Infos zu Reise nach Mali gesucht
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Gerhard Göttler
- Beiträge: 1148
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Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
Hi großer Häuptling,
ja, ich kenne Kidal von drei, vier Reisen (von Aguelhok und von Tin Zawatine her) ein bisschen. War mir nicht klar, dass Du den Ort erwähnst in Zusammenhang mit Rückzugsregion. Ja, durch die Ausweisung als Sperrgebiet war die dortige Berglandschaft sehr einsam geworden, fast menschenleer. Als die Sperrgebietsregelung aufgehoben wurde, war es mir ein Anliegen, das Bergland dort so rasch wie möglich kennenzulernen. Ich hatte dort meine Begegnung mit einer pumaähnlichen Großkatze, den (fotografierten) Spuren nach und nach meiner Beschreibung lt. Einschätzung eines Kollegen von Koen möglicherweise ein Berglöwe. Das war aber lange vor AQMI-Zeiten und so habe ich mich dort nie und nirgendwo unsicher gefühlt. Hast Du auch noch das Krokodil in Kidal erlebt? Bedrückend fand ich die Situation dort eigentlich nie. Georg Klute hat einige Zeit in der Region gearbeitet, ich hab ihn dort mal besucht. Vielleicht kennst Du ihn. Sein Buch "Die schwerste Arbeit der Welt" entstand inhaltlich in Kidal. Die Region ist auch goldhöffig. Geologenfreunde haben dort vor zwei Jahren mal prospektiert. Ich denke aber, Du sprichst Begegnungen anderer Art an.
Fällt mir gerade noch ein: War mal im August dort, das Oued Kidal führte meterhoch Wasser. Aber schon anderntags konnte man es wieder queren, kaum dass die Felgen noch nass wurden. Immer wieder ein eindrucksvolles Erlebnis.
Erinnerungsschwer: Der Gerhard
ja, ich kenne Kidal von drei, vier Reisen (von Aguelhok und von Tin Zawatine her) ein bisschen. War mir nicht klar, dass Du den Ort erwähnst in Zusammenhang mit Rückzugsregion. Ja, durch die Ausweisung als Sperrgebiet war die dortige Berglandschaft sehr einsam geworden, fast menschenleer. Als die Sperrgebietsregelung aufgehoben wurde, war es mir ein Anliegen, das Bergland dort so rasch wie möglich kennenzulernen. Ich hatte dort meine Begegnung mit einer pumaähnlichen Großkatze, den (fotografierten) Spuren nach und nach meiner Beschreibung lt. Einschätzung eines Kollegen von Koen möglicherweise ein Berglöwe. Das war aber lange vor AQMI-Zeiten und so habe ich mich dort nie und nirgendwo unsicher gefühlt. Hast Du auch noch das Krokodil in Kidal erlebt? Bedrückend fand ich die Situation dort eigentlich nie. Georg Klute hat einige Zeit in der Region gearbeitet, ich hab ihn dort mal besucht. Vielleicht kennst Du ihn. Sein Buch "Die schwerste Arbeit der Welt" entstand inhaltlich in Kidal. Die Region ist auch goldhöffig. Geologenfreunde haben dort vor zwei Jahren mal prospektiert. Ich denke aber, Du sprichst Begegnungen anderer Art an.
Fällt mir gerade noch ein: War mal im August dort, das Oued Kidal führte meterhoch Wasser. Aber schon anderntags konnte man es wieder queren, kaum dass die Felgen noch nass wurden. Immer wieder ein eindrucksvolles Erlebnis.
Erinnerungsschwer: Der Gerhard
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
Bestätige - die Region war schon sehr lange "hotspot", und zieht sich weit über die Staatsgrenze nach Osten. Wir haben seit den Touareg-Aufständen eine Menge "entwurzelter" Möchtegern-Rambos, die für Kleingeld alles tun - wie soll sich eine neue Gruppierung nenenn, welche Ziele vorgeben, was tun?
GeeignetER als das flache Land westlich/nordwestlich mag Adrar des Iforhas sein, aber das hindert die diversen Gruppen nicht, bis nach Mauretanien hinein auch dort zu operieren. Und btw: Solange es nicht vietnamesischen Dschungel gibt, ist die Region nicht "optimal", weil aus der Luft sehr viel machbar wäre (bewusster Konjunktiv)
Bitte mich bezüglich der "Gastfreundschaft" nicht mißverstehen: Verbrecher sind Verbrecher bleiben Verbrecher, das politische Mäntelchen dürfen sie sich...
Aber zumindest bei El Paras Mannen (die auch heute noch vorhanden sind) war die Versorgung von Bewachern und Bewachten gleich gut oder schlecht. Die zweite Gruppe, mit der die in losem Zusammenhang stehen, mag anders agieren, aber auch zu den beiden Todesopfern vor der letzten Schießerei gibt es etwas mehr Hintergrund als den kolportierten.
Grüsse,
Peter
GeeignetER als das flache Land westlich/nordwestlich mag Adrar des Iforhas sein, aber das hindert die diversen Gruppen nicht, bis nach Mauretanien hinein auch dort zu operieren. Und btw: Solange es nicht vietnamesischen Dschungel gibt, ist die Region nicht "optimal", weil aus der Luft sehr viel machbar wäre (bewusster Konjunktiv)
Bitte mich bezüglich der "Gastfreundschaft" nicht mißverstehen: Verbrecher sind Verbrecher bleiben Verbrecher, das politische Mäntelchen dürfen sie sich...
Aber zumindest bei El Paras Mannen (die auch heute noch vorhanden sind) war die Versorgung von Bewachern und Bewachten gleich gut oder schlecht. Die zweite Gruppe, mit der die in losem Zusammenhang stehen, mag anders agieren, aber auch zu den beiden Todesopfern vor der letzten Schießerei gibt es etwas mehr Hintergrund als den kolportierten.
Grüsse,
Peter
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Roger-Tecumseh
- Beiträge: 2066
- Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
PeterM hat geschrieben:...aber auch zu den beiden Todesopfern vor der letzten Schießerei gibt es etwas mehr Hintergrund als den kolportierten.
Grüsse,
Peter
So ist es! Bis jetzt aber offiziell gesperrt. Ebenso uebrigens, wie die wahren Ereignisse um den Tod des ungluecklichen Germaneau!
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
...ist doch schön, wie jetzt Spezialisten zu meinem simplem Thema diskutieren! Wo auch immer und wie weit weg die erwähnten Orte von unserer Route sein mögen - alles ist relativ! Nachweislich ist in den von mir genannten Bereichen noch keine Entführung und kein Anschlag gewesen. Die Gefahr besteht natürlich. Ist die aber dort wirklich viel größer als in Istanbul, London, Valencia oder auch Berlin?!
Ich weiß, ich werde jetzt wieder als Spinner betrachtet. Aber - auch diese krassen und für das ganze Land geltende Reisewarnungen können Menschen in den Terrorismus treiben, da deren Einnahmequellen wegbrechen. Und irgend wo von muss man ja leben...!
Also besser abwägen als mit dem Knüppel drauf!
Wolfgang
Ich weiß, ich werde jetzt wieder als Spinner betrachtet. Aber - auch diese krassen und für das ganze Land geltende Reisewarnungen können Menschen in den Terrorismus treiben, da deren Einnahmequellen wegbrechen. Und irgend wo von muss man ja leben...!
Also besser abwägen als mit dem Knüppel drauf!
Wolfgang
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Roger-Tecumseh
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- Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
marvignes hat geschrieben:...ist doch schön, wie jetzt Spezialisten zu meinem simplem Thema diskutieren!
Wolfgang
Der Weg zum "Spezialisten" ist weit, beschwerlich und sandig, fuehrt manchmal auch durch Fech-Fech. Du solltest Dir einfach Zeit geben, dann wird das (vielleicht) schon!
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
Hallo,marvignes hat geschrieben:Wo auch immer und wie weit weg die erwähnten Orte von unserer Route sein mögen - alles ist relativ! Nachweislich ist in den von mir genannten Bereichen noch keine Entführung und kein Anschlag gewesen. Die Gefahr besteht natürlich. Ist die aber dort wirklich viel größer als in Istanbul, London, Valencia oder auch Berlin?!
genau darin liegt das Problem. Denk nur mal an die Italiener, welche nördlich von Nioro überfallen wurden. Ich mag die Diskussion hier nicht, weil jeder der zurück kommt immer meint, alles sei so friedlich. Das Problem ist nur, dass die bei denen es nicht friedlich war, jetzt nicht mehr schreiben/sprechen können. :(
Also kann ich nachvollziehen dass du meinst alles sei ok! Fakt ist aber dass die Mobilität extrem gestiegen ist und dadurch ein überregionales Problemfeld entstanden ist. Die einzige Möglichkeit ist meiner Meinung nach für Selbstfahrer, abzuwarten und Tee trinken.
Grüße,
Flo
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
...nochmal für alle Überschlauen: wo bitte liegt Nioro!!!??? Doch genau da, wo man NICHT hinfahren sollte. Und NICHT in der Gegend, von der ich spreche. Auch wenn gewisse Typen mobiler werden - ich bin weiterhin überzeugt, dass der genannte Bereich so sicher ist wie (fast) jedes andere Land (incl. aller bei uns Deutschen viel besuchten und beliebten Urlaubsländer, wo auch mal was passiert!).
Wolfgang
Wolfgang
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
Ja, deßwegen sind solche Diskussionen einfach Bullsh.....marvignes hat geschrieben:...nochmal für alle Überschlauen
Eine Gegend wird erst unsicher wenn ein Vorfall war. Leider kostet so ein Vorfall entweder Tote oder macht die Banditen eine Million reicher. Vielleicht auch beides. Dadurch können Sie sich wieder Sprit kaufen um in Gebiete zu fahren die sicher sind....der Teufelskreis ist bekannt, oder?
Nioro bzw. die Strecke nach Ayoun ist dicht bevölkert. Dass auf dieser Teerstraße etwas passiert hätte ich auch niemals gedacht. Dass dann doch etwas passiert ist, zeigt für mich wie sicher sich diese Leute fühlen.
Erst wenn wirklich jede Möglichkeit genommen ist, dass diese Banditen Geld verdienen wird Reisen wieder sicher. Dazu gehört auch dass Konsequent nicht gezahlt wird. So hart das klingt, aber ich möchte dann nicht um mein Leben flehen. Solange aber ein Europäer 1 mill. Wert ist, wird es für bestimmte Gruppen interessant. Ob dass jetzt Mopti ist oder Kidal- die Gefahr ist latent vorhanden. Auch wenn das Risiko vielleicht in Mopti geringer sein mag. Aber glaubst du wirklich dass die Leute in Kidal warten, während in Mopti praktisch Geld am laufenden Band vorfährt? Als Bandit würde ich mich in mein Auto setzen und nach Mopti fahren. Gute Stelle suchen, paar Leute bezahlen die melden wenn einer kommt. Zack.
Ab aufn Fluss mit der Geisel und Richtung Norden in die Wüste geschippert und aufs Geld gewartet.....
Jeder muss das Risiko für sich einschätzen, aber dass es noch sichere Gegenden gibt, ist Irrglaube. (Ausnahmen bestätigen die Regel). Die Entführungen sind nur möglich weil es Leute geben muss, die vor Ort spähen, bezahlt werden und mithelfen.
Daher kann ich mir nicht anmaßen ein Gegend für sicher zu erklären/ oder unsicher. Ich kann aber jemanden der dies macht, mit meiner Meinung konfrontieren.
In diesem Sinne, viel Spass beim Werbung machen. Ich hoffe du bringst keinen dazu auf dich zu hören.
Gruß,
Flo
P.S. "Überschlau.." will ich mal unkommentiert so stehen lassen, da ich nicht zurück beleidigen will. Jeder hat seine Meinung, und um diese auszutauschen ist so ein Forum da. Die Intelligenz anderer Mitglieder zu bewerten ist allerdings keine qualifizierte Meinungsäußerung!
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trapperjoe
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- Wohnort: N 52° 24' 6" O 9° 46'56"
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
damit lehnst du dich schon sehr weit aus dem Fenster, pass auf das du nicht aus selbigem fällst. Überschlau scheinst nur du zu sein, weil du eben keinen Rat annehmen willst.marvignes hat geschrieben:...nochmal für alle Überschlauen
Gewiss gibt es in diesem Forum auch schlaue Leute, die allerdings nicht durch kesse Sprüche auffallen., sondern ihre „Schlauheit“ durch teilweise jahrzehnte lange Erfahrung erworben haben. Daran könntest auch du teilhaben, wenn du denn überhaupt möchtest?
Also lass bitte in Zukunft deine Beleidigungen. Sie helfen dir nicht weiter.
mit freundlichen Grüßen
trapperjoe
trapperjoe
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
also zur Klarstellung: das "Überschlau" soll keine Beleidigung sein, sondern bezieht sich eher auf die einseitige Betrachtung des Themas. Ich sage nie und nirgendwo, dass Mali SICHER ist, ist sage nur, dass ich das Land in den genannten Gegenden für GENAU SO und VERGLEICHBAR SICHER halte wie z.B. die Türkei, Spanien, Dominikanische Republik, Mexiko, Thailand und ich weiss nicht was für Urlaubsländer. DARUM geht es mir!!!! Passieren kann überall etwas. Vielleicht ist das Risiko in Mali wirklich 10% höher... Mir ging es im Ausgangspunkt um die pauschalen Reisewarnungen, die viele Menschen dort in Not und Elend stürzen - und evtl. in den Terrorismus!
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Alexander
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Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass in den von dir genannten Staedten ueber mehrere Monate andauernde Entfuehrungen stattgefunden haben, die dann evtl, auch noch mit Erschiessung, Enthauptung o.ae. geendet haette. Verwende einfach mal deine Fingerchen und zaehle, wieviele Entfuehrungen in der Sahara in der o.g. geschilderten Art und in Europa stattgefunden haben. Du wirst feststellen, dass dieser Vergleich weltfremd ist.marvignes hat geschrieben:Die Gefahr besteht natürlich. Ist die aber dort wirklich viel größer als in Istanbul, London, Valencia oder auch Berlin?!
Jetzt, wo du es sagst?marvignes hat geschrieben:
Ich weiß, ich werde jetzt wieder als Spinner betrachtet.
Gruesse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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julandchigo
- Beiträge: 120
- Registriert: Do 6. Nov 2008, 15:50
- Wohnort: on the road....
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
ich hab zb viele bekannte in england (london, manchester.....) und jeder! von denen ist in ihrer heimat schon mindestens! einmal gewaltätig überfallen und ausgeraubt worden.
in den falschen vierteln dort besteht unbestreitbar die gefahr durch gewalt zu sterben.
allerdings leben in diesen städten millionen von menschen, und damit teilt man sich mit diesen millionen die potenzielle opferrolle, also sinkt die gefahr für den einzelnen statistisch. bei 100 überfälle auf einige millionen menschen ist die gefahr immer dabei, aber eben bei einm kurzbesuch doch recht unwahrscheinlich.
wenn jetzt allerdings in mali die touristenzahlen zurückgehn(die eben kleine zielgruppe in dem land) , und es auch nur eine enführung pro jahr gibt, ist die wahrscheinlichkeit für den einzelnen auf einmal sicher grösser als zuvor.
die tatsächliche gefahr kann kein rechenbespiel der welt wiedergeben.
zur falschen zeit am falschen ort = tot
egal ob in mali, london oder auf der deutschen autobahn.
sicher kann man sagen, das wenn man gefahrengebiete auf der welt meidet, die statistiche wahrscheinlichkeit alt zu werden höher ist.
das gleiche kann man behaupten, wenn man zb. nicht autofährt. (4300 verkehrstote im jahr in deutschland, über 1,2 millionen weltweit.) eigentlich sollte man in eine abgelgene gegend ohne verkehr ziehn um dieser gefahr auszuweichen.
auch könnte man behaupten das jede faschingsveranstaltung eine todeszone ist, bei immerhin 213.000 toten durch alkohol und tabak. (im schlimmsten fall nach der feier kombiniert mit der teilname am verkehr.)
an illegalen drogen (heroin) sterben gerade mal 1400 leute. und trotzdem wird gegen das zeug im gesetz und in den medien gewettert..........
man könnte jetzt fast versucht sein den sahara/sahel raum mit ner illegalen droge gleichzusetzen........ eigentlich relativ wenige opfer, suchterzeugend, und immer gut um die gemüter aufzuheitzen.
schlussendlich ist es immer eine persönliche entscheidung ob man sich den gefahren des lebens (terror, alk, verkehr, sex, essen, drogen, ...................................) aussetzt, und diese emtscheidung sollte dann auch von der gesellschaft akzeptiert werden.
mal ehrlich, wir haben die 7 milliarden marke überschritten, überbevölkerung ist eine wirkliche bedrohung für uns, mehr als jeder terror....... von dem standpunkt her grenzt ja das eingehn eines hörenen persönlichen risikos fast schon an altruismus.
ich suche nie absichtlich das unnötige risiko, aber wenn ich mein leben immer nur nach sicherheitsaspekten geplant hätte, wäre mir sehr viel schönes das ich nicht missen will entgangen.
2006 bolivien: österreicher werden von falschen polizisten entführt und ermordet. habe die reise nicht abgebrochen.
2008 sind gerade in tunesien als die össis enführt werden. reise nicht abgebrochen.
2009 bin gerade am sinai als der gazakonflikt wieder losgeht. reise nicht abgebrochen. (und ägypten ist im vergleich zu jedem anderen nord afrikanischen land wirklich stark vom terror gebeutelt mit jeder menge toter touristen - trotzdem fährt jeder hin.)
jan 2010 gerade in der westsahara am weg nach mali als die leute in mauretanien enführt wurden. reise abgebrochen.
bin jetzt gerade in marokko, und war eigentlich am weg nach mali. jedoch macht mir diesmal die technik des lkw nen strich durch die rechnung........ und nimmt mir die entscheidung ab.
irgendwie hab ich schön langsam das gefühl das die entführungen und unriúhen mich verfolgen, auch wenn ich in scheinbar friedliche gebiete gefahren bin.
ich könnt meine zukünftigen urlaube einfach auf mallorca in nem club verbringen, und die ganzen wunderschönen nicht pauschalisierten gegenden der erde verpassen....................
aber ich glaub ich find mich lieber damit ab das
NO RISK - NO FUN
einfach immer zum aktiv leben dazugehört.
in den falschen vierteln dort besteht unbestreitbar die gefahr durch gewalt zu sterben.
allerdings leben in diesen städten millionen von menschen, und damit teilt man sich mit diesen millionen die potenzielle opferrolle, also sinkt die gefahr für den einzelnen statistisch. bei 100 überfälle auf einige millionen menschen ist die gefahr immer dabei, aber eben bei einm kurzbesuch doch recht unwahrscheinlich.
wenn jetzt allerdings in mali die touristenzahlen zurückgehn(die eben kleine zielgruppe in dem land) , und es auch nur eine enführung pro jahr gibt, ist die wahrscheinlichkeit für den einzelnen auf einmal sicher grösser als zuvor.
die tatsächliche gefahr kann kein rechenbespiel der welt wiedergeben.
zur falschen zeit am falschen ort = tot
egal ob in mali, london oder auf der deutschen autobahn.
sicher kann man sagen, das wenn man gefahrengebiete auf der welt meidet, die statistiche wahrscheinlichkeit alt zu werden höher ist.
das gleiche kann man behaupten, wenn man zb. nicht autofährt. (4300 verkehrstote im jahr in deutschland, über 1,2 millionen weltweit.) eigentlich sollte man in eine abgelgene gegend ohne verkehr ziehn um dieser gefahr auszuweichen.
auch könnte man behaupten das jede faschingsveranstaltung eine todeszone ist, bei immerhin 213.000 toten durch alkohol und tabak. (im schlimmsten fall nach der feier kombiniert mit der teilname am verkehr.)
an illegalen drogen (heroin) sterben gerade mal 1400 leute. und trotzdem wird gegen das zeug im gesetz und in den medien gewettert..........
man könnte jetzt fast versucht sein den sahara/sahel raum mit ner illegalen droge gleichzusetzen........ eigentlich relativ wenige opfer, suchterzeugend, und immer gut um die gemüter aufzuheitzen.
schlussendlich ist es immer eine persönliche entscheidung ob man sich den gefahren des lebens (terror, alk, verkehr, sex, essen, drogen, ...................................) aussetzt, und diese emtscheidung sollte dann auch von der gesellschaft akzeptiert werden.
mal ehrlich, wir haben die 7 milliarden marke überschritten, überbevölkerung ist eine wirkliche bedrohung für uns, mehr als jeder terror....... von dem standpunkt her grenzt ja das eingehn eines hörenen persönlichen risikos fast schon an altruismus.
ich suche nie absichtlich das unnötige risiko, aber wenn ich mein leben immer nur nach sicherheitsaspekten geplant hätte, wäre mir sehr viel schönes das ich nicht missen will entgangen.
2006 bolivien: österreicher werden von falschen polizisten entführt und ermordet. habe die reise nicht abgebrochen.
2008 sind gerade in tunesien als die össis enführt werden. reise nicht abgebrochen.
2009 bin gerade am sinai als der gazakonflikt wieder losgeht. reise nicht abgebrochen. (und ägypten ist im vergleich zu jedem anderen nord afrikanischen land wirklich stark vom terror gebeutelt mit jeder menge toter touristen - trotzdem fährt jeder hin.)
jan 2010 gerade in der westsahara am weg nach mali als die leute in mauretanien enführt wurden. reise abgebrochen.
bin jetzt gerade in marokko, und war eigentlich am weg nach mali. jedoch macht mir diesmal die technik des lkw nen strich durch die rechnung........ und nimmt mir die entscheidung ab.
irgendwie hab ich schön langsam das gefühl das die entführungen und unriúhen mich verfolgen, auch wenn ich in scheinbar friedliche gebiete gefahren bin.
ich könnt meine zukünftigen urlaube einfach auf mallorca in nem club verbringen, und die ganzen wunderschönen nicht pauschalisierten gegenden der erde verpassen....................
aber ich glaub ich find mich lieber damit ab das
NO RISK - NO FUN
einfach immer zum aktiv leben dazugehört.
gruß
andi+julia
HOME IS WHERE YOU PARK IT
andi+julia
HOME IS WHERE YOU PARK IT
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
Hallo Alexander,
als Administrator hätte ich eigentlich mehr "Überblick" von Dir erwartet.
Ich habe a) keine einzige Stadt erwähnt sondern Länder und b) kann wohl niemand verneinen, dass in diesen Ländern Überfälle und/oder Anschläge aller Art mehr oder weniger an der Tagesordnung sind (im Gegensatz zu Mali). Das ist FAKT.
Ob der Ermordung eine Entführung mit Erpressung vorausgeht oder ob diese direkt in Verbindung mit einem Raub steht, ist dem Betroffenden wohl letztendlich "egal". Das gilt auch für einen Sprengstoffanschlag. Gefährdung ist für mich Gefährdung.
Nochmals: mir geht es um pauschale Reisewarnungen, die mir so nicht gerechtfertigt erscheinen (im Vergleich zu anderen Ländern).
Wolfgang
als Administrator hätte ich eigentlich mehr "Überblick" von Dir erwartet.
Ich habe a) keine einzige Stadt erwähnt sondern Länder und b) kann wohl niemand verneinen, dass in diesen Ländern Überfälle und/oder Anschläge aller Art mehr oder weniger an der Tagesordnung sind (im Gegensatz zu Mali). Das ist FAKT.
Ob der Ermordung eine Entführung mit Erpressung vorausgeht oder ob diese direkt in Verbindung mit einem Raub steht, ist dem Betroffenden wohl letztendlich "egal". Das gilt auch für einen Sprengstoffanschlag. Gefährdung ist für mich Gefährdung.
Nochmals: mir geht es um pauschale Reisewarnungen, die mir so nicht gerechtfertigt erscheinen (im Vergleich zu anderen Ländern).
Wolfgang
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
Hallo Andi,
prima Beitrag zu dem Thema.
Hoffe, das ist kein MB207, mit dem Du Probleme hast:
Bäärti hat 'mal geschrieben:
"Der MB 207 ist (...) ein gutes und robustes Fahrzeug. Mercedes Ersatzteile gibt es überall - aber man braucht die sowieso nicht, da ein Mercedes nicht kaputt geht."
Ich frage deshalb, weil bei mir so einer im Garten 'rum steht - für die nächste Afrikareise.
Gute Weiterreise
Ferdi
prima Beitrag zu dem Thema.
Hoffe, das ist kein MB207, mit dem Du Probleme hast:
Bäärti hat 'mal geschrieben:
"Der MB 207 ist (...) ein gutes und robustes Fahrzeug. Mercedes Ersatzteile gibt es überall - aber man braucht die sowieso nicht, da ein Mercedes nicht kaputt geht."
Ich frage deshalb, weil bei mir so einer im Garten 'rum steht - für die nächste Afrikareise.
Gute Weiterreise
Ferdi
-
Roger-Tecumseh
- Beiträge: 2066
- Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37
Re: Infos zu Reise nach Mali gesucht
marvignes hat geschrieben:Hallo Alexander,
als Administrator hätte ich eigentlich mehr "Überblick" von Dir erwartet.
Ich habe a) keine einzige Stadt erwähnt sondern Länder und b) kann wohl niemand verneinen, dass in diesen Ländern Überfälle und/oder Anschläge aller Art mehr oder weniger an der Tagesordnung sind (im Gegensatz zu Mali). Das ist FAKT.
Ob der Ermordung eine Entführung mit Erpressung vorausgeht oder ob diese direkt in Verbindung mit einem Raub steht, ist dem Betroffenden wohl letztendlich "egal". Das gilt auch für einen Sprengstoffanschlag. Gefährdung ist für mich Gefährdung.
Nochmals: mir geht es um pauschale Reisewarnungen, die mir so nicht gerechtfertigt erscheinen (im Vergleich zu anderen Ländern).
Wolfgang
Allmaehlich bekommt man einen recht unvorteilhaften Eindruck von Dir! - Da sitzt Du im Fech-Fech; die Raeder drehen seit geraumer Zeit hilflos durch, Du aber stehst ungeruehrt auf dem Gas - immer fleissig dem Erdmittelpunkt entgegen! Gute Reise und Adieu!

