Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

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marylin
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von marylin »

Mir scheint, ihr verdächtigt die Falschen-
Mit einem ADAC Carnet de passage ist Mali nicht das kleinste Problem.
(Mein Vorfall in Kati passierte OHNE CP...war also selbst schuld)
Das Problem ist, dass ca. 80% der PKW mit Laissez passer VERKAUFT werden in Mali ohne Zoll zu zahlen.
Das geht dort nicht- und bei uns nicht.

Also- Jeder der nach Mali reist- NUR mit Carnet de Passage (ist ja auch in Seenegal Pflicht)

Alle anderen Verfahren sind goodwill, und unterliegt gewissen Regeln.

Prinzpiell verstehe ich die Malier- Jeder Staat braucht Geld.
PS: Ich habe den PKW (der von Kati,..) verzollt- Irre teuer! Es geht auch in MAli nach Alter.... 2 Jahre alte Wagen kosten 1100 Euro ca.
Ein CP ist in Afrika überall Pflicht- oder erspart viele Gebühren.
Wosus
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von Wosus »

Zum Carnet bzw. Laissez passer:
2012/2013 bin ich zweimal durch Mali gefahren. Hin- und zurück die Strecke saraya-Kenieba-Bamako-Sikasso-Bobo .
Auf dem Hinweg wurde mein Carnet nicht akzeptiert und ich musste ein Laissez passer kaufen.
Auf dem Rückweg habe ich ohne Probleme mein Carnet ein- und aufstempeln lassen können.

Wahrscheinlich wäre das hin auch gegangen, wenn ich genug Druck gemacht hätte. Es ist ja oft so, dass die Grenzpolizisten nichts mit einem Carnet anzufangen wissen.
Der Weg ist das Ziel, die Menschen sind die Medaille ...
http://www.wosus.de
marylin
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von marylin »

Gerade an der grenze haben die mir das CP grade aus der Hand gerissen, und sich gestritten wer ausfüllen darf.
Keine Ahnung was da bei Dir los war.
Das Problem an der grenze ist, daß es keine OFFIZIELLE Zollstelle ist- daß die also gar kein LP ausstellen dürften.
In dem gebiet (Gold!!) ist eine MOBILE Grenzwache unterwegs, die nicht sehr spassig aufgelegt sind....
Also: Mali Senegal NUR mit CP.
Jeder, der kein Auto verkaufen will, hat doch eh eins- und die anderen müssen halt zahlen
oder verzollen oder eben eine Eskorte beauftragen....
Surfy
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von Surfy »

Kiffa-Keyes, ende 2012:

Das CP wollten wir da noch nicht einsetzen, und haben es nicht gezeigt. Französisch können wir noch immer nicht, eine Verständigung war schwierig. Es gab ein Laissez passer für 7 Euro. Ich hatte nur 5 Euro, Euro Münzen und jede Menge Dollar.

Dollar wollten die Beamten nicht, Münzen auch nicht, dh es gab das LP für 5 Euro, der Rest wurde erlassen.

Da es eine kleine Grenze ist, konnten nicht alle Stempel ausgestellt werden, was wir dann in Kayes erledigen mussten.

Nächstes mal würde ich auch das Carnet nehmen, aus bequemlichkeit.

Aber es schien mir nicht so als ob das Carnet pflicht wäre, an Kontrollen etc - schien unser Fall gängige Praxis zu sein.

Surfy
marylin
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von marylin »

Das CP ist Pflicht NUR für die resienden , die OHNE Schwierigkeiten und OHNE Eskortengedöns und Zwangsaufenthalte frei in einem Land umherzureisen.
Es ist doch ganz klar-
in vielen Ländern wird Autoschmuggel betrieben, und der Staat geht leer aus.
Insofern ist das CP ein Dokument, was dem Staat sichert, daß das Fahrzeug wieder ausreist-
Mit einem CP KANN niemand so ohne weiteres wie bei einem LP tricksen.

Gerade der Posten in KATI akzeptiert LP nur, in Verbindung mit einem saftigen Bakschish.
Wenn Du da den starken mimst, stehst Du einfach über Nacht- und notfalls bis der Cheff einmal pro Woche vorbeischaut, in einem schlammigen oder wahlweise staubigen Platz ohne Sicherheit.

Aber klar- so ganz ohne Sprachkenntnisse gehts einem wie einem Syrer auf derm deutschen Einwohnermeldeamt-
Man fühlt sich immer ungerecht behandelt, und glaugt "Freunden" mehr als den Offiziellen.

Ich muß zugeben, auch ich hatte anfangs Bedenken, das CP einzusetzen- in Guinea würd ich es heute noch nicht machen, da man ja das LP schon mit dem Visum kaufen muß.

Aber Mali hat immer super geklappt.
Sobald ich was von Eskorte höre, zücke ich das CP- fertig
Foto_Martin
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von Foto_Martin »

Hallo ...

Kennt jemand die aktuelle (2014) Lage an der Grenze zw. MAUERTANIEN und MALI (die N8 nach Nara)?
Am liebsten aktuelle Information von Leuten die da waren.
Welche Zolldokumente werden verlangt, wie ist die Sicherheitslage?

Ich möchte gern nicht über Senegal nach Mali (und weiter nach Togo) im Dezember 2014.
Die Strecke kenne ich von 2010.

Grüße

Martin
m36, reiseerfahren und abenteuerlustig ...
wüstentauglicher Defender 110 steht bereit für die große Reise.
Sijahi
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von Sijahi »

Hier ein Bericht aus dem Sahariens über eine Mauretanienreise im Februar 2014 nach Atar - Ouedane. Der Norden scheint kein Problem zu sein.
http://www.sahariens.info/viewtopic.php?f=4&t=22
joerg1
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von joerg1 »

...bin gerade mal wieder aus Mauretanien zurück.
Nach meiner persönlichen (subjektiven) Einschätzung und der Meinung der Leute/ Behörden vor Ort ist die Sicherheitslage - entgegen der Meinung des Deutsche Auswärtigen Amtes - lange nicht so sicher gewesen wie aktuell. Dies gilt insbesondere für den Westen bis hinter den Guelb - El Ghallaouia -.../ Tichit...
Eine 100%ige Sicherheit kann natürlich niemand irgendwo auf der Welt garantieren, aber ich persönlich habe deutlich mehr Respekt vor der Rückreise durch Spanien und Frankreich als Alleinfahrer (und hier gibt es merkwürdigerweise keine "Reisewarungen" des Auswärtigen Amtes).

Gruß

Jörg
Wüstenfuchs
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von Wüstenfuchs »

Hallo Jörg,

kann Deine Erfahrung nur bestätigen:

Wenn ich Europa verlassen habe Richtung Afrika, dann fühlte ich mich deutlich sicherer!!!!!!!!!!

Ich selbst bin 2012 auf der Ringautobahn um Madrid von falschen Polizisten "überfallen" worden. Ein italienischer Bekannter, der mit seiner Frau auch die letzten Jahre immer über Weihnachten in Atar/Chinguetti war ist auf der Anreise bei Marseille um einiges an EURO "erleichtert" worden (ebenfalls falsche Polizisten!!!).

Ich bin am 06.12.2014 zu meiner Afrikadurchquerung von Atar nach Südafrika aufgebrochen. Über Tidjikja und Kiffa nach Kayes (Mali). Wie die letzten 12 Jahre: No problem!!!

Gruß
Günther
dauerläufer
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von dauerläufer »

Hier sollte es ja um die Sicherheitslage gehen. Dennoch eine Anmerkung zum Carnet de Passage.
Werden nicht bei der Einfuhr des Käufers, quasi bei der Zulassung, Steuern erhoben? Diese Einnahme bei der Ausstellung der Papiere läßt sich sicher kein afrikanischer Staat entgehen.
Ist es da steuertechnisch nicht egal ob mit Carnet oder Laisser passer eingereist und verkauft wird? Dies geht an diejenigen Vorredner, die eine Steuergerechtigkeit nur durch CP gewährleistet sehen.
Ich habe mein Fzg. trotz CP in Burkina verkauft. Das Dokument wird nach der Versteuerung des Fzg. durch den Käufer vom Zoll abgestempelt, wie bei einer Ausreise. Nun noch etwas zur Sache.
Meine Mauretanien Erfahrung liegen einige Jahre zurück. Ein Freund reiste letztes Jahr alleine von Marokko nach Mauretanien und hat sich dort nie bedroht gefühlt.
Michael K.
Beiträge: 428
Registriert: So 30. Dez 2007, 15:06

Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von Michael K. »

Hallo,

ich hatte vor einigen Tagen einen Bericht(190 Seiten) des spaninschen Verteidigungsministerium über Mauretanien gelesen.Die Sicherheitslage dort und auch in anderen Sahelländern ist mehr als bescheiden.in Mauretanien sollen 700.000!! Handfeuerwaffen im Umlauf sein.Im Grunde ist die Sahara vom Atlantik bis zum roten Meer zu einer Schmugglerautobahn verkommen.Geschmuggelt werden Zigaretten,Drogen,Bezin und Waffen.Leider wird die Sitation von Jahr zu Jahr immer schlimmer.

Grüsse

Michael
StreunerAR
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von StreunerAR »

Wüstenfuchs hat geschrieben:kann Deine Erfahrung nur bestätigen:

Wenn ich Europa verlassen habe Richtung Afrika, dann fühlte ich mich deutlich sicherer!!!!!!!!!!

Ich selbst bin 2012 auf der Ringautobahn um Madrid von falschen Polizisten "überfallen" worden. Ein italienischer Bekannter, der mit seiner Frau auch die letzten Jahre immer über Weihnachten in Atar/Chinguetti war ist auf der Anreise bei Marseille um einiges an EURO "erleichtert" worden (ebenfalls falsche Polizisten!!!).
Letztes Jahr bin in einer Gruppe über Italien, Mittelmeer, Marokko, ... nach Guinea-Bissau gefahren. Eine kleinere Gruppe aus 3 Autos fuhr nicht übers Mittelmeer, sondern querte die Straße von Gibraltar zwischen Spanien und Marokko.
Alle 3 Autos wurden in Spanien aufgebrochen und es wurde gezielt gestohlen. Für 2 Mitfahrer war die Reise sogar zu Ende (Umkehr nach Hause!), denn sie hatten ihre Reisedokumente im Auto gelassen.

In Afrika ist uns außer den üblichen Schikanen und Erpressungen nicht Kriminelles im Zusammenhang mit den Autos passiert. In anderem Zusammenhang leider schon.
liphpip
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Registriert: Fr 11. Nov 2005, 21:48

Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von liphpip »

verstehen kann ich das aber nicht so richtig.
wer so weite reisen auf eigene faust unternehmen will der sollte doch einigermaßen aufgeklärt sein.
sowas wie geld,papiere und alle karten hab ich schon bei meiner aller ersten reise in einem gut versteckten fest montierten safe gehabt.
damit die nicht leer ausgehen immer alte karten und bißchen geld in nem ersatzportomonaie im auto bissel versteckt.
cameras laptop und co so verstaut das man selbst nur nach 10 minuten wühlen dran kommt sollte pflicht sein.
wenn mich die polizei anhalten will dann hab ich mir schon vor über 20 jahren das recht genommen erst direkt vor der nächsten tankstelle anzuhalten.

und die freundlichen jungs die mir beim reifenwechsel helfen wollte bei almeria waren gar nicht mehr so hilfsbereit als sie merkten das alle türen zu waren und wir zudem den reifen und das nötige werkzeug so aussen am fahrzeug zugänglich hatten das sie ausser n 15.- wagenheber und n 10.- radkreuz nicht viel holen konnte…da warn sie wieder weg….

so ist europa auch nicht mehr sooo gefährlich.
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Uwe Schmitz
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von Uwe Schmitz »

liphpip hat geschrieben: cameras laptop und co so verstaut das man selbst nur nach 10 minuten wühlen dran kommt sollte pflicht sein.
hallo philipp,
unter diesen bedingungen hast du vermutlich fotos nur von wenigen stellen deiner reisen machen können.
bei mir liegen die kameras immer griffbereit, vor dem sitz, zwischen den schalthebeln oder in der türschale...
liphpip hat geschrieben: wenn mich die polizei anhalten will dann hab ich mir schon vor über 20 jahren das recht genommen erst direkt vor der nächsten tankstelle anzuhalten.
so ist europa auch nicht mehr sooo gefährlich.
Ist das nicht gefährlich, bei den echten polizeikontrollen ohne anzuhalten durchzufahren?
da hilft möglicherweise das anhalten nach vielleicht 20 km an der tankstelle vermutlich auch nix mehr!

allerdings hab ich mich auch schon gefragt, wie ich mich richtig (=sicher) verhalten soll an unklaren kontrollstellen, bei denen auch die offiziellen (=echten polizisten) bisweilen nur joggingklamotten tragen... :oops:
viele grüße
uwe
Turi
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Re: Sicherheitslage in Mauretanien, Mali

Beitrag von Turi »

Hallo Wüschigemeinde

Wir haben in den 30 Monaten rund um Afrika, ausgerechnet nur in Namibia auf einer Campsite einen Diebstahl gehabt.

Meiner Meinung nach ist ganz Afrika nicht gefährlicher als ganz Europa und da steh ich nicht alleine da.
Wir würden die gleiche Reise jederzeit wiederholen.

In Mauretanien haben wir ausser in Atar, Nouadhibou und Nouakchott immer im Busch/Wüste geschlafen ohne irgend welche Problem, alleine 5 Tage der Eisenbahn entlang nach Choum.

Betreffend Waffen im Umlauf; In vielen Ländern sind sehr viele Waffen im Umlauf, will aber nicht heissen, dass dadurch auch überdurchschnittlich mehr Überfälle/Schussverletzungen mit Feuerwaffen passieren, vielleicht die Amis mal ausgenommen.
Abgesehen davon ist mir bei den Macheten unwohler.

In D zum Beispiel ist man nicht gewohnt, dass Zivilpersonen mit Waffen auf der Strasse herumlaufen bei uns sehr wohl.

Ist eine reine Gefühlssache, die Waffen einfach ignorieren, haben wir im Congo, Cameroun, Angola und diversen anderen Ländern praktiziert, man kann es trotzdem lustig haben, immer nur lächeln :lol:

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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