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unsere grosse Reise rund um Afrika

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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Wosus » 04.11.2013 17:29

@Turi,
habt Ihr die Visa mit Fingerabdruck denn in Nouakchott bekommen?
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon ron » 04.11.2013 17:51

Hallo,

Superschöner Bericht :!: :!: :!:

Bin mit dem Finger auf der Landkarte bei Euch!!!!!

Gute Reise!!! und halte uns bitte auf dem Laufenden.

Grüße
Ron
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon grenzenlos » 04.11.2013 18:42

Hallo,

danke für den schönen, interessanten und spannenden Bericht. Macht echt Spaß zu lesen. Weiter so! :)

Grüße Wi grenzenlos
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Surfy » 04.11.2013 19:01

Danke für das Update :-)

Bei den Bildern hilft nur - gnadenlos kleinrechnen :wink:

Auf eurer Route wird der Internetzugang nach Senegal nur noch langsamer...

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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Wosus » 05.11.2013 08:15

Hallo Ihr Beiden,
herzlichen Dank für Euren Bericht und die Bilder. Wir fühlen uns um 4 Monate zurückversetzt. Nur das viele Wasser irritiert etwas :wink:
Wie ist es denn, nach starken Regengüssen im Sand zu fahren?
Ciao
Wolfgang
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 05.11.2013 17:32

Hallo Wolfgang
Zu den Visa, wir haben unser Visum schon in der Schweiz erhalten, damals noch ohne Fingerabdruck.
Das Prozedere mit den Visas ist scheinbar für alle im Moment gleich.
Man sollte aber alle Bestätigungen/Srichkodes, und zwar als leserliche Ausdrücke mitnehmen.

Im Moment ist die Maschine in Rosso immer noch defekt, müssen alle nach Dakar zum Flughafen.

Zum fahren im Sand bei Regen; Solange das Wasser schön versickert trägt der Sand super, später ist es dann ein fahren im Schlamm und der ist bei viel Regen sehr tiefgründig.
Wir haben mind. halbmetertiefe Rinnen gesehen, in denen sich Lastwagen festgefahren hatten und unter Zuhilfenahme der überall herumliegenden Metallschwellen der Eisenbahn, sich wieder zu befreien.
Habe viele Fotos leider auf dem defekten Laptop und die bringen das Teil nicht mehr zum laufen, zumindest im Moment.

Hallo Surfy, bin nicht so ein Hirsch mit der Bilderbeschriftung, regt die Leser zum mitdenken an :wink:
Wenn aber jemand eine Frage dazu haben sollte, werde ich gerne darauf antworten.

liebe Grüsse, auch vom Harmatan bei im Moment 42,3 Grad im Schatten.
Turi und Stina
Gruss Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Wosus » 05.11.2013 20:19

Herzlichen Dank Turi,
bei nächster Gelegenheit kannst Du mir aber vielleicht noch eine Frage beantworten.
Wie lange ist denn so ein Visum aus der Heimat bis zum Grenzeintritt gültig? Oder datieren die das vor?
Wir wollen nämlich gerne mit einem kompletten Senegal-Visum von Berlin im Pass anreisen.
Ciao und lasst es Euch gut gehen bei dem jetzt sicher angenehmen Wetter.
Wolfgang
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 06.11.2013 16:30

Hallo Wolfgang
Wir haben unser Senegalvisum im Februar machen lassen, mit Einreisedatum 1. Oktober für 90 Tage und mehrfache Einreise.
Sind dann aber schon am 17. Dezember eingereisst, war kein Problem, jetzt läuft das Visum einfach 90 Tage ab Einreisedatum.
Wie das aber in Berlin gehandhabt wird kann ich nicht sagen, wir haben unsere Visa noch in Zürich geholt.
Gruss
Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Kuno » 07.11.2013 07:23

Turi hat geschrieben:Sind dann aber schon am 17. Dezember eingereisst, war kein Problem, jetzt läuft das Visum einfach 90 Tage ab Einreisedatum.


Turi - da seit ihr aber der Zeit richtig weit voraus - hier haben wir erst den 7. November :mrgreen:
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Wosus » 07.11.2013 08:53

Zu den Visas:
Das bedeutet also, dass das Senegalvisum - im Gegensatz zum Mauri-Visum - vordatiert werden kann und dann erst nach Einreise die 90 Tage zählen.
* Mauri-Visum von Rabat zählt ab Ausstellungstag in der Botschaft 90 Tage und enthält den Zeitraum von der angegebenen Einreise bis 90 Tage nach Ausstellung .
* Mauri-Visum von Berlin enthält das Ausstellungsdatum und einen Hinweis auf 90 Tage Gültigkeit. Wann man spätestens einreisen muss, weiß ich nicht.

Wie sieht es mit Angola, Kongo und DRK aus?[/list][/list][/list]
Weiß da jemand genauer bescheid?
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 07.11.2013 18:30

Hallo Kuno
Du bist schon ein schlaues Kerlchen, merkst auch alles. :oops:
Das macht die Hitze und das Gazelle.
War natürlich der 17.September.
Gruss aus der Hitze
Turi
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Achim Vogt » 07.11.2013 20:32

Lieber Turi,

wünsche Euch beiden weiter alles Gute auf Eurer Reise! Verfolge Eure Berichte hier im anderweitig wüsten Libanon mit großer Freude. Vielleicht hat sich die Situation bis zu Eurer Ankunft im Nordosten Afrikas ja so beruhigt, dass Ihr mal hier vorbeischauen könnt :wink:

Übrigens sind die Weltrekordreisenden Emil und Liliana Schmid gerade auf den Kapverden angekommen. Da wollen sie allerdings zwei Monate bleiben. Seid Ihr dann noch im Senegal? Wann soll es denn bei Euch weitergehen? Vermutlich eher schnell, wenn Ihr schon so flott im südlichen Afrika ankommen wollt, oder?

Viele Grüße
Achim
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 08.11.2013 16:15

Hallo Achim
Wir sind noch bis Anfang Dezember im Senegal, dann soll es aber zügig weitergehen.
Libanon wäre schon was, wir werden sehen was bis dann machbar ist.
Halt die Ohren steif, bis irgendwann.
Gruss Turi
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tolle berichte

Beitragvon mammamia62 » 09.11.2013 11:28

hallo ihr zwei,
einfach tolle berichte und bilder. wir sehen uns ja bald noch 5 tage aber dann. nach den berichten kann sein dass ich nicht mehr zurück gehe und auf euerem gepäckträger mitreise :h: . :lach:

freue mich rießig bis die tage

carmen
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Re: unsere grosse Reise rund um Afrika

Beitragvon Turi » 15.12.2013 12:08

Unsere grosse Reise rund um Afrika

Senegal

Endlich geht es weiter:

Problemlos aber mit einigen Euros an Schmiergeld ging die Einreise in den Senegal vonstatten andere standen schon 2 Tage in Rosso beim Zoll!!
In zweieinhalb Stunden waren wir rüber, ohne Stress und Diskussionen und das Carnet war abgestempelt, was sich im nachhinein als überaus positiv herausstellte, diversen anderen Reisenden wurde dies verweigert und nur durch die Hilfe von Martin aus der Zebrabar konnte das nachträglich, wenn auch mit einigem finanziellen Aufwand, noch erledigt werden.
Wir fuhren direkt zur Zebrabar in Giandol, den ganzen Weg dorthin wurden wir vom Wasser begleitet.
St. Luis und die umliegende Gegend war auch unter Wasser.
Eine Woche Zebrabar zum entspannen und dann erst mal wieder Richtung Norden nach Podor, auch ein Grenzübergang direkt am Senegal gelegen, die Bevölkerung war mehrheitlich freundlich und das Einkaufen für den täglichen Bedarf war auch kein Problem.
Nun sollte es aber mal wieder in die „Pampa“ gehen.
Erst mal Richung Osten nach Aerè Lao um zu tanken, leider war der Strom ausgefallen und wir konnten nur 20 Liter aus dem Kanister bekommen, auch recht, der Zusatztank war ja noch voll, so konnte die Pistenfahrt in den Süden beginnen.
Ca. 160 km Piste vom Feinsten ( Sand) durch Graslandschaft.
Mit der Zeit wurden die wenigen Pisten immer weniger sichtbar und wir fuhren einfach südlich durchs hohe Gras, ab und zu an einem Wollofdorf vorbei, mit lustigen Episoden betreffend Toubab (die Weissen) .
In Linguère kam dann wieder die Asphaltstrasse und wieder mal ein Wolkenbruch, auch gut, war duschen unter freiem Himmel,ohne Möglichkeit das Wasser abzustellen, angesagt.
Touba, die heimliche Hauptstadt des Senegals ( wenn die Touba mit der neuen Regierung einverstanden sind kann sie regieren, wenn nicht wird neu organisert!!)
Wir liessen uns treiben, immer mit Camp im Busch bis nach Palmerin am Atlantic.
Dort gibt es ein schönes Camp ( DJack) wo wir wieder mal das Essen und die Vorteile der Zivilisation geniesen konnten.
Auf dem Rückweg zur Zebrabar stellten wir fest, dass unser Chassis erneut gebrochen war, über Dakar, um den PC zur Reparatur zu bringen , mit Zwischenstop am Lac Rose, auch auf einem sehr schönen Camp, le Calao mit kleinem Pool, fuhren wir vorsichtig wieder zurück zur Zebrabar, um zunächst mal das Chassis zu reparieren, wobei uns die Werkstatt und der Schweisser von Martin überaus gelegen kamen hervorragende Arbeit geleistet wurde.
Nun kam die Zeit in der uns unsere Töchter mit der Familie und meine Schwester uns besuchen kamen, so konnten wir ein paar Wochen Urlaub von der Reise geniessen .
Wir waren am fischen (mit Erfolg!) baden und mit den Enkelkindern spielen, die hier allerdings beste Voraussetzungen fanden sich alleine zu beschäftigen, die Zebrabar ist ein Abenteuerspielplatz für gross und klein, wo man auch noch eine besonders gute Küche geniessen kann.
An dieser Stelle nochmals ein grosser Dank an das ganze Zebrabarteam, allen voran Ursula und Martin.
Die Zeit verging und unsere Weiterreise durfte weitergehen.
Zuerst allerdings noch nach Dakar um das Malivisum zu organisieren.
Vormittags um 10 Uhr gebracht und mit ein bisschen gut zureden, am Nachmittag um 3 Uhr wieder abgeholt, einfach perfekt, da es in Dakar keine vernünftige Stellmöglichkeit gab für unser Chischtli.
Über Kaolack, Tambacounda und dem Nationalpark Niokolo Koba ging es an die Grenze bei Koundame.
Den NP haben wir dann ausgelassen, da nur mit Führer befahrbar und das Gras im Moment sehr hoch stand.
Affen ,Vögel, Pelikane, Flamingos, Schlangen , grosse Varane und sonstiges Getier haben wir schon in der Zebrabar und auf der Fahrt unterwegs gesehen
Die Strassen waren in teilweise sehr gutem, aber auch in, mit tiefen Schlaglöchern bespicktem, Zustand, unterbrochen von immer wieder, halbwegs gut zu fahrenden Pisten.
Der Grenzübertritt ging auf beiden Seiten absolut problemlos vonstatten.
Da wenig LKW Verkehr und auch sonst nicht viel los war, die Wartezeit gleich null.
Fazit für den Senegal:
3 Monate Senegal mit überwiegend positiven Erlebnissen, sei es mit der Bevölkerung, aber auch mit den Behörden/ Polizei und natürlich mit den von uns besuchten Camps.
Wir haben überall, ausser in den Städten "wild" campiert und fühlten uns, bis auf das eine Mal, vollkommen sicher
Wir werden sicher irgend wann mal wiederkommen, die Crew von der Zebrabar, allen voran Nora, die kleine Tochter von Ursula und Martin fehlen uns schon ein wenig.


Einen Wermutstropfen gab es dennoch.
Bei unserer Übernachtung in der Nähe der Stadt Thiés wurden wir am Morgen um 5 Uhr von 3, in Trainigsanzügen bekleideten, 25-30 jährigen Männern geweckt;
Aufmachen Polizei!
Ich, durch das kleine Schiebefenster gefragt, nach ihrer Legitimation, zeigten sie auf den alten Pajero mit der Aufschrift Police, als ich sagte, dass mir das zu wenig sei, zeigte er mir seine Waffe.
Ich sagte ihm, dass auch Banditen Waffen tragen!

Was Nu??

Ich stieg aus, aus unserem Schlafzimmer, um das draussen weiter zu klären.
Sie wollten unsere Pässe.
Unsere Pässe seien in der Botschaft in Dakar und gab ihm eine der Fichen mit den Passkopien, das reichte ihm jedoch nicht.
Also gut, wir machen einen Deal, wenn ihr Polizisten seid, können wir das auf der Wache klären.
Wir stiegen ins Führerhaus , 2 in den Pajero und einer kam mit uns, nur fuhren sie, meiner Meinung nach, weg von der Stadt auf dem Feldweg.
Ich riss das Steuer herum, wendete und fuhr auf dem kürzesten Weg, so wie wir gekommen sind auf die Strasse, der mit uns Fahrende fand das gar nicht lustig, der jedoch war nicht bewaffnet, was sollte er er tun!
Wir fuhren direkt in die Stadt, ca. 2 km, zum Polizeiposten, gefolgt vom Pajero.
Ufff, es waren tatsächlich Polizisten!!
Wir zeigten dem Postenchef unsere Pässe und erklärten ihm, dass wir nicht irgend jemand in Zivil und ohne Legitimation unser Pässe übergeben würden.
So löste sich alles in Wohlgefallen auf und wir konnten noch 2 Stunden vor dem Polizeiposten, ohne Störung, in Ruhe schlafen, bis uns der Postenchef sogar zur abgemachten Abfahrtszeit weckte.

Soviel zum Senegal
Die Fotos folgen wie immer in loser Reihenfolge.

Grüsse aus Bamako
Turi und Stina
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