hallo,
habe in der letzten zeit über eine flusstour mit eigenem boot (mal was anderes!) zwischen timbuktu und gao auf dem niger nachgedacht. weiß jemand, wie es dort mit den genannten unannehmlichkeiten aussieht?
außerdem zwängt sich der fluss auf dieser strecke durch eine engere passage, die auf der michelin-karte als "defile de tosaye" bezeichnet wird (schaut auf dem satellitenbild allerdings weniger dramatisch aus). gibt es dort größere und unangenehme stromschnellen?
vielleicht weiß ja jemand genaueres.
gruß
auf dem niger - bilharziose, flusspferde, krokodile?
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Alexander
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Re: auf dem niger - bilharziose, flusspferde, krokodile?
Hallo Jan,
unter http://www.wdr.de/themen/panorama/2/afr ... kehr.jhtml gibt es einen Reisebericht von einer Kanufahrt auf den Niger. Es werden Eindrücke und auch die Begegnung mit einem Flußpferd geschildert
Viele Grüsse
Alex
unter http://www.wdr.de/themen/panorama/2/afr ... kehr.jhtml gibt es einen Reisebericht von einer Kanufahrt auf den Niger. Es werden Eindrücke und auch die Begegnung mit einem Flußpferd geschildert
Viele Grüsse
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The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Re: auf dem niger - bilharziose, flusspferde, krokodile?
Hallo, Jan!
Bilharziose sollte kein Problem werden, die holt man sich eigentlich nur in stehenden Gewässern. Ob man sich andere böse Viecher, Würmer u.ä., holen kann, erfragst Du am besten bei einem Tropeninstitut.
Flusspferde soll es auf Höhe Djenne, Mopti geben. Wir haben zwar keine gesehen, aber Einheimische haben uns davon erzählt, auch dass sie ziemlich aggressiv sein sollen.
Renate
Bilharziose sollte kein Problem werden, die holt man sich eigentlich nur in stehenden Gewässern. Ob man sich andere böse Viecher, Würmer u.ä., holen kann, erfragst Du am besten bei einem Tropeninstitut.
Flusspferde soll es auf Höhe Djenne, Mopti geben. Wir haben zwar keine gesehen, aber Einheimische haben uns davon erzählt, auch dass sie ziemlich aggressiv sein sollen.
Renate
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Gerhard Göttler
- Beiträge: 1148
- Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36
Re: auf dem niger - bilharziose, flusspferde, krokodile?
Hallo Schiffersleute!
Zu diesem Thema hab ich mich ja schon wiederholt geäußert. Jetzt etwas knapp und zunächst zu Renate: Jan will von Timbuktu nach Gao, weder Mopti noch Djenné liegen deshalb an seiner Strecke.
Tosaye: Nein, keine Stromschnellen. Nur die Ufer treten näher, engen den Fluss ein, deshalb etwas erhöhte Strömung.
Bilharziose: Die gibts. Sich über Symptome informieren. Nach Rückkehr zum Tropenarzt.
Krokodile: Auch die gibt es! Meines Wissens selten und nur kleine Exemplare. Aus meiner Sicht keine Gefahr. Aber z.B. in Fafa (liegt unterhalb Gao) haben Einheimische früher ab und zu Jungtiere oder Eier zum Kauf angeboten. Liegt allerdings 15 Jahre zurück.
Flusspferde: Sie sind m.E. die eigentliche Gefahr! Haben sie Jungtiere und unterschreitet man (unabsichtlich) die Fluchtdistanz, greifen sie an. Fast immer sind sie in Herden unterwegs; die Wasseroberfläche sorgfältig nach ihren typischen Ohren, Nasen, Augen absuchen, sie sind auch oft zu hören; Einheimische nach Herden im weiteren Fluss-Verlauf befragen. Die Strecke TOM-Gao kenne ich nicht gut genug, um Orte zu benennen, wo sich diese Tiere fast immer aufhalten; sie sind ziemlich standorttreu. Flußabwärts wäre dies z.B. Ansongo, Ouatagouna, nahe der Grenze Mali/Niger, Ayourou - an diesen Orten habe ich teilweise auch schon wiederholt Flusspferde gesehen. Nähert man sich mit Einheimischen in deren Pirogen Flusspferdherden, klopfen sie (die Leute) immer wieder gegen die Bootswandung, um den Tieren ihren Standort zu signalisieren und sie nicht versehentlich zu überraschen.
Mit welchem Bootstyp soll es denn aufs Wasser gehen? Zu bedenken ist nämlich, dass der Niger in diesem Bereich von West nach Ost fließt und dort sehr häufig ein steifer Nordost weht! Gegen den muss dann angerudert oder gepaddelt werden. Das kann sehr anstrengend sein. In der kalten Jahreszeit weht dieser Wind (der Harmattan) besonders "zuverlässig".
Soll ein Begleitfahrzeug zum Einsatz kommen? Dann ist auch der Sicherheitsaspekt nicht zu vernachlässigen!
Eine tolle Reise kann das allemal werden!
Gerhard Göttler
Zu diesem Thema hab ich mich ja schon wiederholt geäußert. Jetzt etwas knapp und zunächst zu Renate: Jan will von Timbuktu nach Gao, weder Mopti noch Djenné liegen deshalb an seiner Strecke.
Tosaye: Nein, keine Stromschnellen. Nur die Ufer treten näher, engen den Fluss ein, deshalb etwas erhöhte Strömung.
Bilharziose: Die gibts. Sich über Symptome informieren. Nach Rückkehr zum Tropenarzt.
Krokodile: Auch die gibt es! Meines Wissens selten und nur kleine Exemplare. Aus meiner Sicht keine Gefahr. Aber z.B. in Fafa (liegt unterhalb Gao) haben Einheimische früher ab und zu Jungtiere oder Eier zum Kauf angeboten. Liegt allerdings 15 Jahre zurück.
Flusspferde: Sie sind m.E. die eigentliche Gefahr! Haben sie Jungtiere und unterschreitet man (unabsichtlich) die Fluchtdistanz, greifen sie an. Fast immer sind sie in Herden unterwegs; die Wasseroberfläche sorgfältig nach ihren typischen Ohren, Nasen, Augen absuchen, sie sind auch oft zu hören; Einheimische nach Herden im weiteren Fluss-Verlauf befragen. Die Strecke TOM-Gao kenne ich nicht gut genug, um Orte zu benennen, wo sich diese Tiere fast immer aufhalten; sie sind ziemlich standorttreu. Flußabwärts wäre dies z.B. Ansongo, Ouatagouna, nahe der Grenze Mali/Niger, Ayourou - an diesen Orten habe ich teilweise auch schon wiederholt Flusspferde gesehen. Nähert man sich mit Einheimischen in deren Pirogen Flusspferdherden, klopfen sie (die Leute) immer wieder gegen die Bootswandung, um den Tieren ihren Standort zu signalisieren und sie nicht versehentlich zu überraschen.
Mit welchem Bootstyp soll es denn aufs Wasser gehen? Zu bedenken ist nämlich, dass der Niger in diesem Bereich von West nach Ost fließt und dort sehr häufig ein steifer Nordost weht! Gegen den muss dann angerudert oder gepaddelt werden. Das kann sehr anstrengend sein. In der kalten Jahreszeit weht dieser Wind (der Harmattan) besonders "zuverlässig".
Soll ein Begleitfahrzeug zum Einsatz kommen? Dann ist auch der Sicherheitsaspekt nicht zu vernachlässigen!
Eine tolle Reise kann das allemal werden!
Gerhard Göttler




