern und Sicherheitskräften nicht ausgeschlossen werden können.

Auswärtige Amt
Alexander
Administrator
 
Beiträge: 22990
Registriert: 30.07.2005 18:12

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 15.09.2016

Beitragvon Alexander » 15.09.2016 17:48

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Demokratische Republik Kongo:

Stand 15.09.2016 (Unverändert gültig seit: 15.09.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Für den 19. September sind in mehreren Städten, darunter Kinshasa, Lubumbashi, Goma und Bukavu, politische Proteste angekündigt. Öffentliche Versammlungen und Demonstrationen können einen gewaltsamen Verlauf nehmen.
Reisende sollten besonders wachsam sein und jede nicht zwingend notwendige Reise verschieben. Dies gilt auch für die Strecke zum und vom Flughafen N'djili am 19. September und den Folgetagen.

Es wird dringend empfohlen, Orte zu meiden, an denen öffentliche Versammlungen Demonstrationen stattfinden können, wie z.B. offizielle Gebäude, Sitze von politischen Parteien und Büros der kongolesischen Wahlkommission CENI und keinesfalls zu versuchen, zu beobachten, zu filmen oder zu fotografieren.

Bis zum November 2016 sind in der Demokratischen Republik Kongo Wahlen zu verschiedenen Gebietskörperschaften, zur Nationalversammlung und für das Amt des Präsidenten vorgesehen. Details des Wahlzyklus, einschließlich der Frage einer Verschiebung der Präsidentschaftswahlen, sind Gegenstand heftiger, teils gewaltsam ausgetragener, öffentlicher Debatten. In den kommenden Monaten muss mit weiteren kurzfristig angesetzten, öffentlichen Kundgebungen in Kinshasa und anderen Großstädten gerechnet werden, bei denen Zusammenstöße zwischen Kundgebungsteilnehmern und Sicherheitskräften nicht ausgeschlossen werden können.

Auswärtige Amt
Alexander
Administrator
 
Beiträge: 22990
Registriert: 30.07.2005 18:12

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 20.09.2016

Beitragvon Birgitt » 21.09.2016 11:38

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Demokratische Republik Kongo:
Stand 20.09.2016
(Unverändert gültig seit: 20.09.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise

Von Reisen nach Kinshasa wird dringend abgeraten. Es kommt zu Einschränkungen im Betrieb des internationalen Flughafens. Die Straße vom internationalen Flughafen N’djili in die Innenstadt ist aus Sicherheitsgründen zum Teil nicht passierbar.

Es kommt zu fortgesetzten gewaltsamen Auseinandersetzungen in mehreren Stadtteilen Kinshasas, zum Teil unter Anwendung von Schusswaffen. Daher wird allen Deutschen empfohlen, den Aufenthalt außerhalb von Wohnung oder Hotel auf das notwendige Minimum zu beschränken.

Menschenansammlungen sollten in jedem Fall gemieden werden, sie sollten nicht beobachtet, fotografiert oder gefilmt werden.

In anderen Großstädten (darunter Lubumbashi, Goma und Bukavu) wird zur erhöhten Wachsamkeit aufgerufen. Auch dort muss mit kurzfristig angesetzten Kundgebungen gerechnet werden.


Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
 
Beiträge: 25219
Registriert: 02.08.2005 21:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 21.09.2016

Beitragvon Alexander » 21.09.2016 17:26

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Demokratische Republik Kongo:

Stand 21.09.2016 (Unverändert gültig seit: 21.09.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise

Nach Ausschreitungen in Kinshasa am 19. und 20. September 2016 ist es nicht auszuschließen, dass es weiterhin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen wird. Von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Kinshasa wird daher weiterhin abgeraten.

Es muss mit kurzfristigen, unangekündigten Straßensperrungen gerechnet werden, u.a. auf dem Weg zwischen Flughafen und Innenstadt; auch ist es zuletzt zu Unterbrechungen im Flugverkehr gekommen.

Deutsche in Kinshasa, wie auch in den anderen Landesteilen der Demokratischen Republik Kongo, werden zu besonderer Wachsamkeit aufgerufen.

Es wird geraten, die lokalen Medien und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts aufmerksam zu verfolgen. Menschenansammlungen sollten gemieden und nicht beobachtet, fotografiert oder gefilmt werden. Den Anweisungen von Militär und Polizei ist unbedingt Folge zu leisten, insbesondere bei Straßensperren und sonstigen Kontrollen.

Auswärtige Amt
Alexander
Administrator
 
Beiträge: 22990
Registriert: 30.07.2005 18:12

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 18.10.2016

Beitragvon Birgitt » 18.10.2016 17:25

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Demokratische Republik Kongo:
Stand 18.10.2016
(Unverändert gültig seit: 18.10.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Nach Ausschreitungen in Kinshasa am 19. und 20. September 2016 ist es nicht auszuschließen, dass es weiterhin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen wird. Teile der Opposition haben für Mittwoch, den 19.10.2016, zu einer „ville morte“, einem Generalstreik, aufgerufen. Auseinandersetzungen und Störungen des öffentlichen Lebens können nicht ausgeschlossen werden.
Von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Kinshasa wird daher weiterhin abgeraten.
Es muss mit kurzfristigen, unangekündigten Straßensperrungen gerechnet werden, u.a. auf dem Weg zwischen Flughafen und Innenstadt.
Deutsche in Kinshasa, wie auch in den anderen Landesteilen der Demokratischen Republik Kongo, werden zu besonderer Wachsamkeit aufgerufen.
Es wird geraten, die lokalen Medien und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts aufmerksam zu verfolgen. Menschenansammlungen sollten gemieden und nicht beobachtet, fotografiert oder gefilmt werden. Den Anweisungen von Militär und Polizei ist unbedingt Folge zu leisten, insbesondere bei Straßensperren und sonstigen Kontrollen.


Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
 
Beiträge: 25219
Registriert: 02.08.2005 21:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 01.11.2016

Beitragvon Birgitt » 02.11.2016 20:22

Auswärtiges Amt hat geschrieben: Demokratische Republik Kongo:
Stand 01.11.2016
(Unverändert gültig seit: 01.11.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Nach Ausschreitungen in Kinshasa am 19. und 20. September 2016 halten politische Spannungen im Land an. Proteste können kurzfristig angesetzt werden und zu Störungen des öffentlichen Lebens, Plünderungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen führen. Auch muss mit kurzfristigen, unangekündigten Straßensperrungen gerechnet werden, u.a. auf dem Weg zwischen Flughafen und Innenstadt.
Von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Kinshasa wird daher weiterhin abgeraten.

In anderen Großstädten wie auch in den anderen Landesteilen der Demokratischen Republik Kongo, wird zu erhöhter Wachsamkeit geraten.
Es wird geraten, die lokalen Medien und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts aufmerksam zu verfolgen. Menschenansammlungen sollten gemieden und nicht beobachtet, fotografiert oder gefilmt werden. Den Anweisungen von Militär und Polizei ist unbedingt Folge zu leisten, insbesondere bei Straßensperren und sonstigen Kontrollen.


Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
 
Beiträge: 25219
Registriert: 02.08.2005 21:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 16.11.2016

Beitragvon Birgitt » 16.11.2016 21:41

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Demokratische Republik Kongo:
Stand 16.11.2016
(Unverändert gültig seit: 16.11.2016)

Letzte Änderung:
Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle einreisenden Personen, die älter als 1 Jahr sind, zwingend vorgeschrieben. Das Mitführen einer entsprechenden internationalen Impfbescheinigung bei der Einreise ist ausnahmslos erforderlich. Es empfiehlt sich, das Dokument während der gesamten Reise dabei zu haben. Das Impfzertifikat erhält bei Erstimpfung am 10. Tag nach der Impfung seine Gültigkeit. Eine einmalige Impfung gilt als lebenslanger Nachweis über die Gelbfieberimpfung im internationalen Reiseverkehr. Die Demokratische Republik Kongo ist Teil des Gelbfieberendemiegebiets (www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, (s. www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig und im gesamten Land ein sehr hohes Risiko für die fast ausschließlich vorkommende Malaria tropica. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig. Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) zwingend notwendig.
Für die Malariaprophylaxe sind in Deutschland verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen
Weitere, nur durch Mückenschutz vermeidbare Erkrankungen (Gelbfieber, Chikungunya-Fieber, Dengue-Fieber) kommen auch gelegentlich vor. Der Gelbfieberausbruch in 2016 ist inzwischen erfolgreich beendet worden.
HIV/AIDS
Nach vorliegenden Daten von UNAIDS (2014) sind etwa 2% der Erwachsenen zwischen 15 und 49 Jahren HIV-positiv, in städtischen Bereichen und in den bekannten Hochrisikogruppen wesentlich mehr. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Infektionsrisiko. Kondombenutzung wird daher immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthalts nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggfs. Einmalhandtücher verwenden.
Im Ostkongo, d.h. vor allem in den Flüchtlingscamps in der Region Goma / Nord-Kivu treten sporadisch immer wieder Cholerafälle auf.
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden klinischen Verlauf (vergl. auch Merkblatt des Auswärtigen Amts unter Reisen und Gesundheit).
Eine Cholera-Impfung steht zur Verfügung. Sie erfordert eine zweimalige Schluckimpfung mit einem mindestens zweiwöchigen Vorlauf.Eine Indikation für eine Choleraimpfung ist in der Regel nur bei besonderen Expositionen (z.B. Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten) gegeben. Darüber hinaus kann sie in Abhängigkeit von der jeweils infektionsepidemiologischen Lage bei Reisen im Land sinnvoll sein. Das hängt vom persönlichen Reiseprofil des Reisenden ab. Eine individuelle Beratung durch einen Tropen- oder Reisemediziner dazu wird empfohlen.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningokokken-Krankheit (Meningitis, bakterielle Hirnhautentzündung)
Diese bakterielle Erkrankung („Tröpfcheninfektion“ durch Anhusten) kommt im Gastland gelegentlich vor,Reisende – besonders bei einfachen Reisebedingungen – besonders bei einfachen Reisebedingungen – sollten geimpft sein (tetravalenter Konjugatimpfstoff), vor allem bei engen Kontakten zur einheimischen Bevölkerung.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern. Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Schlafkrankheit(Trypanosomiasis)
Die Schlafkrankheit wird durch den Stich der tagaktiven Tse-Tse-Fliege übertragen und kommt landesweit vor (selten).
Tollwut
Hunde, Fledermäuse und andere Wildtiere übertragen durch ihren Biss diese bei Ausbruch immer tödliche Erkrankung auf Menschen. Wer unter einfachen Reisebedingungen unterwegs ist, sollte sich vorher impfen lassen (3 Einzeldosen). Es gibt regelmäßig Tollwut bei Menschen in der Demokratischen Republik Kongo (nach WHO Schätzung von 2015 bis zu 5000 Fälle landesweit pro Jahr).
Ebola-Fieber
Die Demokratische Republik Kongo war von dem Ebola-Ausbruch 2013-2016 in Westafrika nicht betroffen, auch wenn zeitgleich einzelne örtlich gehäufte Ebola-Erkrankungen im Land vorkamen. Diese Fälle traten vor allem im Norden und Nordwesten des Landes auf. Diese hochfieberhafte und mit Blutungen einhergehende Erkrankung führt häufig zum Tod. Die Übertragung findet durch Kontakt zu kranken Personen und deren Ausscheidungen statt. Vermeiden Sie in jedem Fall den Verzehr von sog. „bush-meat“- dem Fleisch von Affen, Fledermäusen und anderen Wildtieren. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Land ist mit der in Europa nicht zu vergleichen, sie ist vielfach technisch und apparativ problematisch, die hygienischen Standards sind oft unzureichend, im unzugänglichen Landesinneren ist eine medizinische Versorgung oft gar nicht verfügbar. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?). Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
In der Hauptstadt Kinshasa sind die meisten Medikamente erhältlich, aber sehr teuer - vorübergehende Engpässe können nie ausgeschlossen werden. In Kinshasa und anderen Städten des Landes sind private Arztpraxen und Kliniken verfügbar.
Alle Behandlungen, auch Notfälle, sind grundsätzlich im Voraus bar zu bezahlen. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Rückholmöglichkeit ist daher dringend zu empfehlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe Kontaktadressen z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de).


Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
 
Beiträge: 25219
Registriert: 02.08.2005 21:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 09.12.2016

Beitragvon Birgitt » 09.12.2016 17:00

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Demokratische Republik Kongo:
Stand 09.12.2016
(Unverändert gültig seit: 09.12.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Für den Zeitraum um den 19. Dezember 2016, das Ende des Mandates von Präsident Kabila, zeichnen sich Spannungen in der Demokratischen Republik Kongo ab.
Verschiedene politische Gruppen rufen für diesen Zeitraum zu Protesten auf, sollte der Präsident zu diesem Zeitpunkt weiterhin im Amt sein. Derartige Proteste können, wie zuletzt bei den Ausschreitungen in Kinshasa am 19. und 20. September 2016, einen gewaltsamen Verlauf nehmen. Weitgehende Störungen des öffentlichen Lebens, gewalttätige Auseinandersetzungen und Plünderungen können nicht ausgeschlossen werden. Auch muss mit kurzfristigen, unangekündigten Straßensperrungen gerechnet werden, u .a. auf dem Weg zwischen Flughafen und Innenstadt.
Von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Kinshasa wird daher weiterhin, insbesondere ab Mitte Dezember, abgeraten. In den anderen Landesteilen wird zu erhöhter Wachsamkeit geraten.
Deutsche, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Demokratischen Republik Kongo aufhalten, sollten sich gewissenhaft mit der individuellen Krisenvorsorge auseinandersetzen. Es wird außerdem geraten, die lokalen Medien und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts aufmerksam zu verfolgen. Menschenansammlungen sollten gemieden und nicht beobachtet, fotografiert oder gefilmt werden. Den Anweisungen von Militär und Polizei ist unbedingt Folge zu leisten, insbesondere bei Straßensperren und sonstigen Kontrollen.


Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
 
Beiträge: 25219
Registriert: 02.08.2005 21:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland

Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 23.12.2016

Beitragvon Alexander » 23.12.2016 16:31

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Demokratische Republik Kongo:

Stand 23.12.2016 (Unverändert gültig seit: 23.12.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

Infolge des offiziellen Endes der zweiten Amtszeit des Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo am 19. Dezember 2016 ist es in Kinshasa und anderen kongolesischen Städten zu Protesten gekommen, bei denen es auch zu Gewaltanwendung kam.

Derartige Proteste können sich in den nächsten Tagen und Wochen fortsetzen und, wie zuletzt bei den Ausschreitungen in Kinshasa am 19. und 20. September 2016, einen gewaltsamen Verlauf nehmen und auch Todesopfer fordern. Weitgehende Störungen des öffentlichen Lebens, gewalttätige Auseinandersetzungen und Plünderungen können nicht ausgeschlossen werden. Auch muss mit kurzfristigen, unangekündigten Straßensperrungen gerechnet werden, u .a. auf dem Weg zwischen Flughafen und Innenstadt.

Von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Kinshasa wird daher weiterhin derzeit abgeraten. In den anderen Landesteilen wird zu erhöhter Wachsamkeit geraten.

Deutsche, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Demokratischen Republik Kongo aufhalten, sollten sich gewissenhaft mit der individuellen Krisenvorsorge auseinandersetzen. Es wird außerdem geraten, die lokalen Medien und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts aufmerksam zu verfolgen. Menschenansammlungen sollten gemieden und nicht beobachtet, fotografiert oder gefilmt werden. Den Anweisungen von Militär und Polizei ist unbedingt Folge zu leisten, insbesondere bei Straßensperren und sonstigen Kontrollen.

Auswärtige Amt
Alexander
Administrator
 
Beiträge: 22990
Registriert: 30.07.2005 18:12

Re: Teilreisewarnung Demokratische Republik Kongo 23.12.2016

Beitragvon markus-1969 » 24.12.2016 20:14

Es gibt einen Thread zu den Unruhen in der DRC

dr-kongo-unruhen-im-westen-und-kinshasa-t1703.html
markus-1969
 
Beiträge: 584
Registriert: 17.04.2011 20:36

VorherigeNächste

Zurück zu Sicherheitshinweise/ Gefahren

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste