Hallo zusammen, heute nun der letzte Teil unserer Reise.
Nach dem Verlassen des Wadi Doum sind wir noch einmal an die westlichen Ausläufer des Ennedi gefahren.
Das Gebiet heißt Bichagara und hat einiges zu bieten. Danach zurück nach Kalait zum tanken. Von dort aus
ging es ein Stück durch das Wadi Achim, danach querbeet Rictung Wadi Ghazal welches wir beim Ort Salal
erreichten. Dann direkt zurück nach Ndjamena zur Agentur.
Dort die Schockmeldung über die Entführung der französischen Familie im Waza Park Kamerun vor 3 Tagen.
Nach Beratung mit den Agenturleuten, Nordkamerun durch den Tschad zu umfahren, wurde dringend abgeraten
wegen Bandentum, zumal noch eine Übernachtung auf der Strecke nach Bongor angestanden hätte.
Also Entschluß Rückweg wie geplant. Am Nachmittag dann ein schneller Grenzübertritt und Gas.
Die geplante Übernachtung wieder im Wazacamp ließen wir aus und fuhren bis es fast dunkel war daran vorbei,
dann rechts ab und weit rein in den Busch. Dem Camp und den Leuten drumrum schenkten wir kein Vertrauen mehr.
Nächsten Tag und 650 km weiter Nachtlager am Rand des Benoue NP. Der Spätnachmittags-Kaffee war gerade
fertig gekocht, als mich 5 Kalaschnikow-Läufe anblitzten. Der erste Gedanke, ach du Scheiße, als zweites der Blick
sofort zum Schuhwerk der Uniformierten. Alle trugen einheitlich orginale Armeestiefel, keine Turnschuhläufer.
Erleichterung. Nach kurzem Wortwechsel war klar, uns hatte der "Brigadegeneral "der Gegend im Nachtlager aufgerieben.
Da ich nicht gern Kaffee wegschütte, gabs für alle einen und die Stimmung war sofort okay.
Danach gabs keine Diskussion, zu unserer Sicherheit Übernachtung im 10 km entfernten Armeecamp, na gut.
Angeblich fuhren Leute aus Nigeria in dem Gebiet auf und ab...usw. Die nächsten zwei Tage fahren, fahren,fahren.
Wir wollten unbedingt noch 2 Tage am Meer südlich von Kribi (uns gut bekannt) Urlaub machen, baden, Strand,
gegrillter Fisch und Meeresfrüchte.
Das war dann auch wunderschön. Wir ließen die ganzen Eindrücke der letzten Wochen etwas sacken.
Auto in der Nähe von Douala gereinigt und verpackt, Seemannsheim in Douala und Rückflug.
Hier die letzten Bilder:

- nochmals erreichen wir die westlichen Ausläufer des Ennedi

- die Gegend heißt Bichagara

- auch hier viele Felsmalereien

- Bei dieser wurden in verschiedenen Zeitepochen übereinander gemalt

- Saharalandschaft wie aus dem Bilderbuch

- in Kalait haben wir das Wassertransporttaxi geplündert

- Kalait bleibt auch beim 2. Besuch ein knisterndes Kaff

- kurz den Motor gekühlt und er läuft und läuft

- hier die gleiche Gattung, nur ohne Kraftstoffverbrauch

- Nachtlager kurz vor dem Erreichen des Wadi Ghazal

- wir haben noch sehr viele Handelskaravanen gesehen

- zurück in der Zivilisation, Jahresinspektion bei 980 tkm

- krasser Gegensatz, modernes Handy und Eselreiten wie vor hundert Jahren

- Landschaft bereits wieder in Kamerun

- nach Waza gings ab in den Sahelbusch

- die Gegend heißt Bichagara

- der Atlantik ist wieder erreicht, Auberge TARA südlich von Kribi

- Kameruns Traumstrände mit 30°C Wasser

- Auf Wiedersehen!!