Mit dem Mercedes D-207 die Ostküste bis nach Südafrika

für den, der es mit dem Zweiradantrieb gemütlicher angehen will

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berni.bittl
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Mit dem Mercedes D-207 die Ostküste bis nach Südafrika

Beitrag von berni.bittl »

Hallo miteinander.
...ich hätte vielleicht vor eine Tour mit meinen Mercedes Bus D 207 entlang der Ostroute bis nach Südafrika zu machen.
Ich hab bis jetzt noch keine Afrikaerfahrung ung möchte euch fragen, ob es mit meinen Auto überhaupt möglich ist? Er hat natürlich keinen Allrad und nur 60 PS.
Ausserdem möchte ich frage, ob man das Auto in Südafrika überhaupt verkaufen könnte, oder ob ich den ganzen Weg wieder zurückfahrne muss....
Freue mich über eure Antworten
Gruss, Berni
florian schmidt
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Re: Mit dem Mercedes D-207 die Ostküste bis nach Südafrika

Beitrag von florian schmidt »

berni,

entscheide dich doch zuerst mal für eine route.
reiseliteratur gibts in erschöpfender auswahl zu jeder transafrika-strecke.
im forum hilft man dir in detailfragen gerne weiter, die grobe planung mußt du aber selbst erledigen und dir die wichtigsten infos selbst anlesen, die arbeit nimmt dir hier keiner ab.

grüße
florian
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Petra77
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Re: Mit dem Mercedes D-207 die Ostküste bis nach Südafrika

Beitrag von Petra77 »

Möglich ist viel. Die Ostroute kannst du inzwischen bis auf wenige Kilometer auf Asphalt machen... Wir haben letztes Jahr in Kenia sogar jemanden mit einem alten Porsche angetroffen. Der hat die Karre auch irgendwie durch den Sudan geprügelt und soll es anscheinend bis runter geschafft haben. Es gab Trans-Afrika-Reisende mit Traktoren, auf Tandems etc.

Ich würde mir eher die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, mit dem Auto zu reisen. Schliesslich will man ja auf einer Trans-Afrika Reise keine Asphalt Ralley machen, sondern auch immer mal wieder das Hinterland erkunden. Weg von der Hauptstrasse. Erst da lernt man Land und Leute wirklich kennen.

Ein weiteres Problem dürften die Ersatzteile sein. Einen Landi oder Toyota kann man dir überall in Stand setzen. Bei einem Mercedes-Exoten wird das schwierig. Etc. Alles in allem ist dein Auto wohl nicht wirklich die erste Wahl für einen Afrikareisenden, der den Weg zum Ziel hat und die Reise geniessen will.

Noch zum Thema Verkauf: Linksgelenkte Autos sind extrem schwierig (ev. inzwischen sogar unmöglich) in Südafrika zu importieren. Vorallem, wenn sie nicht mehr neuwertig sind. Und importieren müsstest du, wenn du verkaufen willst. Das einfachste wäre wohl, das Auto an einen anderen Reisenden zu verkaufen und es mit Carnet im Land zu belassen. Nur hast du mit dem von dir genannten Auto nicht unbedingt die besten Chancen einen Käufer zu finden.
Bäärti
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Re: Mit dem Mercedes D-207 die Ostküste bis nach Südafrika

Beitrag von Bäärti »

Petra77 hat geschrieben:Ein weiteres Problem dürften die Ersatzteile sein. Einen Landi oder Toyota kann man dir überall in Stand setzen. Bei einem Mercedes-Exoten wird das schwierig.
Der MB 207 ist nun nicht grad ein Exote, sondern weit verbreitet. Natürlich mehr in Westafrika als im Osten. Aber es ist ein gutes und robustes Fahrzeug. Eigentlich fast ideal für so eine Reise...
Mercedes Ersatzteile gibt es überall - aber man braucht die sowieso nicht, da ein Mercedes nicht kaputt geht.


Gruss Bäärti

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Lothar
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Re: Mit dem Mercedes D-207 die Ostküste bis nach Südafrika

Beitrag von Lothar »

Hallo Berni,

rein fahrzeugmässig sehe ich da eigentlich auch keine Probleme (vorausgesetzt natürlich alles ist technisch ok).

Aber es können damit, insbesondere während der Regenzeiten, schon einige Pisten tabu sein. Aber die Hauptstrecken auf der jetzigen Ostroute sind damit machbar.

Ich bin zwar, was die Moyale-Piste (500km, Äthiopien - Kenia) nicht auf dem allerneuesten Stand, aber die würde ich mit dem 207 D nur bei absoluter Trockenheit wagen. Unterwegs festfahren ist wegen der Sicherheitslage dort nicht so lustig.

Die richtige Reisezeit ist ohnehin ein paar Gedanken wert !

Verkaufen in Südafrika ? "No way"

Gruss
Lothar
schnorr
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Re: Mit dem Mercedes D-207 die Ostküste bis nach Südafrika

Beitrag von schnorr »

ich schliesse mich meinen vorscheibern an (bis auf petras beitrag).
mit deinem mercedes hast du nun nicht gerade den absoluten exoten, und er ist auf grund seiner einfachen technik überall reparierbar. ersatzteile bekommst du notfalls per flugzeug über den adac an alle hauptflughäfen nachgesendet, so dass du diese per "taxi" besorgen kannst, wenn eine reparatur mit busch- oder bordmitteln nicht machbar ist.

die strecken sind weitestgehend asphaltiert, auch der sudan soll mittlerweile (laut berichte im wüschi) durchgehend asphaltiert sein. auch die strecke von gedaref nach gonder in äthiopien müsste m.e. auch fertig sein (wer weiss mehr?), die pisten da sind aber kaum ein problem für dein mobil (wenn es gut gewartet ist).
schwierig sehe ich die piste moyale - isiolo. sie ist für dich aber machbar, nimm dir viel zeit und fahre umsichtig. meide die regenzeit, denn dann wirds problematisch. den rest kannst du dann wiederum auf asphalt zurücklegen, wenn du magst. mit deinem gefährt kannst du auch viele pisten in der trockenzeit fahren, es stresst aber dein fahrzeug. erkundige dich vor ort (z.b. jungle junction in nairobi) nach den pistenzuständen und entscheide dann. auch an den hauptrouten kannst du schon viel afrika erleben. besser wäre es zwar ab und zu, aber man braucht nicht unbedingt ein allradfahrzeug, dies haben schon sehr viele vor dir bewiesen.
verkauf des autos in der südafrikanischen zollunion: da schliesse ich mich den anderen an:für einen linkslenker unmöglich, es sei denn, du verkaufst oder "vermietest" es an einen touristen weiter.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Maria und Robin
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Re: Mit dem Mercedes D-207 die Ostküste bis nach Südafrika

Beitrag von Maria und Robin »

Oh man,
jetzt macht mal nicht so ne Panik! Afrika ist eigentlich halb so wild, wie es immer behauptet wird. Guck dir mal die Karren an, die dort gefahren werden, die kriegen sie ja auch irgendwie immer wieder ans laufen.
Ich nehme mal an, der 207er ist als Wohnmobil ausgebaut? Wenn es nur um ein günstiges Reisefahrzeug geht, kann man natürlich mit einem Geländewagen (etwas) mehr sehen, wenn man mit seinem Womo in die weite Welt will, sollte man sich einfach nicht davon abhalten lassen.
Die Ostroute ist für dich problemlos befahrbar, solange du nicht in Äthiopien oder Kenia in die Regenzeit kommst. Selbst dann geht es aber im Notfall…
Die Strecke von Gedaref nach Gonder ist fertig, Moyale, Marsabit, Isiolo muss man halt langsam fahren (egal ob 4x4 oder 4x2). Reparaturmöglichkeiten gibt es genug (zB. Die Jungle Junction in Nairobi oder Henri in Marsabit). Wirkliche Gefahr durch Überfälle etc. besteht meiner Meinung nach nicht, da sollte man sich aber immer auf dem aktuellen Stand halten, bevor man losgurkt.
Wir sind die Strecke in den letzten Monaten von Deutschland bis hier nach Kenia in unserem Mercedes 508 gefahren und sind gut zurecht gekommen (zumindest auf den Hauptstraßen :-)

Robin


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larsoli
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Re: Mit dem Mercedes D-207 die Ostküste bis nach Südafrika

Beitrag von larsoli »

Hi Robin,

wie steht es denn mit eurer Reise, warte schon länger auf neue Infos, ob es mit dem Hecktriebler immer weiter geht?

Würde mich über weitere Reiseberichte auf eurer Seite freuen.

Gruß Oli
Inshallah
Maria und Robin
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Re: Mit dem Mercedes D-207 die Ostküste bis nach Südafrika

Beitrag von Maria und Robin »

Hi Oli,
wir sind inzwischen wohlbehalten in Capetown angekommen. Der LKW hat einen rundum-Service und neue Reifen bekommen und ist nachwievor topfit.
Jetzt gucken wir gerade nach einem neuen Besitzer, der dann hoffentlich genau so viel Spaß mit dem Auto hat, wie wir.
Die Berichte auf unserer Internetseite kommen dann nach, sobald ich etwas Zeit habe, sie zu Ende zu schreiben. Im Moment sind es leider noch riesige Sammlungen von Stichwörtern und kleineren Textstücken...

Robin
larsoli
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Hi Robin

Beitrag von larsoli »

da freue mich aber, dass ihr wohlbehalten im Süden angekommen seid. Ich werde bei Gelegenheit mal eure Seite besuchen und wieder ein bisschen schmökern.

Erstmal noch schönen Dank für die tollen Beiträge auf eurer Seite, habe immer ganz interessiert mitgefühlt.

Damit ist also bewiesen, auch mit einem schwerfälligen Hecktriebler läßt sich Afrika durchqueren. Danke für den Beitrag

Viel Erfolg bei eurem Verkauf...oder wieder zurückfahren.

Gruß Oli
Inshallah
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