Damit Johannes nicht als fast einziger über die TGC schreiben muss, möchte ich auch mal das Wort ergreifen und unsere (am Ende definiert) Erlebnisse mit der TGC in malerische Worte und einige Bilder packen.
An aller erster Stelle ein riesiges Dankeschön, dass wir als inoffizielles Presseteam dabei sein durften. Es hat uns einen unglaublichen Spass gemacht, Euch als Orga zu erleben und den hoch ambitionierten und extrem sympatischen Teilnehmern zuschauen zu können. Es war fast schon beunruhigend, wie detailverliebt alles vorbereitet war. Die Zoll-Abfertig = Ein Traum, der Begleiter in Tunesien (Momo) = Ein Held in Sachen Hilfsbereitschaft und Organisationstalent, die Aufgaben = Haben es verdient, als echte Herausforderung angesehen zu werden und ließen viel Platz nach oben.
Aber von Anfang an - Dann liest es sich nicht ganz so chaotisch. Patrick und ich waren "rein zufällig" auf der gleichen Fähre und hatten auch zufällig zusammen mit der TGC Gruppe gebucht. Es war die Tanit, das neue Flaggschiff der CTN Mittelmeerflotte. Schon direkt an der Einfahrt zum Hafen stand Johannes liebe Seite Muscha und winkte und zielgerichtet in die richtige Spur zum Einfädeln. Wir bekamen einen besonderen Aufkleber auf die Scheibe und durften nun in eine Spur extra für größere Gruppen. Parallel mit uns war noch die El Chott an Bord, die größte Amateurrallye Nordafrikas (soweit mir bekannt). Muscha nahm uns alles an Unterlagen ab und war 10min später wieder zurück mit Tickets, Vouchers und Fiches zum An-Board-Ausfüllen.
Im Schiff angekommen, wurden wir über die Bordsprechanlage über alle Treffen und Zeiten informiert. Erst kam der El Chott Sprecher, dann Muscha. Im Endeffekt trafen sich beide Gruppen anfangs im gleichen Restaurant zur gleichen Zeit, so dass man eine große Rallye-Challenge-Wettbewerbsfamilie war, die sich untereinander teilweise auch kannte. Klar, unsere Offroad-Rallye-Szene ist ja auch nicht so unendlich groß.
An Board, nahm uns Muscha wieder alles ab und opferte sich, um den ganzen Vorherpapierkram zu erledigen. Das sind vier Schalter tunesischer Behörden auf zwei Stockwerken (Decks) des Schiffs verteilt. Jeder der das schonmal gemacht hat, weiß um den Stress und wenn nicht - Die Tanit war überbucht, so überbucht, dass etliche Fahrzeuge nicht mitkamen und auf eine andere Fähre ausweichen mussten. Und da die Tanit ein monströses Monsterschiff ist, ahnt man, was an diesen Schaltern los gewesen sein muss. Aber wir bekamen davon nichts mit, es war das TGC All-Inkl. Sorglospaekt Deluxe.
Im Hafen dann, nachdem man das Schiff verlassen hat, ist eigentlich jeder seines eigenen Glückes Schmied - Denn es ist absolut unmöglich, in einer Reihe oder als Gruppe rauszufahren. Aber auch hier, stand eine helfende Hand am Ende des Tunnels. M`hammed, kurz Momo von sich selbst genannt, der Abgesandte des Nationalen Motorsportclubs, stand an der Ausfahrt des Zollgeländes (ja, vor diesem einen engen Tor) und sammelte die Teilnehmer wieder auf. Patricks (meinem Co) half er auch nachträglich mit einem nicht vom Zoll ausgefüllten Laufzettel schnell und unbürokratisch. So konnte sich die ganze Manschaft noch innerhalb des Zollgeländes etwas abseits sammeln und ordnen. Erste Reparaturen am Toyota wurden vorgenommen (keine Sorge, nur eine der Batterien war ausgestiegen und lieferte nicht mehr genug Strom, um die Lima zu erregen und damit geladen zu werden), man stärkte sich etwas und verließ dann das Zollgelände. selbiges dauerte allerdings etwa eine halbe Stunde, weil es am Ausfahrtstor zuging, wie an der Pforte zur Hölle - Alles wollen raus, kaum jemand darf.
Unser Zeitplan für den ersten Tag war etwas hin, wobei sich das auf den Plan von Patrick und mir bezog, die eigentlich nun schon kurz vor Ksar Ghilane sein wollten - Wäre die Tanit um 9.00 Uhr angekommen. Es war aber kurz vor 18 Uhr und naja, wir sind ja nicht bescheuert und beschlossen daher, einfach mit ins erste Domizil der TGC zu fahren. Das lag in Hammamet und nannte sich Paradies Palace.
Die Faht zum Hotel war der Prolog für die TGC und in der Tat eher einfach gehalten. Das macht aber auch Sinn, denn man will ja erst mal ankommen, bevor man richtig durchstartet.
Im Hotel gab es für uns einen Kulturschock. Wir kamen zum Abendbrot ins Restaurant und das war gefüllt mit hunderten von Deutschsprachigen Urlaubern. Wir waren in einem Touri-Tempel gelandet, den man in zwei Wochen selten verläst. Die Farbe der Armbändchen entschied darüber, ob Getränke frei waren oder nicht. Unsere ersten Tischnachbarn, ein sehr nette Ehepaar aus Germany, wollte dann auch gleich wissen, wie unser Flug denn gewesen wäre. 10min später schauten sie etwas irritierter, nachdem wir was von eigenen Autos, Fähre, Sahara, Grand Erg Oriental und Zelten in Dünen ausgeplaudert hatten. Nunja, wir waren auch schockiert - Vom Angebot des Essens. Unvorstellbar große Mengen an Food. Sogar acht verschiedene Sorten Eiskrem standen zur Verfügung, Salata, Warmes, Einheimisches, Deutsches...Holla, so beginnt man einen Abenteuerurlaub wohl standesgemäß.
Wir wohnten im Anschluss noch dem Orga-Meeting der TGC bei und lauschten die Pläne des nächsten Tages. So wurden die Standorte für das Bergeteam von SANDS und dem natürlich mitreisenden Arzt geplant, die lokalen Telefonnumern abgeglichen, GPS TRacks verteilt und ein genereller Zeitplan für den Tag erörtert. Man spürte, hier weiß jeder, was er zu tun hat und ist motiviert dabei. So soll es sein.
Teil II folgt in Kürze, ich will nicht zu lange Einzeposts schreiben
Futtern im Hotel
Aufstellung nach dem Zoll (außerhalb)
SANDS - Bergung (Mathias und Swantje)
Die Tanit
Hotel-Unterkünfte
Und natürlich Toyota Sieger-Fotos:
Roland:
Diana: