Wüstenschiff • Thema anzeigen - Teilreisewarnung Mali 23.05.2018

Teilreisewarnung Mali 23.05.2018

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Teilreisewarnung Mali 15.11.2014

Beitragvon Birgitt » 15.11.2014 10:42

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mali:
Stand 15.11.2014
(Unverändert gültig seit: 15.11.2014)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Seit März 2014 ist eine Ebolaepidemie in Westafrika bestätigt. Auch in Mali sind Ebolafälle aufgetreten. Zuletzt verstarb am 11.11.2014 ein Krankenpfleger der Clinique Pasteur in der Hauptstadt Bamako. Am 14.11.2014 wurde die Diagnose Ebola auch bei einem Arzt der Clinique Pasteur bestätigt. Die Clinique Pasteur (bedeutende Privatklinik des Landes) ist zur Zeit geschlossen. Außerdem soll es Medienberichten zufolge einen Todesfall durch Ebola in der Universitätsklinik Gabriel Touré gegeben haben.
Mit dem Auftreten weiterer Infektionen in Mali (vor allem in Bamako) bei Krankenhauspersonal und deren Umfeld ist zu rechnen. Auch ist davon auszugehen, daß die medizinische Versorgung insgesamt durch das Schließen von Kliniken beeinträchtigt wird. Für die Allgemeinheit besteht zum jetzigen Zeitpunkt keine Gefahr. Das Auswärtige Amt rät, die Nachrichtenlage intensiv zu verfolgen, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und wenn möglich Krankenhäuser in Bamako zu meiden.
Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.


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Teilreisewarnung Mali 12.12.2014

Beitragvon Alexander » 12.12.2014 20:12

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Mali:

Stand 12.12.2014 (Unverändert gültig seit: 12.12.2014)

Letzte Änderung: Aktuelle Hinweise
Dringende Sicherheitshinweise für die Region - Gefahr von Entführungen und Anschlägen

In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern besteht eine erhöhte Gefahr terroristischer Gewaltakte, gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe; sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. In Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara, ihrer Randbereiche und der Sahelzone eindringlich ab.

Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.
Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.

Aktuelle Hinweise

Seit März 2014 ist eine Ebolaepidemie in Westafrika bestätigt. Auch in Mali sind überwiegend in der Hauptstadt Bamako Ebolafälle aufgetreten. Nach dem 25.11.2014 wurden keine neuen Ebolainfektionen bestätigt.
Für die Allgemeinheit besteht zum jetzigen Zeitpunkt keine Gefahr. Das Auswärtige Amt rät, die Nachrichtenlage intensiv zu verfolgen, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und wenn möglich Krankenhäuser in Bamako zu meiden.

Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter http://www.diplo.de/reisemedizin.

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Teilreisewarnung Mali 06.02.2015

Beitragvon Birgitt » 06.02.2015 16:03

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mali:
Stand 06.02.2015
(Unverändert gültig seit: 06.02.2015)

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung


Aktuelle Hinweise
Am 18. Januar 2015 wurde Mali, in dem es seit Oktober 2014 zu vereinzelten Ebola-Fällen kam, für Ebola-frei erklärt. Seit November 2014 wurden keine neuen Ebola-Infektionen bestätigt.
Das Auswärtige Amt rät Reisenden gleichwohl, die Nachrichtenlage bezüglich Ebola weiter regelmäßig zu verfolgen, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich von sichtbar Kranken fernzuhalten.
Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.

Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
In Mali kommt es immer wieder zu Anschlägen und militärischen Kampfhandlungen. Außerdem ist eine Zunahme der Gewaltkriminalität zu beobachten. Für Staatsangehörige westlicher Staaten besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko vor allem an von diesen regelmäßig besuchten Orten. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.
Vor Reisen in die nachfolgend genannten Gebiete Malis wird deshalb weiterhin gewarnt:
Im ganzen Norden des Landes, in der Umgebung des Niger-Flusses nordöstlich von Mopti sowie längs der südlichen und östlichen Grenze Mauretaniens zu Mali sind Rebellen und Terroristengruppen aktiv. Es kommt immer wieder zu Anschlägen und militärischen Kampfhandlungen. Die Gefahr, Opfer von Sprengfallen (Minen etc.), Entführung oder anderen Gewalttaten zu werden, ist groß. Vor Überlandfahrten und Reisen nördlich des 14. Breitengrades wird nachdrücklich gewarnt.
Von sonstigen Überlandfahrten wird auch wegen des Unfallrisikos und der Gefahr von Überfällen dringend abgeraten.
Aufenthalte in Kayes und Reisen in die Stadt sind unter Berücksichtigung der o.g. Ausführungen zwar grundsätzlich möglich, sollten aber ebenso wie Aufenthalte und Reisen in andere Landesteile nur unter zeitnaher vorheriger Abklärung der allgemeinen Sicherheitslage durchgeführt werden. Überlandfahrten in diese Regionen sollten nicht allein und nur tagsüber durchgeführt werden.
Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Bamako wird nachdrücklich abgeraten. Auch wenn sich die Sicherheitslage in der Hauptstadt entspannt hat, besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko, Opfer von Entführungen und/oder Gewaltverbrechen zu werden.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
www.auswaertiges-amt.de


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Teilreisewarnung Mali 07.03.2015

Beitragvon Alexander » 07.03.2015 12:01

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Mali:

Stand 07.03.2015 (Unverändert gültig seit: 07.03.2015)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise

In der Nacht zum 7.3.2015 kam es in Bamako zu einem Anschlag auf eine von Ausländern häufig besuchte Bar im Stadtviertel Hippodrome. Dabei kamen mindestens 5 Menschen ums Leben. Es ist nicht auszuschließen, dass es in Bamako zu weiteren Anschlägen kommen kann. Das Auswärtige Amt bittet, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen.

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Teilreisewarnung Mali 10.07.2015

Beitragvon Alexander » 11.07.2015 06:38

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Mali:

Stand 10.07.2015 (Unverändert gültig seit: 10.07.2015)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise
Landesspezifische Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung

Aktuelle Hinweise

In der Nacht zum 7.3.2015 kam es in Bamako zu einem Anschlag auf eine von Ausländern häufig besuchten Bar im Stadtviertel Hippodrome. Es ist nicht auszuschließen, dass es auch in Bamako zu weiteren Anschlägen kommen kann. Es wird daher empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten und sich besonders umsichtig zu verhalten. Besondere Umsicht ist an Orten notwendig, die als Treffpunkte von Ausländern bekannt sind. Das Auswärtige Amt rät, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen.

Am 18. Januar 2015 wurde Mali, in dem es seit Oktober 2014 zu vereinzelten Ebola-Fällen kam, für Ebola-frei erklärt. Seit November 2014 wurden keine neuen Ebola-Infektionen bestätigt.
Das Auswärtige Amt rät Reisenden gleichwohl, die Nachrichtenlage bezüglich Ebola weiter regelmäßig zu verfolgen, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich von sichtbar Kranken fernzuhalten.
Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter http://www.diplo.de/reisemedizin.

Landesspezifische Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung
Insbesondere im Norden Malis kommt es zu Anschlägen und militärischen Kampfhandlungen. Eine Zunahme der Gewaltkriminalität ist zu beobachten, auch wenn diese bislang nur vereinzelt Ausländer betrifft.
Für Staatsangehörige westlicher Staaten besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko vor allem an von diesen regelmäßig besuchten Orten. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind zudem Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.
Vor Reisen in die nachfolgend genannten Gebiete Malis wird deshalb weiterhin gewarnt:

Im ganzen Norden des Landes, in der Umgebung des Niger-Flusses nordöstlich von Mopti sowie längs der südlichen und östlichen Grenze Mauretaniens zu Mali sind Rebellen und Terroristengruppen aktiv. Die Gefahr, Opfer von Sprengfallen (Minen etc.), Entführung oder anderen Gewalttaten zu werden, ist groß. Vor Überlandfahrten und Reisen nördlich des 14. Breitengrades wird daher nachdrücklich gewarnt.

Von Reisen in die Region Sikasso im Süden des Landes wird abgeraten.

In dieser Region ist es jüngst nahe der Grenze zur Elfenbeinküste zu Angriffen von Terrorgruppen auf das malische Militär gekommen.

Aufenthalte in Kayes und Reisen in die Stadt sind unter Berücksichtigung der o.g. Ausführungen zwar grundsätzlich möglich, sollten aber ebenso wie Aufenthalte und Reisen in andere Landesteile nur unter zeitnaher vorheriger Abklärung der allgemeinen Sicherheitslage durchgeführt werden. Überlandfahrten in diese Regionen sollten nicht allein und nur tagsüber durchgeführt werden.
Von nicht zwingend erforderlichen Überlandfahrten wird abgeraten.

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Teilreisewarnung Mali 19.08.2015

Beitragvon Birgitt » 19.08.2015 20:27

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mali:
Stand 19.08.2015
(Unverändert gültig seit: 19.08.2015)

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise (Teilreisewarnung)
- Landesspezifische Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung
- Medizinische Hinweise


Aktuelle Hinweise
Am 7. August 2015 ereignete sich ein Terroranschlag auf ein von Ausländern häufig genutztes Hotel in der Stadt Sevaré. Im Stadtgebiet und in der Umgebung von Bamako kam es zu vereinzelten Anschlägen, bei denen Ausländer betroffen waren. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Anschlägen kommen kann.
Es wird daher empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten und sich besonders umsichtig zu verhalten. Das Auswärtige Amt rät, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung
Insbesondere im Norden Malis kommt es zu Anschlägen und militärischen Kampfhandlungen. Eine Zunahme der Gewaltkriminalität ist zu beobachten, auch wenn diese bislang nur vereinzelt Ausländer betrifft. Im ganzen Norden des Landes, in der Umgebung des Niger-Flusses nordöstlich von Mopti sowie längs der südlichen und östlichen Grenze Mauretaniens zu Mali sind Rebellen und Terroristengruppen aktiv
In der Region Mopti aber auch in anderen Landesteilen operieren Terrorgruppen, die zu einzelnen Anschlägen oder auch zu Entführungen in der Lage sind.
Auch im Süden des Landes in der Region Sikasso ist es jüngst nahe der Grenze zur Elfenbeinküste zu Angriffen von Terrorgruppen auf malische Sicherheitskräfte gekommen.
Für Staatsangehörige westlicher Staaten besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko vor allem an von diesen regelmäßig besuchten Orten. Die Gefahr, Opfer von Sprengfallen (Minen etc.), Entführung oder anderen Gewalttaten zu werden, ist in der Sahel-Sahara-Region erheblich. Vor Reisen nördlich des 14. Breitengrades wird daher nachdrücklich gewarnt.
Für die (zwar nördlich des 14. Breitengrades gelegene) Stadt Kayes und die unmittelbare Umgebung sowie für die übrigen Landesteile gilt folgendes:
Aufenthalte und Reisen sollten nur unter zeitnaher vorheriger Abklärung der allgemeinen Sicherheitslage durchgeführt werden. Besondere Umsicht ist an Orten notwendig, die regelmäßig von Ausländern aufgesucht werden; diese sollten nach Möglichkeit ganz gemieden werden. Auch für das Stadtgebiet Bamako wird zu besonderer Umsicht geraten.
Von nicht zwingend erforderlichen Überlandfahrten wird abgeraten. Wenn überhaupt, sollten diese nicht allein durchgeführt werden.
Von Fahrten in der Dunkelheit wird nachdrücklich gewarnt.
Deutschen Staatsangehörigen in Mali wird empfohlen, sich im elektronischen Erfassungssystem der Botschaft (www.service.diplo.de/registrierungav) zu registrieren.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
www.auswaertiges-amt.de

Medizinische Hinweise
Impfschutz:
Mali ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (siehe auch www.who.int/ )
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de).
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
Gelbfieber:
In den vergangenen Jahren wurden nur in den Regionen Kayes und Kita Einzelfälle von Gelbfieber bestätigt.
Malaria:
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Mali. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Nördlich des 16. Breitengrades tritt Malaria nur sporadisch auf, südlich der Linie Gao - Timbuktu saisonal gehäuft mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und Abnahme in der Trockenzeit. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) wird empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue, s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV / AIDS
2010 waren in Mali knapp 1 % der erwachsenen Bevölkerung und ca. 30 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf, zuletzt in 2012 im Norden des Landes (Gao). Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Weitere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit:
Mali wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (bakterielle Meningitis) heimgesucht mit bis zu 1500 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison deshalb auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung des Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden. Derzeit wird in den Sahelländern Mali und Burkina Faso eine von der WHO länderweit angelegte Impfkampagne mit einem neuen, wirksameren Impfstoff durchgeführt.
Dengue-Fieber:
kommt selten vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. Todesfolge auf. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in Mückenschutzmassnahmen (s.o.).
Schistosomiasis (Bilharziose):
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Fluss Niger, Nebenflüsse, Staudamm Selengué). Baden im offenen Süßwasser ist daher grundsätzlich nicht empfohlen.
Ebola:
Mali wurde nach vereinzelt vorgekommenen Fällen am 18.Januar 2015 für Ebola-frei erklärt. Das Auswärtige Amt rät Reisenden gleichwohl, die Nachrichtenlage bezüglich Ebola weiter regelmäßig zu verfolgen, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich von sichtbar Kranken fernzuhalten. Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.
Medizinische Versorgung:
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Bamako ist begrenzt, vor allem bei Notfällen. Eine private Klinik bietet jedoch die Möglichkeit einer qualitativ guten Diagnostik und Behandlung, auch auf dem Gebiet der Intensivmedizin. Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen medizinischen Fachrichtungen sind vorhanden, einzelne davon sprechen auch deutsch.
Das Mitbringen von Medikamenten ist für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Bamako haben ein ausreichendes Sortiment aller wichtigen Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die nach Mali kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Mali durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen (z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de)


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Teilreisewarnung Mali 09.10.2015

Beitragvon Birgitt » 09.10.2015 23:39

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mali:
Stand 09.10.2015
(Unverändert gültig seit: 09.10.2015)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung


Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung
Insbesondere im Norden Malis kommt es zu Anschlägen und militärischen Kampfhandlungen. Eine Zunahme der Gewaltkriminalität ist zu beobachten, auch wenn diese bislang nur vereinzelt Ausländer betrifft. Im ganzen Norden des Landes, in der Umgebung des Niger-Flusses nordöstlich von Mopti sowie längs der südlichen und östlichen Grenze Mauretaniens zu Mali sind Rebellen und Terroristengruppen aktiv
In der Region Mopti aber auch in anderen Landesteilen operieren Terrorgruppen, die zu einzelnen Anschlägen oder auch zu Entführungen in der Lage sind.
Auch im Süden des Landes in der Region Sikasso ist es jüngst nahe der Grenze zur Elfenbeinküste zu Angriffen von Terrorgruppen auf malische Sicherheitskräfte gekommen.
Für Staatsangehörige westlicher Staaten besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko vor allem an von diesen regelmäßig besuchten Orten. Die Gefahr, Opfer von Sprengfallen (Minen etc.), Entführung oder anderen Gewalttaten zu werden, ist in der Sahel-Sahara-Region erheblich. Vor Reisen nördlich des 14. Breitengrades wird daher nachdrücklich gewarnt.
Für die (zwar nördlich des 14. Breitengrades gelegene) Stadt Kayes und die unmittelbare Umgebung sowie für die übrigen Landesteile gilt Folgendes:Auch im Süden des Landes und in der Hauptstadt Bamako kann eine Gefährdung durch terroristische Gruppen nicht ausgeschlossen werden. Aufenthalte und Reisen sollten nur unter zeitnaher vorheriger Abklärung der allgemeinen Sicherheitslage durchgeführt werden. Besondere Umsicht ist an Orten notwendig, die regelmäßig von Ausländern aufgesucht werden; diese sollten nach Möglichkeit ganz gemieden werden. Auch für das Stadtgebiet Bamako wird zu besonderer Umsicht geraten.
Von nicht zwingend erforderlichen Überlandfahrten wird abgeraten. Wenn überhaupt, sollten diese nicht allein durchgeführt werden.
Von Fahrten in der Dunkelheit wird nachdrücklich gewarnt.
Deutschen Staatsangehörigen in Mali wird empfohlen, sich im elektronischen Erfassungssystem der Botschaft (www.service.diplo.de/registrierungav) zu registrieren.
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Teilreisewarnung Mali 20.11.2015

Beitragvon Birgitt » 20.11.2015 15:39

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mali:
Stand 20.11.2015
(Unverändert gültig seit: 20.11.2015)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise - Teilreisewarnung
Am 20. November 2015 hat sich ein terroristischer Angriff auf das Radisson Hotel in Bamako ereignet.
Reisenden wird dringend geraten, die Umgebung zum Hotel zu meiden, bei Fahrten in der Stadt besondere Umsicht walten zu lassen und den Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt zu folgen.
Bereits am 7. August 2015 gab es einen Terroranschlag auf ein von Ausländern häufig genutztes Hotel in der Stadt Sevaré. Dabei kam es auch im Stadtgebiet und in der Umgebung von Bamako zu vereinzelten Anschlägen, bei denen Ausländer betroffen waren.
Es ist nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Anschlägen kommen kann.
Es wird daher empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten und sich besonders umsichtig zu verhalten. Das Auswärtige Amt rät, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen.


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Teilreisewarnung Mali 05.02.2016

Beitragvon Alexander » 05.02.2016 21:42

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Mali:

Stand 05.02.2016 (Unverändert gültig seit: 05.02.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise - Teilreisewarnung


In der Vergangenheit ist es immer wieder zu terroristischen Anschlägen in Mali gekommen, bei denen auch Ausländer betroffen waren, so zuletzt am 05. Februar 2016 auf eine Liegenschaft der VN-Mission MINUSMA in Timbuktu und am 20. November 2015 auf das Hotel Radisson Blu in der Hauptstadt Bamako. Weitere Anschläge sind überall in Mali jederzeit möglich.

Reisenden wird daher empfohlen, sich besonders umsichtig zu verhalten, Menschenansammlungen zu meiden und Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen. Das Auswärtige Amt rät, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

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Teilreisewarnung Mali 10.03.2016

Beitragvon Alexander » 10.03.2016 19:53

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Mali:

Stand 10.03.2016 (Unverändert gültig seit: 10.03.2016)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung


Insbesondere im Norden Malis kommt es zu Anschlägen und militärischen Kampfhandlungen. Eine Zunahme der Gewaltkriminalität ist zu beobachten, auch wenn diese bislang nur vereinzelt Ausländer betrifft. Im ganzen Norden des Landes, in der Umgebung des Niger-Flusses nordöstlich von Mopti sowie längs der südlichen und östlichen Grenze Mauretaniens zu Mali sind Rebellen und Terroristengruppen aktiv. In der Region Mopti, aber auch in anderen Landesteilen, operieren Terrorgruppen, die zu einzelnen Anschlägen oder auch zu Entführungen in der Lage sind. Im Gebiet nördlich der Nationalstraßen 6 und 12 (Segou - Koutiala) besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko.

Auch im Süden des Landes in der Region Sikasso ist es nahe der Grenze zur Elfenbeinküste zu Angriffen von Terrorgruppen auf malische Sicherheitskräfte gekommen.

Für Staatsangehörige westlicher Staaten besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko, vor allem an von diesen regelmäßig besuchten Orten. Die Gefahr, Opfer von Sprengfallen (Minen etc.), Entführung oder anderen Gewalttaten zu werden, ist in der Sahel-Sahara-Region erheblich.

Vor Reisen nördlich des 14. Breitengrades wird daher nachdrücklich gewarnt.

Für die (zwar nördlich des 14. Breitengrades gelegene) Stadt Kayes und die unmittelbare Umgebung sowie für die übrigen Landesteile gilt Folgendes:Auch im Süden des Landes und in der Hauptstadt Bamako kann eine Gefährdung durch terroristische Gruppen nicht ausgeschlossen werden. Aufenthalte und Reisen sollten nur unter zeitnaher vorheriger Abklärung der allgemeinen Sicherheitslage durchgeführt werden. Besondere Umsicht ist an Orten notwendig, die regelmäßig von Ausländern aufgesucht werden; diese sollten nach Möglichkeit ganz gemieden werden. Auch für das Stadtgebiet Bamako wird zu besonderer Umsicht geraten.

Von nicht zwingend erforderlichen Überlandfahrten wird abgeraten. Wenn überhaupt, sollten diese nicht allein durchgeführt werden.

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Teilreisewarnung Mali 22.03.2016

Beitragvon Alexander » 22.03.2016 20:06

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Mali:

Stand 22.03.2016 (Unverändert gültig seit: 22.03.2016)

Letzte Änderung: Aktuelle Hinweise - Teilreisewarnung

In der Vergangenheit ist es immer wieder zu terroristischen Anschlägen in Mali gekommen, bei denen auch Ausländer betroffen waren; zuletzt am 21. März auf das Hauptquartier der EU-Trainingsmission in Bamako. Zuvor war am 05. Februar 2016 eine Liegenschaft der VN-Mission MINUSMA in Timbuktu betroffen und am 20. November 2015 das Hotel Radisson Blu in der Hauptstadt Bamako. Weitere Anschläge sind überall in Mali jederzeit möglich.

Reisenden wird daher empfohlen, sich besonders umsichtig zu verhalten, Menschenansammlungen zu meiden und Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen. Das Auswärtige Amt rät, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

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Teilreisewarnung Mali 14.04.2016

Beitragvon Birgitt » 16.04.2016 16:59

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mali:
Stand 14.04.2016
(Unverändert gültig seit: 14.04.2016)

Letzte Änderungen:
Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Impfschutz
Mali ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (siehe auch www.who.int/ith/countries/en/index.html ). In den vergangenen Jahren wurden in den Regionen Kayes und Kita Einzelfälle von Gelbfieber bestätigt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln, Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langezeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.
Während der Trockenzeit (Dezember–April) kommt es in den Ländern des „Afri¬kanischen Meningitisgürtels“ regelmäßig zu Meningitis-Epidemien. Als Erreger werden überwiegend Pneumokokken und Meningokokken identifiziert. Eine tetravalente Menin¬gokokken-Impfung kann bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalt sinnvoll sein.
Eine Pneumokokken-Impfung wird als Reiseimpfung nicht empfohlen, da die zirkulierenden Serotypen in Westafrika nicht bekannt sind und die verfügbaren Impfstoffe nur wenige Serotypen abdecken.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Mali. Nördlich des 16. Breitengrades tritt Malaria nur sporadisch auf, südlich der Linie Gao - Timbuktu saisonal gehäuft mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und Abnahme in der Trockenzeit. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) wird empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Dengue-Fieber
kommt selten vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. Todesfolge auf. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in Mückenschutzmassnahmen (s.u.).
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • Körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue, s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
2010 waren in Mali knapp 1 % der erwachsenen Bevölkerung und ca. 30 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf, zuletzt in 2012 im Norden des Landes (Gao).
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, insbesondere immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose):
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Fluss Niger, Nebenflüsse, Staudamm Selengué). Baden im offenen Süßwasser ist daher grundsätzlich nicht empfohlen.
Ebola:
Mali wurde nach vereinzelt vorgekommenen Fällen am 18.Januar 2015 für Ebola-frei erklärt. Das Auswärtige Amt rät Reisenden gleichwohl, die Nachrichtenlage bezüglich Ebola weiter regelmäßig zu verfolgen, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich von sichtbar Kranken fernzuhalten. Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.
Medizinische Versorgung:
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Bamako ist begrenzt, vor allem bei Notfällen. Eine private Klinik bietet jedoch die Möglichkeit einer qualitativ guten Diagnostik und Behandlung, auch auf dem Gebiet der Intensivmedizin. Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen medizinischen Fachrichtungen sind vorhanden, einzelne davon sprechen auch deutsch.
Das Mitbringen von Medikamenten ist für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Bamako haben ein ausreichendes Sortiment aller wichtigen Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die nach Mali kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Mali durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen (z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de)


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Teilreisewarnung Mali 23.05.2016

Beitragvon Alexander » 23.05.2016 17:35

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Mali:

Stand 23.05.2016 (Unverändert gültig seit: 23.05.2016)

Letzte Änderung:
Medizinische Hinweise


Impfschutz
Mali ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (siehe auch www.who.int/ith/countries/en/index.html ). In den vergangenen Jahren wurden in den Regionen Kayes und Kita Einzelfälle von Gelbfieber bestätigt.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln, Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langezeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Während der Trockenzeit (Dezember–April) kommt es in den Ländern des „Afri¬kanischen Meningitisgürtels“ regelmäßig zu Meningitis-Epidemien. Als Erreger werden überwiegend Pneumokokken und Meningokokken identifiziert. Eine tetravalente Menin¬gokokken-Impfung kann bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalt sinnvoll sein.

Eine Pneumokokken-Impfung wird als Reiseimpfung nicht empfohlen, da die zirkulierenden Serotypen in Westafrika nicht bekannt sind und die verfügbaren Impfstoffe nur wenige Serotypen abdecken.

Dengue-Fieber

Kommt selten vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. Todesfolge auf. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in Mückenschutzmassnahmen (s.u.).

Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Mali. Nördlich des 16. Breitengrades tritt Malaria nur sporadisch auf, südlich der Linie Gao - Timbuktu saisonal gehäuft mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und Abnahme in der Trockenzeit. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) wird empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

• Körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• tagsüber (Dengue, s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

HIV/AIDS
2010 waren in Mali knapp 1 % der erwachsenen Bevölkerung und ca. 30 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf, zuletzt in 2012 im Norden des Landes (Gao).

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, insbesondere immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten

Ebola:
Ebola ist eine von Mensch zu Mensch übertragbare hochansteckende Viruserkrankung, die häufig zum Tode führt. Die Ebolaepidemie 2013-2016 in den vor allem betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone ist eingedämmt. Auch in Mali waren Fälle aufgetreten. Grundsätzlich ist ein erneutes Auftreten von Ebolainfektionen in Westafrika nicht auszuschließen. Es wird deshalb dazu geraten, die Nachrichtenlage zu verfolgen, insbesondere auch die Hinweise auf der Homepage der deutschen Botschaft in Abidjan zu beachten und allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten. Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.

Schistosomiasis (Bilharziose):
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Fluss Niger, Nebenflüsse, Staudamm Selengué). Baden im offenen Süßwasser ist daher grundsätzlich nicht empfohlen.

Medizinische Versorgung:
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Bamako ist begrenzt, vor allem bei Notfällen. Eine private Klinik bietet jedoch die Möglichkeit einer qualitativ guten Diagnostik und Behandlung, auch auf dem Gebiet der Intensivmedizin. Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen medizinischen Fachrichtungen sind vorhanden, einzelne davon sprechen auch Deutsch.

Das Mitbringen von Medikamenten ist für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Bamako haben ein ausreichendes Sortiment aller wichtigen Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

Touristen, die nach Mali kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Mali durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de).

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Teilreisewarnung Mali 25.07.2016

Beitragvon Alexander » 25.07.2016 19:08

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Mali:

Stand 25.07.2016 (Unverändert gültig seit: 25.07.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise - Teilreisewarnung


In der Vergangenheit ist es immer wieder zu terroristischen Anschlägen in Mali gekommen, bei denen auch Ausländer betroffen waren; in Bamako zuletzt am 21. März auf das Hauptquartier der EU-Trainingsmission, zuvor am 20. November 2015 das Hotel Radisson Blu. Am 31.05. kam es z.B. zu einem schweren Anschlag auf eine Liegenschaft der VN in Gao, am 19.07. zu einem schweren Überfall auf ein Militärlager in Nampala mit zahlreichen Toten. Weitere Anschläge sind überall in Mali jederzeit möglich, derzeit ist im Land der Ausnahmezustand ausgerufen.

Reisenden wird daher empfohlen, sich besonders umsichtig zu verhalten, Menschenansammlungen zu meiden und Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen. Das Auswärtige Amt rät, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

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Teilreisewarnung Mali 10.11.2016

Beitragvon Birgitt » 10.11.2016 21:14

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mali:
Stand 10.11.2016
(Unverändert gültig seit: 10.11.2016)

Letzte Änderungen:
Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Impfschutz
Mali ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (siehe auch www.who.int/ith/countries/en/index.html ). In den vergangenen Jahren wurden in den Regionen Kayes und Kita Einzelfälle von Gelbfieber bestätigt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln, Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langezeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.
Während der Trockenzeit (Dezember–April) kommt es in den Ländern des „Afri¬kanischen Meningitisgürtels“ regelmäßig zu Meningitis-Epidemien. Als Erreger werden überwiegend Pneumokokken und Meningokokken identifiziert. Eine tetravalente Menin¬gokokken-Impfung kann bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalt sinnvoll sein.
Eine Pneumokokken-Impfung wird als Reiseimpfung nicht empfohlen, da die zirkulierenden Serotypen in Westafrika nicht bekannt sind und die verfügbaren Impfstoffe nur wenige Serotypen abdecken.
Dengue-Fieber

Kommt selten vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. Todesfolge auf. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in Mückenschutzmassnahmen (s.u.).
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Mali. Nördlich des 16. Breitengrades tritt Malaria nur sporadisch auf, südlich der Linie Gao - Timbuktu saisonal gehäuft mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und Abnahme in der Trockenzeit. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) wird empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • Körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue, s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
2015 waren in Mali ca. 1,3 % der erwachsenen Bevölkerung (15 - 49 Jahre) HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko, sich zu infizieren. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, insbesondere immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Ebola:
Ebola ist eine von Mensch zu Mensch übertragbare hochansteckende Viruserkrankung, die häufig zum Tode führt. Die Ebolaepidemie 2013-2016 in den vor allem betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone ist eingedämmt. Auch in Mali waren Fälle aufgetreten. Grundsätzlich ist ein erneutes Auftreten von Ebolainfektionen in Westafrika nicht auszuschließen. Es wird deshalb dazu geraten, die Nachrichtenlage zu verfolgen, insbesondere auch die Hinweise auf der Homepage der deutschen Botschaft in Abidjan zu beachten und allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten. Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.
Schistosomiasis (Bilharziose):
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Fluss Niger, Nebenflüsse, Staudamm Selengué). Baden im offenen Süßwasser ist daher grundsätzlich nicht empfohlen.
Medizinische Versorgung:
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Planbare Operationen sollten in Europa durchgeführt werden. Die ärztliche Versorgung in Bamako ist begrenzt, eine gewisse Versorgung jedoch möglich. In mehreren staatlichen Krankenhäusern und Privatkliniken können Patienten operativ, bei internistischen Notfällen und intensivmedizinisch betreut werden. Nähere Informationen sind über die Botschaft erhältlich. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen medizinischen Fachrichtungen sind vorhanden, einige Ärzte sprechen auch Deutsch, z. B. in den Fachgebieten Chirurgie, Allgemeinmedizin, Gynäkologie.
Das Mitbringen von Medikamenten ist für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Apotheken in Bamako haben ein ausreichendes Sortiment aller wichtigen Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Reisende sollten über einen ausreichenden, für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Mali durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de).


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