Wüstenschiff • Thema anzeigen - Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Unterwegs zu Fuß, mit Kamel oder Muli, mit dem Drahtesel

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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon Alexander » 21.01.2012 12:58

Peter D hat geschrieben: Er hatte schon am 4. oder 5.Tag Probleme mit dem Kamelspeed mitzukommen und mußte sich enorm mental steigern um das durchzustehen.


Da bekomme ich noch mehr Respekt vor den Begleitern der alten Karawanen. Sie hielten die Geschwindigkeit mit ihren Kamelen Wochen aus und haben nebenzu noch andere Arbeiten, wie Tee kochen verrichtet. Wie konnten sie die Geschwindigkeit über so lange Zeit mithalten? Pausen gab es nicht, denn wenn ein Kamel eine Pause macht, dann macht es eben eine Pause 8)

Grüsse
Alexander
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon Holger Barth » 21.01.2012 15:28

Das erinnert mich an so eine Geschichte wo in Australien zwei( Europäer? )gegen eine Aboriginal angetreten sind.
Der Einheimische hatte als "Hitec Aurüstung "eine Plastiktüte ! damit war er sehr erfolgreich . :mrgreen:
Trennung: Peter D verrätst du mir was du für einen Schlafsack benutzest?.
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon Peter D » 21.01.2012 19:21

Hallo Holger,
Verwende eine Yeti-Schlafsack, "Yeti Passion Five". Hat 690g Gesamtgewicht in M mit 500g Daunenfüllung. Der Ripstop-Nylon-Stoff vom Schlafsack ist 12xdünner als das menschliche Haar und ein "Nichts" von einer Hülle. Es gibt nur 5 Nähmaschinen die dieses Material nähen können ohne das es an der Naht "aufzieht".
Von den Crystal-Daunen (Masurische Gänse) steht nur eine begrenzte Jahresmenge zur Verfügung, daher ist die Passion-Serie limitiert. Hab noch 60g reinblasen lassen, jetzt geht er bis -7° und passt in eine 1,5l-Petflasche.
Die Daune hat mit 900 Cuin eine enorme Bauschkraft.
Der Hauptvorteil ist aber nicht, das er der leichteste Schlafsack weltweit ist, sondern das üppige Raumangebot innen. Man kann die Knie drinnen an sich heranziehen. Ist wie eine Decke zu Hause.
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon Peter D » 21.01.2012 19:34

gewonnen hat das Trekkingduell mit großem Vorspurng der schon damals über sechzig jahre alte Rüdiger Nehberg. Damals Deutschlands Abenteurer Nr.1 (Danakil-Wüsten-Erstdurchquerung usw.)
Seine Darmflora war durch jahrzehntelange Afrikaasimilierung voll adaptiert, genauso wie die des Aborigines. Der war über siebzig Jahre alt. Der dritte war ein deutscher dreißigjähriger Triathlet-Leistungssportler, der international im Mittelfeld rangierte. Dessen Darmflora war dort nicht zu halten...Er hat sich dort "hingerichtet".

Rüdiger hatte vorn über'm Gesicht ein Moskitonetz so plaziert, das es nicht schützt, sondern im Gegenteil es so konfiguriert das sich die Fliegen an der Innenwand fangen. Dort hat er sie dann ständig wie ein Chamäleon.... Okay, es war lebendiger Speiseplan....
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon Holger Barth » 21.01.2012 19:51

Hallo Peter

Danke für die Schlafsackinfo.Nehberg war da mit dabei.Wie konnte ich das vergessen :shake:
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon martinaustirol » 21.01.2012 20:41

hoi,
das wasser vom see schmeckt leicht salzig und anfangs sehr angenehm mineralisch. wir haben damit den tank des autos gefüllt und das wasser dann noch ca 1 woche verwendet.
zwischen kg und gour el klef gibt es noch die brunnen, 4 stk, das wasser allerdings trübe, wird aber von den nomaden getrunken - mit deiner hi tech ausrüstung vermutlich kein problem.
am see gibt es mittlerweile auch ein cafe, da kannst du auch problemlos während der 6 kalten monate wasser und essen kaufen.

lg martin
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon Peter D » 21.01.2012 22:09

martinaustirol hat geschrieben:hoi,
zwischen kg und gour el klef gibt es noch die brunnen, 4 stk, das wasser allerdings trübe, wird aber von den nomaden getrunken ....lg martin



Servus Martin,
Das sind kostbare Nachrichten von Dir. Das Wasser-Info ist wie Weihnachten, muß jetzt deutlich weniger Wassergewicht schleppen. Danke !
Ob ich mich über das Cafe freuen soll oder nicht, ist mir noch nicht ganz klar.
Die Wunschvorstellung "einsamer Platz am Endziel" ist damit schon mal dahin...
Den Brunnen von Tembaine kann man auf GoogleEarth gut erkennen. Das "gour el klef" fand ich nicht. Ich vermute das ist in der Nähe der Südroute der Strecke Douz-KsarGhilane. (Südstrecke in etwa mittig)

Meine Güte, früher konnte ich Atlantik-Nil Neun-Monatstouren machen, und jetzt - Al Kaida hab dank - bin ich schon heilfroh bei einem kleinen salzigen See landen zu können...
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon Peter D » 21.01.2012 22:18

Hi Alexander,
was sagst du zu den neuen Wassernachrichten, ist ja fein !
Jetzt kannst du dir eine komfortable Matte und einige Goodies mehr einpacken.
Gegen dich bin ich ja fast ein degenerierter Komforttourist-trekker.
Seit ich gelesen hab wie wenig du einpackst, hab ich sofort meine Outdoorliste streng geprüft und überarbeitet.. ;-)
Du hast meinen uneingeschränkten Respekt !
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon Alexander » 22.01.2012 07:55

Hi Peter,

die Nachrichten sind sehr gut. Es gibt einen einfachen Grund, warum ich bei meinen Wanderungen mein Gepäck sehr spartanisch gestalte und der heißt Reichweite. Je weniger ich von dem mitnehme, worauf ich verzichten kann, um so mehr Wasser kann ich mitführen. Mehr Wasser = größere Reichweite. Bezeichne dich nicht gleich als einen degenerierter Komforttourist-trekker :-) Jeder hat andere Vorstellungen und Ziele. Ich möchte nur so lange wie möglich in der Wüste bleiben können. Daher verzichte ich einfach auf alles, was nicht überlebenswichtig ist.

Wenn ich nur schon wieder unterwegs wäre ;-)

Einen Eindruck von meinen Wanderungen mögen diese Reiseberichte geben:

:arrow: Siwa: Wüstenwanderung in der Hitze der Great Sandsea
:arrow: Siwa: Wüstenwanderung durch die Grosse Sandsee
:arrow: Siwa: Wüstenwanderung durch die Libysche Wüste

Grüsse
Alexander
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon martinaustirol » 22.01.2012 11:32

hoi alexander,

der angesprochene Brunnen ist bei
N 32 48,776
O 9 24,308

in etwa 6m tiefe ist trübes wasser.

die landschaft zwischen brunnen und see ist geprägt von dünengürteln, die einiges an energie kosten können. freue mich dann auf deinen bericht. :-)) - für welche zeit planst du das unternehmen, die siwa berichte sind interessant, danke.

lg m
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon Alexander » 22.01.2012 12:16

hoi Martin,

danke für die Koordinaten. Die Reise steht noch nicht fest. Dieses Jahr steht auf jeden Fall noch Ägypten auf dem Programm.
Evtl. nächstes Jahr.

Bezüglich den Dünengürteln: Von wo aus wäre der beste Startpunkt um mehr entlang den Dünen zu laufen, ohne zu viele überqueren zu müssen? Ich wäre von Douz aus Richtung Westen und dann Richtung Süden.

Grüsse
Alexander
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon martinaustirol » 22.01.2012 12:24

hoi,
der see ist eigentlich umgeben von dünengürteln, da kommst du nicht herum. zumindestens etwa 10 -15 gürtel in unterschiedlichen höhen stellen sich in den weg....interessant vielleicht auch der weg von douz nach SW, über el faoar zu den sandrosenfeldern, hier sind auch brunnen am endpunkt und du bist immer eben unterwegs, mußt nie über dünengürtel, sondern maximal auf über kleine sicheldünen auf tragfähigem grund.....so in diese gegend, N 33 11,6 O 8 35,2 ... da gibt es auch noch 2 brunnen ewas weiter südlich....lg m

IMG_4944.JPG
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon Alexander » 22.01.2012 15:35

Ich gehe davon aus, dass das das Camp am Tembaine ist?


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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon martinaustirol » 22.01.2012 16:53

jep, camp sud extreme....
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Re: Ultralight-Trekking zum verlorenen See

Beitragvon der andere Hans » 22.01.2012 17:38

Alexander hat geschrieben:Ich gehe davon aus, dass das das Camp am Tembaine ist?

Ich denke, das ist das Camp Mars.
20120101-174515-img_3238.jpg


Alexander hat geschrieben:Bezüglich den Dünengürteln: Von wo aus wäre der beste Startpunkt um mehr entlang den Dünen zu laufen, ohne zu viele überqueren zu müssen?

Ich denke mal, was für Autos einfacher ist, wird generell auch für Fußgänger einfacher sein. Also mehr Ebenen als Dünen.

CampZmela-RoterSee.png

Vom Camp Zmela N32°51,57' E9°34,178' aus direkt ein paar Kilometer nach Westen bzw. Südwesten. Auf dieser Höhe ist der Nord-Süd verlaufende Dünenriegel noch recht flach. Dann auf der Westseite dessen unterhalb des Garaat el-Mida Richtung Houdhe Abd el Melak. Von dort auf den Dkanis es Sghar zuhalten. Die restlichen fast 30km Luftlinie sind Dünen.

Das ist im Prinzip die Route, die wir vor einigen Wochen mit den Autos gefahren sind.

Gruß, Hans
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