Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

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Moderator: Moderatoren

Marc
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Registriert: So 25. Jun 2006, 09:35
Wohnort: Saarland

Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von Marc »

Ist ja im Moment nicht so viel los im Forum. Da könnte man ja mal wieder das Thema Reifen ins Sommerloch schubsen...
Für 6 Monate Westafrika steh ich gerade vorm Reifenkauf. Über eine noch vertretbare Dimension hab ich mich schon in den fahrzeugspezifischen Foren beraten lassen. Übrigens ein T3 Syncro.
Jetzt stellt sich noch die Profilfrage. Dass "feinstollige" Reifen im Sand besser sind, weil sie die Sandoberfläche nicht zerbrechen etc. hab ich schon oft gelesen. In diesem Zusammenhang ist auch der Bridgestone Dueler (694) öfters mal gelobt worden. Was aber, wenn man nach den "Sandstrecken" in Regionen gegen Ende der Regenzeit kommt, wo man eher ein grobstolliges Profil bräuchte. Hab allerdings kürzlich von einigen Leuten gehört, dass sie zwischen AT und MT gar kein großen Unterschied im Sand gemerkt hätten. Ist da was dran?
Konkret: Sand unter die Räder bekommen wir wohl ein bisschen noch in Marokko, dann die Strandpassage, Atar - Guelb-er-Richat - Tidjika und evtl. weiter bis Kiffa. Ab dann Regenzeit im September und Oktober in Mali...AT oder MT?
Gruß, Marc
PieRossi
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Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von PieRossi »

Marc hat geschrieben:Ist ja im Moment nicht so viel los im Forum. Da könnte man ja mal wieder das Thema Reifen ins Sommerloch schubsen...
Für 6 Monate Westafrika steh ich gerade vorm Reifenkauf. Über eine noch vertretbare Dimension hab ich mich schon in den fahrzeugspezifischen Foren beraten lassen. Übrigens ein T3 Syncro.
Jetzt stellt sich noch die Profilfrage. Dass "feinstollige" Reifen im Sand besser sind, weil sie die Sandoberfläche nicht zerbrechen etc. hab ich schon oft gelesen. In diesem Zusammenhang ist auch der Bridgestone Dueler (694) öfters mal gelobt worden. Was aber, wenn man nach den "Sandstrecken" in Regionen gegen Ende der Regenzeit kommt, wo man eher ein grobstolliges Profil bräuchte. Hab allerdings kürzlich von einigen Leuten gehört, dass sie zwischen AT und MT gar kein großen Unterschied im Sand gemerkt hätten. Ist da was dran?
Konkret: Sand unter die Räder bekommen wir wohl ein bisschen noch in Marokko, dann die Strandpassage, Atar - Guelb-er-Richat - Tidjika und evtl. weiter bis Kiffa. Ab dann Regenzeit im September und Oktober in Mali...AT oder MT?
Gruß, Marc
Hallo Marc

Ich habe mit dem BFG MT (auf Landrover Defender) in den letzten fünf Jahren nicht nur im Hohen Atlas und in Steinwüsten, sondern auch bei Dünenfahrten unter schwierigen Bedingungen (u.a. Great Sandsea, Libyen) beste Erfahrungen sammeln können: Ich hatte keinen einzigen Reifendefekt und kam überall durch. Für mich ist BFG MT sehr widerstandsfähig und ein echtes Allround-Talent (ausser natürlich auf Strassen mit Schnee!).

Gruss Pier
Marc
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Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von Marc »

Vielen Dank Pier, für deine Erfahrungen aus der Praxis. Das hört sich doch ganz gut an! Wie hoch schätzt du ungefähr die Laufleistung ein? Sind ja auch ein paar Teer-km dabei...
Hat noch jemand Erfahrungen mit den MTs gemacht?
Grüsse, Marc
ferdi
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Registriert: Di 13. Dez 2005, 16:46
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Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von ferdi »

....
Zuletzt geändert von ferdi am Mi 5. Jul 2006, 17:42, insgesamt 1-mal geändert.
Manfred Franz
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Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55

Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von Manfred Franz »

Meine Empfehlung als All-Round-Reifen
mit sehr guten Sandeigenschaften und
sehr gut auf Nasser Straße:
Bild
Bridgestone Dueller 694
Hab jetzt schon den 4. Satz drauf.[/img]
hans.anders
Beiträge: 36
Registriert: Fr 19. Mai 2006, 16:59

Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von hans.anders »

Hallo Marc,

ich fahre auch MT, auf 3,5 t Fahrzeug. Bin letztes Jahr Marokko, Strandpassage und noch ein bisschen quer durch Mauretanien. Ich denke der MT ist einfach super stabil. Im Sand hatte ich nur die ersten Jahre Probleme, habe mich nicht getraut genug Luft rauszulassen. Bei gut 1 Bar geht jeder Weichsand!!! Scharfe Kurven vermeiden und nicht zu schnell fahren!

Gruß

Hans
yves
Beiträge: 190
Registriert: Fr 30. Dez 2005, 23:42
Wohnort: Schweiz, AG

Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von yves »

Auch ich habe nur beste Erfahrungen im Sand und Pisten mit MT's gemacht (BFG 255/85 R16 auf Land Rover 109V8). Die bessere Seitenführung habe ich besonders geschätzt. Es braucht natürlich einen etwas sensibleren Gasfuss um sich nicht einzubuddeln verglichen mit einem Michelin XS-F Wüstenreifen o.ä.
Für die Anfahrt bei nassem, rutschigen Winterwetter sind sie natürlich nicht ideal, vom Wetter her hatte ich Glück...
Die neuen BFG MT scheinen mir deutlich weicher als die, die ich fuhr und nicht mehr so robust.
Jetzt fahre ich Track Edge 245/75R16 auf meinem Range Rover und bin damit auch zufrieden, im Sand kommen sie aber bei weitem nicht an 255/85R16 heran.

Viele Grüsse, Yves
Marc
Beiträge: 14
Registriert: So 25. Jun 2006, 09:35
Wohnort: Saarland

Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von Marc »

Zuerst war ja auch der Dueler mein Favorit, eben weil er schon deöfteren in den Foren wegen seinen Sandeigenschaften empfohlen wurde. Aber als es sich von der Planung her so ergab, dass wir in die Regenzeit kommen, erschien mir der zu glatt. Deshalb bin ich jetzt froh, so viel Gutes über den MT zu hören. Auch meine Bedenken wegen einer evtl. zu harten Flanke zum Luftablassen sind ja scheinbar unbegründet.
Vielen Dank für die Tipps, Marc
winter
Beiträge: 90
Registriert: Sa 7. Jan 2006, 08:22

Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von winter »

Hallo,

habe mir auf der Messe in Bad Kissingen jetzt mal den "Reifenprofi" von BFg geschnapt und gefragt, weil ich zwischen ATs und MTs schwanke, da ich bislang nur mit eher feinem Profil im Sand war und das prima geklappt hat. Seine klare Aussage: MTs. Auf meine Frage, ob sich die MTss nicht unverhälntnismäßig schnell nach unten graben, meinte er: Wenn Du unter ein bar gehst sind die MTs vergleichbar mit Raupenketten - sie bilden eine "satte" oberfläche, sind extrem stabil und bringen in allen Lagen immernoch Vortrieb... Diese Erklärung vom ausgewiesenen "BFG-Fachmann" hat mich dann doch überzeugt...

P.S.: Und gegen die bekannten "Kamelgrasangriffe" sind die MTs sicherlich auch besser gefeit, als andere Reifen.


Viele Grüße!
Manfred Franz
Beiträge: 2036
Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55

Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von Manfred Franz »

Hallo Winter,

ich glaube die Stabilität der BFG MTs zweifelt keiner an.
Ein großer Nachteil ist und bleibt aber das Fahrverhalten
auf Asphalt bei Nässe.

Glaub mir - wenn Du, wie mir geschehen, in Fankreich vor
einem Kreisverkehr auf die Bremse gehst und die Kiste
will nicht stehen bleiben, dann kannst Du beten. Und wer
kann schon MTs für Afrika und "regensichere" Reifen zum
Wechseln für die An- und Abreise mitnehmen?

Darum bin ich der Meinung mit den Bridgestone Duellern
einen guten Komromiss gefunden zu haben, denn das ist
meiner Erfahrung nach ein sehr guter Allrounder.
hans.anders
Beiträge: 36
Registriert: Fr 19. Mai 2006, 16:59

Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von hans.anders »

Hallo Manfred,

ich komme auch bei Regen mit meinen MT´s klar. Ich sehe ja wenns regnet und fahre dann halt etwas vorsichtiger.
Bei 90 Km/h eine Vollbremsung am Kreisverkehr, das wird natürlich knapp mit MT´s.

Hans
Manfred Franz
Beiträge: 2036
Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55

Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von Manfred Franz »

hast Recht Hans ... :lol:
Aber manchmal überkommts mich halt :cry:
und dann bin ich nicht mehr zu bremsen ... :shock:
Marc
Beiträge: 14
Registriert: So 25. Jun 2006, 09:35
Wohnort: Saarland

Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von Marc »

Hab beim "Schlaumachen" entdeckt, dass dieses Thema zigfach im Buschtaxi-Forum diskutiert wurde. Für diejenigen, die sich evtl. die gleiche Frage stellen... Irgendwann (in deren Archiv) verläuft sich aber das Thema im Sand;), weil's dort scheinbar schon zu oft gefragt wurde.
Bin froh, dass es hier (auch fahrzeugunspezifisch) gute Einschätzungen gibt, Marc
Jan BlueGerbil
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Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von Jan BlueGerbil »

PieRossi hat geschrieben:Ich habe mit dem BFG MT (auf Landrover Defender) in den letzten fünf Jahren nicht nur im Hohen Atlas und in Steinwüsten, sondern auch bei Dünenfahrten unter schwierigen Bedingungen (u.a. Great Sandsea, Libyen) beste Erfahrungen sammeln können: Ich hatte keinen einzigen Reifendefekt und kam überall durch. Für mich ist BFG MT sehr widerstandsfähig und ein echtes Allround-Talent (ausser natürlich auf Strassen mit Schnee!).
Gut zu hören - ich dachte schon, ich "muss" mir ATs kaufen, da man doch sehr oft liest, das MTs nicht das Wahre sind - aber ich denke, alleine die erhöhte Robustheit der MTs ist Gold wert.
BildBild
winter
Beiträge: 90
Registriert: Sa 7. Jan 2006, 08:22

Re: Mud Terrains doch nicht so schlecht im Sand?

Beitrag von winter »

Hallo,

hatte zu diesem Thema ein interessantes Gespräch mit einem ReifenENTWICKLER von BF Goodrich (Michelin Reifenwerke). Seine klare Empfehlung: MTs. Grund: Bei niedrigem Luftdruck (1-1.2) legen sich die MT's im Sand aus wie "Raupenketten" und bieten somit stets maximale Traktion und vor allem: Vortrieb. Und die MT's Karkasse ist zudem deutlich stabiler noch als die der ATs. d.h. Du kannst mit minimalem Luftdruck fahren. Im Februar in Tunesien bin ich teilweise mit 0,8 gefahren, das machen Reifen normalerweise nicht lange mit... Über das "Gerücht", dass MT's sich schneller in die Tiefe graben, musste er zum soundsovielten Male lachen... :-))) 8) Fazit: Wenn Du genügend Luft ablässt, kommst Du mit den MT's am weitesten... :wink:

Der Grund meiner Frage war die EWIGE Diskussion in allen Foren: Bislang bin ich auch AT's gefahren, hatte immer wieder überlegt, auf MT's umzusteigen - was ich nach dem Gespräch getan habe. Direkter Vergleich der MT's jetzt im Oktober in Tunesien: Sensationeller Vortrieb (Luftdruck: 1.4, drunter musste ich gar nicht gehen). Kein einziges Mal eingesandet (...doch: einmal: Aber das war ein Fahrfehler:-)) Bin seitlich abgerutscht... Und da wir allein (meine Frau und ich) unterwegs waren, hieß es dann: Schaufeln, nicht rausziehen...:-) Ansonsten: Maximale Empfehlung für die MT's im Sand... :!:

Noch ein Tipp: Ich habe auf meinem Defender anstelle von 235er die 255er aufgezogen - und die Aufstandsfläche somit nochmals deutlich erhöht. "Kein anderes Bier" ähhhh.... "kein anderer Reifen mehr". :D

Übrigens: Die MT's haben seit diesem Produktionsjahr eine Dämpfungsschicht integriert - macht sich in Sachen Fahrkomfort deutlich bemerkbar...

Viele Grüße!
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