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unsere grosse Reise rund um Afrika

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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon tjenni@osb » 17.08.2013 20:23

Hallo ihr 2! wenn ihr so weiterfahrt treffen wir uns in mauretanien :lach: bin nun schon in Luozi und morgen fals ich zeitlich den DGDA zöllner überzeugen kann mich ohne seinen korrupten lohn zihen lassen werde ich es sogar bis brazzaville schaffen... sonst halt bushcamp irgendwo auserhalb jeglicher strassen auf dem GPS hier um luozi sind grad nicht all zu viele auf tracksforafrika drauf... drum auch die mühsame polizei die den pass verkehrt rum hält beim lesen.... :bang: :bang:

man siet sich!

Gruss aus Luozi Tömu
tjenni@osb
 
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon theokraut » 18.08.2013 11:44

Grüße aus Tajikistan!

Hi Arthur, liebe Stina,

wir sitzen gerade in Chorog im Garten eines Hotels und erholen uns von den "Strapazen" unserer Reise. Da die Internetverbindung hier gaNZ ORDENTLICH IST WOLLTE ICH MAl sehen was ihr so treibt....
Es macht echt Spass euren Reisebericht zu lesen und es freut mich dass ihr eure Zeit geniesst. Weiter so! Und immer schön berichten. Wenn ihr mal ein paar Bilder vom anderen Ende der Welt sehen wollt dann besucht uns doch auf http://elefantltours.jimdo.com.

Viele Grüße Ron
theokraut
 
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 30.08.2013 18:35

Unsere grosse Reise rund um Afrika Teil 6 und letzter Teil von Marokko, wo wir ca 5 Monate eine traumhafte Zeit in einem, für unsere Begriffe, absolut sicheren Land , mit einer überwiegend freundlichen Bevölkerung reisen durften.


Plage Plage, für uns eher nicht so spannend, viele marokkanische Touristen und die warm/feuchte Luft.
Nicht so angenehm als in den Bergen.
Die Übernachtung auf dem Plateau bei Aoreora und am nächsten Morgen auf der Piste, geschwind, wieder Richtung N1, dachten wir!
Die gut 30 km Piste sind alles andere als angenehm, extrem steinige Passagen sind für uns und unser Chischtli eine Herausvorderung.
Weiter über Tan Tan die R 101 nach El Semara, auf halbem Weg bei N 27°53.025 W011°29.045 wie auch in der Tiefe der Westsahara bei N 22°26.096 W 014°21.062 befinden sich hinter einem grossen Erdwall 2 zerfallene „Dörfer“ mit Rundhütten in Lehmbauweise, wir fragen uns immer noch was das für Hütten oder Dörfer waren und ob dies wohl Kulissen eines Films, zB Planet der Affen, waren ?
Laàyoune über Boujdour nach Dakhla, gibt’s nichts spannendes zu berichten.
In Dakhla auf dem Camping Mousafir für 2 Tage, wir waren auch hier die einzigen Gäste, ist auch absolut nicht zu empfehlen, die Leute sind zwar freundlich, die sanitären und sonstigen Installationen in katastrophalem Zustand, die Dusche und das WC hatten praktisch kein Wasser, Strom in den Räumen gab es nicht, gut haben wir Stirnlampen dabei.
Einzig sauber war es, Kunststück, niemand hier, der Dreck macht!

Rausgefahren zum Camping KM 25, da hatte es zwar viele marokkanischen Touristen, einen Engländer und einen Franzosen, WC war geschlossen, Restaurant stand, auch geschlossen, zum Verkauf.

Wir wollten uns wieder ganz auf die Wüste ausrichten, alles volltanken, Wasser auffüllen, einkaufen und in Dakhla die erste richtig gute Pizza, hier in Marokko gegessen, und weg vom Meer.
Fouch hinter uns gelassen ging es Richtung Süd/West nach Aoussard und weiter Richung Tichla, wo wir unterwegs auch wieder auf einige der Rundhütten stossen, die Frage danach, beim Militärposten war genauso erfolglos wie unsere Weiterfahrt.
Unser Ziel wäre Tichla gewesen, ja wäre, hätte uns da nicht das Militär einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Bei N 22°10,902 W014°30.227 ist eine Schranke mit Militärbase, die Schranke wäre kein Problem gewesen, die hätten wir umfahren können, den Posten auch, da waren jedoch leider noch sehr viele davon.
Wir wurden freundlich darauf hingewiesen, dass hier Sperrgebiet sei und wir umzukehren hätten, 600 km für die Katz.

War jedoch alles halb so schlimm, wir zuckelten mi 60km/h und übernachteten auf dem Weg zum Posten und zurück 4 mal in traumhafter Wüstenlandschaft.

Die Westsahara ist unglaublich abwechslungsreich, wir sahen sicher 15 Kamelherden, mit je mehr als 100 Kamelen.
Teilweise grosse grüne Flächen, wo das Wasser dazwischen steht, Wüstenregionen nur steinig mit grobem Sand, Dünen und Savannenregionen und alles praktisch unberührt.
Ein steter Wechsel der Landschaft von Tafelbergen zur Wüste und weiter in eine Savannenlandschaft ist grandios.
Wer die Wüste liebt, nicht nur die Dünen, kommt hier unten voll auf seine Kosten und das absolut alleine und ohne Störung von irgendjemandem.
Was uns erstaunt hat, sind die gemässigten Temperaturen um diese Jahreszeit, am Tag hatten wir zwischen 35 und 40 ° und in der Nacht hat es bis zu 20° abgekühlt, und das im Sommer in der Wüste.

Kleine Episode am Rand;
Wir standen irgendwo in der Savannenlandschaft zwischen Aoussard und Fouch , da kam ein Pick Up in Zick Zack Linien , mit 2 weinenden Frauen, angefahren und fragte „ bint kebir aina“, sie wollte uns zu verstehen geben, dass ihre grosse Tochter verschwunden sei.
Wir erklärten ihr, dass wir sie auch nicht gesehen hätten, aber dass wir nach ihr Ausschau halten.
Nach einer Weile kam der Pick Up zurück, die Tochter auf dem Rücksitz, die Mutter hat sie, ganz in unserer Nähe, unter einer Akazie, gefunden.
Das Mädchen hat dann, im besten Französisch, Stina erklärt, dass sie zuhause weggelaufen sei, da ihre Mutter ihr so viele Vorschriften macht.
Also, nicht nur in Europa sind die Jugendlichen nicht mehr mit allem einverstanden!

In Al Argoub getankt, Wasser und Brot gekauft, viel mehr gibt es hier auch nicht, geht die Fahrt weiter in gemächlichem Tempo der Küste entlang.
Ab hier beginnen die wirklich schönen Strände, kilometerlang und keine Menschenseele.
Wir übernachten wieder mal auf einem Hochplateau mit einer fantastischen Meersicht.

Was uns in der ganzen Zeit, hier in Marokko, begleitet hat, ist der Wind überall und an jedem Ort bläst er, mal mehr mal weniger, am schlimmsten haben wir das in der Nähe des Meeres empfunden.

Die Grenze in Sicht, das Bier gut versteckt, Mauretanien ruft.

Sandige Grüsse
Turi und Stina


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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 30.08.2013 18:44

und noch ein paar Fotos:
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 30.08.2013 18:50

und noch welche


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so genug
nächstes mal aus Mauretanien
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Kuno » 31.08.2013 11:38

Nicht genug, Turi.

Was sind denn das fuer Lehmbauten?
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 31.08.2013 14:38

Hoi Kuno
Betreffend der Lehmbauten kann ich auch nicht weiterhelfen.
Hier in Marokko konnte ich noch keine Erklärung dafür finden.
Der Postenchef in der Westsahara konnte mir einzig sagen, dass dies zu fotografieren verboten wäre.
Vielleicht Filmkulissen für den Planet der Affen oder die Schlumpfenfilme. :lol:
Gruss Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Kuno » 31.08.2013 14:46

Die Kegelform ist eigentlich die einzige Art, wie man ein Haus oben zukriegt, wenn keine Balken vorhanden sind und man keinen Bogen konstruieren kann.
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 31.08.2013 15:41

Hier hab ich noch 2 Bilder der Konstruktion, schon genial!
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Giri » 31.08.2013 16:00

Salü Stina und Turi

Wir denken oft an Euch und lesen fleissig Eure Berichte. Nach einem stressigen Tag würden wir am liebsten unseren Landy packen und in den Kontinent reisen, wo die Zeit keine Rolle spielt. Wir hoffen, dass Ihr beiden Gesund seid und Euer Abenteurer weiter geniessen könnt.

Liebe Grüsse
Patrizia und Martin aus dem Glarnerland
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 31.08.2013 16:29

Hallo Ihr Zwei
Schön von Euch zu hören.
Ja, das zeitlose Reisen gibt einem schon was.
Jetzt nach 5 Monaten Marokko sind wir schon sehr gespannt auf Mauretanien.
Packt den Landy, wenn Ihr pressiert treffen wir uns im Senegal in der Zebrabar im November :wink:
Wär doch was?!
liebe Grüsse
Turi und Stina
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 02.09.2013 16:37

hallo zusammen
Noch einige Bemerkungen vor , nach und zum Grenzübertritt Marokko Mauretanien
131 km vor der Grenze bei N 22°03.471 W 016°44.586 befindet sich ein grosser Rastplatz, Tankstelle, Hotel, Restaurant und Wifi!
Trinkwasser, Yoghurt und Brot etc. in kleinem Laden erhältlich,
Brauchwasser im Innenhof des Restaurants ( Trinkgeld 10 DH)
Direkt an der Grenze auf marokkanischer Seite befinden sich 2 Tankstellen:
Diesel 6,34 Dirham
Benzin Bleifrei 9,36 Dirham
Bei der Erstere, ca 1 km vor der Grenze haben wir im grossen ummauerten Hof übernachtet,
mit WC aber kein Wasser ( Trinkgeld 10DH) relativ sauberer Platz und ruhig.
Wenig Besucher, ab und zu läuft das Agregat ab 24 Uhr ist Ruhe
An der letzten Tanke direkt am Zoll, Cafè Restaurant, Trinkwasser Brot erhältlich.
Der Zoll schliesst um 20 Uhr und öffnet um 9 Uhr am Morgen.
Man kann auch in der Warteschlange direkt beim Zoll stehen, daneben ist die LKW Kolonne bei denen immer wieder das Agregat für die Kühlung anläuft, hier ist die ganze Nacht viel Lärm.
Die Zollangelegenheit auf der marokkanischen Seite benötigt die meiste Zeit.
Allerdings brauchten wir alles in allem, Ausgang Marokko bis nach dem Zoll in Mauretanien nur 3,5 Std.
Lief alles korrekt ab, bei den Marokkanern war noch der Drogenhund aktiv, ansonsten keine Konrolle.
Auf der mauretanischen Seite war die einzige Frage nach dem Alkohol, den wir selbstverständlich nicht dabei…….ähh gut versteckt hatten.
Den mauretanischen Zoll haben wir in sage und schreibe in einer halben Stunde erledigt gehabt.
Denke, dank Stina, sie ist immer schön brav angestanden und hat mit den Offiziellen geschäkert.
Wir haben weder Geld an der Grenze gewechselt noch eine Versicherung abgeschlossen.
Noch was betreffend Carnet.
Unser Carnet wurde anerkannt, nur mussten wir behilflich sein beim ausfüllen, der Beamte wusste nicht so recht wie, 2 weitere Traveller waren ohne an der Grenze um ihr Fahrzeug später in Mali und in Gambia zu verkaufen,
denen wurde ein Eintrag in den Pass gemacht und ein Begleitschreiben (alles kostenlos)für das Fahrzeug, jedoch wurden ihre 3 monatigen Visa auf 10 Tage gekürzt.
Der Postenchef am Eingangsposten des Zolls wollte unsere Reiseroute wissen.
Als wir ihm die Atarregion nannten, wiederholte er zum 100zten mal , ohne dass wir gefragt haben, dass er sich freut, dass wir diese Region besuchen und dass dort alles absolut sicher sei.
Alles lief freundlich und zuvorkommend ab, ohne irgend welche Forderungen oder Fragen nach Cadeau.
Wichtig ist, dass man jedem als erster mit einem freundlichen Lächeln begegnet und fragt wie’s ihm geht.
Einziger Wermutstropfen ist die Piste zwischen Marokko und Mauretanien, ein einziger Steinbruch,
aber vorsichtig mit allen Fahrzeugen zu bewältigen,
tiefe Sandpassagen gibt es keine mehr.
Alles in allem war der Grenzübertritt ein eher positives Erlebnis.
Grüsse aus Mauretanien
Turi und Stina
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Albrecht(Vorname...) » 02.09.2013 17:09

Kuno hat geschrieben:Die Kegelform ist eigentlich die einzige Art, wie man ein Haus oben zukriegt, wenn keine Balken vorhanden sind und man keinen Bogen konstruieren kann.


diese Bienenhäuser gibts seit 1000en von Jahren, Verbreitungsgebiet aktuell Zweistromland-Maghreb (Syrien-Tunesien-Marokko), ob Türkei auch, weiss ich nicht. Wie sie sich verbreitet haben, weiss ich auch nicht, es gab sie schon lange vor der Islamisierung...

CU
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Bäärti » 02.09.2013 18:00

Albrecht(Vorname...) hat geschrieben:diese Bienenhäuser gibts seit 1000en von Jahren, Verbreitungsgebiet aktuell Zweistromland-Maghreb (Syrien-Tunesien-Marokko), ob Türkei auch, weiss ich nicht.

Hoi zäme

Solche Trulli ("Bienenkörbe") habe ich in der Türkei auch gesehen. Im Grenzgebiet zu Syrien stehen die da und dort herum...

Gruss Bäärti
.
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 02.09.2013 18:10

Nur sind diese Bienenkörbe ca. 4-5 Meter hoch und ganze Dörfer, mussten ja Monsterbienen sein :lach:
Gruss Turi
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