A few short weeks on, utopic expectations of a sweeping break with the old regime are colliding with concerns that the country is edging towards political and economic crisis.
Hier gibt es den ganzen Artikel:
http://english.aljazeera.net/indepth/fe ... 97563.html#
Hat schon jeman aus dem Forum eigene Erfahrungen mit dem neuen Tunesien machen oder einfach nur eindrücke sammeln können?
Tunesien - wie weiter?
Moderator: Moderatoren
Re: Tunesien - wie weiter?
Aus den - natürlich immer subjektiven - Beschreibungen von tunesischen Bekannten:
Redefreiheit besteht (weitgehend), die Akteure der 2. und 3. Reihe sind ziemlich dieselben. Es "drohen" die Mühen der Ebebe...
Grüsse,
Peter
Redefreiheit besteht (weitgehend), die Akteure der 2. und 3. Reihe sind ziemlich dieselben. Es "drohen" die Mühen der Ebebe...
Grüsse,
Peter
Re: Tunesien - wie weiter?
Hallo,
zu diesem Thema gibt es eine interessanten Bericht im Spiegel.
Unter anderem wurde eine interessante Einschätzung einer Libanesin veröffentlicht.
Sie hat an die Zedernrevolution erinnert, und was davon übrig ist. Sie hat auch darauf hingiewesen das die Menschen in Ägypten noch nicht wissen was auf sie zukommt, was aus meiner Sicht auch auf TN so gesehen werden.
Grüsse Gerhard
zu diesem Thema gibt es eine interessanten Bericht im Spiegel.
Unter anderem wurde eine interessante Einschätzung einer Libanesin veröffentlicht.
Sie hat an die Zedernrevolution erinnert, und was davon übrig ist. Sie hat auch darauf hingiewesen das die Menschen in Ägypten noch nicht wissen was auf sie zukommt, was aus meiner Sicht auch auf TN so gesehen werden.
Grüsse Gerhard
carpe diem
-
Kuno
- Beiträge: 9586
- Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
- Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
- Kontaktdaten:
Re: Tunesien - wie weiter?
Gerhard; koenntest du bitte noch den Link zum erwaehnten Artikel hier einstellen?
Re: Tunesien - wie weiter?
Hallo,
nachdem ich schon gelegentlich (anonym) Mitleser in diesem Forum gewesen bin, habe ich mich entschlossen, mich registrieren zu lassen, da ich zum allgemeinen Rätselraten, wie es denn nun in Tunesien ausschaut, einige persönliche Eindrücke beitragen kann.
Mein Mann und ich waren vom 20. bis 25. Febr. 2011 mit einer Gruppe von 5 Fahrzeugen in Tunesien unterwegs. Eigentlich sollte es ja eine Libyentour werden, aber bei der Einfahrt der Carthage in den Hafen von Tunis erfuhren wir, dass die Grenze nach LY geschlossen ist, da schwere Unruhen ausgebrochen waren. Wir beschlossen dann, eine Rundtour durch Tunesien zu unternehmen, um uns einen Überblick über die Lage hier zu verschaffen. Unsere Route war: Nabeul, Ksar Ghilane, Douz, Tozeur, Tamerza, Kasserine, Nabeul, La Goulette (wir waren nicht in Tunis).
Da wir Tunesien bereits von früheren Reisen kennen, waren wir angenehm überrascht, wie wenig sich im Land äußerlich verändert hat. Außer einigen Resten von Straßensperren war von den vorangegangenen Unruhen nichts zu sehen. In den Städten war es geschäftig wie immer, aber völlig ruhig und unaufgeregt. Was auffiel, war eigentlich nur das Fehlen der sonst an jeder Straßenkreuzung stehenden und kontrollierenden Polizei und natürlich das Fehlen von Touristen. Nirgends hatten wir das Gefühl von Unsicherheit oder irgendeiner Bedrohung. Im Gegenteil - bei Einkäufen und Cafe/Restaurantbesuchen wurden wir meist freudig begrüßt, da wir die ersten Touristen seit der Revolution waren.
Übernachtet haben wir im Hotel (Nabeul), auf dem Campingplatz (Ksar Ghilane) und zweimal im Freien (Sandrosenfeld südl. El Faouar und in den Bergen bei Tamerza).
Ein nettes Erlebnis hatten wir am Ortsrand von Moulares. Hier kamen wir an eine Straßensperre; ein Bus, mehrere LKW, PKW und eine größere Menschenmenge blockierte die Straße. Zuerst wies man uns an, umzudrehen, doch als man erkannt hatte, dass wir Touristen waren, durften wir weiterfahren. Unter fröhlichem Winken, Händeklatschen und Hallorufen teilte sich die Menge, keine Spur einer Anfeindung war zu spüren.
Zusammenfassend waren unsere, natürlich sehr subjektiven, Eindrücke durchweg positiv, und nur das anhaltend schlechte Wetter (häufig Regen und eiskalter Nordwind) bewog uns, bereits mit der nächsten Fähre zurückzufahren.
Viele Grüße
Steinlaus
nachdem ich schon gelegentlich (anonym) Mitleser in diesem Forum gewesen bin, habe ich mich entschlossen, mich registrieren zu lassen, da ich zum allgemeinen Rätselraten, wie es denn nun in Tunesien ausschaut, einige persönliche Eindrücke beitragen kann.
Mein Mann und ich waren vom 20. bis 25. Febr. 2011 mit einer Gruppe von 5 Fahrzeugen in Tunesien unterwegs. Eigentlich sollte es ja eine Libyentour werden, aber bei der Einfahrt der Carthage in den Hafen von Tunis erfuhren wir, dass die Grenze nach LY geschlossen ist, da schwere Unruhen ausgebrochen waren. Wir beschlossen dann, eine Rundtour durch Tunesien zu unternehmen, um uns einen Überblick über die Lage hier zu verschaffen. Unsere Route war: Nabeul, Ksar Ghilane, Douz, Tozeur, Tamerza, Kasserine, Nabeul, La Goulette (wir waren nicht in Tunis).
Da wir Tunesien bereits von früheren Reisen kennen, waren wir angenehm überrascht, wie wenig sich im Land äußerlich verändert hat. Außer einigen Resten von Straßensperren war von den vorangegangenen Unruhen nichts zu sehen. In den Städten war es geschäftig wie immer, aber völlig ruhig und unaufgeregt. Was auffiel, war eigentlich nur das Fehlen der sonst an jeder Straßenkreuzung stehenden und kontrollierenden Polizei und natürlich das Fehlen von Touristen. Nirgends hatten wir das Gefühl von Unsicherheit oder irgendeiner Bedrohung. Im Gegenteil - bei Einkäufen und Cafe/Restaurantbesuchen wurden wir meist freudig begrüßt, da wir die ersten Touristen seit der Revolution waren.
Übernachtet haben wir im Hotel (Nabeul), auf dem Campingplatz (Ksar Ghilane) und zweimal im Freien (Sandrosenfeld südl. El Faouar und in den Bergen bei Tamerza).
Ein nettes Erlebnis hatten wir am Ortsrand von Moulares. Hier kamen wir an eine Straßensperre; ein Bus, mehrere LKW, PKW und eine größere Menschenmenge blockierte die Straße. Zuerst wies man uns an, umzudrehen, doch als man erkannt hatte, dass wir Touristen waren, durften wir weiterfahren. Unter fröhlichem Winken, Händeklatschen und Hallorufen teilte sich die Menge, keine Spur einer Anfeindung war zu spüren.
Zusammenfassend waren unsere, natürlich sehr subjektiven, Eindrücke durchweg positiv, und nur das anhaltend schlechte Wetter (häufig Regen und eiskalter Nordwind) bewog uns, bereits mit der nächsten Fähre zurückzufahren.
Viele Grüße
Steinlaus
-
Kuno
- Beiträge: 9586
- Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
- Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
- Kontaktdaten:
Re: Tunesien - wie weiter?
Danke für deinen Beitrag; das tönt sehr gut und macht optimistisch.
Re: Tunesien - wie weiter?
Hallo Kuno,Kuno hat geschrieben:Gerhard; koenntest du bitte noch den Link zum erwaehnten Artikel hier einstellen?
ich habe es wie früher gelesen. Bei einem guten Cappuccino im Cafe und gutem Wetter. :D
hier steht nur ein Teil davon:
http://www.stern.de/politik/ausland/hin ... 58673.html
Grüsse Gerhard
carpe diem




