Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Birgitt
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Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien

Beitrag von Birgitt »

Hallo zusammen,

Ryanair hat eine neue Destination für sich entdeckt: Jordanien! Die ersten Flieger der Lowcost-Airline heben Ende Oktober 2018 ab in Richtung des arabischen Königreichs. Das lassen wir uns nicht entgehen und sind dabei ;-) Knapp 3 Wochen haben wir Zeit, uns im Land etwas umzusehen.

Grober Routenverlauf und Stationen:
Aqaba - Wadi Rum - Wadi Moussa/Petra - Shaubak - Kerak - Madaba - Azraq - Salt - Jordan Valley - Deir Alla - Pella - Yarmuk Valley - Irbid - Ajloun - Jerash - Madaba - Dead Sea - Es Sella - Dana - Wadi Araba - Aqaba

blau = gefahrene Route, zum vergrößern Karte anklicken
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Landkarte:
Jordanien, 1:400.000 Reise Know-How Verlag
Schön für die Planung zu Hause und gutes resistentes Material für unterwegs.

Reiseführer:
Reise Know-How Verlag "Jordanien" von Wil Tondok, 8. Auflage 2018
Gut und hilfreich für unterwegs - auch wenn manche Info im Buch etwas angestaubt ist, trotz aktueller Auflage.

Flug:
Direktflug mit Ryanair von Köln/Bonn nach Aqaba.

Visum:
Aqaba ist Freihandelszone. King Hussein International Airport in Aqaba erteilt Visa on Arrival, gebührenfrei! Man erhält einen Stempel in den Pass und das wars. Bedingung: Aufenthaltsdauer von max 30 Tagen, Ein- und Ausreise zwingend über Aqaba Airport.

Jordan Pass:
Es empfiehlt sich, vor Einreise online den Jordan Pass zu erwerben, insbesondere wenn man über Amman Airport einreist, da die Visa-Gebühr im Jordan Pass enthalten ist. Im Ticketpreis sind die meisten Sehenswürdigkeiten Jordaniens eingeschlossen, insbesondere Petra und Jerash. Hinweis: Little Petra ist frei, kein Eintritt! Wenn man über Aqaba Airport einreist - VOA, gebührenfrei - muss man für sich selber überlegen, ob der Jordan Pass dann noch lohnt, oder man mit Einzeltickets günstiger unterwegs ist.

Übernachtung:
Wir hatten nur die ersten Nächte in Aqaba von DE aus vorgebucht, den Rest spontan vor Ort (manchmal am Vorabend, manchmal sogar erst am Tag selber).

Geld:
Kreditkarten werden nur teilweise akzeptiert, oft läuft es ausschließlich "cash". Bargeld wechseln geht einfach und schnell bei den Wechselschaltern von Western Union, die man in allen größeren Orten/Städten findet. Der Kurs schwankt leicht, auch von Western Union zu Western Union ;-) Preisverhandlung teilweise möglich! Kurs Anfang November: 1 Euro = rd. 0,80 JOD. Rücktausch am Ende der Reise zum nahezu gleichen Kurs möglich.

Prepaid-SIM fürs Smartphone:
Problemlos zu erwerben bei Zain (in Aqaba im EG neben dem Days Inn, parallel der AR-Rashid-Street). Preis beispielsweise für 9 GB Internet Flat, SMS innerhalb Jordanien frei, Telefonate in alle jordanischen Netze (Festnetz und mobil) frei, Gültigkeit 30 Tage = 12 JOD.

Internet in Jordanien:
Mit Zain nahezu 100 % Netzabdeckung 4G, ausgenommen kleine Ecken im Wadi Rum. WiFi in den Hotels oft vorhanden, Qualität schwankt. Besonderheit für uns Traveller in ganz Jordanien: Versand von E-Mails nicht möglich, Empfang problemlos. Dieses Phänomen berichteten Reisende unterschiedlicher Nationalitäten mit unterschiedlichen Providern, wir hatten das gleiche Problem. Ansonsten funktionierte alles einwandfrei.

Leihwagen:
Leihwagen gebucht eine Woche vor Abreise über billiger-mietwagen.de bei Budget. Abholung/Rückgabe Aqaba Airport. Preis 33 Euro/Tag inkl. "Rundum-Sorglos-Versicherungsschutz", der wirklich alles beinhaltete. Gebucht hatten wir einen Toyota Yaris 3-Türer, erhalten haben wir einen Toyota Yaris 5-Türer Automatic. 2x4 war für unsere Belange völlig ausreichend.

Navigation:
Wir hatten Jordanien Karten auf Locus Pro und auch MapsMe zur offline-Nutzung auf unserem Tablet installiert. Zur Navigation im Auto haben wir ausschließlich MapsMe genutzt, das uns bestens durch Jordanien geleitet hat. Der gesunde Menschenverstand sollte aber nicht ausgeschaltet werden, denn MapsMe hat im ländlichen Bereich in den Dörfern nicht alle Straßen im System und ab und zu auch 'mal Probleme mit der Einbahnstraßenregelung oder der Fußgängerzone 8)

Tankstellen/Benzinpreise:
Dichtes Tankstellennetz, Treibstoff überall vorhanden, lediglich 95er Benzin ist - insbesondere auf dem Land - nicht durchgängig verfügbar (nur an ca. jeder 5. Tankstelle). Benzin/Diesel kostet landesweit gleich:
  • 0,625 JOD/l Diesel/Kerosin
  • 0,825 JOD/l Benzin unleaded 90
  • 1,060 JOD/l Benzin unleaded 95
Straßen:
Gut ausgebautes Straßennetz. Etwas nervend - insbesondere auf dem Kings Highway - sind die in regelmäßigen (teils sehr kurzen) Abständen eingebauten Speedbreaker.

Polizeikontrollen:
Raser sollten sich in Jordanien brav an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten ;-) Die Polizei ist sehr aktiv mit mobilen Geschwindigkeitsmessern. Auch feste (zum Teil brandneue) Messanlagen sind installiert, teils noch mit Klebefolie versehen ;-)

Checkpoints:
Folgende Checkpoints auf der Strecke, allesamt sehr freundlich:
  • Checkpoint (Sichtkontrolle) von Aqaba City Center zum South Beach in Richtung Saudi Grenze
  • Checkpoint (Passkontrolle, Sichtung Kofferraum-Inhalt) Grenze Freihandelszone Aqaba
  • Schwer bewaffnete Checkpoints (Passkontrolle) in kurzen Abständen entlang der israelischen Grenze im Nordwesten (Yarmuk Schlucht)
Fortsetzung mit Fotos und kleinem Reisebericht folgt ...

Gruß
Birgitt
Mauritius
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Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien 2018

Beitrag von Mauritius »

Hallo, Birgitt, stimmt, was Du schreibst. Das mit den 30 Tg Aufenthalt, um ein gratis Visum zu bekommen, ist mir neu, ich bin von Israel mit dem Wohnmobil nach Aquaba, da waren es minimum 7 Tage Pflichtaufenthalt, ansonsten muß man bei der Ausreise das Visum nachträglich bezahlen. Der Grund dafür ist: Viele Tages- und Bustouristen kommen aus Israel, z.B. nach Petra, und lassen dann nur sehr wenig Geld im Lande, da will man dann wenigstens das Visum bezahlt haben.

Zu meinem RKH-Reiseführer hatte ich den wesentlich besseren von lonely planet:

34470797ah.jpg

Und die Landkarten hatte ich gleich auch noch mitgekauft.

34470799pq.jpg

Nur die 100 € - KFZ-Versicherung für einen Monat und diverse andere unerklärbare Grenzgebühren nervten mich doch etwas. Aber sie wollen eben auch leben . . .
Birgitt
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Jordanien 2018 - Ankunft am King Hussein Airport in Aqaba

Beitrag von Birgitt »

Es ist der 30. Oktober 2018. Heute startet Ryanair ihren ersten Flug nach Aqaba ab Köln/Bonn. Wir checken online ein. Da wir nicht nur mit Handgepäck reisen, werden wir vorstellig am Bag-Drop-Off Schalter von Ryanair. Die nette Dame am Counter nimmt unsere Taschen entgegen, checkt unseren Boarding Pass und bittet um unsere Reisepässe. Sie blättert vor, und zurück, nochmals vor und schaut uns dann fragend und mit einem Ausdruck des Bedauerns an:

"Entschuldigen Sie, wo bitte ist Ihr Visum im Pass?"
"Wir reisen ohne Visum."
"Für Jordanien ist ein Visum erforderlich. Das muss vor Abflug in Ihrem Pass sein."
"Visa vorab ist nicht notwendig. Wir haben extra mit der Botschaft in Berlin telefoniert. Visa gibt es on arrival in Jordanien an den Airports. In Aqaba und auch in Amman. Und da Aqaba Freihandelszone ist, ist das Visum dort sogar gebührenfrei."

Die Dame lässt sich auf keine Diskussion ein. Nach den ihr vorliegenden Informationen darf Ryanair die Fluggäste nur an Bord nehmen mit gültigem Visum im Pass. Langsam werde ich nervös. Und sogar etwas unsicher ;-) Ich ziehe unseren Joker aus der Tasche. Den Jordan Pass.

"Schauen Sie hier, das ist der Jordan Pass. Wir haben ihn gekauft für 80 JOD, das Visum ist inkludiert. Der Jordan Pass ist das Visum."

Nun wird die Dame am Counter unsicher. Auf dem Jordan Pass steht im Kleingedruckten lediglich, dass man mit dem Jordan Pass von der Visa-Gebühr befreit ist. Es ersetzt aber nicht das Visum. Auch das steht dort ausdrücklich. Die Unsicherheit unseres Gegenübers wächst, sie akzeptiert den Jordan Pass, fertigt unser Gepäck ab und es kann losgehen :)

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So "holperig" der Checkin auch war, so angenehm ist der Flug. Die Crew ist mega freundlich und witzig wie lange nicht, wir gleiten bei ruhiger Wetterlage dahin mit Kurs aufs rote Meer ...

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"Cabin crew, please take your seats for landing."

Gelandet. Die Gangway wird an den Flieger geschoben. Wir steigen aus und laufen dem Terminal entgegen. Im Türbereich des Terminals staut sich eine große Menschentraube zurück. Was ist da los? Es gibt Diskussionen. Niemand versteht so richtig was abgeht.

Zwei Beduinen stehen genau im Durchgangsbereich der Eingangs-Türe neben einem großen Berg Totes-Meer-Badesalzpackungen und einem ebenso großen Berg "Palästinenser"-Tücher. Sie versuchen, jedem von uns ein Tuch und eine Packung Badesalz in die Hand zu drücken. "Ahlan Wa Sahlan!" Die ankommenden Passagiere pressen entweder die Lippen zusammen und versuchen an den Beiden vorbeizukommen, oder rufen entnervt "No, no" und verweigern Badesalz und Tuch ebenfalls. Die Situation ist zu köstlich. Versuchen die Beduinen hier etwa noch vor der Immigration einem ihre Totes-Meer-Produkte und ihre Kopfbedeckungen zu verkaufen?

Auf einmal kommt ein weiterer Herr dazu. Und klärt auf: "Ahlan Wa Sahlan! Welcome to Jordan. Please take our gift from the Ministry of Tourism. It's for free!"

Irre. Das habe ich auf all meinen Reisen auch noch nicht erlebt, dass man bei Ankunft in einem Land beschenkt wird. Das Tourismusministerium ist überglücklich, die ersten Ryanair-Passagiere in Jordanien willkommen zu heißen. Sofort sind alle mega-entspannt, lächeln und gerne greift nun jeder zu. Die beiden Beduinen strahlen und verteilen fleißig ihre Geschenke

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Bewaffnet mit Badesalz und Kufiya gehen wir zum Visa-Schalter und legen unsere Pässe vor. Den Jordan Pass lassen wir in der Tasche. Ich will wissen, ob es auch ohne geht. Keine zwei Minuten später haben wir den kostenfreien Visa-Stempel im Pass, damit noch zur Immigration. Weitere 3 Minuten später ist auch der Einreisestempel im Pass. Vor dem Terminal wartet bereits der Budget-Mitarbeiter mit unserem Auto auf uns. Aqaba wir kommen!

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Carlo
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Re: Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien 2018

Beitrag von Carlo »

Hallo Birgitt,

toller Anfang eurer Reise, wahrscheinlich habt ihr am Ryan Air Schalter doch etwas gezittert. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt ;-)

Ciao, Carlo
Birgitt
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Ahlan Wa Sahlan - Unterkunft in Aqaba - Stadtstrand

Beitrag von Birgitt »

Wir checken ein im Cedar Hotel, Eshbeliah st. Building 20, Telefon: +962 7 9820 3319, zentral gelegen in einer Seitenstraße unmittelbar am Rand der quirligen Innenstadt. DZ mit eigenem Bad für 2 Personen inkl. Frühstück 40 JOD/Nacht.

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Aqaba Downtown ist recht schnell "abgearbeitet". Die beiden Hauptsehenswürdigkeiten sind "under construction" - das Fort wird gerade restauriert und neben der großen Moschee befindet sich eine Großbaustelle. Weithin sichtbar ist der 137 m hohe Flaggenmast am Rande des Public Beach, mit seiner beeindruckenden 20 x 40 m großen Flagge der arabischen Revolution von 1916. Die Flagge flattert im Wind, wir sind zu faul für ein Foto. Das rächt sich! Denn wenige Tage später ist es fürs Foto zu spät: die Flagge ist weg !!! Einsam und verlassen steht der hohe Mast am Ufer. Von Flagge keine Spur. So müssen wir fürs Foto nun mit den kleineren Ausgaben Vorlieb nehmen ;-)

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Gleich bei den Gemüsegärten

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liegt der für uns schönste Ort in Aqaba Downtown: der südliche Bereich des Stadtstrands mit Blick auf Eilat in Israel und den Beginn der Sinai Halbinsel

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Egal ob morgens, mittags oder am späten Abend, auf der Mauer am Ufer sitzt es sich herrlich, gemeinsam mit den Einheimischen. Jeder besorgt sich vorher in den nahe gelegenen Bäckereien und Coffeeshops noch etwas Gebäck und Kaffee, Tee oder frisch gepressten Saft "to go". Und dann heißt es hinsetzen, Beine baumeln lassen und das Dasein genießen.

Die Sonne scheint, es sind angenehme 30 Grad. Und es ist schön leer hier heute. An einem Freitag sieht das anders aus. Glasbodenboot neben Glasbodenboot buhlt dann um die Gunst der Kundschaft. Jedes versucht mit noch besserer und noch lauterer Musik auf sich aufmerksam zu machen ;-) Die Jordanier sind recht gemütlich unterwegs, flanieren auf und ab oder sitzen zusammen fürs Picknick. Angezogen als sei Winter. Ins Wasser gehen hier nur die Kinder. Am Strand in der Sonne liegt niemand. Zumindest niemand von den Jordaniern. Dafür etwas deplaziert wirkend einige europäische Touristen. Im Bikini.

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Birgitt
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Jordanien 2018 - Aqaba South Beach - Berenice Beach Club

Beitrag von Birgitt »

Der Stadtstrand von Aqaba ist der denkbar ungünstigste Ort für Europäer, knapp bekleidet zu sonnen. Unbeschwertes Sonnenbaden ist möglich am South Beach, rd. 15 Autominuten südlich von Aqaba in Richtung Saudi Grenze. Und am besten geht das dort laut RKH im Berenice Beach Club mit Privatstrand. Wir testen ;-)

Eintritt Tagesticket 15 JOD p.P, für Gäste des Cedar Hotels ermäßigt 10 JOD p.P. Im Preis inbegriffen ist ein Leih-Badelaken. Wer hier Schnorchelausrüstung und/oder Schließfach für seine Bekleidung benötigt: Leihgebühr Schnorchel/Flossen je 5 JOD, für Schließfächer werden 5 JOD Kaution sowie 5 JOD Gebühr fällig. (Tipp: eigenes Vorhängeschloss mitbringen und Geld sparen ;-) ). Getränke, Kekse etc. dürfen nicht mit in die Anlage gebracht werden, die Taschenkontrolle ist streng. Ein stückweit verständlich, es ist ein Club und Bar- und Restaurantbereich möchten auch ihre Daseinsberechtigung haben.

Berenice Beach Club mit seinen Poolanlagen mit Blick aufs Meer wirkt auf den ersten Blick toll

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Auf den zweiten Blick erkennt man aber sehr schnell, dass der Eintrittspreis recht ambitioniert ist für das, was man bekommt. Im Umkleide- und Duschbereich fehlen Ablagen, Türen lassen sich nicht schließen oder hängen windschief aus den Angeln. Duschköpfe sind kaputt. Der private Strandabschnitt ist recht klein, man liegt dicht an dicht, von den Liegen ist jede dritte unbrauchbar, da irgendetwas daran kaputt ist. Das vorgelagerte kleine Rainbow Reef überzeugt zum schnorcheln auch nicht so wirklich. Dafür funktioniert die Musikanlage des Clubs bestens und schließt sogar den Strand mit ein ;-) Einheimische sieht man hier so gut wie nicht, man bewegt sich hauptsächlich zwischen Europäern. Und die ersten liegen bereits "oben ohne" hier :shock:

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Am Ende des jordanischen Strandbereichs, kurz vor der Saudi Grenze, liegt die in sich geschlossene Resortanlage Tala Bay (u.a. mit Mövenpick, diversen Restaurants, Cafés usw.) mit weiteren Privatstränden. Die Schranke zu dem Gesamtkomplex öffnet sich erst nach Zahlung von 30 JOD p.P. Das ist uns entschieden zu viel.

Wir testen statt dessen eine andere Strandalternative, und zwar den "Public Beach 3" am Visitor Center des Marine Parks. Gelegen nur 1 km südlich des Berenice Beach Clubs. Sieht gut aus von weitem

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Und auch von nahem. Der Eintritt ist frei. Liegestühle gibt es hier keine, dafür rustikale Holzbänke und Strohschirmchen. Der Strand ist tiptop sauber, Umkleiden gibt es keine, aber Toiletten und rudimentäre "open air"-Duschen hinter einer Abtrennung, nach Geschlechtern getrennt. Der Wasserdruck ist ok, reicht völlig, denn viel mehr gibt Berenice Beach Club auch nicht her. Besonders angenehm ist der Strandservice: die Kids des Restaurantbetreibers um die Ecke laufen den Strand hoch und runter und nehmen die Order für Kaffee und Tee entgegen. Blickt man aufs Meer, sieht man überall Schnorchel aus dem Wasser ragen ;-)

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denn direkt vorgelagert sind die "Japanese Gardens Coral Reefs"

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mit hübschen Korallenformationen

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und vielen bunten Fischen

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Aber jedes Paradies hat seine Schattenseiten ;-) von daher: unbedingt Badeschuhe mitnehmen!

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Schnorchelequipment kann man in den um die Ecke gelegenen "Bedouin Villages" leihen, heißt es (Gebühr unbekannt, wir hatten unser eigenes dabei). So ganz ungetrübt ist das Schnorchelvergnügen hier nicht, denn man muss ordentlich acht geben auf die Glasbodenboote, die von Aqaba aus die Riffe ansteuern und ihren Gästen natürlich auch die Korallen von oben zeigen möchten. Dazu kommen noch einige Boote, die Schnorchel- und Tauchtrips zum Schiffswrack der Cedar Pride anbieten, die gleich neben den Japanese Gardens auf Grund liegt.

Da sich auch hier die Bikini-Frage stellt, scheint es an diesem Strandabschnitt eine nicht niedergeschriebene, aber sofort sichtbare Regelung zu geben: der Bereich nördlich des Visitor Centers ist mit Einheimischen bevölkert, deren Frauen in vollem Ornat am Strand sitzen, der südliche Bereich ist in europäischer Hand. Laut RKH sollen genau an diesem Strandabschnitt junge jordanische Männer rumlungern, die nichts anderes zu tun hätten, als leicht bekleidete Touristinnen anzugaffen.

Junge Männer haben wir genug gesehen, insbesondere am Freitag, die hatten aber durchaus etwas anderes zu tun ;-) Die kommen in Gruppen und schwer bewaffnet. Mit Wasserpistolen und Wasser-Pumpguns. Dann werden zwei Teams gebildet, jeder Spieler bekommt mit Tape ein DIN A4 Blatt auf die Brust gepappt, auf dem die Team-Nummer steht. Kanisterweise steht Wasser am Spielfeldrand, um die Pumpguns nachzuladen. Und dann gehts los. Mit einem irren Gebrüll und Geschrei - das immer wieder in lautem Lachen endet - müssen sich die Spieler gegenseitig "erschießen". Mit Wasser. Mitten ins Herz, durch die Brust. Man erkennt sofort, wer tot ist: wenn nämlich das patschnasse und völlig aufgelöste DIN A4 Blatt irgendwann abfällt. Und das Team, dessen Spieler am besten ihr Blatt gegen Wasser geschützt haben, hat gewonnen. Sogar einen Schiedsrichter gibt es! Herrlich :)

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Die Tage sind kurz im November. Aber hier in Aqaba noch wunderbar warm. Wir genießen unseren Nachmittagstee um 16:30 Uhr am Strand, mit Blick auf die untergehende Sonne über dem Sinai

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Birgitt
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Unterwegs in Aqaba - Falafel und Bakdash Mastic Ice Cream

Beitrag von Birgitt »

Zurück in Aqaba Downtown. Ideale Zeit fürs Abendessen. Der Muezzin ruft gerade zum Gebet, d.h. die Restaurants der Einheimischen sind jetzt noch leer und man bekommt sofort einen Platz. Hier siehts sauber und gut aus

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und unsere Rechnung geht auf. Wir sind noch alleine. 5 Minuten später platzt der Laden aus allen Nähten

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Shawarma, Falafel, Salat, Hummus und Brot. Lecker!

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Dass hier im Land vielfach Einweggeschirr und umstrittenes Palmöl zum Einsatz kommt, blenden wir für die nächsten Tage einfach aus ;-)

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Zum Nachtisch gibt es Eiscreme. Aber nicht irgendeine Eiscreme, sondern Mastic Gum Arabian Ice Cream von Bakdash. Wer früher einmal in Damaskus im Souk war, wird die älteste Eisdiele des Orients von 1895 vielleicht kennen, die trotz Krieg weiter betrieben wird. Bakdasch ist so beliebt, dass es Baqdash Eisdielen mittlerweile in verschiedenen arabischen Großstädten gibt. Auch in Aqaba, As-Saadeh St.

Die syrische Eis-Spezialität wird mit einer bestimmten Hau-Technik hergestellt und besteht zum größten Teil aus Milch. Zusammen mit Zucker, Vanille und evtl. etwas Rosenwasser wird das ganze mit einem schweren Holzknüppel gestampft. Zusätzlich wird der Masse noch Mastix zugesetzt, das Gummiharz der Mastix-Pistazienbäume, auch Arabian Gum genannt. Mastic Ice Cream ist deutlich zäher und klebriger in seiner Konsistenz als das Eis, was wir hier bei uns kennen. Eisportionierer versagen sofort. Das Eis wird mit der Hand aus dem Behälter entnommen, mit Pistazien verknetet und dann als Wurst in den Eisbecher gerollt. Ein unglaubliches Geschmackserlebnis !!! Eine kleine Portion "to go" reicht völlig, denn dieses Zeug ist extrem sättigend ...

Hier ein interessantes Video dazu, das sich leider nicht einbetten lässt. Bitte direkt über den youtube-Link anklicken


Birgitt
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Jordanien 2018 - Qahwa und Beer Tasting in Aqaba

Beitrag von Birgitt »

Nach dem Eis noch ein leckerer Qahwa, arabischer Kaffee mit Kardamom. Wir mögen ihn am liebsten "madbuta", also nicht extrem, sondern nur halb süß

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Der Sand wird von einer darunter befindlichen Gasflamme erhitzt, der Kaffee kocht in den Stielkännchen durch die Rundumerhitzung sofort hoch. Die Sandschüssel hat zudem den Vorteil, dass mehrere Portionen Kaffee zeitgleich zubereitet werden können

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Heute abend ist Fußball angesagt, Public Viewing gibts an jeder Ecke

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Frauen sind beim Fußball nicht präsent. Sie haben andere Prioritäten: shopping

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Ah ja ;-)

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Hier, mitten in der Kleiderabteilung der Baghdad St, liegt versteckt das Afnan Hotel, +962 7 9764 7151 und +962 320 199 94, E-Mail afnan.hotel@hotmail.com. Die darüber liegende Leuchtreklame "Next Time" ist für uns Programm, denn wir übernachten genau hier in der Nacht vor unserem Rückflug, da halb Aqaba aufgrund des jordanischen Wochenendes ausgebucht war. Die Zimmer im Afnan Hotel sind klein, aber sauber. DZ mit eigenem Bad für 2 Personen 35 JOD/Nacht. Frühstück gibts keins, was uns überhaupt nicht stört, denn wir kennen uns ja mittlerweile aus in der Stadt ;-)

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Raus aus der Kleiderstraße. Wir schauen, ob wir noch ein letztes Bier bekommen, bevor wir morgen die Freihandelszone verlassen. Jordanien ist ein muslimisches Land, da wird Alkohol nur in speziellen Liquor-Stores verkauft, mit saftigen Steuern on top. Was mich wundert ist, wieviele Sorten Bier es in Jordanien gibt! Und wie abenteuerlich hochprozentig teilweise, das übertrifft oft deutlich den Prozentgehalt von Wein!

Wir testen Carakale, Bier von Jordaniens erster und einziger Craft Brauerei. Die taz hat dazu im Oktober 2015 einen schönen Artikel veröffentlicht: Carakale, Jordaniens erste Brauerei - Alles, was ein Bier kann

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Aus dem Hause Carakale bevorzuge ich jedoch das Jordan Lager. Mir gefällt nicht nur das Etikett, es schmeckt mir auch am besten!

Am meisten verbreitet ist Petra Beer. Das Petra Lager in der 5% Variante erinnert mich an Heinecken und schmeckt etwas wie Spülwasser. Petra gibt es aber auch als achtprozentiges oder zehnprozentiges Gebräu, und ist, wie die Welt so schön schreibt, "in beiden Varianten vollkommen ungenießbar. Geschmacklich liegt die Alkoholbombe irgendwo zwischen Flüssigdünger und Lösungsmittel. Selbst der malzige Gestank ist nur schwer zu ertragen." :lol: Da lassen wir doch lieber die Finger von ;-)

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Birgitt
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Jordanien 2018 - Von Aqaba zum Wadi Rum Village

Beitrag von Birgitt »

Nach dem Frühstück wird vollgetankt und dann gehts raus aus Aqaba

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auf den Desert Highway nach Norden

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Schon kurze Zeit später biegen wir rechts ab

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in Richtung Wadi Rum

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Birgitt
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Jordanien 2018 - Wadi Rum und Khaleds Camp - Übernachtung

Beitrag von Birgitt »

Wir sind nicht die einzigen Touristen in Jordanien. Und auch nicht die einzigen Touristen im Wadi Rum. Der Tourismus, der die letzten Jahre etwas brach lag im Land - insbesondere durch die unsichere IS-bedingte Situation in den Nachbarstaaten - blüht gerade wieder auf. Und so sind 68 (!!!) Camps in und um Wadi Rum in Betrieb! Wir haben also die Qual der Wahl, welches Camp wir ansteuern wollen.

Der RKH äußert sich sehr lobend über Khaleds Camp, eins der südlichsten in der Region Wadi Rum. Und so haben wir gestern Abend Khaled via whatsapp angefunkt und einen Ausflug in die Wüste gebucht. Mit unserem Toyota Yaris kommen wir hier im Sand nämlich nicht weit ;-)

Kontaktdaten: Khaleds Camp - Website / Khaleds Camp - booking.com, Khaled Sabbah Atieg, mobil/whatsapp +962 7 9560 9691. Übernachtung im kleinen Beduinenzelt mit Doppelbett und Gemeinschaftsbad inkl. Frühstück und hervorragendem Abendessen 30 JOD/Nacht pro Person. Der Lift mit dem Jeep ab/bis Wadi Rum Village ist im Preis mit drin. Private Wüstentour 70 JOD für 2 Personen. Fazit: 130 JOD für 2 Personen inkl. privater Jeeptour, Abendessen, Übernachtung und Frühstück sind jeden Cent wert! Empfehlenswert, wenn man keinen eigenen 4x4 dabei hat.

Unser "Zimmer" in Khaleds Camp
Unser "Zimmer" in Khaleds Camp

Khaled steht pünktlich zur vereinbarten Uhrzeit auf dem Parkplatz des Wadi Rum Rest House im Wadi Rum Village. Perfekt. Er übergibt uns an seinen Cousin und Fahrer Omar, wir hauen uns hinten auf die Pritsche des Jeeps und starten in unser "Wüstenabenteuer"

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Birgitt
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Jordanien 2018 - Unterwegs im Wadi Sabet - Jabal Um Addami

Beitrag von Birgitt »

Omar ist ein super netter Typ, der sofort versteht, was wir wollen. Wüste und Ruhe! Unser entsetzter Blick auf die "Masse" an Mensch und Jeeps am ersten Highlight der Rum, der völlig zertrampelten Sanddüne, hat ihn schmunzeln und in die richtige Richtung fahren lassen

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Weiter Blick und tolles Farbspiel in absoluter Einsamkeit

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Zeit für Chai

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im traumhaften Wadi Sabet mit Blick auf den Jabal Um ad-Dami. Den mit 1854 m höchsten Berg Jordaniens nahe der Grenze zu Saudi-Arabien

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Wüste, von der man gar nicht genug bekommen kann :) So viel gibt es zu sehen und zu entdecken

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Birgitt
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Jordanien 2018 - Sonnenuntergang und Dinner im Wadi Rum

Beitrag von Birgitt »

Hmmmmm, wo steht nochmal der Jeep? Ein paar Schritte über die Felsplateaus gelaufen, dreimal um die eigene Achse gedreht und schon sieht alles gleich aus ;-) Ahhhh, da sind sie ja wieder, im Gegenlicht erkenne ich meine Spuren im Sand

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und dann sehe ich auch den Wagen

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Wir verlassen Wadi Sabet in nördliche Richtung

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und suchen uns ein schönes Plätzchen für den Sonnenuntergang

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Sitzen, staunen, fotografieren

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

rumlaufen, noch etwas mit den immer länger werdenden Schatten spielen

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und zuschauen, wie die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwindet

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

Mit dem letzten Rest an Tageslicht fahren wir zu Khaleds Camp

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Khaled und seine Familie sind schon voll mit den Vorbereitungen fürs Abendessen beschäftigt. Es gibt Zerb aus dem Erdofen. Das ist Fleisch und Gemüse, das auf einer doppelstöckigen Etagere im Erdloch gegart wird. Dazu gibt es Reis, Tabouleh (Petersilien-Bulgur-Salat), Brot, Hummus und Moutabbal. Mein absoluter Favorit! Moutabal ist ein Pürree aus geräucherten Auberginen bestreut mit Granatapfelkernen, ähnlich Baba Ghanoush. Jedoch wird Moutabel zusätzlich mit Tahini verrührt, einer Sesampaste (manchmal auch Tahina genannt).

Da mein Foto leider völlig missraten ist, greife ich an dieser Stelle auf ein Foto von TripAdvisor zurück

Dieses Foto von Khaled's Camp wurde von TripAdvisor zur Verfügung gestellt.
Dieses Foto von Khaled's Camp wurde von TripAdvisor zur Verfügung gestellt.

Abend und Nacht sind extrem kalt hier in der Wüste, wir sind froh um das Feuer im Gemeinschaftszelt

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bevor wir uns in unser Beduinen-Zelt-Zimmer zurückziehen. Dank eigenem Schlafsack und einer dicken Decke von Khaled wird die Nacht kuschelig warm und wir sind morgens früh fit fürs Frühstück unter strahlend blauem Himmel in spektakulärer Umgebung

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Birgitt
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Jordanien 2018 - Wadi Rum Station und die Hedschas Bahn

Beitrag von Birgitt »

Am späten Vormittag steigen wir um vom Jeep in unseren Toyota Yaris und verlassen das Wadi Rum. Wir fahren parallel der Bahnlinie der historischen Hedschas-Bahn, die den Abzweig der deutsch-türkischen Bagdad-Bahn bediente. Damals war so der Orient mit dem Abendland verbunden. Und damit der Handel mit Gewürzen und feinen Stoffen vom Kamel auf die Schiene verlagert. Hier auf diesen Streckenabschnitt der Hedjaz-Bahn hatte es Lawrence von Arabien im Ersten Weltkrieg abgesehen. Noch während unsere Gedanken hundert Jahre zurück schweifen, kündigt sich mit viel Qualm und Getöse die Dampflok an!

Foto: Bernhard F.
Foto: Bernhard F.

Ganz begeistert springe ich aus dem Auto, laufe zu den Gleisen. In dem Augenblick, in dem ich dieses Foto mache, geht plötzlich alles ganz schnell! Ich höre im Berghang eine Stimme irgendetwas rufen, sehe ein Gewehr auf mich gerichtet. Kann in diesem Moment überhaupt nicht zuordnen, was los ist. Der Mensch verschwindet hinter Sandsäcken und dann höre ich Gewehrsalve nach Gewehrsalve! Um mich herum das reinste Feuerwerk! Es zischt, es knallt, es pfeift, es lärmt ... ich stehe wie angewurzelt und habe keine Idee, was gerade passiert

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Es war ein Überfall!!! Lawrence von Arabien und seine Truppen haben just in diesem Moment den Zug überfallen. Und ich bin völlig unvorbereitet einfach so in die Szene gestolpert :lol:

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Das Feuerwerk war tatsächlich Feuerwerk, die Gewehrsalven Platzpatronen! Touroperator buchen die Bahn wohl in unregelmäßigen Abständen für einen Ausflug mit ihren Gästen, die dann als besonderes Highlight genau am geschichtsträchtigen Ort stilecht überfallen werden :lol:

Jungs, bei mir ist alles in Ordnung. Kein Grund zur Sorge. Ich habe den Schreck überlebt ;-)

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Zur Entspannung gibts jetzt einen leckeren Qahwa an der Straße gegenüber des Bahnhofs. Der Kaffee schmeckt bestens, und der Tratsch und Klatsch der Region ist interessant ;-) Man deutet mit der Hand auf den gegenüberliegenden Bergrücken. Ob wir das kleine Dorf sehen, und die Bewegung dort, werden wir gefragt. Ja, ziemlich weit weg, aber wir sehen, dass dort scheinbar irgendetwas passiert. Das "irgendetwas" entpuppt sich als die Dreharbeiten zur neuen Episode von Star Wars: Star Wars IX.

Wir lassen das Filmteam ungestört. Statt dessen statten wir lieber Wadi Rum Station einen Besuch ab. Die Dampflok, die mir eben solch einen Schrecken eingejagt hat, steht nun brav in ihrer Parkposition und lässt sich anfassen, streicheln und fotografieren ;-)

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Carlo
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Re: Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien 2018

Beitrag von Carlo »

Hallo Birgitt,

es macht Spaß, deine Reise nachzuvollziehen! Die Zugtour mit Überfall hatte ich leider verpasst, und das als Eisenbahn-Fan :oops: Wenigstens konnte ich mich am stehenden Zug erfreuen ...

Ciao, Carlo
martin1101
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Re: Ahlan Wa Sahlan - Reisebericht Jordanien 2018

Beitrag von martin1101 »

Danke liebe Birgitt
Dein wunderbarer Bericht steigert das Reisefieber wieder - tut richtig gut um diese Jahreszeit :)
In gut einem halben Jahr geht´s auch wieder los bei uns
Reisefreudige Weihnachtsgrüße aus dem nebligen Linz
Martin
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