Wüstenschiff • Thema anzeigen - Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Unterwegs zu Fuß, mit Kamel oder Muli, mit dem Drahtesel

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Re: Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Beitragvon Mia » 29.02.2012 09:47

Hallo Peter D,

kleiner Tipp: vergiß die Belüftungsöffnungen nicht beim neu genähten Überzelt :mrgreen:

Gruß Mia
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
Mia
 
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Re: Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Beitragvon Christian Desertrider » 29.02.2012 09:55

Hallo Mia,

ich glaube der Winter war nicht geeignet für den Test von Schlafsäcken für die Wüste.
Bei uns habe ich mal mit dem Marmot Lithium draussen gelegen, hatte sogar Glück und die kälteste oder zweitkälteste Nacht erwischt (15-16 Grad hat die nahe gelegene Wetterstation angegeben). So ein Vorgartentest hat aber auch nicht so viel realistische Versuchsbedingungen.

Grüsse

Christian

PS fürs Trekken oder Bergsteigen (je nach Tour) ist die Gewichtssparerei noch gut, für Radtouren schauen wir auch, dass wir möglichst nicht zu viel dabei haben, aber nicht ganz so verkrampft. Es lohnt sich dort vor allem beim Flug, da man bei den Airlines wo das Rad über das normale Gepäck mitgenommen werden kann, dann oft noch im Gewichtslimit ist (d.h. 20 kg + Handgepäck).
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Re: Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Beitragvon Mia » 29.02.2012 10:50

Hallo Christian,

Respekt

Ich finde es trotzdem sehr gut, wenn man die eigenen Grenzen kennt. Natürlich Zuhause mit der Ausrüstung Tests durchzuführen ist halt eine Simulation. Macht aber Spaß. Ich schränke ein. Die kälteste Nacht, die ich mit Schlafsack draußen geschlafen habe lag so bei -25° und ohne bei -12°. Was heißt geschlafen - gefroren bis zum Aufstehen und die Zehen und Finger waren auch lädiert.
Ich schlafe im Schnitt ca. 3 Monate pro Jahr im Schlafsack unter allen möglichen Verhältnissen und das seit 34 Jahren und kann dadurch schon ein bißchen mitreden, weil abgesehen von den extremsten Nächten, waren viele Kalte dabei.
Eine durchgehaltene Nacht im Vorgarten mit -16°ist auch eine Nacht mit -16° ob im Vorgarten oder im Himalaya. Der Unterschied ist, Du kannst dann ins warme Haus gehen und beim Himalayatrekking kommt nach einem meist kalten Tag mit körperlicher Anstrengung die nächste kalte Nacht. Die Wüste ist auch nicht ohne, denn hier haben wir beträchtliche Temperaturschwankungen und auf einem Fußmarsch ist man denen halt nunmal ausgesetzt.

Eine Nacht kann man immer wegstecken, darum geht es nicht.

Aber eine ausgeruhte warme Nacht erhält die Leistungsfähigkeit des Körpers auf Touren, die Risiken beinhalten. Die Argumente werden gar nicht gegen die Ausrüstung als Solche geführt, sondern sind Erfahrungen, die manchmal erst hinterher Stoff für eine Anekdote, gewürzt mit einer Prise Selbstironie sind.


Gruß Mia
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Re: Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Beitragvon Peter D » 29.02.2012 14:41

Hast Du diesen kalten Winter mal genutz um bei -2 Grad draußen zu schlafen?


Ja, Mia, ich bin heuer mit dem Rennrad bei 3°PLus eine 210km Trainings-Tour nach Wien gefahren, und hab vorsichtshalber in einem kleinen 20Liter rucksack (der hat 85g, ist kein Tippfehler) nur das zelt,den schlafsack und eine Stirnlampe eingepackt, falls ich die Strecke nicht in einem Tag schaffen will, weil ich lieber gemütlich fahre. Da hatte ich aber aus Platzgründen nur den Yeti Passion Three mit. Der hat nur 250g Daune drin. Ich habe drin überhaupt nicht gefroren, aber so richtig üppig schmullig (die Schwaben sagen glaub ich "schmullig", stimmt das Mia ?) wars nicht. Jedenfalls hab ich später den Three gegen den Five umgetauscht. Den hab ich aber noch nicht getestet.

Fuhr dann doch die 210km in zwei Etappen und fuhr in einen Wald, da hatte ich dann in der Früh Rauhreif auf dem Zelt.

Beim wämreempfinden bin ich bin leider kein Maßstab Mia, ich geh bei 17° im T-Shirt draußen herum 8)
Mein Rennradtrainer hat immer eine Funktions-Kleiderschicht weniger an als ich... :wink:
leichter trekkinggruß
Peter
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Re: Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Beitragvon Peter D » 29.02.2012 14:53

Groundsheet
Zuletzt geändert von Peter D am 29.02.2012 15:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Beitragvon Peter D » 29.02.2012 15:04

christian aus Freiburg hat geschrieben:Hallo!

Zitat:
Das Groundsheet hat 85g. Es schaut aus wie harmlose dünne Plastikplane, zieht und reißt man daran, schafft man das nur mit extremer Kraft. Sehr teuer.

Danke für den Tipp!
Da ich schon lange ein UL-Groundsheet suche, habe ich es soeben bestellt. Kostet 11,90€. Meinst Du mit teuer das es nicht lange hält? Ansonsten geht der Preis doch in Ordnung.

LG Christian



Uups, da hab ich den Preis verwechselt. Ich hatte irrtümlicherweise den Preis vom Cubenmaterial im Kopf (19g/m2)
da kostet schon nur der Laufmeter das dreifache. Der Preis ist natürlich günstig.
Warum der Kunststoff unter Sonneneinstrahlung schrumpft, hab ich keine Ahnung, ist ja auch wurscht :-)

Also ich hab mein Groundsheet so zugeschnitten das auch die Apsiden vor u hinter dem Zelt den Boden bedecken.
Das hat bei feuchtem Gras den Vorteil das nächtens weniger Feuchtigkeit vom Boden hinauf untern Außenzeltstoff steigt.
Und beim Sand staubst weniger vorm Eingang.
Da ist natürlich dieser Bereich in der Sonne. Ca.sieben Tage war da jetzt schon die Sonne drauf und hab noch nichts bemerkt.
Schein also eine Zeit zu dauern.
Gruß Peter
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Re: Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Beitragvon Peter D » 29.02.2012 15:21

Mia hat geschrieben:Hallo Peter D,

kleiner Tipp: vergiß die Belüftungsöffnungen nicht beim neu genähten Überzelt :mrgreen:

Gruß Mia


Hätt ich tatsächlich nicht eingeplant Mia, aber jetzt wo du mich und Uwe gewarnt hast, wie feucht es in Tunesien sein kann, werd ich das doch einnähen.
Bei meiner letzten Trekking und Radtour (Douz-KsarGhilane direkt) wars so extrem trocken das damals die Geländewagen im Pudersand ihre Mühe hatten. Das Bild hatte ich noch im Kopf-
In der Früh hatte ich kein Kondenswasser im Zelt.
Da das Zelt in der Silhuette ähnlich einem Nomadenzelt in Miniform war, hatte ich öfters Kamele als Bewacher ums Zelt rum.
Das war fein. Ich war zu Hause.... :-)

Gruß Peter

p.s: mein Ausrüstungs-Technikfimmel ist schon etwas verhaltensauffällig, aber ich reflektier das immerhin, das ist doch schon was, oder ? :oops:
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Re: Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Beitragvon Mia » 29.02.2012 16:06

Hallo Peter D,

sehr gut für Dich, daß Du nicht kälteempfindlich bist. Konditionstraining betreibst Du ja auch ganz fleißig.

Peter D hat geschrieben:p.s: mein Ausrüstungs-Technikfimmel ist schon etwas verhaltensauffällig, aber ich reflektier das immerhin, das ist doch schon was, oder ?


Ich empfinde Ausrüstungs- und Technikfimmel nicht als Makel, sondern etwas mit dem man sich mit viel Freude auseinandersetzen kann.
Je spezieller man etwas betreibt desto spezieller wird die Ausrüstung die man teilweise auch für sich modifiziert muß, weil es sie so nicht zu kaufen gibt.

Gruß Mia
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Re: Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Beitragvon Mia » 29.02.2012 16:12

Hallo Peter D,

ich habe keine Ahnung ob die Schwaben schmullig sagen.

Gruß Mia
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Re: Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Beitragvon Peter D » 29.02.2012 20:20

Hier noch weiter unterstützende Schlafsackggoodies.

Mia, die Not hat ein Ende.. :-)
Mit Daunensocken sind kalte Zehen auch im miesesten Schlafsack Geschichte und 88g ist fast ein "Nichts"
Die zwei Socken in dem üppig bemessenen Säckchen ließen sich noch deutlich kleiner zusammenlegen...

Unterhalb ist keinerlei Sohle angebracht, also nur rein für den Sack. 69 Euro bei Daunen Gärtner in Wien.

WP_000295.JPG

WP_000297.JPG

WP_000298.JPG


Um mal aus den Trekkingschuhen rauszukommen waren die leichtesten Badeschlapfen-alternativen so um die 140g um Raummordend noch dazu. Ein No Go.

MYOG mit 43g: Ultrasandels on the rock :lol:
6mm EVA-Schaum gekauft (sehr strapazfähig) auf meinen "Spreiz-Knick-Senkfuß" zugeschnitten und von einem Badeschlapfen die Bändchen eingeklebt.
Sollte ich direkt auf einen Viperkopf drauftreten, die Sohle hält einen Biß aus 8)

[img]
WP_000280.jpg
[/img]
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äußerst leichten Sandgruß
Peter
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Zuletzt geändert von Peter D am 29.02.2012 20:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Beitragvon Peter D » 29.02.2012 20:23

Peter D hat geschrieben:Hier noch weiter unterstützende Schlafsackggoodies.

Mia, die Not hat ein Ende.. :-)
Mit Daunensocken sind kalte Zehen auch im miesesten Schlafsack Geschichte und 88g ist fast ein "Nichts"
Die zwei Socken in dem üppig bemessenen Säckchen ließen sich noch deutlich kleiner zusammenlegen...

Unterhalb ist keinerlei Sohle angebracht, also nur rein für den Sack. 69 Euro bei Daunen Gärtner in Wien.

WP_000295.JPG

WP_000297.JPG

WP_000298.JPG


Um mal aus den Trekkingschuhen rauszukommen waren die leichtesten Badeschlapfen-alternativen so um die 140g und Raummordend noch dazu. Ein No Go.

MYOG mit 43g: Ultrasandels on the rock :lol:
6mm EVA-Schaum gekauft (sehr strapazfähig) auf meinen "Spreiz-Knick-Senkfuß" zugeschnitten und von einem Badeschlapfen die Bändchen eingeklebt.
Sollte ich direkt auf einen Viperkopf drauftreten, die Sohle hält einen Biß aus 8)

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Re: Trekkingausrüstung Ultralight, die großen Vier

Beitragvon Peter D » 29.02.2012 20:30

Das ist jetzt einiges schiefgegangen.

Statt einem Post über Socken und Patschen wurde deren zwei generiert. Siehe oben :shock:
Ein Teil des Textes ohne bilder ist in das zweite Post gerutscht. seltsam.
Und die Bilder sind in der Reihenfolge vertauscht, was aber ja wurscht ist.

Aber man kann alles nachvollziehen, macht also nix.
Ich ändere das jetzt nicht mehr.
Das wollte ich ja mal Alexander fragen, wie so was entstehen kann.

gruß Peter
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