12.07.07 D-Hamburg, Fabrik
13.07.07 D-Hannover, Masala Welt-Beat Festival
14.07.07 D-Darmstadt, Centralstation
Africando ist weniger eine Band als ein Projekt, das seine Anfänge 1990 in New York nahm, als die dort lebenden Musiker Boncana Maiga (Mali) und Ibrahim Sylla (Elfenbeinküste) gemeinsam mit anderen Musikern (u.a. Medoune Diallo vom Orchestre Baobab) auf die Idee kamen, die Salsa, welche sich vor allem Mitte des vorigen Jahrhunderts in Westafrika erheblicher Beliebtheit erfreute, mit Gesang in westafrikanischer Sprachen zu kombinieren. Daraus entstand die multinationale Afro-Salsa-Truppe Africando, die den vergangenen 15 Jahre zum Inbegriff afrikanischer Salsa geworden ist.
Im Laufe der Geschichte hatte das Projekt zahlreiche Megastars, wie Amadou Balaké, Sekouba Bambino, Salif Keita, Kofi Olomide, Tabou Ley Rochereau, Thionne Seck. u.a. zu Gast. Heute zählt Africando mit weltweit mehr als 2 Millionen verkauften Tonträgern sowie zahlreichen grandiosen Tourneen zur erfolgreichsten Afro-Latin-Combo aller Zeiten. Die Kernbesetzung stammt aus Mali, dem Senegal, Puerto Rico, Haiti, New York und so ist Africando eine noch nie zuvor da gewesene musikalische Vereinigung Afrikas und der Karibik.
Africando “gehen ab”, wie man so schön zu sagen pflegt. Aber richtig. Hier geht es einwandfrei um vorsätzlich betriebene Befindlichkeitsverbesserung mit Anstiftung zur körperlichen Aktivität. Diese Musik kann man unmöglich lange anhören, ohne zu tanzen. Manche berauscht sie geradezu. Das Album «Betece» war 2001 der Renner in den Salsatecas, und auf einer großen Tournee verwandelten Africando Deutschland in eine Partyzone. «Ketukuba», das hervorragende Kritiken erhält, ist ein würdiger Nachfolger. Das neue Album, auf drei Kontinenten aufgenommen, versprüht hitzige Tanzlaune vom ersten bis zum elften Track. Mal dominieren die kubanischen Einflüsse mit nervösem Montuno auf dem Piano, für das der Tastengigant Alfredo Rodriguez verantwortlich ist, mal geht es tief ins schwarzafrikanische Idiom hinein. Auf den Konzerten dominieren darüber hinaus fette Bläsersätze, Perkussion und Gesang. Africando live ist ein unvergleichliches kulturelles Erlebnis mit hohem Spaßfaktor.

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Gruß
Birgitt


