
- Abendessen hoch oben
Wir sind da Wiederholungstäter..Das Essen ist hervorragend, die Preise auf europäischem Niveau.
In Nairobi gibt es erstaunlich viele E-Motorrader. Allerdings sind sie mit 200kg sehr schwer und haben eine Reichweite vom 80km. Aber der Anfang ist gemacht.
Und für Motorräder gibt es keine Verkehrsregeln. Wie schön.
Die Zeit in Nairobi ist zu Ende. Den online check-in haben wir nicht geschafft, weil wir neben dem Pass ein Visum hochladen sollten. Aber Deutsche bekommen im Oman ein VoA. Hoffe, dass es 30 Tage sind. Auch der Stellplatz ist nicht geregelt, ebensowenig die Abstelldauer.
So lassen wir alles auf uns zukommen. Zur Not müssen wir nach Deutschland fahren
Die vielen Tipps, die wir über Abstellplätze bekommen haben, waren nichts wert.
Warum erzählen manche so einen Mist?
Zeit für ein Fazit der Afrikatour:
In den letzten 9 Jahren habe ich 3x ins südlichen Afrka verschifft. 1x Motorrad - war eine pleite. Dann mit einem Freund, der wegen Corona Angst hatte und jetzt mit dem Sprinter.
Die Verschiffung mit Duncan nach Südafrika war mit Abstand die beste. Ich kann nicht verstehen warum so viele nach Namibia verschiffen und 1.000 bis 2.000€ mehr bezahlen.
Im südlichen Afrika hältst du es sehr lange aus. Gute Camping, gutes Essen, preiswerte NP (in Botswana teuer aber gut), einfaches reisen.
Du brauchst nur Geld.
Dies gilt mit einigen Abstrichen auch für Sambia und Malawi
Zimbabwe nimmt eine Sonderstellung ein. Hohe Preise für NP's und "Luxus" sonst billig.
Im "richtigen" Schwarzafrika ist alles anders. Überall wo Touristen sind ist es unangemessen überteuert besonders die NP's. Ich hatte keine Lust diesen Nepp mitzumachen.
Inzwischen sehe ich dies etwas anders. Viele Parks sind so überfüllt, daß es für Tier und Mensch unerträglich ist.
Man kann eine Regulierung einführen oder die Preise erhöhen um dem entgegen zu wirken. Das hat Erfolg - mich haben die Preise abgeschreckt.
Den einen oder anderen NP hätte ich doch besuchen sollen!
Die Freundlichkeit, das Lächeln der Afrikaner macht dich glücklich. Du fühlst dich wohl. Du reist selbst mit einem Lächeln durchs Land.
Irgendwo habe ich gelesen, daß Ostafrika nichts für Camper ist. Oft stimmt es. Du stehst öfters auf einem normalen Parkplatz, manchmal in einer Ecke oder auch irgendwo auf dem Grundstück mit Publikum. Mal angenehm, mal nicht.
Dusche und Toilette hast du im schlechtesten Zimmer oder in einer schlechten Hütte.
Mir ist auch das Betteln auf den Keks gegangen. Ein paar Mal am Tag wäre ok, aber zu oft ...
Da wir die teuren NP's ausgelassen haben war der Urlaub sehr günstig. Kaum teurer als das Leben in Deutschland (Flug+Verschiffung ausgenommen).
Insgesamt war die 38 Monate im südlichen und östlichen Afrika. Von Lusaka bis Mombasa waren es knapp 8.000km, davon ca. 1.000km Piste. Entspricht 88km/Tag.
Stellt sich noch die Frage nach dem richtigen Fahrzeug. Wenn du ca. 10% der Strecke Piste fährst und der Sprinter 90% der Pisten fahren kann, welchen Sinn macht da ein Super-Geländewagen ohne Komfort? Oft genug habe ich die "Dachzeltfraktion" bei Regen und Starkwind ihr Zuhause auf und abbauen sehen. Im Kombi kannst du innen kochen, schlafen, es dir gemütlich machen.
Und ein Fahrzeug mit 130PS, 8l Verbrauch auf 100km, 9,1m Wendekreis, 2 Sperren, 2.500km Reichweite gibt es selten - ausser dem Bulli.
Meine Partnerin hat ein völlig anderes Fazit:
ICH LIEBE AFRIKA