Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
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Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Ohne Schuldenschnitt und und eigene griechische Währung wird Griechenland eh nie in die Gänge kommen, alles andere ist nur ein Spiel, um Zeit zu gewinnen. Dann könnte es allerdings bei den Südländern weitere Interessenten für diese Lösung geben.
Die vermutlich vernünftigste wirtschaftliche Lösung ist politisch am wenigsten gewollt, also auch am unwahrscheinlichsten.
Politische Hasstiraden auf Griechenland in deutschen Medien, geschmacklose Karrikaturen und Vergleiche in den griechischen Medien ... der Euro scheint mehr zu spalten, als zu einen. Ist das wirklich alles so alternativlos???
Die vermutlich vernünftigste wirtschaftliche Lösung ist politisch am wenigsten gewollt, also auch am unwahrscheinlichsten.
Politische Hasstiraden auf Griechenland in deutschen Medien, geschmacklose Karrikaturen und Vergleiche in den griechischen Medien ... der Euro scheint mehr zu spalten, als zu einen. Ist das wirklich alles so alternativlos???
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Ralf Kiefer
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Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Betrachte die (neudeutsch:) Stakeholder! Die offensichtlichen (normale Menschen, Politiker) haben nicht unbedingt mehr die Entscheidungshoheit.Canadier hat geschrieben: Die vermutlich vernünftigste wirtschaftliche Lösung ist politisch am wenigsten gewollt, also auch am unwahrscheinlichsten.
Genau das ist das Problem: man kann nicht eine gemeinsame Währung aufzwingen, solange die drunterliegenden Ebenen derart unterschiedlich sind, wie sie es auch jetzt nach 16 Jahren noch sind. Das beginnt bei den völlig unterschiedlichen Steuer- und Finanzierungsmodellen für staatliche Aufgaben. Man erkennt's z.B. an den erbärmlichen Versuchen eine Straßenbenutzungsgebühr in .de einzuführen, an den Steuersparmodellen der Konzerne über Irland, Luxemburg, Zypern, usw.. Auch die unterschiedlichen Kulturen die Inflation betreffend lassen eine gemeinsame Währung scheitern. In Italien war die Inflationsrate zu Zeiten einer eigenen Währung immer relativ hoch im Vergleich zum deutschen Geld. Nach Euro-Einführung haben die in Italien so weitergemacht wie gewohnt, aber auch in Deutschland ging's weiter wie gewohnt. Folge: das Gleichgewicht zwischen italienischem Euro und deutschen Euro kippte. Ok, das konnte natürlich nicht passieren, stattdessen kippten die Verhältnisse der Werte. Unsereins bemerkte die gewaltigen Preissteigerungen vom Espresso in der italienischen Bar, die Italiener die Verteuerung ihrer hergestellten Waren beim Verkauf im Ausland. Folge: nichts eigenes mehr verkauft, aber ausländisches billig eingekauft. Das geht ein paar Jahre gut, dann knallt's. Und das haben wir bereits erlebt.Canadier hat geschrieben: Politische Hasstiraden auf Griechenland in deutschen Medien, geschmacklose Karrikaturen und Vergleiche in den griechischen Medien ... der Euro scheint mehr zu spalten, als zu einen. Ist das wirklich alles so alternativlos???
Oder man schaut sich die Außenhandelsbilanz an. Alleine das ist schon merkwürdig: wo beginnt der Außenhandel? An den Staatsgrenzen oder an den Grenzen der Gemeinschaftswährung? Im Bereich der Gemeinschaftswährung gibt es zudem keine Zölle oder andere Hindernisse, nicht mal ein Wechselkursrisiko. Weiter: Deutschland hat seit vielen Jahren bekanntermaßen einen extremen Außenhandelsüberschuß. Die Umkehrung: andere Länder importieren mehr Waren als sie wertmäßig selbst exportieren. Wo nehmen die das Geld, also den Gegenwert [1] dafür her? Wo bleibt eigentlich der ganze Überschuß hierzulande? Bei den Arbeitnehmern kommt davon nichts an. Irgendwo in .de müßten riesige Berge von Geldscheinen lagern, symbolisch umschrieben. Soll heißen, daß der aktuelle Zustand völlig krank ist.
Solange im Bereich einer Währung nicht ein einheitliches Steuermodell vorherrscht und eine einzige(!) Zentralbank die Währung "hütet", kann eine Gemeinschaftswährung nie funktionieren. Ein Unternehmen kann nicht seine Ware in einem anderen Steuersystem versteuern als dort, wo die Ware aufgrund der Entstehung und des Verkaufs steuerpflichtig ist. Aber genau das findet statt. Folge: ein Blick nach Brüssel genügt oder als Name "Juncker".
Den Entscheidern in den Parlamenten kann dies nicht völlig unbekannt sein, aber trotzdem entscheiden sie anders. D.h. es muß höherpriore Kriterien geben. "Früher" wurden diese teils zeitnah bekannt, doch Kohl konnte sich erfolgreich auf Geistesschwäche berufen, ein anderer (Lambsdorff) ließ sich verurteilen, blieb aber trotzdem als einschlägig Vorbestrafter in Amt und Würde erhalten, was bei der ihn umgebenden Partei allerdings kein Manko, sondern vielleicht sogar als Auszeichnung verstanden wurde.
Bei einigen aus der näheren Vergangenheit sind diese Kriterien auch bekannt: ihre Anschlußverwendung in einem meist international tätigen Konzern, von Schröder über Joscha Fischer bis Roland Koch und Mappus. Ok, bei letzterem war's nur ein Versuch, den wollte letztendlich doch niemand haben. Seine Fähigkeiten (illegale Aktiengeschäfte sowie die brutale Niederschlagung eines Volksaufstands) waren selbst in den üblichen Konzernen nicht (mehr) gefragt, nicht mal bei Academi, früher Blackwater USA. Selbst die schießen nur in Ausnahmefällen auf Kinder.
Gesucht ist eine Lösung in und für Mitteleuropa!
Gruß, Ralf
[1] Geld ist nur ein Versprechen auf eine Gegenleistung, mehr nicht, auch wenn EZB, FED u.a. der Meinung sind, daß man Leistung und Werte einfach durch Drucken herstellen kann.
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Kuno
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Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
...das Thema "Griechenland" hätten wir eigentlich woanders 
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Ralf Kiefer
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Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Stimmt, es geht eher um Karrikaturen.Kuno hat geschrieben:...das Thema "Griechenland" hätten wir eigentlich woanders
Nur stellt sich die Frage, welches die Karrikaturen sind. Sind die aktuell bekannten Typen, von Schäuble über Merkel und Hollande bis Juncker, nicht die Karrikatur eines echten Politikers?
Dann hier mal eine andere Variante von Karrikatur: Je suis Metronaut.
Metronaut zeigt Satire zur Olympiabewerbung von Berlin. Dann kassieren sie eine Abmahnung, weil die Abmahner vermutlich "Je suis Charlie" toll finden, aber nicht abstrahieren.
Diese Geschichte hat's dann in die internationale Presse geschafft, z.B. hier in die SZ. Oder bei Metronaut im Pressespiegel am Ende von diesem Beitrag, inkl. Fox-News in USA.
Das Beste, was keine Satire ist, ist die Anfrage aus der Reihe der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus: "Ist dem Senat der Streisand-Effekt bekannt?"
Ich bin gespannt, wie sich die Ansicht zu Satire in .de entwickelt. Vielleicht zeigt "Je suis Charlie" doch irgendwann mal eine wenn auch kleine Wirkung hierzulande.
Gruß, Ralf
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Kuno
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Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Ralf - etz wird's schwierig. Um diese Frage beantworten zu können, müsste man auch noch einen "echten Politiker" als Referenz haben.Ralf Kiefer hat geschrieben:Nur stellt sich die Frage, welches die Karrikaturen sind. Sind die aktuell bekannten Typen, von Schäuble über Merkel und Hollande bis Juncker, nicht die Karrikatur eines echten Politikers?
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Ralf Kiefer
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Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
In Deutschland fällt mir aus jüngerer Zeit nur einer ein, nur wurde der kein solcher, weil ein paar Politikersimulanten, hier die Piraten, die Gelegenheit verpaßten, den als Kandidat zum deutschen Bundespräsident vorzuschlagen. Jetzt haben wir den Priester statt dem Georg Schramm. Schade, es war eine vertane Chance! Eine auf einen, der als Politiker Ahnung hätte vorweisen können. Ein offensichtlich unerwünschtes Alleinstellungsmerkmal.Kuno hat geschrieben: Ralf - etz wird's schwierig. Um diese Frage beantworten zu können, müsste man auch noch einen "echten Politiker" als Referenz haben.
Gruß, Ralf
Nachträgliche Ergänzung: Hier erklärt Georg Schramm ein paar Zusammenhänge. Das war letztes Jahr bereits im Mai/Juni. Einiges ist hochaktuell.
Der komplette Vortrag von ihm ist hier.
Zuletzt geändert von Ralf Kiefer am Sa 14. Feb 2015, 17:43, insgesamt 2-mal geändert.
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landcruiser.
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Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Die "griechischen" Veröffentlichungen über deutsche Politiker, die man primitivst in die Nazi-Ecke zu stellen versucht, sind
a) nichts Neues
b) keine Satire.
Das sind primitivste Hetzkampagnen, die der Vorgehensweise der Nazis mindestens ähnlich sind.
Ev. verständliche Reaktion, wenn man merkt, dass einem jetzt der finanzielle Hahn abgedreht werden soll.
Andererseits unter dem Gesichtspunkt "Man beisst nicht die Hand, die einen füttert" nicht ganz so schlau.
Eigentlich aber völlig überflüssig, wenn sich der deutsche oder griechische "Mann von der Straße" in die Flicken kriegen.
Beide zahlen letztlich nur die Rechnung, die die Banken mit Hilfe der Politik aufmachen.
a) nichts Neues
b) keine Satire.
Das sind primitivste Hetzkampagnen, die der Vorgehensweise der Nazis mindestens ähnlich sind.
Ev. verständliche Reaktion, wenn man merkt, dass einem jetzt der finanzielle Hahn abgedreht werden soll.
Andererseits unter dem Gesichtspunkt "Man beisst nicht die Hand, die einen füttert" nicht ganz so schlau.
Eigentlich aber völlig überflüssig, wenn sich der deutsche oder griechische "Mann von der Straße" in die Flicken kriegen.
Beide zahlen letztlich nur die Rechnung, die die Banken mit Hilfe der Politik aufmachen.
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landcruiser.
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Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
http://www.tagesschau.de/ausland/kopenh ... s-101.html
Bei einer Veranstaltung in Kopenhagen über Meinungsfreiheit mit dem schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks sind mehrere Schüsse gefallen. Laut dänischer Polizei gibt es einen Toten und mindestens drei Verletzte. Vilks sowie der der französische Botschafter, der ebenfalls anwesend war, blieben unverletzt.
In einem Cafe in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen sind mehrere Schüsse gefallen. Die Schüsse seien während einer Veranstaltung über Kunst, Gotteslästerung und Meinungsfreiheit gefallen, meldeten dänische Medien. Im Fenster der des Cafès "Krudttønden" im Stadteil Østerbro klafften etwa 30 Einschusslöcher. Laut dänischer Polizei gibt es einen Toten und mindestens drei Verletzte.
Bei einer Veranstaltung in Kopenhagen über Meinungsfreiheit mit dem schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks sind mehrere Schüsse gefallen. Laut dänischer Polizei gibt es einen Toten und mindestens drei Verletzte. Vilks sowie der der französische Botschafter, der ebenfalls anwesend war, blieben unverletzt.
In einem Cafe in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen sind mehrere Schüsse gefallen. Die Schüsse seien während einer Veranstaltung über Kunst, Gotteslästerung und Meinungsfreiheit gefallen, meldeten dänische Medien. Im Fenster der des Cafès "Krudttønden" im Stadteil Østerbro klafften etwa 30 Einschusslöcher. Laut dänischer Polizei gibt es einen Toten und mindestens drei Verletzte.
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Alexander
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Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Die Türkei hat die Charlie Hebdo Internetseite gesperrt und begründet das mit Verletzung religiöser Gefühle.
Türkei blockiert «Charlie-Hebdo»-Website
Die Behörden in der Türkei haben den Zugang zur Internetseite des religionskritischen französischen Satiremagazins «Charlie Hebdo» blockiert. Nutzer in der Türkei erhielten eine Fehlermeldung, wenn sie versuchten, die Adresse aufzurufen. mehr...
Grüsse
Alexander
Türkei blockiert «Charlie-Hebdo»-Website
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Damals
Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Hallo
Kein Wunder bei den Schmierereien. Nicht umsonst steht Charlie auch für "Trottel".
Aber jetzt hat man ganz andere Probleme.
Kein Wunder bei den Schmierereien. Nicht umsonst steht Charlie auch für "Trottel".
Aber jetzt hat man ganz andere Probleme.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/m ... 97644.htmlÜber zwanzig Millionen Euro flossen seit dem Pariser Attentat in die Kasse des Satiremagazins „Charlie Hebdo“. Jetzt streitet die Redaktion mit Erben und Management darüber, wem das Geld gehören soll.
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Alexander
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Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Bei einem Drohnenangriff der USA in Syrien wurde offensichtlich einer der Hintermänner des Anschlags auf Charlie Hebdo getötet.
Grüsse
Alexander
20 Minuten: Hintermann von «Charlie-Hebdo»-Anschlag getötetBei einem US-Drohnenangriff im syrischen Raqqa ist Verteidigungskreisen zufolge ein Extremist der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Er soll Verbindungen zum Anschlag auf das französische Satireblatt «Charlie Hebdo» gehabt haben.
Grüsse
Alexander
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Birgitt
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