Mauretanien / Senegal / Mali - Sicherheitslage? Autoverkauf?

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ferdi
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Re: Mauretanien / Senegal / Mali - Sicherheitslage? Autoverk

Beitrag von ferdi »

Hallo Jupp,

das letzte Mal, als ich 2012 in Mali einen 208 verkaufen wollte, war es immer noch so:
Mit LP eingereist, Verzollung ist Sache des Käufers, ein 208 war ca. 3,5 bis 4 Mio CFA wert, habe ihn aber schlußendlich in Abidjan CIV verkauft. BF, Niger und Guinée sind auch Verkaufsplätze, aber je näher an der Gold- bzw. Elfenbeinküste, desto geringer der Wert. Vielleicht bei Verkauf in Mali, nicht von Bamako wegfliegen, sondern auf dem Landweg in ein Nachbarland und von dort Flug.

Gruß
Ferdi
donjupp
Beiträge: 3
Registriert: Mo 27. Jan 2014, 11:45

Re: Mauretanien / Senegal / Mali - Sicherheitslage? Autoverk

Beitrag von donjupp »

Hallo miteinander,

die Grenze zwischen Mauretanien und Mali war ebenfalls kein Problem: Sind auf neuer Teerstraße über Bogué und Kaedi nach Selibaby. Von dort aus geht eine sehr schwer zu fahrende Piste nach Kayes. Ohne 4x4 nicht zu empfehlen. Als Grenzübergang gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir sind in Melgué rein, was sehr unkompliziert war.

Dort ist dann Zollabfertigung (LP wurde ohne Nachfrage für 5000 CFA ausgestellt). Einreiseformalitäten bei Polizei und Gendarmerie werden direkt in Kayes erledigt. In Melgué gibt es weiterhin auch die Möglichkeit einer Militäreskorte: Sie ist freiwillig, wird aber empfohlen. Wir haben für 2 Personen insgesamt 20.000 CFA gezahlt. Ob sie wirklich nötig war, ist schwer einzuschätzen.

Das Visum für RIM direkt an der Grenze kostet 50 €. Der Preis, den ich vorher genannt habe, war ein Schreibfehler. Sorry dafür.

Bei Fragen könnt ihr euch gerne melden. Falls jemand noch weitere Infos hat bezüglich Autoverkauf bzw. Ausreise ohne Auto, dann wäre das toll!

Beste Grüße,
donjupp
Sandfieber
Beiträge: 5
Registriert: So 12. Apr 2009, 17:51

Re: Mauretanien / Senegal / Mali - Sicherheitslage? Autoverk

Beitrag von Sandfieber »

Hallo Uwe und andere Forenschreiber,
du (ihr)scheinst dich ja auf den Strecken Richtung Mali gut auszukennen. Ich möchte mit meinem Mann (aus Guinea) und einigen seiner Landsleute und auch Maliern bis nach Bamako und weiter nach Kankan/Guinea fahren, aber nicht durch den Senegal. Das Auto, welches wir im Moment noch nicht haben, soll nicht verkauft werden sondern dort auf unseren Namen angemeldet werden. Es soll irgendein Diesel-Kombi oder Kleinbus sein, aber möglichst nicht mit Allrad, weil solche Fahrzeuge zu erschwinglichen Preisen nicht so einfach an jeder Straßenecke zu kaufen sind. Die Reisezeit, ich weiß, dass das sehr ungünstig ist, soll im Juli dieses oder nächsten Jahres liegen. Dann haben wir genau 5 Wochen Zeit von der Abfahrt bis zur Rückkehr per Flugzeug.
Und nun meine Frage: Ist eine solche Fahrt in der Jahreszeit ohne 4X4-Antrieb möglich, wenn auch nicht empfehlenswert, und wie lange braucht man erfahrungsgemäß, wenn man nur bei Tageslicht fährt, von NRW bis nach Bamako? Alle Mitfahrenden sprechen natürlich französich, einge auch arabisch. Ich persönlich habe schon Reiseerfahrung in der tunesichen und marokkanischen Sahara mit Geländefahrzeugen, nicht aber für solche länderübergreifenden Strecken, außer einer Fahrt von zu Hause über Spanien, Marokko und Tunesien und von dort aus zurück mit dem Schiff nach Italien und nach Hause. Und ich kenne als Touristin auch Senegal, Gambia und Guinea.
Für eine Antwort wäre ich euch sehr dankbar.
Liebe Grüße
Susanne
Nur wer vom Weg abkommt, lernt die Welt kennen.
Uwe
Beiträge: 147
Registriert: Mi 10. Aug 2005, 11:07

Re: Mauretanien / Senegal / Mali - Sicherheitslage? Autoverk

Beitrag von Uwe »

Hallo Susanne , ich bin gerade zurück aus Afrika.
Meine Strecke von Deutschlad über Frankreich , Spanien Marokko , Mauretanien (Route de L'Espoir) bis Ayoun El Atrous
dann Richtung Süden Grenzübergang Gogui , Nioro.
Von Nioro nach Bamako. Diese Strecke ist auch in der Regenzeit relativ problemlos passierbar.
Diese Strecke wird von deutschen Behörden als "kritisch" eingenstuft und ihr werdet daher auch datentechnisch "erfasst" und durchleuchtet.
Mehr möchte ich hier nicht dazu schreiben , aber diese Info möchte ich euch zumindest geben.
Ich habe 10 Tage benötigt , also in 14 Tagen locker zu machen , zumal ihr euch ja auch beim Fahren abwechseln könnt.
Visum Mauretanien habe ich schriftlich über Berlin gemacht , z.Zt. gibts das Visum auch an der Grenze , würde ich mich aber nicht drauf verlassen. Mali-Visum wird zügig und günstig in Nouakchott ausgestellt.
Wichtig: Ihr solltet eine normale KFZ-Zulassung machen , mit regulären deuschen Standart-Kennzeichen das erleichtert
die Abgabenfreie durchreise für Mali...auf keinen Fall Kurzzeitkennzeichen und auch eine Ausfuhrzulassung würde ich vermeiden.
Solltet ihr noch Fragen haben meldet euch einfach.

Gruß
Uwe
marylin
Beiträge: 870
Registriert: Do 29. Nov 2012, 10:56

Re: Mauretanien / Senegal / Mali - Sicherheitslage? Autoverk

Beitrag von marylin »

Nun- wenn Uwe das in 10 Tagen schafft- Super. Da muß alles bestens vorbereitet sein, und alles wie am Schnürchen laufen. Mit Anschauen, Panne, Unfall etc. Visum unterwegs meiner Erfahrung nach nicht zu machen.
(Allein fürs Malivisum in N-schott können bei Ankunft am Donnerstag 4 Tage draufgehn.)
ICH brauch mit dem LKW schon von Köln bis Nador 1 Woche....
Aberd das muß jede selber wisen.
Es sind halt grob 7000 km- davon 2500 unter afrikanischen Verhältnissen mit Checkpoints, Htze,Regen....
Sas wären dann bei nem Schnitt von 70 kmh 100 Std Fahrzeit im "Westen", und bei nem 30 er Schnitt nochmal 90 Std....
190 Std durch 10 Tage ist 19 Std FAHRZEIT jeden Tag--PLUS Pausen....

Sorry- MEIN Körper hält da nicht mit.

Aber nun zur fahrt: Route espoirnach Bamako ist zu der Zeit vmachbar ALLERDINGS mit der EEinschränkung weg- oder überspülte Strassen in Mauretanien bei TINTANE verläuft die STrasse ja auf dem Wasserspeigel in TROCKENZEITEN...
UNBEDINGT in Nschott nach Kiffa telefonieren lassen wegen des STrassenzustandes.

Allrad halte ich für absolut unnötig- aber BODENFREIHEIT unter der Achse sollte unbedingt sein.. ein TRANSIT z.b ist zu tief gewesen immer.

Über Mali nach Guinea ist verhältnismässig leicht zu fahren bis Mamou- dahinter POTHOLES und nix anderes....

Afrikaner würd ich nicht fahren lassen- meine Erfahrung sagt...90% fahren viel zu unvosrichtig- für DIE ist ne rausgerissene Achse nicht schlimm.....
Die STrasse ist gefährlich, da die Hitze die Konzentration lähmt- Pause alle 1,5 Std. Abstand MINDESTENS 2 km..... (echt jetzt...vor mir verlor ein LKW die gesamte doppelte Hinterachse... ICH konnte noch bremsen, das Wohnmobil hinter mir schleuderte mir fast ins Auto.... der SAND auf dem TEER macht das Zeug IRRE rutschig..
Aber nun- ich bin ja Berufsfahrfer, und daher anspruchsvoller....

Jo und dann: Guinea in der Regenzeit? MAXIMAL bis Conakry.....der LAterit mit 1 meter tiefen Löchern..DA hilft kein Allrad mehr
Sandfieber
Beiträge: 5
Registriert: So 12. Apr 2009, 17:51

Re: Mauretanien / Senegal / Mali - Sicherheitslage? Autoverk

Beitrag von Sandfieber »

Hallo Uwe und marylin,
vielen Dank für eure hilfreichen, wenn auch teilweise widersprüchlichen Auskünfte. marylin, du siehst die Reise ja wesentlich kritischer. Aber ich brauche nicht nach Mamou zu fahren, wenn ich, von Bamako kommend, nur bis Kankan will. Und DIE (Afrikaner), die ein Fahrzeug in ihre Heimat bringen wollen, das möglichst unversehert dort ankommen soll, fahren so vorsichtig und materialschonend, dass sie noch gute Verkaufspreise erzielen können oder eben, wie wir, noch einige Jahre ein passables Auto zur Verfügung haben. Was ich nicht wusste, ist, dass die Regenzeit sich auch in Mauretanien so stark auswirkt. Ich hätte eigentlich eher mit total trockener Hitze, also Saharaklima gerechnet.
Gut, ich habe herausgelesen, dass die Strecke in der geplanten Zeit ohne Allrad machbar ist. Da bin ich schon mal zuversichtlicher als vorher. Bestimmt habe ich späternoch weitere Fragen.
Liebe Grüße
Susanne
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