Piste Timbuktu nach Gao

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bernd s
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Piste Timbuktu nach Gao

Beitrag von bernd s »

Hallo,

hat jemand aktelle Infos bzgl:

- Pistenzustand
- Sichrheitslage

Geplant ist die Nordvariante, evtl wäre die Südliche eine Option.

Wir werden uns auf jeden Fall auch vor Ort erkundingen. Ich will aber nicht grossartig in Timbuktu verkünden wo ich hin will.

Gruss
Bernd

ps: Hat zufällig jemand eine Ahnung was so eine Salzplatte kostet?
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ferdi
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Re: Piste Timbuktu nach Gao

Beitrag von ferdi »

Hallo Bernd,

point-afrique hat die nördliche Piste wieder als 4x4 Ausflug im Programm:
http://www.point-afrique.com/circuits/c ... p?R_IdP=49
Fahrtechnisch trotz einiger Sandpassagen einfach und locker in 1 bis 2 Tagen zu befahren. Orientierung bietet der Fluss. Falls ihr am Défilé de Tosaye (kurz vor Téméra) vorbeikommt, erkundigt ihr Euch bitte nach dem Staudammprojekt. Siehe dort:

http://wuestenschiff.de/phpbb/viewtopic.php?t=1688

Gruß
Ferdi
mikepiller
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Re: Piste Timbuktu nach Gao

Beitrag von mikepiller »

Hi Bernd,

mir ist so vage in Erinnerung, dass über die Salzplatten hier auch schon ein ausführlicher Thread lief-

Kosten Gewicht, Größe....an Gerhard Göttler kann ich mich noch erinnern, der wusste da auch Bescheid.

Gehe mal in die Suche, ich denke, da wirst Du fündig.

Gruß
Micha
Zuletzt geändert von mikepiller am Mi 17. Sep 2008, 15:27, insgesamt 1-mal geändert.
mikepiller
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Re: Piste Timbuktu nach Gao

Beitrag von mikepiller »

Gefunden:

viewtopic.php?t=37547&highlight=salz

Ob da auch über den Preis gesprochen wurde, habe ich jetzt nicht nachgelesen-
aber dort findest Du die Namen jener Mitglieder, die Bescheid wissen und kannst zusätzlich zu Deinem Posting hier eine PM rausjagen mit Deiner Frage.

Gruß
Micha
Theo
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Re: Piste Timbuktu nach Gao

Beitrag von Theo »

Hallo Bernd,

wir (2 Motorräder) sind im Januar 2006 auf der Nordroute von Gao nach Timbuktu gefahren.

Von der Navigation her denkbar einfach: zwischen Burem und Timbuktu gibt es nur eine einzige, sandige Fahrspur.

Der Bewuchs ist recht dicht, so dass man die Spur über lange Strecken nicht verlassen kann, außerdem sind die beiden Reifenspuren recht tief eingefahren. Für uns Moppedfahrer ist das die unangenehmste Pistenart, weil wir so gezwungen sind, entweder in der linken oder rechten Reifenspur rumzueiern. Wenn dann, wie auf dieser Strecke sehr häufig der Fall, seitlich die Äste reinhängen kann man nicht ausweichen und kriegt ordentlich Hiebe auf die Hände (beim PKW entsprechend auf den Lack - fragt sich nur was schlimmer ist ;-) ).

Von Gao/Burem her kommend bietet die Piste anfangs oft traumhafte Ausblicke auf den Niger. Später verläuft sie dann mit ein paar km Abstand zum Niger und man sieht den Fluß nicht mehr. Von Timbuktu her kommend sind die ersten 10km sehr sandig, das wird aber später besser, also nicht gleich am Anfang entmutigen lassen ;-)

Von Burem aus haben wir 1,5 Tage gebraucht. Wärend dieser Zeit sind uns insgesamt 4 einheimische Fahrzeuge begegnet. Einmal hätte mein Mitfahrer fast sein Leben als Kühlerfigur von einem LKW beendet ;-)
Als Moppedfahrer muß man im Sand halt eine gewisse Mindestgeschwindigkeit erreichen, damit die Fuhre stabil läuft. Die Einheimischen fahren sowieso schlimmer als jeder Paris-Dakar-Fahrer, haben meistens sowieso keine Bremsen, und wenn dann beide Richtungen die gleiche kurvige und wegen dem Bewuchs unübersichtliche Spur verwenden müssen ... ;-)

In Burem gibt (gab) es eine offizielle Fasstankstelle direkt an der Moschee. Der Preis war nicht wesentlich höher als in Gao (700 CFA pro Liter Benzin statt 620 in Gao). Ob es dort auch Diesel gibt, weiß ich leider nicht.

Von Burem nach Gao gibt es zwischendrin 4 Pisten, wobei die östlicheren Pisten weniger sandig und besser zu fahren sind. Am besten war die Piste, die Gerhard Göttler in seinem Buch mit GPS Koordinaten beschreibt. Um rauszufinden, dass Gerhard wieder mal recht hat, haben wir uns erstmal ein bißchen auf den westlicheren, schlechteren Pisten gequält ;-)

Über die Polizei von Gao hört man ja oft nichts Gutes und hier hatten wir auch das erste Mal auf der Reise "Schwierigkeiten", die sich aber aussitzen ließen. Das übliche Stylo-Spiel halt ;-)

Wegen der Sicherheit: Wir hatten in Agadez die Gelegenheit mit einem Lokalen Touranbieter zu sprechen und der meinte, dass die Nigernordroute (zu der Zeit) sicher wäre. Nur von der Gegend weiter nördlich um die Adrar des Iforhas hat selbst er abgeraten. Das dürfte heute sogar noch mehr zutreffen als damals. Vor Ort haben wir dann in jedem Dorf gefragt, ob die Strecke voraus sicher wäre und haben immer ein schönes "JaJa" zur Antwort bekommen ;-)

Viel Spaß und Gruß
Theo
Gerhard Göttler
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Re: Piste Timbuktu nach Gao

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo!

Meine Empfehlung wäre, unterwegs nicht im Gelände sondern innerhalb der Ortschaften zu übernachten. Den jeweiligen Bürgermeister der kleinen Dörfer fragen. Dann das Fahrzeug so stellen, dass es möglichst nicht von allen Seiten zu sehen ist.

Die Salzplatten kosteten früher zwischen 5 und 10tsd CFA. Eine Frage von Größe, Gewicht, Zustand, Qualität ... Manche sind ansprechend mit Rohlederschnüren "verpackt", manche haben (fast immer in blauer Farbe) aufgemalte Eigentümerzeichen. Wenn eine Auswahl vorhanden ist, würde mir richtig Zeit für den Kauf nehmen und die schönste aussuchen.

Eine schöne Strecke! Schade, dass die Sicherheitsprobleme noch immer nicht befriedigend gelöst sind.

Gerhard Göttler
bernd s
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Re: Piste Timbuktu nach Gao

Beitrag von bernd s »

Vielen Dank!

Das nenn ich mal Klasse.

Morgens gefragt und Abends bestens informiert.

Gruss
Bernd
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bernd s
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Gao - Timbuktu

Beitrag von bernd s »

Hallo,

wir sind Gao-Timbuktu Ende November gefahren.

Nach Auskunft von Einheimischen in Gao und der Gendarmerie am Checkpoint in Gao und Bourem ist die Sicherheitslage im Moment gut. Laut Gendarmerie Bourem gibt es auch keine, wie gerüchteweise zu hören, bösen Dörfer. Es kann also auch in allen Dörfern übernachtet werden.

Wenn einen die Jungs am Ausgangcheckpoint von Gao erst mal fragen ob man denn Kokain dabei hätte, kann man sich durchaus vorstellen, wie die vielen neuen 4,5l Benziner 79er in Gao bezahlt werden.

Die Route an einem Tag ist schon sportlich. Geht nur, wenn man wirklich mit dem 1sten Licht losfährt und zwischen Gourma Rharous die nördliche Variante wählt und sich nicht in den vielen Pisten und Dörfern am Niger verzettelt. Gerade die sind aber wirklich schön, also bieten sich eher 1,5 Tage an.

Ab Ortsausgang Gao bis Bourem viel Wellblech auf geschobener Piste. Erst nach dem 1sten Drittel Ausweichmöglichkeit auf Sand. Auch nach Bourem immer wieder Wellblech über weite Strecken, zum Teil selbst in sandigen Spuren. Ansonsten sandig-ausgefahrene Spuren, aber nicht wirklich tragisch. Wir sind die komplette Strecke mit dem BJ75 im 2WD gefahren. Es sind uns 2 Local 4x4und zwei LKW begegnet.

Gruss
Bernd
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Re: Piste Timbuktu nach Gao

Beitrag von ferdi »

Hallo Bernd,

Danke für die Infos. Wie geht's dem Staudamm oberhalb des Défilées?

Gruß nach Bamako

Ferdi
bernd s
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Re: Piste Timbuktu nach Gao

Beitrag von bernd s »

Hallo Ferdi,

wir haben verpennt zu fragen. Es ist auf jeden Fall keine Bautätigkeit oder entsprechender Verkehr zu beobachten.

Dafür gab’s nen Confluence Point quasi im Vorbeifahren ;-)

Gruss
Bernd
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