Hey leute,
hat jemand erfahrungen dazu, wie sich eine yamaha xtz600 (3AJ -"twinlamp") in grosser höhe, also ab 3000 bis 5600 metern macht?
und ist jemand so nen bock schonmal längere zeit mit niedriger oktanzahl gefahren?
auch n paar schöne photos und sonstige tipps und evtl. sogar verkäufe würden mich sehr interessieren.
güße
bib
Yamaha xt600z (3AJ) in großer Höhe und mit Billigsprit
Moderator: Moderatoren
Re: yamaha xt600z (3AJ) in Großer Höhe und mit Billigsprit
Hey
was die XT angeht würd ich mir da keine all zu großen sorgen machen. Hatte mal mit Klaus von Abgefahren gesprochen. Die sind mit ner XT 280000km gefahren. Ok - am Ende war eigentlich bis auf den Rahmen nix mehr original aber die haben die Kiste auch über hohe Pässe in den Anden oder Himalaja gescheucht.
Ansonsten empfehle ich dir folgendes Forum.
http://www.xt-foren.de/forum.htm
Da findest sicherlich Erfahrungsberichte. Oder bei ADVrider.
Gruß Martin
was die XT angeht würd ich mir da keine all zu großen sorgen machen. Hatte mal mit Klaus von Abgefahren gesprochen. Die sind mit ner XT 280000km gefahren. Ok - am Ende war eigentlich bis auf den Rahmen nix mehr original aber die haben die Kiste auch über hohe Pässe in den Anden oder Himalaja gescheucht.
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Gruß Martin
"Träume sind zum Leben da - man darf sie nur nicht vergessen"
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KarlMeikel
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- Registriert: Do 15. Sep 2011, 11:26
Re: yamaha xt600z (3AJ) in Großer Höhe und mit Billigsprit
Hi Sandnase,
für meine Chile- Argentinien- Bolivien Tour habe ich ein TT 600 Belgarda benutzt.
Sprit mit geringer Oktanzahl macht dem Motor wenig aus, aber du solltest Volllast vermeiden.
Große Höhe mag der Motor nicht gerne, oberhalb von 4000 m ist meine TT nur noch mit geöffnetem Luftfilterkasten gelaufen. Da war jeden Abend Luftfilterauswaschen angesagt.
Herzliche Grüße
Michael
für meine Chile- Argentinien- Bolivien Tour habe ich ein TT 600 Belgarda benutzt.
Sprit mit geringer Oktanzahl macht dem Motor wenig aus, aber du solltest Volllast vermeiden.
Große Höhe mag der Motor nicht gerne, oberhalb von 4000 m ist meine TT nur noch mit geöffnetem Luftfilterkasten gelaufen. Da war jeden Abend Luftfilterauswaschen angesagt.
Herzliche Grüße
Michael
Re: yamaha xt600z (3AJ) in Großer Höhe und mit Billigsprit
das ne xt nicht zu staub zerfällt wenn se mal niedrig-oktanigen sprit tankt is ja bekannt, aber auf dauer ist das ja fragwürdig. weiss jemand die direkten konsequenzen, auf die man sich in diesem falle einstellen muss?
oder hat jemand schonmal oktanbooster wie sie bei rallys und angeblich auch im motorcross verwendet werden benutzt?
natürliche könnte man auch das kompressionsverhältniss ändern, aber ich weiss nicht ob sich dieser stress lohnt.
oder hat jemand schonmal oktanbooster wie sie bei rallys und angeblich auch im motorcross verwendet werden benutzt?
natürliche könnte man auch das kompressionsverhältniss ändern, aber ich weiss nicht ob sich dieser stress lohnt.
Re: Yamaha xt600z (3AJ) in großer Höhe und mit Billigsprit
1.
In größeren Höhen als bei Normalbetrieb fettet das Gemisch zunehmend an, das führt zu Leistungsminderung und schließlich zu Zündaussetzern. Daher muß dann eine entsprechende Hauptdüsenanpassung in Richtung 'mager' vorgenommen werden. Ich habe zwar keine XT600, aber einen 600er Eintopf, (ohne elektronische Zündzeitpunktsanpassung), daher kann analog vorgegangen werden. Auch die Leerlaufeinstellung muß ortsabhängig per Einstellschraube etwas angepaßt und zurückgenommen werden.
Bestimmung der Hauptdüsengröße abhängig von Betriebshöhe und Lufttemperatur für Honda XR600R
Die für die XT zutreffenden Düsengrößen für größere Höhen müßten dort im Handbuch stehen oder der Händler muß diese rausrücken. Die Anpassung muß zunehmend mit größerer Höhe mindestens alle 1000m vorgenommen werden. Somit braucht auch nicht mit offenem Lufikasten und ohne Filter gefahren werden, das kann schädlichst sein bei staubigem Biotop für Laufbüchse und Kolbenringe. Ein gut eingestellter und angepaßter Motor kann auch bei Seehöhe 5000m noch gut betrieben werden.
2.
Motoren brauchen je nach Kompression Treibstoff mit entprechender Oktanzahl. Bei mir gilt: bis 9,5 Normalsprit, bis 10,5 Super, darüber Super Plus. Zumindestens Super Plus ist in den seltensten Fällen auf Fernreisen in exotischere Länder erhältlich.
Mit 'Billigsprit' ist möglicherweise Treibstoff mit niedriger Oktenzahl gemeint. Je niedriger die Oktanzahl, desto früher kann es zu Frühzündungen kommen, besonders dann bei hoher Kompression über 9,5. Das kann je nach Sprit und Betriebszustand durch Selbstentzündung (Klopfen) und Punktfeuer zum Durchbrennen des Kolbenbodens führen. Bei Motoren mit Zündfinger (Pickup) im Getriebe gibt es außerdem keine Möglichkeit der Zündzeitpunktsanpassung (auf 'spät') als ein Nockenwellenkettenrad mit Langlöchern und entsprechender Anpassung des Zündzeitpunkts. Das ist jedoch auf Reisen nicht praktikabel, weil dazu meist der Kopfdeckel runter muß und die Einstellung dann primär vom Kurbelwellenstand abhängig ist. Dazu wird auch eine Gradscheibe und Einstellelektrik benötigt, nur sinnvoll in der Werkstatt.
Die sinnvollste Anpassung für Reisen in exotische Länder ist eine Zurückname der Kompression durch einen etwas flacheren Kolben ober Pleuel mit etwas weniger Hub (Volumen zur Kompressionsbestimmung unbedingt auslitern). So läßt sich auch mit 'schlechtem' Sprit der Motor ohne übermäßiges Klopfen betreiben. Mittel zur Oktanzahlerhöhung sind entweder giftig, nehmen wiederum viel Volumen ein welches mitgeführt werden muß, erhöhen zwar die Klopffestigkeit aber erniedrigen die Leistung oder/und enthalten Blei.
Man kann's natürlich auch riskieren überhaupt nichts zu tun. Das kann sich allerdings rächen.
In größeren Höhen als bei Normalbetrieb fettet das Gemisch zunehmend an, das führt zu Leistungsminderung und schließlich zu Zündaussetzern. Daher muß dann eine entsprechende Hauptdüsenanpassung in Richtung 'mager' vorgenommen werden. Ich habe zwar keine XT600, aber einen 600er Eintopf, (ohne elektronische Zündzeitpunktsanpassung), daher kann analog vorgegangen werden. Auch die Leerlaufeinstellung muß ortsabhängig per Einstellschraube etwas angepaßt und zurückgenommen werden.
Bestimmung der Hauptdüsengröße abhängig von Betriebshöhe und Lufttemperatur für Honda XR600R
Die für die XT zutreffenden Düsengrößen für größere Höhen müßten dort im Handbuch stehen oder der Händler muß diese rausrücken. Die Anpassung muß zunehmend mit größerer Höhe mindestens alle 1000m vorgenommen werden. Somit braucht auch nicht mit offenem Lufikasten und ohne Filter gefahren werden, das kann schädlichst sein bei staubigem Biotop für Laufbüchse und Kolbenringe. Ein gut eingestellter und angepaßter Motor kann auch bei Seehöhe 5000m noch gut betrieben werden.
2.
Motoren brauchen je nach Kompression Treibstoff mit entprechender Oktanzahl. Bei mir gilt: bis 9,5 Normalsprit, bis 10,5 Super, darüber Super Plus. Zumindestens Super Plus ist in den seltensten Fällen auf Fernreisen in exotischere Länder erhältlich.
Mit 'Billigsprit' ist möglicherweise Treibstoff mit niedriger Oktenzahl gemeint. Je niedriger die Oktanzahl, desto früher kann es zu Frühzündungen kommen, besonders dann bei hoher Kompression über 9,5. Das kann je nach Sprit und Betriebszustand durch Selbstentzündung (Klopfen) und Punktfeuer zum Durchbrennen des Kolbenbodens führen. Bei Motoren mit Zündfinger (Pickup) im Getriebe gibt es außerdem keine Möglichkeit der Zündzeitpunktsanpassung (auf 'spät') als ein Nockenwellenkettenrad mit Langlöchern und entsprechender Anpassung des Zündzeitpunkts. Das ist jedoch auf Reisen nicht praktikabel, weil dazu meist der Kopfdeckel runter muß und die Einstellung dann primär vom Kurbelwellenstand abhängig ist. Dazu wird auch eine Gradscheibe und Einstellelektrik benötigt, nur sinnvoll in der Werkstatt.
Die sinnvollste Anpassung für Reisen in exotische Länder ist eine Zurückname der Kompression durch einen etwas flacheren Kolben ober Pleuel mit etwas weniger Hub (Volumen zur Kompressionsbestimmung unbedingt auslitern). So läßt sich auch mit 'schlechtem' Sprit der Motor ohne übermäßiges Klopfen betreiben. Mittel zur Oktanzahlerhöhung sind entweder giftig, nehmen wiederum viel Volumen ein welches mitgeführt werden muß, erhöhen zwar die Klopffestigkeit aber erniedrigen die Leistung oder/und enthalten Blei.
Man kann's natürlich auch riskieren überhaupt nichts zu tun. Das kann sich allerdings rächen.
Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.




