Ina hat geschrieben:
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Die Frage nach der Verschiffung mit Hund stellt sich dann wieder....
Jiddah - Suakin hab ich schon öfters gelesen und die Preise lagen immer so bei 600 US$ - für einen LKW.
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Hallo Ina
Wir wollten anno 2008 von Port Sudan nach Jiddah mit der Fähre übersetzen, aber es war wegen unserem Hund absolut unmöglich. Gemäss den uns damals gemachten Angaben sei es schlichtweg nicht möglich, Saudi Arabien mit einem Hund zu betreten. Wir haben es nicht ausprobiert und sind dann mit einem Frachtschiff nach Aqabah gefahren.
Meine Vorbehalte gegen Ägypten: Die Revolution ist noch nicht beendet... die Einwohner sind begeistert aber auch verunsichert! Keiner weiss was die Zukunft bringt vor allem auch Polizisten die im Dienste des alten Repressionsstaates waren.
Vorbehalte gegen den Sudan: Im Süden neues Kriegsgebiet! Keine Ahnung wie sich das ausbreitet...
Zu Djibouti: Reederei kenn ich nicht, Du dürftest über in D ansässige Speditionsagenten eine Antwort bekommen. Unsere Bekannten hatten das Auto innert 3 Tagen aus dem Container und alle Formalitäten erledigt. Korruption gibt's in Ostafrika überall reichlich, auch in Mombasa und Dar es Salaam.
Übrigens obenstehendes ist meine Meinung, man muss und darf diese nicht teilen.
Die Weitereise von JO aus in arab. Nachbarstaaten ist erschwert , wenn man aus IS kommend nach JO eingereist ist ( also zB Variante GRIMALDI ):
Aussenamt-AT Besondere Bestimmungen gelten für die Einreise aus Israel. Am Grenzübergang King Hussein/Allenby Bridge und Sheikh Hussein Bridge im Norden erhält man ein 4-wöchiges Visum für die Einreise nach Jordanien. Im Zweifelsfall sind die Visumsbestimmungen/Einreisebestimmungen bei der jeweiligen jordanischen Botschaft zu klären. Israelische Stempel im Pass führen zur Zurückweisung bei der Weiterreise in arabische Nachbarstaaten (außer Ägypten)! Nach Möglichkeit den Grenzbeamten um Stempelerteilung auf ein extra Blatt erbitten.
Aussenamt - D israelische Stempel im Pass führen zur Zurückweisung bei der Weiterreise in arabische Nachbarstaaten (außer Ägypten)!
Wie kulant sich die Israel. Beamten an der Grenze verhalten kann ich nicht beurteilen - die Lösung auf einen losen Zettel zu stempeln wäre scheints auch noch möglich .
Einen "israel-freien" Zweitpass gleich mitzuführen kann aber im Zweifelsfall viele Sorgenfalten ersparen ... vor Ort käme die Erkenntnis zu spät .
Wenn ich Achim richtig verstanden habe , ist noch ein kleines "Restrisiko" vorhanden , nämlich wenn der arab. Einreisestempel für JO an einem israel. Übergang eingetragen wurde ( dh man MUSS aus IS gekommen sein ! ) - dazu fallen mir nur die von mir o.g. Aus/Ein-Reise "Tricks" ein .
man kann bei der Einreise in Jordanien einen anderen Pass benutzen, als bei der Ausreise. Das heißt: Pass-Wechsel in Jordanien geht! Dann aber hat man im "arabisch-sauberen" Pass keinen jordanischen Einreisestempel, was manchmal Fragen aufwirft. Wenn der Pass neu ist, fällt das natürlich eher auf als wenn er schon seitenweise andere Stempel hat.
@Butschi
Wäre hilfreich , wenn du hier etwas detailiertere Angaben zu deinem Transfer machen könntest ... Reederei , Container-Preis , TransportZeit , Zoll in ZA .
@Markus1
Die Verschiffung SA-Sudan geht mit Hund,zumindest in den neuen Berichten!
Leider nimmt aber Grimaldi von Italien nach Israel keine Haustiere mit
Somit hat sich diese Alternative leider erledigt!
@Butschi
Ja,wie schon in Deinem anderen Threat erwähnt,wäre ich auch sehr an Details interessiert,weil meine Verschiffer ja ca. bei 5000 € alles in allem liegen!
warum machst Du das ganze nicht in umgekehrter Richtung? Schließlich hieß der Traum der Briten ja auch Cape-to-Cairo und nicht andersrum. Ich weiß ja nicht, wie lange Du bleiben wolltest, aber wenn es nicht nur ein paar Wochen sind, dann könnte sich der ganze Tumult in Nordafrika bis dahin ja wieder beruhigt haben.
Wir machen es ebenfalls von Süd nach Nord (sind allerdings schon mehrmals auf halbem Wege wieder umgekehrt, weil es uns im Süden einfach zu gut gefallen hat). Carnet ist in Süd- und Ostafrika bei uns nie ein Problem gewesen (sind seit 18 Jahren da unten), auch der Transport dahin ist deutlich einfacher zu organisieren.
Wir hatten unseren Wagen in den letzten zwei Jahren in Mombasa und haben dort viele Leute getroffen, die elend lange auf ihre Ladung oder ihren Container warten mussten. Und die oft auch noch richtig abgezockt worden sind. Bei der Einreise bist du denen quasi ausgeliefert. Solltest Du bei der Rückreise dort verladen müssen, ist das sicher wesentlich entspannter.
Hallo Wolfgang !
Ist ja schon toll , daß du dich bereits seit 18(!)Jahren im Süden aufhältst .
Die angesprochenen Probleme beim Import eines KFZ in Ostafrika kann ich mit gut vorstellen - war ja auch schon einige Male in K und TZ , allerdings ohne eigenes Auto .
Nachdem der Maghreb , meine Haupt-Urlaubsdestination seit 15 Jahren , nun zu schwierig und v.a.sehr beschränkt ist muß ich mich in den S verlegen .
Nach der Reise nach Hause fahren , wie aus N-Afrika , geht halt nicht - so bleibt das Auto eben irgendwo im Osten ...
Die Anreise war ja bisher problemlos , fast schon komfortabel - zudem kommt noch eine schöne Reise durch abgelegenere Länder , wie Sudan /Äthiopien .
Nicht außer Acht lassen kann ich außerdem , daß die Overland-Anreise deutl. günstiger ausfällt .... siehe post von INA , zzgl. eines one-way Flugs f. 2 Pers.... somit ist allein der Preis eine Kontraindikation .
Ab Monfalcone ist , mit gemütlicher Fahrt und Besichtigung der transitierten Länder , Ostafrika in 6-8 Wochen leicht zu erreichen ... mehr Zeit habe ich nicht im Stück :(
Man sollte die geänderten Verhältnsse ( Lib/Ägyp ) in der Anreise und damit verbundenen "Umwege" mal von anderer Seite betrachten : eigentlich eine Bereicherung: Israel , Jordanien , Saudi Arab und KEINE W.Halfa-Fähre !
Ich danke dir für deine wertvollen Hinweise bzgl. Verschiffung - aber der Weg ist ja (noch) offen - ich glaube die zukünftigen "Transafrikaner" werden sich umstellen können .
Noch eine Anmerkung betreffend Einreise und Visa für den Sudan...
Grundsätzlich werden vom Sudan keine Visa ausgestellt (und auch keine Einreise gewährleistet) wenn man Israel besucht hat!
Die Zweitpass-Variante wird nicht funktionieren weil die Sudanesen bei der Einreise mit grösster Wahrscheinlichkeit die vorhergegangene Reiseroute auf Plausibilität überprüfen. Ein Jordanien-Einreisestempel an einem Grenzort mit Israel wird zu längeren Diskussionen mit Zurückweisung führen. Falls im Zweitpass nur eine Stempelung von den Saudis vorhanden ist gibt's wohl auch Erklährungsnotstand...
Ich würde derzeit nach Djibouti verschiffen oder die Reise in umgekehrter Richtung durchführen!
ich kann Deine Angaben zu den Einreisebestimmungen für Sudan nicht bestätigen!
Weder auf der Webseite der sudanesischen Botschaft in Berlin noch auf der Sudan-Seite des Auswärtigen Amtes gibt es Bemerkungen zur Problematik eines israelischen Stempels im Pass - wie das bei anderen Ländern (Syrien, etc.) der Fall ist.
Die Erfahrung von born-to-be-free bereits vor zwei Jahren, der aus Israel direkt nach Ägypten ein- und dann in den Sudan weiterreiste, war ebenfalls unproblematisch. Ich werde versuchen, ihn noch einmal zu kontaktieren, da er im Wüstenschiff nicht mehr aktiv ist.
Meine Quelle zum Thema Sudan Einreisebestimmungen:
Bradt Travel Guide: Sudan
Ich besitze allerdings die Erstversion aus dem Jahr 2005! Vielleicht hat sich was geändert! Ich kenne auch einen Fahrradfahrer der seine Pläne ändern musste weil er aus besagtem Grund kein Visum für den Sudan erhielt!
Ich würde das sehr genau abklären; vielleicht bin ich aber nicht mehr up-to-date...
Ich besitze allerdings die Erstversion aus dem Jahr 2005! Vielleicht hat sich was geändert!
Das Friedensabkommen zwischen Nord- und Südsudan wurde just 2005 geschlossen. Seitdem enthalten beispielsweise sudanesische Pässe keine Formulierung mehr, dass sie für Israel nicht gültig sind - damals ein Zugeständnis an den mehrheitlich christlichen Süden.
Aber es ist schon richtig: Alle verfügbaren Infos recherchieren ist extrem wichtig!
ich habe eure Diskussion in diesem Thread sehr gespannt gelesen, da ich mich im Moment in exakt der Lage befinde. Wir wollen oder wollten im August/September die bekannte "ursprüngliche" Ostroute nach Kapstadt fahren und stehen vor der "Syrienfrage"...
Über Ägypten und den Sudan habe ich mir ehrlich gesagt nicht so große Sorgen (in Bezug auf meine Reise) gemacht, dass ich gleich über Mombasa, Iran, o.ä ausweichen müsste.
Deswegen war meine Entscheidung und Alternative die erwähnte Verschiffung nach Alexandria...
Dürfte ich die Diskussion nochmal auf die Tatsache zurücklenken, dass die ganze Diskussion so klingt, als ob Ägypten und Sudan großräumig (so wie Lybien) umfahren werden sollten?
Schätzt ihr die Lage derzeit wirklich so ein oder begründet sich das auf zu befürchtende/eventuelle Proteste in den kommenden Wochen?
Also nochmal ganz einfach: Ist es jetzt schon so schlimm, oder dient die Diskussion einem Wenn/Dann Fall?