Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

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Alexander
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Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von Alexander »

Affäre Gaddafi: Schweiz und Libyen wählen Schiedsgericht
In der "Affäre Gaddafi" haben die Schweiz und Libyen bei ihrem Treffen in Madrid über die Einsetzung des Schiedsgerichts verhandelt. mehr...


Libyen und Schweiz ernennen Friedensrichter
Diplomaten der beiden Länder haben in Madrid über ein zukünftiges Schiedsgericht gesprochen. Das EDA betont derweil, es habe Genf bei der Verhaftung Hannibal Ghadhafis zu Vorsicht gemahnt. mehr...

Grüsse
Alexander
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Heinrich
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Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von Heinrich »

Hallo

Warum nur kennt ein deutsches Blatt den streng geheimen Einsatzplan, mit dem die Schweizer Armee die beiden Geiseln befreien wollte?
Berühmt (ist) es aber dennoch,(...) weil robust, hochwertig, nahezu unkaputtbar, das Schweizer Militärfahrrad auch Ordonnanzrad 05 genannt. Es ist offiziell nicht mehr im Einsatz, aber leicht hätte es im vergangenen Jahr und dem davor doch noch gebraucht werden können. Gewiss ist das Ordonnanzrad 05 auch wüstentauglich. Damit wäre es prädestiniert gewesen für einen angedachten Auftrag. 2008 und 2009 erwägte das Schweizer Verteidigungsministerium den kurzfristigen und kurzzeitigen Einmarsch des Schweizer Heeres nach Libyen. Oder wenigstens die Einschleusung einer Aufklärungseinheit der Armee, dazu wäre das Velo ideal gewesen – wendig, leise, vom Radar praktisch nicht auszumachen. Und weil der Gepäckträger mit bis zu 80 Kilo belastbar ist, hätte man auf ihm auch die Zielobjekte der Aktion abtransportieren können.
Das wäre doch ein schönes Bild für die Weltpresse geworden: Die Aufklärungseinheit der Schweizer Armee überstrampelt Libyens Grenze zu Ägypten oder Algerien und auf den Gepäckträgern zweier Ordonnanzräder 05 sitzen rittlings und winken fröhlich Max Göldi und Rachid Hamdani.
http://www.pnn.de/titelseite/303613/

Übrigens: Der aktuelle Verteidigungsminister, Bundesrat Ueli Maurer, befehligte auf dem Höhepunkt seiner Armeekarriere ein Radfahrer-Bataillon (sic!).

Heinrich
schu achbar ?

Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von schu achbar ? »

Das geistert schon seit einigen Tagen durchs Netz.
Vielleicht wären ein paar alte 6 Zylinder BJ Pickups den landestypischen Gegebenheiten besser angepasst gewesen als Velos.. :wink:
schu achbar ?

Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von schu achbar ? »

Birgitt hat geschrieben:RP online, 23.06.2010 - Schweiz wollte in der Libyen-Affäre U-Boot einsetzen ... mehr

Gruß Bild
Birgitt

Ist doch nicht das erste Mal, dass die Schweiz ihre Flugzeugträger und Unterseeboot Armada einsetzt. :mrgreen:

http://haze.ch/?p=511
Alexander
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Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von Alexander »

"Befreiungsaktion" - Schweiz streitet über geplanten Einsatz in Libyen

Die Schweiz soll erwogen haben, zwei in Libyen festgehaltene Landsleute zu befreien. Dabei fiel auch das Wort "Einsatzbefehl". mehr...

Gruesse
Alexander
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Alexander
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Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von Alexander »

Geheimoperation in der Sahara

Details zu den Befreiungsplänen: Die Schweizer Geiseln sollten an die libysche Südgrenze gefahren und in der weltgrössten Wüste abgesetzt werden. mehr...

Gruesse
Alexander
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Regula St.
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Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von Regula St. »

Mit dem Schnellboot in der Nacht
Militärisch und geheimdienstlich sind Geiselbefreiungen möglich, politisch aber bergen sie extreme Risiken
Die angeblichen Pläne für eine Geiselbefreiung in Libyen schlagen hohe Wellen. Militärisch hat die Schweiz grundlegende Fähigkeiten, doch wäre sie auf ausländische Hilfe angewiesen. Auch geheimdienstliche Operationen wären unkalkulierbar gewesen... weiter

Eine besonnene, sehr lesenswerte Analyse...

Mit solchen "Spielchen" kann ich nichts anfangen; wer sowas ernsthaft in Erwägung zieht, gehört m.E. nicht an seinen Posten bzw. ganz woanders hin. Und das ganze Parteienhickhack ist mehr als anödend.

Je länger je mehr:
une république bananière...

LG Regula
Alexander
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Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von Alexander »

Kollateralgeschädigt durch die Libyen-Affäre

Der Schweizer Pilot Frédéric Dubois flog für eine libysche Ölfirma. Er sass im Land fest, verlor die Stelle und fand keine neue. mehr...

Grüsse
Alexander
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Alexander
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Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von Alexander »

«Ga Ga Gaddafi» Schweizer Gaddafi-Clip auf YouTube gesperrt

Ganz vorbei ist die Libyen-Affäre doch nicht: Der Satire-Song «Ga Ga Gaddafi» der Zürcher Rap-Combo Dabu Fantastic wurde aus dem Netz verbannt. Grund: Die Libyer beschwerten sich bei YouTube über die Band. mehr...

Grüsse
Alexander
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Heinrich
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Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von Heinrich »

Hallo

Der mühsame Weg zur Normalisierung...

"Am Freitag weilte der libysche Vizeaussenminister, Khaled Kaim, in Bern. Das Aussendepartement (EDA) bestätigt entsprechende Recherchen der «NZZ am Sonntag»: «Staatssekretär Peter Maurer hat den libyschen Vertreter am Freitag in Bern getroffen», schreibt das EDA in einer knappen Stellungnahme. Zum Inhalt des Treffens äussert es sich nicht. Laut zuverlässigen Quellen ging es dabei jedoch um die Zusammensetzung des unabhängigen Schiedsgerichts. (...) Bei dem Treffen in Bern ist man sich angeblich einig geworden, dass nun der internationalen Gerichtshof in Den Haag einen Präsidenten bestimmen solle." NZZ

Und etwas mehr zum schwachsinnigen Plan einer „militärischen“ Befreiung der damaligen Geiseln...

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/s ... 04926.html

Gruss

Heinrich

Ps: Die Geheimwaffe, die eingesetzt worden wäre, ergibt sich aus dem Code für die Operation: SAKR = Swiss Army Knife Rescue (Tool) :D
Heinrich
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Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von Heinrich »

Hallo

Es ist echt Realsatire, was uns hier vorgesetzt wird: Die welsche Zeitung „Le Temps“ gibt vor, den genauen Einsatzplan Nr. 3 („SAKR tre“?) zu kennen. Der Text lässt sich nicht verlinken, deshalb hier ein Ausschnitt:

Kernpunkt, kinoreif: Hamdani und Göldi hätten häufig am Strand schwimmen gehen müssen, um den Bewachern das Misstrauen zu nehmen. Dann, eines Tages, hätten sie etwas weiter hinausschwimmen sollen. Dort wären sie dann von der Elitetruppe der Schweizer Armee mit Atemgeräten für Taucher ausgerüstet worden und unter Wasser mit Propellerantrieb zu einer Yacht geführt worden... usw. usw.

L’incroyable scénario d’une libération par bateau
Les otages devaient faire semblant d’aller à la plage, puis fuir sous l’eau
C’est le troisième scénario d’exfiltration étudié par la Suisse, entre fin 2008 et début 2009. Le plus loufoque en apparence, mais en réalité le plus sérieux et celui dont les préparatifs ont été poussés le plus loin: Max Göldi et Rachid Hamdani auraient dû quitter la Libye par bateau. Pas dans un cargo, ni dans un navire militaire dont la Suisse est dépourvue, mais dans un navire de plaisance, qui les aurait attendus à bonne distance des côtes.
Les deux otages suisses, qui étaient associés à l’opération, se sont rendus à plusieurs reprises sur une plage libyenne. Pas pour se délasser ni bronzer, mais pour créer une habitude. Endormir la méfiance des Libyens qui, tout en les laissant assez libres de leurs mouvements, les avaient à l’œil. Max Göldi et Rachid Hamdani devaient aussi repérer les lieux, collecter des informations. Et attendre qu’apparaisse enfin l’esquif venu les libérer.
La chose ne s’est pas faite: les risques étaient énormes, le moment mal choisi, car la Suisse, alors, privilégiait les négociations pour rapatrier ses otages. Mais l’opération a été étudiée avec soin. Max Göldi et Rachid Hamdani devaient commencer à nager, comme de simples baigneurs, avant d’être récupérés par des plongeurs, puis équipés d’appareils respiratoires et conduits jusqu’au navire sous l’eau, grâce à de petits propulseurs sous-marins qu’utilisent les plongeurs professionnels. Un homme de la DRA 10, l’unité d’élite de l’armée suisse, s’est rendu en Afrique du Nord pour planifier l’opération.
Cet exemple montre bien la difficulté de classer ce type de missions. S’agit-il d’une opération militaire dont le gouvernement devait être informé? Ou d’une action civile de renseignement, qui n’avait pas à remonter jusqu’au Conseil fédéral? L’incertitude persiste. En attendant qu’un jour, la Suisse passe des préparatifs à la réalité
© Le Temps; 18.09.2010 (Libye: fragile armistice au Conseil fédéral
Le gouvernement va réexaminer l’engagement de militaires suisses lors d’exfiltration d’otages. Sylvain Besson)

Bild
Bild: Kampftaucher der Schweizer Armee. © Schweizer Armee. http://www.mediathek.admin.ch/Assets.as ... e=AAD%2010
Birgitt
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Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von Birgitt »

Affäre Gaddafi
Wüstendiktator lässt Briten auf die Schweiz los

23.09.2010 - Blick

Muammar al-Gaddafi holte adelige Unterstützung von der Insel: Sir Michael Wood soll die Schweizer Rechtfertigungen für die Hannibal-Verhaftung zerpflücken ... mehr

Gruß
Birgitt
Hans Peter Schlumpf
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Registriert: Di 13. Dez 2005, 20:19
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Selbst eine Befreiung per «Jet-Ski» wurde geprüft

Beitrag von Hans Peter Schlumpf »

Selbst eine Befreiung per «Jet-Ski» wurde geprüft


Die Geschäftsprüfungskommission des Ständerats präsentiert ihre Resultate zur Libyen-Affäre. baz.ch/Newsnetz berichtet live aus Bern.

http://bazonline.ch/schweiz/standard/Se ... y/15680136

Hans Peter
Hans Frommelt
Beiträge: 202
Registriert: So 29. Mär 2009, 11:58

Re: Schweiz - Libyen: noch nicht erledigt...

Beitrag von Hans Frommelt »

Der GPK-Bericht Libyen ist ja frei zugänglich, siehe http://www.parlament.ch/d/dokumentation ... 2-03-d.pdf

Nun kann jeder Forumsschreiber selbst kontrollieren, ob er Sachlich und Emotional richtig lag oder nicht. Irgendwo liesst man, dass ein Militäratache in die Nachbarländer von Libyen reiste um Landkarten zu beschaffen!! Solche Landkarten hätte der Schweizer Spionagendienst, sofern es ein solcher gibt, wohl schneller und billiger über ein Aufruf im Wuestenschiff erhalten. Solche Detailkarten hat wohl mindestens jeder 10. Wuestenschiff-Leser auf seiner Festplatte und hätten den tapferen Eidgenossen sicherlich kostenlos eine DVD gebrannt. Hans
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