Safar auf Tournee

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Birgitt
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Safar auf Tournee

Beitrag von Birgitt »

Sufi Musik und klassische Stücke aus der Blütezeit afghanischer Musikkultur - Tour 2020

12.03.2020 - DE - Remscheid, Teo Otto Theater - 19:30 Uhr
13.03.2020 - DE - Detmold, Aula der Alten Schule am Wall - 20:00 Uhr
15.03.2020 - DE - Brilon, Evangelische Stadtkirche - 19:30 Uhr
16.03.2020 - DE - Bergkamen, Trauzimmer Marina Rünthe - 20:00 Uhr
17.03.2020 - DE - Hamm, Lutherkirche - 18:00 Uhr
18.03.2020 - DE - Düsseldorf Jazz Schmiede - 20:30 Uhr
19.03.2020 - DE - Wuppertal, Hauptkirche Unterbarmen - 19:00 Uhr
21.03.2020 - NL - Leiden, Cultureel Centrum DE X - QBUS - 21:00 Uhr
22.03.2020 - DE - Paderborn, Aula des Gymnasiums Theodorianum - 18:00 Uhr
23.03.2020 - DE - Bocholt, Alte Molkerei - 20:00 Uhr
24.03.2020 - DE - Gütersloh, Theater Gütersloh - 18:30 Uhr
25.03.2020 - DE - Köln, FORUM Tunisstraße - 19:30 Uhr
26.03.2020 - DE - Bonn, Brotfabrik - 20:00 Uhr
27.03.2020 - DE - Gelsenkirchen, Bleckkirche - Kirche der Kulturen - 20:00 Uhr
29.03.2020 - DE - Kempen, Kulturforum Franziskanerkloster - Paterskirche - 18:00 Uhr
31.03.2020 - DE - Herne, Künstlerzeche Unser Fritz Maschinenhalle - 19:30 Uhr

Es gibt feinste Klänge vom Hindukusch zu hören! Jenseits der täglichen Bilderflut, lohnt es sich einige spannend-bewegte Momente der Musikgeschichte Afghanistans zu erkunden und dem Meisterensemble Safar des „Afghanistan National Institute of Music“ (ANIM) in Kabul zu lauschen, das nach dem Ende der Taliban die letzten im Land lebenden Meistermusiker wieder versammelt hat. Safar rekonstruiert und vermittelt die komplexen, oral tradierten Musikwelten. Seit 2012 besteht eine regelmäßige Kooperation mit dem „Afghanistan Music Research Center AMRC“ der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und Safar. In intensiver Kooperation afghanischer und deutscher Musikerinnen und Musiker wurden seit dem Lieder, Klänge und musikalisches Wissen zwischen Deutschland und Afghanistan hin und zurück getragen und fast verloren geglaubte musikalische Früchte geerntet. Der Name des Ensembles hätte nicht treffender gewählt werden können: Safar heißt Reise. Seine Musik ist kraftvoller Ausdruck von Hoffnung, Freude, Leid und Freiheit sowie Werkzeug für Bildung und Wissen.

Das, was wir heute als afghanische Kunstmusik bezeichnen, ist mit seinen melodischen Skalen sehr nahe an der klassischen nordindischen Musik. Sie wurde vor allem im 19. Jahrhundert und später am Hof des afghanischen Königs gepflegt, der zahlreiche Musiker aus Britisch-Indien nach Kabul holte. Auch Musiker aus Kabul studierten bei Meistern in Indien und Pakistan. Es gab einen regen musikalischen Austausch in der gesamten Region. Instrumente wie die indische Kesseltrommel Tabla fanden Eingang in die afghanische Musik, und die afghanische Rubab wurde in Indien zur Sarod modifiziert. Die Stücke lassen sich im Wesentlichen in drei Gattungen einteilen: einfache instrumentale Stücke vor allem gespielt mit Rubab und Tabla, instrumentale Stücke in vier Teilen und lange instrumentale Suiten. Daneben gibt es eine große Vielfalt volksmusikalische Lieder und Tänze aus allen Regionen des Landes, die zumeist in den Rhythmen Geda (4/4), Dadra (6/8) und Mogholi (7/8) gespielt werden.

Geleitet wird Safar von Ustad Mohammad Murad Sarkhosh. Er hat einen Masterabschluss in Musikpädagogik der Universität Kabul und verfügt über mehr als 15 Jahre Berufserfahrung als Pädagoge und Interpret afghanischer Musik. Nach seinem Abschluss an der Kunst- und Musikabteilung der Universität Kabul begann Ustad Murad Sarkhosh mit seinem Ensemble die wichtige Arbeit zur Erhaltung der afghanischen Volksmusik durch seine Lehrtätigkeit und seine weltweiten Auftritte. Seit 2006 ist er Rektor des Afghanischen Nationalen Musikinstitut ANIM und unterrichtet an der Musikfakultät. Er ist Mitglied verschiedener afghanischer traditioneller Ensembles und trat in zahlreichen Ländern auf u.a. in Deutschland, Finnland, England, der Schweiz, Schweden, Usbekistan, Tadschikistan, Indien und Amerika.

Safar werden Einblicke in die schönsten Blüten der verschiedenen Musiktraditionen Afghanistans geben, die gespielt werden von vier Meistermusikern und zwei ihrer jungen Meisterschülerinnen!




Gruß
Birgitt
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