Der Literarische Salon
22.09.2010 - D - Essen, Café Central im Grillo Theater
23.09.2010 - D - Köln, Stadtgarten
Mittwochs öffnet der Salon in Essen mit Navid Kermani und Claus Leggewie, donnerstags empfangen Guy Helminger und Navid Kermani ihre Gäste in Köln.
Die iranische Literatur, so sagte Mahmud Doulatabadi einmal vor vielen Jahren, „verkündet mit tausend Stimmen des Schweigens: Ich bin stumm“. 1940 in einem Wüstendorf im Nordosten Irans geboren, schlug er sich als Jugendlicher nach Teheran durch, wo er 14 Jahre an seinem Epos „Kelidar“ arbeitete: eine literarische Sensation, wie sie in der iranischen Literatur beispiellos war. Trotz seiner Länge von 3000 Seiten verkaufte sich das Buch mehr als hunderttausend Mal, vielfach wurde es übersetzt. Doulatabadi verknüpfte darin kunstvoll die Erzähltraditionen seiner Kultur mit der direkten, ungeschminkten Alltagssprache der Dörfer. Weitere Romane folgten, die ihn als „Tolstoi Irans“ auch in Europa bekannt machten.
In seinem jüngsten Buch „Der Colonel“ (2010 bei Union erschienen) erfindet sich Mahmud Doulatabadi neu. Eine Geschichte aus der Großstadt, literarisch komplex, politisch brisant und im Iran verboten. Unter den Stimmen des Schweigens gehört seine zu den beharrlichsten, sehnsüchtigsten und mächtigsten.
Mit Mahmud Doulatabadi kommt auch sein Übersetzer Bahman Nirumand in den Literarischen Salon, der selbst zu den bekanntesten iranischen Intellektuellen im Exil gehört.
www.literarischersalon.com

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Gruß

Birgitt




