Neue Revolte der Touareg ... ?
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Angelika Baumann
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Neue Revolte der Touareg ... ?
Heute ein bedrückender Artikel in der taz: http://www.taz.de/pt/2006/05/30/a0105.1/text
Es "riecht" nach einem neuen Touareg-Aufstand. Die nordmalische Stadt Kidal wurde vorübergehend besetzt. Viele Bewohner sind geflohen, z. T. bis über die Grenze nach Algerien. Die neue/alte Forderung: Die Gebiete um Timbuktu, Gao und Kidal soll autonome Touareg-Region werde. Sogar der bekannteste und bisher immer diplomatische Touareg-Führer Iyad Ag Ghali, wird als Beteiligter an den Rebellenangriffen in Kidal (Mali) genannt... Ag Ghali war maßgeblich an den Friedensverhandlungen Anfang der 90er Jahre beteiligt und machte zuletzt bei den Verhandlungen um die 2003 in Algerien entführten Sahara-Touristen von sich reden.
Hoffentlich eskaliert die Situation nicht ...
Grüße von Angelika
Es "riecht" nach einem neuen Touareg-Aufstand. Die nordmalische Stadt Kidal wurde vorübergehend besetzt. Viele Bewohner sind geflohen, z. T. bis über die Grenze nach Algerien. Die neue/alte Forderung: Die Gebiete um Timbuktu, Gao und Kidal soll autonome Touareg-Region werde. Sogar der bekannteste und bisher immer diplomatische Touareg-Führer Iyad Ag Ghali, wird als Beteiligter an den Rebellenangriffen in Kidal (Mali) genannt... Ag Ghali war maßgeblich an den Friedensverhandlungen Anfang der 90er Jahre beteiligt und machte zuletzt bei den Verhandlungen um die 2003 in Algerien entführten Sahara-Touristen von sich reden.
Hoffentlich eskaliert die Situation nicht ...
Grüße von Angelika
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Birgitt
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Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
Quelle: SaharalandAus dem Forum "Horizonunlimited":
Die Nachricht stammt von Andy Morgan, Manager der Gruppe "Tinariwen", eine Touareg-Musikgruppe aus Kidal:
CRISIS IN KIDAL
The north east of Mali is in turmoil following attacks on military and police installations in the towns of Kidal and Menaka. On the morning of 23rd May, at around 06h00 local time, an armed rebel Tamashek ('Touareg') group under the command of Hassan Fagaga attacked two military barracks near the regional capital Kidal and held them for the next 24 hours. Fighting continued for some hours as civilians, women and children for the most part, fled into desert. A number of soldiers, national guardsmen and police took refuge in the old fort of Kidal and continued firing on rebels and civilians in the streets below. There are reports of four fatalities, two soldiers and two rebels. In Menaka, Moussa Bah, a Touareg army officer stationed in the local barracks mutinied and fled into the bush with a number of other deserters, having taken a quantity of arms and ammunitions from the camp arsenal.
At around 14h00 today an armoured division of the Malian army, which had travelled overnight from Gao in the south, retook Kidal. The rebels have fled north, and the situation is apparently tense but calm.
These events follow a period of mounting regional tension. The politics of the southern Sahara are extremely complex. Simmering disagreements between certain local Tamashek leaders and the Malian government have persisted since the signing of the National Pact which put an end to last Touareg rebellion in 1996. The recent opening of Libyan consulate in Kidal, strategic rivalry between the Ghadaffi regime and the Algerian government, the discovery of large oil reserves in northern Mali, the presence of renegade fundamentalist militias in southern Algeria and the arrival of US military advisors have all fueled a welter of speculation and rumor.
Kidal is the hometown of the Tamashek group Tinariwen, who are currently on tour in Sweden and following events anxiously from afar. Various members of the group have managed to call friends and family in Kidal. They are very concerned for the welfare of their families, who are camping out in the desert in the hottest and driest season of the year.
There is also a concern that this story will remain largely ignored by the western media, or even worse, that events will be misreported and that rumour will mutate into fact. We call on all friends of the desert and of Tinariwen to help raise awareness of the situation amongst media organisations in their country, and amongst any NGOs and humanitarian organisations who have a presence in the region and might be able to help alleviate the suffering of the civilians caught up in this conflict.
Many thanks for all your help. Peace and blessings, Tinariwen.
For more information, please consult the following websites:
IN ENGLISH:
Reuters
BBC
News 24
African News Dimension
UN
IN FRENCH:
Kidal Info (one of the best sources of news and discussion about this situation on the web)
RFI
Le Monde
L'Indépendant Mali
Zuletzt geändert von Birgitt am Mi 7. Jun 2006, 23:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Birgitt
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Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
Nord-Mali: Wenn ATT die ausgestreckte Hand der Rebellen ablehnt ...
Den vollständigen Artikel vom 05.06.2006 findet ihr bei L'Indépendant
Gruß
Birgitt
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Birgitt
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Birgitt
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Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
Touareg-Aufstand - Der Angriff von Fagaga
Man wehrt sich gegen das Web .... weiterlesen bei Mali Web ...
Alain, der Webmaster von kidal.info hat sein Forum geschlossen ...... er wird mittlerweile beschuldigt, die intellektuelle Hand der Rebellenfront zu sein .... hier seine Antwort ...
Quelle: Saharaland
Gruß :?
Birgitt
Man wehrt sich gegen das Web .... weiterlesen bei Mali Web ...
Alain, der Webmaster von kidal.info hat sein Forum geschlossen ...... er wird mittlerweile beschuldigt, die intellektuelle Hand der Rebellenfront zu sein .... hier seine Antwort ...
Quelle: Saharaland
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Birgitt
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Alexander
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Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
zum Thema noch diese Meldung:
Mali sendet am Mittwoch eine Delegation, geführt von einer regionalen Administration, nach Algerien, um mit Touareg Rebellen über eine größere Autonomie in ihrer Wüstenregion zu sprechen, so Regierungsquellen.
Repräsentanten der Tuaregs, welche die Revolte durch Angriffe auf Militärcamps im Norden von Mali vor einem Monat wieder aufleben liesen, reisten vor zwei Wochen nach Algier , um die algerische Regierung um Vermittlung zu bitten.
Eine algerische Delegation, geführt von dem Botschafter in Bamako, trafen sich bereits mit malischen Vertretern am Montag, um die Forderungen der Rebellen darzulegen, teilte eine Quelle mit, und der Schlüsselforderung, der Region um Kidal einen speziellen Authonomiestatus zuzusprechen.
Malis Präsident Amadou Toumani Toure hat angekündigt, 37 Milliarden CFA für die Entwicklung der Kidalregion, für Gesundheit und Infrastruktur auszugeben.
Die Rebellen begrüßten die Entwicklung einer Verhandlungsvereinbarung , warnten aber zugleich, daß sie im Falle eines Angriffs zurückschlagen werden.
Ausführlicher und zum Orginaltext in Englisch geht es hier weiter.
Offensichtlich wurden die Militärlager überfallen, um sich mit Waffen und Munition einzudecken, da Gerüchte laut wurden, die malische Regierung würde fünf Bataillone in die Kidalregion schicken, nach dem Touaregvertreter in die Hauptstadt reisen wollten, um auf die Einhaltung des Vertrags von 1991 zu bestehen. Der Vertrag von 1991 der die Tuareg Rebellion beendete, beinhaltet die Integration der ehemaligen Rebellen in die Armee oder zivile Bereiche, ebenso wie eine bessere Ausbildung und eine bessere gesundheitliche Versorgung, speziell im Nordosten und Osten. Die damals gemachten Zusagen wurden laut den Touaregvertretern bis heute nicht eingehalten.
Viele Grüsse
Alexander
Mali sendet am Mittwoch eine Delegation, geführt von einer regionalen Administration, nach Algerien, um mit Touareg Rebellen über eine größere Autonomie in ihrer Wüstenregion zu sprechen, so Regierungsquellen.
Repräsentanten der Tuaregs, welche die Revolte durch Angriffe auf Militärcamps im Norden von Mali vor einem Monat wieder aufleben liesen, reisten vor zwei Wochen nach Algier , um die algerische Regierung um Vermittlung zu bitten.
Eine algerische Delegation, geführt von dem Botschafter in Bamako, trafen sich bereits mit malischen Vertretern am Montag, um die Forderungen der Rebellen darzulegen, teilte eine Quelle mit, und der Schlüsselforderung, der Region um Kidal einen speziellen Authonomiestatus zuzusprechen.
Malis Präsident Amadou Toumani Toure hat angekündigt, 37 Milliarden CFA für die Entwicklung der Kidalregion, für Gesundheit und Infrastruktur auszugeben.
Die Rebellen begrüßten die Entwicklung einer Verhandlungsvereinbarung , warnten aber zugleich, daß sie im Falle eines Angriffs zurückschlagen werden.
Ausführlicher und zum Orginaltext in Englisch geht es hier weiter.
Offensichtlich wurden die Militärlager überfallen, um sich mit Waffen und Munition einzudecken, da Gerüchte laut wurden, die malische Regierung würde fünf Bataillone in die Kidalregion schicken, nach dem Touaregvertreter in die Hauptstadt reisen wollten, um auf die Einhaltung des Vertrags von 1991 zu bestehen. Der Vertrag von 1991 der die Tuareg Rebellion beendete, beinhaltet die Integration der ehemaligen Rebellen in die Armee oder zivile Bereiche, ebenso wie eine bessere Ausbildung und eine bessere gesundheitliche Versorgung, speziell im Nordosten und Osten. Die damals gemachten Zusagen wurden laut den Touaregvertretern bis heute nicht eingehalten.
Viele Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
Wieder Unruhen in Mali, diesmal in Djenné:
PROFANATION DE LA MOSQUÉE DE DJENNÉ
Des véhicules de l'imam saccagés, 48 personnes emprisonnées
28.09.2006
Suite à la restauration de la mosquée de Djenné par le Réseau Agha Khan, des populations de la ville sainte ont vivement protesté avec des gourdins contre Ventrée des Blancs dans ce célèbre lieu de culte. Ainsi, les hôtes ont été sérieusement malmenés, les véhicules de l'imam et le domicile du maire saccagés. Conséquence : 48 personnes ont été interpellées.
Le mercredi 20 septembre, des envoyés du réseau Agha Khan, des hommes blancs sont arrivés à Djenné dans le cadre de la restauration de la célèbre mosquée de cette ville. Aussi, sans hésiter et avec la permission de l'imam, sont-ils montés sur le toit de la mosquée. Alors qu'il est formellement interdit aux Blancs d'y pénétrer ... mehr
Gruß
Birgitt
PROFANATION DE LA MOSQUÉE DE DJENNÉ
Des véhicules de l'imam saccagés, 48 personnes emprisonnées
28.09.2006
Suite à la restauration de la mosquée de Djenné par le Réseau Agha Khan, des populations de la ville sainte ont vivement protesté avec des gourdins contre Ventrée des Blancs dans ce célèbre lieu de culte. Ainsi, les hôtes ont été sérieusement malmenés, les véhicules de l'imam et le domicile du maire saccagés. Conséquence : 48 personnes ont été interpellées.
Le mercredi 20 septembre, des envoyés du réseau Agha Khan, des hommes blancs sont arrivés à Djenné dans le cadre de la restauration de la célèbre mosquée de cette ville. Aussi, sans hésiter et avec la permission de l'imam, sont-ils montés sur le toit de la mosquée. Alors qu'il est formellement interdit aux Blancs d'y pénétrer ... mehr
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Birgitt
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Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
Auch neue Nachrichten aus Kidal und der Region "Adrad des Iforas". Am 27.09.2006 kam es zu einem Zusammenstoß zwischen der GSPC und der "Demokratischen Allianz", Fazit 5 Tote ....
Nachzulesen bei MaliWeb bei Tessalit Info und im Forum von Kidal Info
Gruß :?
Birgitt
Nachzulesen bei MaliWeb bei Tessalit Info und im Forum von Kidal Info
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Birgitt
Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
Tach Birgit!
Mein Frazoesisch ist leider nicht so doll...... kannst Du den Text auch uebersetzen? Sind Gerade in Tan-Tan und wollten in den naechsten Wochen auch nach Djenne...
Gruesse aus dem Ramadan Werner
Mein Frazoesisch ist leider nicht so doll...... kannst Du den Text auch uebersetzen? Sind Gerade in Tan-Tan und wollten in den naechsten Wochen auch nach Djenne...
Gruesse aus dem Ramadan Werner
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Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
Hallo Werner,
hier eine grobe Übersetzung des Zeitungsartikels:
ENTWEIHUNG DER MOSCHEE IN DJENNÉ
Fahrzeuge des Imam beschädigt, 48 Personen verhaftet
Aufgrund der Restaurierung der Moschee von Djenné durch das Netzwerk Aga Khans hat die Bevölkerung der heiligen Stadt massiv mit Knüppeln gegen die "dickbäuchigen Weißen" in diesem berühmten Kultort protestiert. Die Gäste wurden ernsthaft schlecht behandelt, die Fahrzeuge des Imam und der Wohnsitz des Bürgermeisters beschädigt. Folge: 48 Personen wurden verhaftet.
Am Mittwoch, dem 20. September, sind Abgesandte von Aga Khan, allesamt weiße Männer, in Djenné angekommen, um mit der Restaurierung der berühmten Moschee dieser Stadt zu beginnen. Ohne Bedenken und mit der Erlaubnis des Imam haben sie das Dach der Moschee bestiegen, obwohl es Weißen offiziell verboten ist, die Moschee zu betreten.
Dieses Vorgehen hat die Bevölkerung dermaßen erzürnt, dass sie mit Knüppeln und Steinen bewaffnet dort hingegangen sind, um die Abgesandten von dieser Moschee, die unter dem Schutz des Weltkulturerbes der UNESCO steht, zu vertreiben.
Am Tor sind die Demonstranten dann dem jüngeren Bruder des Imam begegnet, der versucht hat, ihre Gemüter zu beruhigen, indem er ihnen mitgetelt hat, dass „es der Imam selbst gewesen sei, der den Fremden erlaubt habe, das Dach der Moschee zu besteigen“. Dieser Satz hat die Aufständischen noch mehr aufgeregt, so dass sie sich in Richtung des Wohnsitzes des religiösen Chefs bewegt haben. Dort haben sie vier der fünf Fahrzeuge des Imam beschädigt/geplündert, indem sie die Fahrzeugscheiben eingeschlagen haben.
Danach haben sie sich dem kulturellen Missionshaus zugewandt, das sie völlig zerstört haben, bevor sie den Wohnsitz des Bürgermeisters RPM der Gemeinde angegriffen haben. Einer der Rudelsführer der Angreifer war der jüngere Bruder des Abgeordneten Mahamane Santara. Er und seine Clique, 48 Personen, sind der Justiz übergeben worden und befinden sich seither im Gefängnis von Djenné. Unterrichtet über diese Situation, haben die in Djenné Zuständigen in Bamako schnell ein gutes Wort eingelegt und die Befreiung der Vandalen gefordert.
Der Imam hätte die Bevölkerung über die Ankunft der Delegation, die die Aufgabe zur Restaurierung der Moschee hatte, deren Betreten Weißen untersagt ist, informieren müssen. Die Reaktion der Demonstranten war allerdings sehr unverhältnismäßig und ist nur durch die angestaute Enttäuschung der streng gläubigen Menschen gerechtfertigt. Tatsächlich sind einige Djennenkan eifersüchtig auf die Beziehungen des Imam zu Kadhafi und Faure Eyadema sowie auf sein Vermögen und seine zahlreichen Fahrzeuge, die er besitzt. Darüber hinaus werden seine Söhne beschuldigt das "Java" in der heiligen Stadt zu machen.
Die Beschädigung des Wohnsitzes des Bürgermeisters geht auf das Konto einer politischen Rechnungsbegleichung zwischen den Sektionen ADEMA und RPM von Djenné.
Letzte Meldung: 18 der inhaftierten 48 Personen sind zwischenzeitlich freigelassen worden.
Gruß und gute Reise
Birgitt
hier eine grobe Übersetzung des Zeitungsartikels:
ENTWEIHUNG DER MOSCHEE IN DJENNÉ
Fahrzeuge des Imam beschädigt, 48 Personen verhaftet
Aufgrund der Restaurierung der Moschee von Djenné durch das Netzwerk Aga Khans hat die Bevölkerung der heiligen Stadt massiv mit Knüppeln gegen die "dickbäuchigen Weißen" in diesem berühmten Kultort protestiert. Die Gäste wurden ernsthaft schlecht behandelt, die Fahrzeuge des Imam und der Wohnsitz des Bürgermeisters beschädigt. Folge: 48 Personen wurden verhaftet.
Am Mittwoch, dem 20. September, sind Abgesandte von Aga Khan, allesamt weiße Männer, in Djenné angekommen, um mit der Restaurierung der berühmten Moschee dieser Stadt zu beginnen. Ohne Bedenken und mit der Erlaubnis des Imam haben sie das Dach der Moschee bestiegen, obwohl es Weißen offiziell verboten ist, die Moschee zu betreten.
Dieses Vorgehen hat die Bevölkerung dermaßen erzürnt, dass sie mit Knüppeln und Steinen bewaffnet dort hingegangen sind, um die Abgesandten von dieser Moschee, die unter dem Schutz des Weltkulturerbes der UNESCO steht, zu vertreiben.
Am Tor sind die Demonstranten dann dem jüngeren Bruder des Imam begegnet, der versucht hat, ihre Gemüter zu beruhigen, indem er ihnen mitgetelt hat, dass „es der Imam selbst gewesen sei, der den Fremden erlaubt habe, das Dach der Moschee zu besteigen“. Dieser Satz hat die Aufständischen noch mehr aufgeregt, so dass sie sich in Richtung des Wohnsitzes des religiösen Chefs bewegt haben. Dort haben sie vier der fünf Fahrzeuge des Imam beschädigt/geplündert, indem sie die Fahrzeugscheiben eingeschlagen haben.
Danach haben sie sich dem kulturellen Missionshaus zugewandt, das sie völlig zerstört haben, bevor sie den Wohnsitz des Bürgermeisters RPM der Gemeinde angegriffen haben. Einer der Rudelsführer der Angreifer war der jüngere Bruder des Abgeordneten Mahamane Santara. Er und seine Clique, 48 Personen, sind der Justiz übergeben worden und befinden sich seither im Gefängnis von Djenné. Unterrichtet über diese Situation, haben die in Djenné Zuständigen in Bamako schnell ein gutes Wort eingelegt und die Befreiung der Vandalen gefordert.
Der Imam hätte die Bevölkerung über die Ankunft der Delegation, die die Aufgabe zur Restaurierung der Moschee hatte, deren Betreten Weißen untersagt ist, informieren müssen. Die Reaktion der Demonstranten war allerdings sehr unverhältnismäßig und ist nur durch die angestaute Enttäuschung der streng gläubigen Menschen gerechtfertigt. Tatsächlich sind einige Djennenkan eifersüchtig auf die Beziehungen des Imam zu Kadhafi und Faure Eyadema sowie auf sein Vermögen und seine zahlreichen Fahrzeuge, die er besitzt. Darüber hinaus werden seine Söhne beschuldigt das "Java" in der heiligen Stadt zu machen.
Die Beschädigung des Wohnsitzes des Bürgermeisters geht auf das Konto einer politischen Rechnungsbegleichung zwischen den Sektionen ADEMA und RPM von Djenné.
Letzte Meldung: 18 der inhaftierten 48 Personen sind zwischenzeitlich freigelassen worden.
Gruß und gute Reise
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Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
Mokhtar Belmokhtar getötet ?
Die Meldungen häufen sich, in denen vermutet wird, dass Mokhtar Belmokhtar, neuer Kopf der GSPC und Nachfolger von Abderrezak El-Para bei dem Zusammenstoß zwischen den Touareg-Rebellen und der GSPC am 27.09.2006 durch Mitglieder der "Demokratischen Allianz" getötet wurde. Damit könnten sich die nördlichen Stämme Malis soeben auf einen "Kreuzzug" gegen den internationalen Terrorismus begeben haben.
Sollte sich die Meldung als richtig erweisen, könnte dies eine wichtige Etappe im Rahmen des Antiterroristenkampfes für die Sahel-Wüstenregion sein.
Originaltext nachzulesen auf französisch bei LIBERTÉ ALGERIE
Gruß :?
Birgitt
Die Meldungen häufen sich, in denen vermutet wird, dass Mokhtar Belmokhtar, neuer Kopf der GSPC und Nachfolger von Abderrezak El-Para bei dem Zusammenstoß zwischen den Touareg-Rebellen und der GSPC am 27.09.2006 durch Mitglieder der "Demokratischen Allianz" getötet wurde. Damit könnten sich die nördlichen Stämme Malis soeben auf einen "Kreuzzug" gegen den internationalen Terrorismus begeben haben.
Sollte sich die Meldung als richtig erweisen, könnte dies eine wichtige Etappe im Rahmen des Antiterroristenkampfes für die Sahel-Wüstenregion sein.
Originaltext nachzulesen auf französisch bei LIBERTÉ ALGERIE
Gruß :?
Birgitt
Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
Tach zusammen!
Na dann wollen wir mal sehen was es da in ein paar Wochen so gibt oder ob wir besser nicht hin fahren.....
Danke schon mal fuer Deine schnelle Uebersetzung!!
Gruesse aus der Wueste Werner
Na dann wollen wir mal sehen was es da in ein paar Wochen so gibt oder ob wir besser nicht hin fahren.....
Danke schon mal fuer Deine schnelle Uebersetzung!!
Gruesse aus der Wueste Werner
Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
Fuer diejenigen, die noch Bedenken wegen einem Besuch in Djenne haben: Wir waren vor 2 Wochen da und es war - naja, "wie immer" kann ich schlecht schreiben, war ja noch nie da;o) - jedenfalls alles ruhig. Es handelte sich nach Auskunft einiger Ortsbewohner lediglich um "ein kleines Missverstaendnis". Und ich dachte mir im Stillen "... welches mal eben mit Knueppeln und Steinen beseitigt wurde." Naja, es gab wohl einen Bruch in der Informationskette...
Gruss, Marc
Gruss, Marc
Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
Schön hier einige Leute zu finden, welche sich für das Schicksal der Tuareg interessieren. Leider schlechte Nachrichten aus Nordmali:
A. berichtet aus Nordmali, sie seien gestern 10 Uhr deutsche Zeit (23.10.) von algerischen Terroristen der GSPC überfallen worden, 8 Tote, 2 Tuareg-Kämpfer entführt, 3 Verletzte, davon einer schwer. Die Tuaregs hatten vor zwei Wochen einen hochrangigen GSPC-Führer getötet (übrigens Abdul Hamid und nicht wie in Algerien berichtet Mokthar Belmokthar), und drei seiner Mitstreiter. Ziel war es, die algerischen Terroristen, welche auch für die Entführungen im Sommer 2003 verantwortlich waren, aus Nordmali zu vertreiben.
Wie Ihr seht, müssen die Tuaregs nördlich von Kidal derzeit einen kalten (mit der Zentralregierung in Bamako) und einen warmen (mit der GSPC Algerien Süd) führen. Der GSPC muss sich jetzt aber warm anziehen: Die Tuaregs schwören Rache.
Wenn Ihr Lust habt, und Französisch versteht, könnt Ihr ja mal den Website der Demokratischen Allianz Azawad Union besuchen:
http://www.azawad-union.blogspot.com/
A. berichtet aus Nordmali, sie seien gestern 10 Uhr deutsche Zeit (23.10.) von algerischen Terroristen der GSPC überfallen worden, 8 Tote, 2 Tuareg-Kämpfer entführt, 3 Verletzte, davon einer schwer. Die Tuaregs hatten vor zwei Wochen einen hochrangigen GSPC-Führer getötet (übrigens Abdul Hamid und nicht wie in Algerien berichtet Mokthar Belmokthar), und drei seiner Mitstreiter. Ziel war es, die algerischen Terroristen, welche auch für die Entführungen im Sommer 2003 verantwortlich waren, aus Nordmali zu vertreiben.
Wie Ihr seht, müssen die Tuaregs nördlich von Kidal derzeit einen kalten (mit der Zentralregierung in Bamako) und einen warmen (mit der GSPC Algerien Süd) führen. Der GSPC muss sich jetzt aber warm anziehen: Die Tuaregs schwören Rache.
Wenn Ihr Lust habt, und Französisch versteht, könnt Ihr ja mal den Website der Demokratischen Allianz Azawad Union besuchen:
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Re: Neue Revolte der Touareg ... ?
Die Touareg Nord-Malis haben geschworen, die der Al-Qaeda nahestehende Salafisten-Gruppe GSPC aus der Region Nord-Malis zu vertreiben ....
INTERVIEW-Mali desert nomads pledge to battle al Qaeda group
Thu 2 Nov 2006 11:07 AM ET
By Nick Tattersall
DAKAR, Nov 2 (Reuters) - Tuareg rebels in Mali's northern desert vowed on Thursday to chase an al Qaeda-linked militant group off their territory and said they were seeking support from neighbouring Algeria to help do so. The Algerian militant movement, Salafist Group for Preaching and Combat (GSPC), which has pledged allegiance to al Qaeda, is believed to be recruiting members around West Africa and training them in mobile camps in the Sahara. As it spread its operations from Algeria into northern Mali, the GSPC -- listed by Washington as a terrorist organisation -- has come into contact with Tuareg nomads who have controlled the Sahara's ancient trading routes for generations ... mehr
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Birgitt
INTERVIEW-Mali desert nomads pledge to battle al Qaeda group
Thu 2 Nov 2006 11:07 AM ET
By Nick Tattersall
DAKAR, Nov 2 (Reuters) - Tuareg rebels in Mali's northern desert vowed on Thursday to chase an al Qaeda-linked militant group off their territory and said they were seeking support from neighbouring Algeria to help do so. The Algerian militant movement, Salafist Group for Preaching and Combat (GSPC), which has pledged allegiance to al Qaeda, is believed to be recruiting members around West Africa and training them in mobile camps in the Sahara. As it spread its operations from Algeria into northern Mali, the GSPC -- listed by Washington as a terrorist organisation -- has come into contact with Tuareg nomads who have controlled the Sahara's ancient trading routes for generations ... mehr
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