Botswana | Warnung vor Leoparden im Moremi !
Moderator: Moderatoren
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Hallo Gabi & Marcel,
also ich verstehe es nicht .....
ihr fahrt nach Afrika resp. Botswana in eines der wildreichesten Gebiete überhaupt, übernachtet in einem offenen (nicht eingezäuntem) Camp und wundert euch über Begegnungen mit WILDEN Tieren dort und beklagt, dass Ranger nicht pro aktiv informieren/warnen.
Was soll der Ranger denn sagen ausser, "Sie befinden sich in der Wildnis mitten zwischen wilden Tieren, deren Verhalten niemand vorhersagen kann."
Was hätte in eurem Falle die Aussage des Rangers, "ein Leopard hat vor einiger Zeit ein Bodenzelt zerrissen", bewirkt ? Wärt ihr nicht zur Toilette gegangen ?
Was haben die zwei von euch gesichteten Leoparden mit dem Vorfall zu tun ?
Dass sich der Vorfall "Leopard zerreisst Bodenzelt" wiederholt, ist um ein vielfaches unwahrscheinlicher, als dass es einen weiteren Zwischenfall mit einem anderen Tier gibt.
1. Selbstverantwortung ist in Afrika angesagt
2. Wer sich in Gebieten mit wilden Tieren frei bewegt, ist jederzeit gefährdet, auch ausserhalb von Nationalparks.
3. Camps, insbesondere nicht eingezäunte, sind keine "wildtierfreie Zone".
4. Afrikanische Ranger/Wildhüter sind nicht mit z.B. den amerikanischen Rangern zu vergleichen, für die die Sicherheit ihrer Besucher an erster Stelle steht, ausgenommen vielleicht den südafrikanischen.
5. Afrikansiche Nationalparks sind schlecht organisiert und bereits mit den Verwaltungs- und Buchungsvorgängen überfordert. Zu erwarten, dass die Ranger sich zusätzlich auch noch bei der Vielzahl der Gefährdungen um die Sicherheitsbelange der europäischen Touristen zu kümmern, ist illusorisch.
Im Grunde hat es jeder selbst in der Hand, sein Risiko zu verringern, aber egal wie auch immer - wenn etwas passiert, dann habe ICH in erster Linie etwas verkehrt gemacht oder war einfach "zur falschen Zeit am falschen Platz.“
Gruss
Lothar
also ich verstehe es nicht .....
ihr fahrt nach Afrika resp. Botswana in eines der wildreichesten Gebiete überhaupt, übernachtet in einem offenen (nicht eingezäuntem) Camp und wundert euch über Begegnungen mit WILDEN Tieren dort und beklagt, dass Ranger nicht pro aktiv informieren/warnen.
Was soll der Ranger denn sagen ausser, "Sie befinden sich in der Wildnis mitten zwischen wilden Tieren, deren Verhalten niemand vorhersagen kann."
Was hätte in eurem Falle die Aussage des Rangers, "ein Leopard hat vor einiger Zeit ein Bodenzelt zerrissen", bewirkt ? Wärt ihr nicht zur Toilette gegangen ?
Was haben die zwei von euch gesichteten Leoparden mit dem Vorfall zu tun ?
Dass sich der Vorfall "Leopard zerreisst Bodenzelt" wiederholt, ist um ein vielfaches unwahrscheinlicher, als dass es einen weiteren Zwischenfall mit einem anderen Tier gibt.
1. Selbstverantwortung ist in Afrika angesagt
2. Wer sich in Gebieten mit wilden Tieren frei bewegt, ist jederzeit gefährdet, auch ausserhalb von Nationalparks.
3. Camps, insbesondere nicht eingezäunte, sind keine "wildtierfreie Zone".
4. Afrikanische Ranger/Wildhüter sind nicht mit z.B. den amerikanischen Rangern zu vergleichen, für die die Sicherheit ihrer Besucher an erster Stelle steht, ausgenommen vielleicht den südafrikanischen.
5. Afrikansiche Nationalparks sind schlecht organisiert und bereits mit den Verwaltungs- und Buchungsvorgängen überfordert. Zu erwarten, dass die Ranger sich zusätzlich auch noch bei der Vielzahl der Gefährdungen um die Sicherheitsbelange der europäischen Touristen zu kümmern, ist illusorisch.
Im Grunde hat es jeder selbst in der Hand, sein Risiko zu verringern, aber egal wie auch immer - wenn etwas passiert, dann habe ICH in erster Linie etwas verkehrt gemacht oder war einfach "zur falschen Zeit am falschen Platz.“
Gruss
Lothar
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Hallo Lothar,
es geht nicht darum, dass sich jemand wundert im Savuti tatsächlich einem wilden Tier begegnet zu sein.
Man kann sich in diesen offenen Camps aufhalten, weil der Mensch nicht in das Beuteschema der dortigen Raubtiere gehört. Diese Grundvoraussetzung wird in Frage gestellt, wenn sich herausstellt, dass es in einem Camp zu artuntypischen Verhalten, nämlich zu einem Beuteangriff auf einen Menschen gekommen ist. Hierbei ist es unerheblich, dass die Verhaltensänderung möglicherweise auf das Camp selbst zurückzuführen ist, weil Leoparden dort beispielsweise angefüttert worden sein könnten.
Da ich es, genau wie du, für illusorisch halte, sich auf die afrikanischen Wildhüter zu verlassen, hielt ich es für angeraten, hier im Forum die obige Warnung zu posten. Ob man daraus die Konsequenz zieht, diese zu ignorieren, Kinder nicht mehr alleine aus dem Auto zu lassen oder den Park komplett zu meiden, sei jedem selbst oder der Diskussion im Forum überlassen.
Ich fände es interessant zu hören, ob es neue Erfahrungen bezüglich der Situation in dem Camp von den Forumsteilnehmern gibt.
Gruß
Jakob
es geht nicht darum, dass sich jemand wundert im Savuti tatsächlich einem wilden Tier begegnet zu sein.
Man kann sich in diesen offenen Camps aufhalten, weil der Mensch nicht in das Beuteschema der dortigen Raubtiere gehört. Diese Grundvoraussetzung wird in Frage gestellt, wenn sich herausstellt, dass es in einem Camp zu artuntypischen Verhalten, nämlich zu einem Beuteangriff auf einen Menschen gekommen ist. Hierbei ist es unerheblich, dass die Verhaltensänderung möglicherweise auf das Camp selbst zurückzuführen ist, weil Leoparden dort beispielsweise angefüttert worden sein könnten.
Da ich es, genau wie du, für illusorisch halte, sich auf die afrikanischen Wildhüter zu verlassen, hielt ich es für angeraten, hier im Forum die obige Warnung zu posten. Ob man daraus die Konsequenz zieht, diese zu ignorieren, Kinder nicht mehr alleine aus dem Auto zu lassen oder den Park komplett zu meiden, sei jedem selbst oder der Diskussion im Forum überlassen.
Ich fände es interessant zu hören, ob es neue Erfahrungen bezüglich der Situation in dem Camp von den Forumsteilnehmern gibt.
Gruß
Jakob
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Sorry Lothar, so belehrende Diskussionen resp. das Umdrehen der Woerter obwohl Du die Umstande und uns nicht kennst, nerven einfach mit der Konsequenz dass wir keine Lust mehr haben, hier etwas zu posten.
Gabi und Marcel
Gabi und Marcel
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Geld regiert die Welt..... Die Parks brauchen die Touristen als Einnahmequelle.... und können sich keine Probleme/"schlechte Presse" leisten... also möglichst scnell und diskret das Problem beseitigen.... und da immer Infos verbreitet werden.... den Ruf zu haben (bei Touristen) das etwas gegen "Probletiere" sofort erledigt wird ist auch Gut... Aber wir sind doch die Herren der Schöpfung und möchzen im Park uns genau so sicher fühlen wie vor der Glotze wenn wir einen Naturfilm anschauen...Guido3 hat geschrieben:Falls das falsch herüber kam: Ich finde das Abschießen der Tiere natürlich nicht gut, denn ursächlicher Auslöser für das unnormale Verhalten von Problemtieren" sind in der Regel Menschen. Aber für andere denkbare Lösungen, z.B. das Vergrämen von sogenannten Problemtieren, fehlen in der Regel technische und finanzielle Kapazitäten. Und dann bleibt nur Abschießen als "Standardlösung". Damit es keinen Aufschrei von Touristen oder Naturschutzorganisationen gibt, macht man das möglichst geräuschlos.
My2C
Gruß
Gruß Albatross
Wer Tippfehler findet darf sie behalten

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Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Hallo Jakob:
Dass ein Mensch nicht ins Beuteschema passt mag im allgemeinen zutreffen, aber eben nicht immer, ausserdem sind Angriffe von Tieren meistens anders motiviert, z.B. Verteidigung, Revierverhalten etc, da von „untypischem Verhalten“ zu sprechen, ist eine Verkehrung der Sichtweise. Wir dringen in ihr Gebiet ein und wenn sie sich dann aus unserer Sicht uns gegenüber „fehlverhalten“, handeln sie untypisch und müssen beseitigt werden ????
Das ist der Ansatz, der mir echte Bauchschmerzen bereitet. Wer so denkt, sollte besser in andere Nationalparks fahren, wo der Kontakt zwischen Mensch und Tier durch entsprechende Massnahmen ausgeschlossen ist - es gibt ja genug davon.
Die Annahme (oder gar Forderung), auf offenen Camps müssen sich Menschen ungefährdet aufhalten können ist falsch und eben das Problem, denn man gefährdet nicht nur sich selbst ( oder seine Kinder), sondern es hat eben u.U. auch andere Konsequenzen.
Das „Problemtier“ wird evtl. getötet und es werden Sicherheitsmassnahmen durchgeführt. Camps werden eingezäunt, Schilder aufgestellt, man muss Regressverzicht unterschreiben etc.
Mit anderen Worten - die Region verändert sich, sie wird „touristisch aufbereitet“. Das mag man nun befürworten oder nicht .
Ich befürworte es eben nicht ! Insbesondere nicht in der Khwai-Region.
Aber nicht nur die Forderung nach Sicherheit hat Einfluss auf die Region - JEDE Forderung oder Beschwerde (über Toiletten, Strassenzustand, Wasserversorgung usw.) kann eben weitere Eingriffe in die Natur auslösen.
@Gabi
Mir geht es nicht um „Belehrung“ auch wenn es so rübergekommen sein mag , sondern um den Erhalt der Natur. Du sprichst von Wortverdrehung in Unkenntnis der Hintergünde. Welche Hintergründe ?
Dann beschreibe sie doch.
Mir stellt sich die Situation so dar:
Ihr seht Leoparden auf dem offenen Camp, fragt den Ranger ob die gefährlich sind und er antwortet mit dem Hinweis auf den Vorfall mit dem Zelt, hättet aber erwartet, dass er euch vorher auf die Gefahr von Leoparden aufmerksam hätte machen sollen.
Und da gehen unsere Meinungen eben auseinander ....
Ich hoffe aber, dass ihr euch gefreut habt, die Leoparden zu sehen.
Gruss
Lothar
Ich sehe das etwas anders: Viele Camps in Botswana sind offen, weil sie bisher noch nicht (!) eingezäunt sind und weil es eben den Reiz ausmacht, sich wirklich in freier Wildnis aufzuhalten.Man kann sich in diesen offenen Camps aufhalten, weil der Mensch nicht in das Beuteschema der dortigen Raubtiere gehört.
Dass ein Mensch nicht ins Beuteschema passt mag im allgemeinen zutreffen, aber eben nicht immer, ausserdem sind Angriffe von Tieren meistens anders motiviert, z.B. Verteidigung, Revierverhalten etc, da von „untypischem Verhalten“ zu sprechen, ist eine Verkehrung der Sichtweise. Wir dringen in ihr Gebiet ein und wenn sie sich dann aus unserer Sicht uns gegenüber „fehlverhalten“, handeln sie untypisch und müssen beseitigt werden ????
Das ist der Ansatz, der mir echte Bauchschmerzen bereitet. Wer so denkt, sollte besser in andere Nationalparks fahren, wo der Kontakt zwischen Mensch und Tier durch entsprechende Massnahmen ausgeschlossen ist - es gibt ja genug davon.
Die Annahme (oder gar Forderung), auf offenen Camps müssen sich Menschen ungefährdet aufhalten können ist falsch und eben das Problem, denn man gefährdet nicht nur sich selbst ( oder seine Kinder), sondern es hat eben u.U. auch andere Konsequenzen.
Das „Problemtier“ wird evtl. getötet und es werden Sicherheitsmassnahmen durchgeführt. Camps werden eingezäunt, Schilder aufgestellt, man muss Regressverzicht unterschreiben etc.
Mit anderen Worten - die Region verändert sich, sie wird „touristisch aufbereitet“. Das mag man nun befürworten oder nicht .
Ich befürworte es eben nicht ! Insbesondere nicht in der Khwai-Region.
Aber nicht nur die Forderung nach Sicherheit hat Einfluss auf die Region - JEDE Forderung oder Beschwerde (über Toiletten, Strassenzustand, Wasserversorgung usw.) kann eben weitere Eingriffe in die Natur auslösen.
@Gabi
Mir geht es nicht um „Belehrung“ auch wenn es so rübergekommen sein mag , sondern um den Erhalt der Natur. Du sprichst von Wortverdrehung in Unkenntnis der Hintergünde. Welche Hintergründe ?
Dann beschreibe sie doch.
Mir stellt sich die Situation so dar:
Ihr seht Leoparden auf dem offenen Camp, fragt den Ranger ob die gefährlich sind und er antwortet mit dem Hinweis auf den Vorfall mit dem Zelt, hättet aber erwartet, dass er euch vorher auf die Gefahr von Leoparden aufmerksam hätte machen sollen.
Und da gehen unsere Meinungen eben auseinander ....
Ich hoffe aber, dass ihr euch gefreut habt, die Leoparden zu sehen.
Gruss
Lothar
-
Guido3
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Hallo Lothar,
Ansonsten kommt es immer wieder vor, dass Wildtiere auf die Nähe zu Menschen konditioniert werden, weil sie gelernt haben, dass es da ohne Aufwand Futter gibt. Ursache ist Fehlverhalten von Menschen. Es ist dann bitter aber trotzdem in der Regel richtig diese Tiere abzuschießen.
Beste Grüße
Guido
* Alternativ kannst Du die Sharing-Policy akzeptieren und bekommst 2 weitere Autos und bis zu 6 weitere Personen auf "Deine" Campsite gestellt. Dann ist es mit dem Buscherlebnis nicht mehr so weit her aber dafür zahlst Du nur 70 EUR.
Noch vor 3 Jahren (unter Verwaltung durch das DWNP) haben 2 Personen für eine Campsite zusammen 16 EUR bezahlt. Ohne das sich am Standard etwas geändert hat, werden in Third Bridge nun zum Beispiel 210 EUR aufgerufen*. Ich will da auch keine Asphaltstraße plus Bar, Massagesalon etc. Eine irgendwie funktionierende Wasserversorgung und eine halbwegs benutzbare Toilette ist bei dem Preis aber vielleicht nicht zu viel verlangt? Zumal man das ja nicht bei den Rangern sondern bei den Campsite-Betreibern reklamieren wird. Das bisschen, was die an Gegenleistung für all das Geld zu erbringen haben, darf man dann auch einfordern.Lothar hat geschrieben:Aber nicht nur die Forderung nach Sicherheit hat Einfluss auf die Region - JEDE Forderung oder Beschwerde (über Toiletten, Strassenzustand, Wasserversorgung usw.) kann eben weitere Eingriffe in die Natur auslösen.
Ansonsten kommt es immer wieder vor, dass Wildtiere auf die Nähe zu Menschen konditioniert werden, weil sie gelernt haben, dass es da ohne Aufwand Futter gibt. Ursache ist Fehlverhalten von Menschen. Es ist dann bitter aber trotzdem in der Regel richtig diese Tiere abzuschießen.
Beste Grüße
Guido
* Alternativ kannst Du die Sharing-Policy akzeptieren und bekommst 2 weitere Autos und bis zu 6 weitere Personen auf "Deine" Campsite gestellt. Dann ist es mit dem Buscherlebnis nicht mehr so weit her aber dafür zahlst Du nur 70 EUR.
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Hallo Guido,
Natürlich - das Preis/Leistungsverhältnis ist irrational und eine Frechheit, aber wo wir schon über alte Zeiten reden - Savuti (Camp) hatte genau diese Probleme (Toiletten/Wasser) und war trotzdem immer gut besucht. Ja, die Toiletten waren immer der Aufreger, aber es gehörte irgendwie dazu. Ich brauche keine gefliesten Bäder im Savuti oder Moremi.
Wer sich in den Busch begibt, sollte auch bereit sein, „Unbill“ dafür in Kauf zu nehmen, wer es „easy“ haben möchte, soll in den Krüger fahren. Dann sässen eben nur Leute abends am Lagerfeuer, die dazu bereit sind. Mir würde es reichen, wenn Wasser irgendwie vorhanden wäre.
Wenn die Klospülung nicht läuft, nehme ich eben einen Eimer Wasser mit oder habe eine andere Lösung.
Und sorry, ich bin eben nicht dafür, dass man Tiere abschiesst, welche die Touristenidylle stören, bzw. wenn die Touristen sich falsch verhalten haben. Man kann doch eher von den Safari-Touristen erwarten, dass sie sich kraft ihrer Intelligenz richtig verhalten, als von den Wildtieren.
Welchen Einfluss das Anfüttern von Tieren auf die Sicherheit im Camp hat, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich kenne viele Vorfälle, bei denen es keine Rolle gespielt hat und erst recht kann ich mir nicht vorstellen, dass sich Touristen auf dem Camp dann anders verhalten würden - jedenfalls nicht in puncto „eigene Sicherheit“.
Gruss
Lothar
Guido hat geschrieben:Ohne das sich am Standard etwas geändert hat, werden in Third Bridge nun zum Beispiel 210 EUR aufgerufen* Ich will da auch keine Asphaltstraße plus Bar, Massagesalon etc. Eine irgendwie funktionierende Wasserversorgung und eine halbwegs benutzbare Toilette ist bei dem Preis aber vielleicht nicht zu viel verlangt
Natürlich - das Preis/Leistungsverhältnis ist irrational und eine Frechheit, aber wo wir schon über alte Zeiten reden - Savuti (Camp) hatte genau diese Probleme (Toiletten/Wasser) und war trotzdem immer gut besucht. Ja, die Toiletten waren immer der Aufreger, aber es gehörte irgendwie dazu. Ich brauche keine gefliesten Bäder im Savuti oder Moremi.
Wer sich in den Busch begibt, sollte auch bereit sein, „Unbill“ dafür in Kauf zu nehmen, wer es „easy“ haben möchte, soll in den Krüger fahren. Dann sässen eben nur Leute abends am Lagerfeuer, die dazu bereit sind. Mir würde es reichen, wenn Wasser irgendwie vorhanden wäre.
Wenn die Klospülung nicht läuft, nehme ich eben einen Eimer Wasser mit oder habe eine andere Lösung.
Und sorry, ich bin eben nicht dafür, dass man Tiere abschiesst, welche die Touristenidylle stören, bzw. wenn die Touristen sich falsch verhalten haben. Man kann doch eher von den Safari-Touristen erwarten, dass sie sich kraft ihrer Intelligenz richtig verhalten, als von den Wildtieren.
Welchen Einfluss das Anfüttern von Tieren auf die Sicherheit im Camp hat, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich kenne viele Vorfälle, bei denen es keine Rolle gespielt hat und erst recht kann ich mir nicht vorstellen, dass sich Touristen auf dem Camp dann anders verhalten würden - jedenfalls nicht in puncto „eigene Sicherheit“.
Gruss
Lothar
-
Guido3
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Ich brauche auch keinen Luxus im Busch und habe auch kein Problem mit Wildem Camping und genau null Infrastruktur. Wenn aber eine Infrastruktur bestehend aus Dusche und Toilette zu einer Campsite gehört und ich für die Campsite 210 EUR bezahlen soll, dann müssen nicht unbedingt die Wasserhähne aus massivem Gold sein, aber funktionieren sollte das schon.Lothar hat geschrieben:Wer sich in den Busch begibt, sollte auch bereit sein, „Unbill“ dafür in Kauf zu nehmen, wer es „easy“ haben möchte, soll in den Krüger fahren.
Ich bin auch nicht für den Abschuss von Tieren. Wenn sich das Tier durch Fehlverhalten von Menschen erst einmal ein untypisches Verhalten angewöhnt hat, wird es sich das nicht mehr abgewöhnen. Man kann nicht zugucken, wie Menschen zu schaden kommen und die andere Konsequenz, nämlich Touristen aus der Gegend zu verbannen, hätte noch weitaus schlimmere Folgen für die Tierwelt.Lothar hat geschrieben:Und sorry, ich bin eben nicht dafür, dass man Tiere abschiesst, welche die Touristenidylle stören, bzw. wenn die Touristen sich falsch verhalten haben.
Theoretisch ja, praktisch ist die Denkweise eher naiv. Mindestens 10-20% werden sich nicht korrekt verhalten. Und auch die, die sich eigentlich korrekt verhalten wollen und genug Wissen haben, machen mal Fehler. Du auch. Ich auch. Auch wenn da der Mensch in das "Reich der Tiere" eindringt, ist es rational, das Problemtier abzuschießen.Lothar hat geschrieben:Man kann doch eher von den Safari-Touristen erwarten, dass sie sich kraft ihrer Intelligenz richtig verhalten, als von den Wildtieren.
Es geht glaube ich weniger um das gezielte Anfüttern als um den nachlässigen Umgang mit Lebensmitteln.Lothar hat geschrieben:Welchen Einfluss das Anfüttern von Tieren auf die Sicherheit im Camp hat,
Ansonsten kann man nur heute noch möglichst häufig hinfahren und die Gegend genießen. Es wird langfristig nicht besser werden. Ich liebe das Kaokoveld in Namibia, das in weiten Teilen wilder, unerschlossener und vor allem unregulierter als der Norden Botswanas ist. Auch dort wird es wie in Botswana in der Zukunft mehr Regulierungen und Limitierungen geben. So schlecht ich das persönlich finde, so sinnvoll ist es objektiv betrachtet meistens. Die Gegenden werden immer mehr von Leuten besucht, die vielleicht weniger gut vorbereitet sind, Spaß und Action wollen. Und als campender Individualtouristen sind wir für Politik und Tourismusindustrie sowieso weitgehend irrelevant und haben keine Lobby.
Im Kaokoveld werden im Übrigen die Chinesen in wenigen Jahren in riesigem Maßstab Rohstoffe fördern (insbesondere Eisenerz). Über zehntausend neue Arbeitsplätze, Stahlwerke, neue Industriestadt, neuer Hafen bei Cape Fria, neue Bahnstrecke etc. werden die Gegend massiv verändern.
Beste Grüße
Guido
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Ach Guido,
- du kannst es auch naiv nennen, wenn ich erwarte, dass sich die Finanzwelt mal an Spielregeln hält,
- du kannst es naiv nennen, wenn ich das ungebremst Bevölkerungswachstum verurteilen.
- du kannst es naiv nennen, wenn ich eine Privatisierung von Nationalparks o.a. verurteile
und, und und .....
Ich bin nicht so weltfremd, um zu erkennen, in welche Richtung der Zug fährt, aber das heisst nicht, dass ich mich damit abfinden oder gar anfreunden werde, wie es dir wohl gelungen ist.
Das ist auch der Grund, weshalb ich hier in diesem Thread schreibe und mich hier „anblöffen“ lasse (-> Gabi -> Belehrung).
Auch wenn man den Trend nicht aufhalten kann, kann man versuchen, ihn zu verlangsamen oder zu entschärfen.
denn je mehr Leuten klar ist,
- dass NIEMAND ausser ihnen selbst für ihre Sicherheit verantwortlich ist oder sorgt,
- dass im Falle einer Tierattacke man nicht nur selbst betroffen ist, sondern das auch Konsequenzen für das Tier und auch für das Camp oder die Region haben kann.
- dass jede Forderung nach besserer Infrastruktur ein Eingriff in die Natur zur Folge haben kann,
um so zurückhaltender und vorsichtiger wird man sich möglicherweise verhalten - aber es muss den Safaritouristen eben erst klar sein, und das ist nicht immer der Fall.
Diese Erkenntnisse sind im übrigen auch bei mir erst nach einiger Zeit durchgesickert.
Die Sache mit dem „Problemtier“ hört sich prima an, aber wie ich bereits in einem anderen Beitrag schrieb, glaube ich nicht an DAS Problemtier. Es gibt sie zweifellos, aber nicht alle Attacken sind auf Problemtiere zurückzuführen.
Ist ein Elefant, der Obst riecht und ein Zelt attackiert ein „Problemtier“ ?
Ist der Büffel, der im Gras übersehen wurde und attackiert ein Problemtier ?
Ist das Hippo, das ein Kanu attackiert, der Leopard, der übersehen wurde und sich in die Enge getrieben fühlt, die Gruppe von Hyänen, die ein Kind attackieren, der Löwe, der attackiert, weil ihm nachts ein Mensch zu nahe kommt, ein Problemtier ?
Wer glaubt, durch Töten der „Problemtiere“ ein Camp oder eine Region touristensicher zu schiessen, der irrt. Es dient hauptsächlich der Beruhigung der Touristen, damit sie sich wieder sicher fühlen können - und damit ist das nächste Unheil schon wieder vorprogrammiert.
Gruss
Lothar
... es stört mich nicht, wenn du es naiv nennst, wenn ich erwarte, dass sich Safari-Touristen richtig verhalten,praktisch ist die Denkweise eher naiv.
- du kannst es auch naiv nennen, wenn ich erwarte, dass sich die Finanzwelt mal an Spielregeln hält,
- du kannst es naiv nennen, wenn ich das ungebremst Bevölkerungswachstum verurteilen.
- du kannst es naiv nennen, wenn ich eine Privatisierung von Nationalparks o.a. verurteile
und, und und .....
Ich bin nicht so weltfremd, um zu erkennen, in welche Richtung der Zug fährt, aber das heisst nicht, dass ich mich damit abfinden oder gar anfreunden werde, wie es dir wohl gelungen ist.
Das ist auch der Grund, weshalb ich hier in diesem Thread schreibe und mich hier „anblöffen“ lasse (-> Gabi -> Belehrung).
Auch wenn man den Trend nicht aufhalten kann, kann man versuchen, ihn zu verlangsamen oder zu entschärfen.
denn je mehr Leuten klar ist,
- dass NIEMAND ausser ihnen selbst für ihre Sicherheit verantwortlich ist oder sorgt,
- dass im Falle einer Tierattacke man nicht nur selbst betroffen ist, sondern das auch Konsequenzen für das Tier und auch für das Camp oder die Region haben kann.
- dass jede Forderung nach besserer Infrastruktur ein Eingriff in die Natur zur Folge haben kann,
um so zurückhaltender und vorsichtiger wird man sich möglicherweise verhalten - aber es muss den Safaritouristen eben erst klar sein, und das ist nicht immer der Fall.
Diese Erkenntnisse sind im übrigen auch bei mir erst nach einiger Zeit durchgesickert.
Die Sache mit dem „Problemtier“ hört sich prima an, aber wie ich bereits in einem anderen Beitrag schrieb, glaube ich nicht an DAS Problemtier. Es gibt sie zweifellos, aber nicht alle Attacken sind auf Problemtiere zurückzuführen.
Ist ein Elefant, der Obst riecht und ein Zelt attackiert ein „Problemtier“ ?
Ist der Büffel, der im Gras übersehen wurde und attackiert ein Problemtier ?
Ist das Hippo, das ein Kanu attackiert, der Leopard, der übersehen wurde und sich in die Enge getrieben fühlt, die Gruppe von Hyänen, die ein Kind attackieren, der Löwe, der attackiert, weil ihm nachts ein Mensch zu nahe kommt, ein Problemtier ?
Wer glaubt, durch Töten der „Problemtiere“ ein Camp oder eine Region touristensicher zu schiessen, der irrt. Es dient hauptsächlich der Beruhigung der Touristen, damit sie sich wieder sicher fühlen können - und damit ist das nächste Unheil schon wieder vorprogrammiert.
Gruss
Lothar
-
Guido3
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Hallo Lothar,
http://nanjaandjelle.50webs.com/savuti-elephant.html
Und Leute, die so etwas (unabsichtlich) provozieren, wird es immer geben. Siehe hier. Keine unbedarften Anfänger sondern offenbar erfahrene Südafrikaner...
Mir liegt die Tierwelt im südlichen Afrika wirklich am Herzen, weshalb ich mich u.a. auch da konkret engagiere. Zu vielen Dingen hatte ich früher auch striktere Positionen, die waren aber meistens kontraproduktiv.
Beste Grüße
Guido
Das kann man zu recht erwarten. Man kann auch erwarten, dass sich niemand kriminell verhält. Es wäre nur realisitätsfern, fahrlässig und kontraproduktiv, dann davon auszugehen, dass man sich dank dieser Erwartungshaltung um die Realitäten nicht weiter kümmern muss.Lothar hat geschrieben:... es stört mich nicht, wenn du es naiv nennst, wenn ich erwarte, dass sich Safari-Touristen richtig verhalten,
Wenn der Elefant das einmal macht, dann nicht. Wenn er die Verbindung hergestellt hat "Menschen/Zelte = Delikatessen" und entsprechend gezielt Zelte hoch nimmt, dann ist er ein Problemtier. Die Story geht dann leider immer so:Lothar hat geschrieben:Ist ein Elefant, der Obst riecht und ein Zelt attackiert ein „Problemtier“ ?
http://nanjaandjelle.50webs.com/savuti-elephant.html
Und Leute, die so etwas (unabsichtlich) provozieren, wird es immer geben. Siehe hier. Keine unbedarften Anfänger sondern offenbar erfahrene Südafrikaner...
Nein, das ist in der Regel das logische Ergebnis einer rationalen Abwägung. Es ist aber normal, dass Touristen, die einmal im Jahr eine "Safari" machen, sich in Sachen Wildlife immer besser auskennen wollen als die Einheimischen.Lothar hat geschrieben:Wer glaubt, durch Töten der „Problemtiere“ ein Camp oder eine Region touristensicher zu schiessen, der irrt.
Mir liegt die Tierwelt im südlichen Afrika wirklich am Herzen, weshalb ich mich u.a. auch da konkret engagiere. Zu vielen Dingen hatte ich früher auch striktere Positionen, die waren aber meistens kontraproduktiv.
Beste Grüße
Guido
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Hallo Guido,
Wenn der Problemtierabschuss die Lösung ist - worüber reden wir dann ??
Solange Leute mit dem Gefühl der Sicherheit im Busch oder im Camp herumlaufen, Kinder im Khwai planschen (schon gesehen !) und davon ausgehen, dass Wildhüter um ihre Sicherheit besorgt sind, muss auch (oder besonders) an diesem Punkt angesetzt werden, nicht nur im Interesse der Leute selbst ....
Das ist die kontraproduktive, unqualifizierte Meinung eines Safaritouristen, der seit 12 Jahren für mehrere Monate pro Jahr in Afrika herumirrt, aber leider immer noch keine Ahnung vom Geschehen dort hat.
Gruss
Lothar
Anmerkung zum Video „Appel in the Tent“
Man kann nur von Glück reden, dass nicht gerade einer der Touries/Buren seinen Brandyweinrausch im Zelt ausgeschlafen hat - wäre dann der Elefant zum Problemtier geworden ?
??? ich gehe nicht davon aus, dass diese Erwartungshaltung ausreicht, sondern dass eindringliche Appelle oder vielleicht diese Diskussion hier mit dazu beitragen, unnötige Zusammenstösse mit den Wildtieren zu vermeiden. So hoffe ich, dass möglicherweise einigen Leuten, die hier mitlesen und wie Jakob annehmen, man könne sich auf den offenen Camps oder gar in der Region sicher bewegen, einem gefährlichen Trugschluss unterliegen.Guido hat geschrieben:Es wäre nur realisitätsfern, fahrlässig und kontraproduktiv, dann davon auszugehen, dass man sich dank dieser Erwartungshaltung um die Realitäten nicht weiter kümmern muss
Ja, und genau das ist der Punkt ! Die Problemlösung über den Abschuss setzt nämlich erst den (wiederholten) Zwischenfall voraus, und genau aus diesem Grunde kann man zwar das Risiko einer Wiederholungstat ausschliessen, aber sicher für Menschen bekommt man die Region dadurch eben nicht. Mir sind mittlerweile so einige Zwischenfälle bekannt und ich war auch schon mehrmals in kritischen Situation - die „Problemtier-Theorie“ hätte da nicht viel geholfen, es sei denn, man hätte vorher alles kurz und kleingeschossen.Guido hat geschrieben:Wenn der Elefant das einmal macht, dann nicht. Wenn er die Verbindung hergestellt hat "Menschen/Zelte = Delikatessen" und entsprechend gezielt Zelte hoch nimmt, dann ist er ein
Problemtier.
Wenn der Problemtierabschuss die Lösung ist - worüber reden wir dann ??
Solange Leute mit dem Gefühl der Sicherheit im Busch oder im Camp herumlaufen, Kinder im Khwai planschen (schon gesehen !) und davon ausgehen, dass Wildhüter um ihre Sicherheit besorgt sind, muss auch (oder besonders) an diesem Punkt angesetzt werden, nicht nur im Interesse der Leute selbst ....
Das ist die kontraproduktive, unqualifizierte Meinung eines Safaritouristen, der seit 12 Jahren für mehrere Monate pro Jahr in Afrika herumirrt, aber leider immer noch keine Ahnung vom Geschehen dort hat.
Gruss
Lothar
Anmerkung zum Video „Appel in the Tent“
Man kann nur von Glück reden, dass nicht gerade einer der Touries/Buren seinen Brandyweinrausch im Zelt ausgeschlafen hat - wäre dann der Elefant zum Problemtier geworden ?
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Hallo Lothar,
erstens möchte ich mir Spekulationen darüber, was ich über die Sicherheit in den besagten Camps oder der Region annehme, verbitten.
Zweitens habe ich in meinem letzten Posting versucht, den Zweck dieses Threads erneut zu erläutern. Ich möchte vorschlagen, dass die Moderatoren die philosophischen Erörterungen zu einem eigenen Thread abspalten. So dass man hier wieder zu dem eigentlichen Thema zurückkehren kann.
Gruß
Jakob
erstens möchte ich mir Spekulationen darüber, was ich über die Sicherheit in den besagten Camps oder der Region annehme, verbitten.
Zweitens habe ich in meinem letzten Posting versucht, den Zweck dieses Threads erneut zu erläutern. Ich möchte vorschlagen, dass die Moderatoren die philosophischen Erörterungen zu einem eigenen Thread abspalten. So dass man hier wieder zu dem eigentlichen Thema zurückkehren kann.
Gruß
Jakob
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
.....
Gruss
Lothar
Ich habe meine Meinung dazu gepostet und damit ist der Fall für mich erledigt.Jakob hat geschrieben:Man kann sich in diesen offenen Camps aufhalten, weil der Mensch nicht in das Beuteschema der dortigen Raubtiere gehört.
Gruss
Lothar
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Hallo Jakob,
ich greife das Thema noch mal auf, weil ich mich gefragt habe, was die Ursache einer so unterschiedlichen Einschätzung zur Sicherheit auf offenen Camps sein kann - nun - ich vermute du bist Südafrikaner oder bist in ihrem Reisestil unterwegs. DAS könnte einiges erklären.
Sie haben dabei Overseas“ gegenüber mindestens zwei entscheidende Vorteile:
1. Sie sind mit dem Wildlife vertraut und gut informiert.
2. Sie reisen in Gruppen und können Gefahrenquellen so schneller erkennen.
(10 erfahrene Augen erkennen mehr als 4 unerfahrene)
Im Übrigen sind Südafrikaner auch etwas „robuster“ im Umgang mit Mensch und Natur.
Wenn du hier postest „Man kann sich auf offenen Camps aufhalten , weil man nicht ins Beuteschema passt“, dann mag das für ein südafrikanisches Forum die richtigen Leser finden, für Oversea-Leser finde ich diese Aussage zu gewagt, wenn nicht gefährlich. Wenn Afrika-Einsteiger so etwas lesen ...... und viele Overseas fahren nur ein- zweimal dort hin.
Du kritisierst, dass ich nur herum philosophiere - nun ja -, dann gebe ich mal ein paar verbürgte Beispiele aus der Praxis, damit klarer wird, was es mit der „Beuteschema-Theorie“ auf sich hat, alles ereignete sich auf einem offenen Camp:
- Ich wäre um Haaresbreite von Büffeln überrannt worden, nur die Nähe zum Fahrzeug hat mich vor einen Unfall bewahrt. Wie sich später zeigte, wurden die Büffel von Löwen gejagt.
- Ein junger Elefantenbulle ist auf mich losgegangen, als ich ihn aus 30m Entfernung hinter einem Baum versteckt fotografiert habe und er das Geräusch der Spiegelreflex gehört hat.
Er stand mir auf einem Meter gegenüber und hätte mich töten können.
- Ein Mädchen wurde von einem Löwen aus Zelt geholt und getötet, ist schon etwas her, aber das ist mir besonders in Erinnerung , weil das Mädchen aus einer Nachbarstadt hier kam.
- Ein Löwe hat ein Paar im Zelt attackiert, die Frau skalpiert und dem Mann das Fleisch vom
Ellenbogen gezogen. Beiden konnte zum Glück schnell geholfen werden.
- Reisebekannte wurden von einem Elefanten angegriffen und schwer verletzt.
... das sind nur ein paar „verbürgte“ Beispiele und deren gibt es genug, auch wenn manches doppelt und dreifach die Runde macht.
- und nicht zuletzt beschreibst du ja selbst den aktuellen Vorfall mit dem Leoparden.
Ich verlasse mich jedenfalls nicht auf die „Beuteschema-Theorie“, wenn ich mich im Busch oder Camps aufhalte, vielleicht kann man das anders handhanden, wenn man in Gruppen unterwegs ist.
Gruss
Lothar
ich greife das Thema noch mal auf, weil ich mich gefragt habe, was die Ursache einer so unterschiedlichen Einschätzung zur Sicherheit auf offenen Camps sein kann - nun - ich vermute du bist Südafrikaner oder bist in ihrem Reisestil unterwegs. DAS könnte einiges erklären.
Sie haben dabei Overseas“ gegenüber mindestens zwei entscheidende Vorteile:
1. Sie sind mit dem Wildlife vertraut und gut informiert.
2. Sie reisen in Gruppen und können Gefahrenquellen so schneller erkennen.
(10 erfahrene Augen erkennen mehr als 4 unerfahrene)
Im Übrigen sind Südafrikaner auch etwas „robuster“ im Umgang mit Mensch und Natur.
Wenn du hier postest „Man kann sich auf offenen Camps aufhalten , weil man nicht ins Beuteschema passt“, dann mag das für ein südafrikanisches Forum die richtigen Leser finden, für Oversea-Leser finde ich diese Aussage zu gewagt, wenn nicht gefährlich. Wenn Afrika-Einsteiger so etwas lesen ...... und viele Overseas fahren nur ein- zweimal dort hin.
Du kritisierst, dass ich nur herum philosophiere - nun ja -, dann gebe ich mal ein paar verbürgte Beispiele aus der Praxis, damit klarer wird, was es mit der „Beuteschema-Theorie“ auf sich hat, alles ereignete sich auf einem offenen Camp:
- Ich wäre um Haaresbreite von Büffeln überrannt worden, nur die Nähe zum Fahrzeug hat mich vor einen Unfall bewahrt. Wie sich später zeigte, wurden die Büffel von Löwen gejagt.
- Ein junger Elefantenbulle ist auf mich losgegangen, als ich ihn aus 30m Entfernung hinter einem Baum versteckt fotografiert habe und er das Geräusch der Spiegelreflex gehört hat.
Er stand mir auf einem Meter gegenüber und hätte mich töten können.
- Ein Mädchen wurde von einem Löwen aus Zelt geholt und getötet, ist schon etwas her, aber das ist mir besonders in Erinnerung , weil das Mädchen aus einer Nachbarstadt hier kam.
- Ein Löwe hat ein Paar im Zelt attackiert, die Frau skalpiert und dem Mann das Fleisch vom
Ellenbogen gezogen. Beiden konnte zum Glück schnell geholfen werden.
- Reisebekannte wurden von einem Elefanten angegriffen und schwer verletzt.
... das sind nur ein paar „verbürgte“ Beispiele und deren gibt es genug, auch wenn manches doppelt und dreifach die Runde macht.
- und nicht zuletzt beschreibst du ja selbst den aktuellen Vorfall mit dem Leoparden.
Ich verlasse mich jedenfalls nicht auf die „Beuteschema-Theorie“, wenn ich mich im Busch oder Camps aufhalte, vielleicht kann man das anders handhanden, wenn man in Gruppen unterwegs ist.
Gruss
Lothar
Re: Botswana - Warnung vor Leoparden im Moremi !
Hallo,
.... ein interessanter Bericht passend zum Thema „Problemtiere“:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 58355.html
Ein Kommentator bringt die Problematik auf den Punkt :
Zitat (etwas modifiziert):
„Dürfte man Löwen in der Serengeti abschiessen, damit man dort ungefährdet joggen kann ?“
Gruss
Lothar
.... ein interessanter Bericht passend zum Thema „Problemtiere“:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 58355.html
Ein Kommentator bringt die Problematik auf den Punkt :
Zitat (etwas modifiziert):
„Dürfte man Löwen in der Serengeti abschiessen, damit man dort ungefährdet joggen kann ?“
Gruss
Lothar




