Man sollte dabei erwähnen, die Änderung in den Verlängerungsvorschlägen der USA sahen vor, seitens der UN das zugesicherte Selbtbestimmungsrecht der Polisario zu streichen. Natürlich nahm Russland diese Steilvorlage auf.
https://www.agenzianova.com/news/sahara ... ro-allonu/
Westsahara-Konflikt | Marokko - Polisario
Moderator: Moderatoren
-
Rockatanski
- Beiträge: 165
- Registriert: Sa 2. Jul 2022, 16:32
-
Dieter der Raabe
- Beiträge: 67
- Registriert: Mi 22. Mär 2006, 17:22
- Wohnort: Bad Tölz
Re: Westsahara-Konflikt | Marokko - Polisario
Steht so im Artikel in der Tagesschau.Rockatanski hat geschrieben: ↑So 1. Nov 2026, 07:21Man sollte dabei erwähnen, die Änderung in den Verlängerungsvorschlägen der USA sahen vor, seitens der UN das zugesicherte Selbtbestimmungsrecht der Polisario zu streichen. Natürlich nahm Russland diese Steilvorlage auf.
https://www.agenzianova.com/news/sahara ... ro-allonu/
Aber du hast Recht, das hätte ich in meinem Beitrag selber erwähnen sollen.
Dieter
- Hans Peter
- Beiträge: 62
- Registriert: So 21. Aug 2005, 21:39
- Wohnort: 29574 Ebstorf
- Kontaktdaten:
Re: Westsahara-Konflikt | Marokko - Polisario
Ende der UNO Mission MINURSO in der Westsahara
Ein verhängnisvoller Nicht - Beschluß des Weltsicherheitsrates der UNO bringt das sofortige Ende der MINURSO Mission in der Westsahara
zum 1. November 2026 und verändert die Lage im Land grundlegend.
Der Waffenstillstand ist schon lange beendet, aber die Anwesenheit der MINURSO hielt bisher Kampfhandlungen
zwischen der Polisario und Marokko in engen Grenzen.
Die Frontlinie (der marokkanische Wall) war stabil, wenige Einzelangriffe hatten kaum Auswirkungen auf die Bevölkerung
und gar keine Auswirkungen auf die durchreisenden Touristen auf dem Weg nach Mauretanien und Westafrika.
Nun fällt die Überwachungs- und Kontrollaufgabe der UNO Mission ersatzlos weg.
Die seit vielen Monaten laufenden Verhandlungen zwischen Marokko und der Polisario unter Beteiligung der USA, Mauretaniens und Algeriens kommen nicht vom Fleck und ohne die MINURSO vor Ort haben jetzt die marokkanische Armee und die Polisarion das Informationsmonopol über die Lage vor Ort und können dann ihr eigenes Narrativ verbreiten.
Marokko hat gerade wieder seinen großen Plan von der Anbindung Westafrikas an den riesigen neuen Hafen bei Dakhla - Dakhla Atlantique - veröffentlicht.
Eine Autobahn Richtung Südost soll den Hafen durch Mauretanien und Nordmali mit Bamako und anderen Zentren Westafrikas verbinden.
Siehe grobe Linien auf der marokkanischen Landkarte im Anhang.
(https://www.facebook.com/LePetitJournalMarocain vom 23. Oktober 2026)
Le Maroc prépare le plus grand corridor logistique d’Afrique, de l’Atlantique jusqu’au cœur du Sahel, à travers un réseau de connexions vers l’Afrique structuré autour de trois axes principaux ....
Deutsch:
Marokko bereitet den größten Logistikkorridor Afrikas vor – vom Atlantik bis in das Herz der Sahelzone. Dies erfolgt durch ein Netzwerk von Verbindungen nach Afrika, das auf drei Hauptachsen basiert:
„Donald-Trump-Route“ – 1.055 km: Die Autobahn Tiznit–Laâyoune–Dakhla, eine Verkehrsader, die den Norden und Süden Marokkos entlang der Atlantikküste miteinander verbindet.
Achse Marokko–Mauretanien–Senegal – 480 km: Modernisierung und Ausbau der Strecke Nouakchott–Nouadhibou zur Förderung des Transports in Richtung Westafrika.
Sahel-Sahara-Korridor – über 3.000 km: Ein Projekt, das darauf abzielt, Dakhla mit den Ländern der Sahelzone zu verbinden und ihnen so einen Zugang zum Atlantischen Ozean sowie zu den Weltmärkten zu verschaffen.
Der Hafen „Dakhla Atlantique“, dessen Fertigstellung für 2028 geplant ist, bildet das Herzstück dieses logistischen Vorhabens.
( siehe hierzu auch: https://www.dw.com/de/westsahara-die-le ... o-75563425)
Das ist nur realisierbar, wenn die Sahraoui Flüchtlinge in Algerien und ihre politische Vertretung, die Polisario Front (also der Staat Demokratische Arabische Republik Sahara) dem entweder zustimmen oder aus dem Weg geräumt werden.
Da Vernunft und Friedenswille in der heutigen Zeit leider oft keinen hohen Stellenwert haben, ist zu befürchten, dass Marokko sehr kurzfristig das Gebiet zwischen Wall und der historischen Grenze der Westsahara und Mauretanien militärisch besetzt.
Algerien und die Polisario werden dem nicht untätig zusehen und so ist die Entwicklung vor Ort unkalkulierbar.
Damit wäre der Weg nach Westafrika durch Marokko, aber auch durch Algerien über die im Bau befindliche Straße von Tindouf nach Atar,
unpassierbar für Touristen.
Leider keine guten Aussichten für Afrikafahrten.
Ein verhängnisvoller Nicht - Beschluß des Weltsicherheitsrates der UNO bringt das sofortige Ende der MINURSO Mission in der Westsahara
zum 1. November 2026 und verändert die Lage im Land grundlegend.
Der Waffenstillstand ist schon lange beendet, aber die Anwesenheit der MINURSO hielt bisher Kampfhandlungen
zwischen der Polisario und Marokko in engen Grenzen.
Die Frontlinie (der marokkanische Wall) war stabil, wenige Einzelangriffe hatten kaum Auswirkungen auf die Bevölkerung
und gar keine Auswirkungen auf die durchreisenden Touristen auf dem Weg nach Mauretanien und Westafrika.
Nun fällt die Überwachungs- und Kontrollaufgabe der UNO Mission ersatzlos weg.
Die seit vielen Monaten laufenden Verhandlungen zwischen Marokko und der Polisario unter Beteiligung der USA, Mauretaniens und Algeriens kommen nicht vom Fleck und ohne die MINURSO vor Ort haben jetzt die marokkanische Armee und die Polisarion das Informationsmonopol über die Lage vor Ort und können dann ihr eigenes Narrativ verbreiten.
Marokko hat gerade wieder seinen großen Plan von der Anbindung Westafrikas an den riesigen neuen Hafen bei Dakhla - Dakhla Atlantique - veröffentlicht.
Eine Autobahn Richtung Südost soll den Hafen durch Mauretanien und Nordmali mit Bamako und anderen Zentren Westafrikas verbinden.
Siehe grobe Linien auf der marokkanischen Landkarte im Anhang.
(https://www.facebook.com/LePetitJournalMarocain vom 23. Oktober 2026)
Le Maroc prépare le plus grand corridor logistique d’Afrique, de l’Atlantique jusqu’au cœur du Sahel, à travers un réseau de connexions vers l’Afrique structuré autour de trois axes principaux ....
Deutsch:
Marokko bereitet den größten Logistikkorridor Afrikas vor – vom Atlantik bis in das Herz der Sahelzone. Dies erfolgt durch ein Netzwerk von Verbindungen nach Afrika, das auf drei Hauptachsen basiert:
Der Hafen „Dakhla Atlantique“, dessen Fertigstellung für 2028 geplant ist, bildet das Herzstück dieses logistischen Vorhabens.
( siehe hierzu auch: https://www.dw.com/de/westsahara-die-le ... o-75563425)
Das ist nur realisierbar, wenn die Sahraoui Flüchtlinge in Algerien und ihre politische Vertretung, die Polisario Front (also der Staat Demokratische Arabische Republik Sahara) dem entweder zustimmen oder aus dem Weg geräumt werden.
Da Vernunft und Friedenswille in der heutigen Zeit leider oft keinen hohen Stellenwert haben, ist zu befürchten, dass Marokko sehr kurzfristig das Gebiet zwischen Wall und der historischen Grenze der Westsahara und Mauretanien militärisch besetzt.
Algerien und die Polisario werden dem nicht untätig zusehen und so ist die Entwicklung vor Ort unkalkulierbar.
Damit wäre der Weg nach Westafrika durch Marokko, aber auch durch Algerien über die im Bau befindliche Straße von Tindouf nach Atar,
unpassierbar für Touristen.
Leider keine guten Aussichten für Afrikafahrten.
allzeit Gute Fahrt
wünscht euch HPH
wünscht euch HPH




