Trockene Gegend - Wasserloch - warum ist das falsch ?
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markus-1969
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- Registriert: So 17. Apr 2011, 21:36
Trockene Gegend - Wasserloch - warum ist das falsch ?
Hallo,
eine Gegend ist trocken. Man grabe ein Loch, ganz tief und hole das Wasser aus der Tiefe und verteile es durch ein Leitungsnetz.
Ich hab mal gehört, daß Entwicklungshelfer so arbeiteten. Man sagte ihnen, daß das falsch sei. Nur weiß ich nicht, warum.
weiß das jemand von Euch ?
Danke
markus
eine Gegend ist trocken. Man grabe ein Loch, ganz tief und hole das Wasser aus der Tiefe und verteile es durch ein Leitungsnetz.
Ich hab mal gehört, daß Entwicklungshelfer so arbeiteten. Man sagte ihnen, daß das falsch sei. Nur weiß ich nicht, warum.
weiß das jemand von Euch ?
Danke
markus
Re: Trockene Gegend - Wasserloch - warum ist das falsch ?
Hallo Markus
Ich kann Dir auch nicht sagen wieso das den Helfern gesagt wurde.
Meine Erfahrung ist, baut man ein Leitungsnetz wird das Wasser verschwendet.
1. sind die Leitungen selten dicht, da wird viel improvisiert.
2. sind die Ventile nach kurzer Zeit undicht und werden dann nicht oder selten repariert.
3. hat ein Grossteil der Bevölkerung zu wenig Sensibilität (wie übrigens bei uns auch) im Umgang mit dem Wasser.
Die Aussage, es läuft ja, also lassen wir es laufen, ist Standard.
Bei uns wir das über den Preis geregelt, wer einmal eine saftige Wasserrechnung bekommen hat, der spart automatisch.
In Algerien zB. da wird dann einfach die Wasserrechung nicht bezahlt, oder noch besser, gleich der Wassermesser ausgebaut.
Darum wird zB. in Timimoun das Netz täglich für mehrere Stunden abgestellt, dann kann sich das Reservoir wieder erholen.
Ich habe erlebt, dass in Gegenden mit notorischem Wassermangel trotzdem die Wasseranschlüsse, Pumpen und das Netz etc. mehr Wasser verliert, als zum Verbraucher kommt.
Muss man das Wasser im Kanister, evtl. noch über mehrere Kilometer tragen, da wird man automatisch sparsam.
Gruss Turi
Ich kann Dir auch nicht sagen wieso das den Helfern gesagt wurde.
Meine Erfahrung ist, baut man ein Leitungsnetz wird das Wasser verschwendet.
1. sind die Leitungen selten dicht, da wird viel improvisiert.
2. sind die Ventile nach kurzer Zeit undicht und werden dann nicht oder selten repariert.
3. hat ein Grossteil der Bevölkerung zu wenig Sensibilität (wie übrigens bei uns auch) im Umgang mit dem Wasser.
Die Aussage, es läuft ja, also lassen wir es laufen, ist Standard.
Bei uns wir das über den Preis geregelt, wer einmal eine saftige Wasserrechnung bekommen hat, der spart automatisch.
In Algerien zB. da wird dann einfach die Wasserrechung nicht bezahlt, oder noch besser, gleich der Wassermesser ausgebaut.
Darum wird zB. in Timimoun das Netz täglich für mehrere Stunden abgestellt, dann kann sich das Reservoir wieder erholen.
Ich habe erlebt, dass in Gegenden mit notorischem Wassermangel trotzdem die Wasseranschlüsse, Pumpen und das Netz etc. mehr Wasser verliert, als zum Verbraucher kommt.
Muss man das Wasser im Kanister, evtl. noch über mehrere Kilometer tragen, da wird man automatisch sparsam.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Re: Trockene Gegend - Wasserloch - warum ist das falsch ?
Hallo Markus,
es kommt sicher auf den Einzelfall und die näheren Umstände an, um die Problematik zu beleuchten, aber hier mal ein Beispiel :
Ausgangssituation:
Botswana, ein kleines Dorf im tiefesten Buschland, die Einwohner betreiben Viehzucht (Ziegen und Rinder).
Wasser ist knapp, der Viehbestand daher gering.
Vegetation: Grasland mit Büschen und Akazien durchsetzt, in der Dorfumgebung leichte Dersertification durch Überweidung.
Dann wird ein Brunnen gebaut !
Der Viehbestand erhöht sich durch die gute Wasserversorgung.
Die Überweidungsgrenze dehnt sich aus. Das Grasland weicht der Versandung, es kommt zu Sandstürmen im Dorf.
Die Rinder und Ziegen müssen im weiten Umkreis nach Nahrung suchen und kommen damit zwangsläufig in die Nähe von Wildtieren und auch Raubtieren.
Das Ergebnis ein paar Jahre nach dem Brunnenbau:
Im Radius von 20km um das Dorf entsteht eine wüstenähnliche Landschaft, durch das Dorf wehen Sandstürme und die Bewohner würden am liebsten alle Raubtiere (Löwen) umbringen, da sie ihre Rinder bedrohen.
Es klingt schizophren, aber das Wasser führt zur Wüstenbildung.
Tja, das ist alles nicht so einfach mit der Hilfe ......
Gruss
Lothar
es kommt sicher auf den Einzelfall und die näheren Umstände an, um die Problematik zu beleuchten, aber hier mal ein Beispiel :
Ausgangssituation:
Botswana, ein kleines Dorf im tiefesten Buschland, die Einwohner betreiben Viehzucht (Ziegen und Rinder).
Wasser ist knapp, der Viehbestand daher gering.
Vegetation: Grasland mit Büschen und Akazien durchsetzt, in der Dorfumgebung leichte Dersertification durch Überweidung.
Dann wird ein Brunnen gebaut !
Der Viehbestand erhöht sich durch die gute Wasserversorgung.
Die Überweidungsgrenze dehnt sich aus. Das Grasland weicht der Versandung, es kommt zu Sandstürmen im Dorf.
Die Rinder und Ziegen müssen im weiten Umkreis nach Nahrung suchen und kommen damit zwangsläufig in die Nähe von Wildtieren und auch Raubtieren.
Das Ergebnis ein paar Jahre nach dem Brunnenbau:
Im Radius von 20km um das Dorf entsteht eine wüstenähnliche Landschaft, durch das Dorf wehen Sandstürme und die Bewohner würden am liebsten alle Raubtiere (Löwen) umbringen, da sie ihre Rinder bedrohen.
Es klingt schizophren, aber das Wasser führt zur Wüstenbildung.
Tja, das ist alles nicht so einfach mit der Hilfe ......
Gruss
Lothar
Re: Trockene Gegend - Wasserloch - warum ist das falsch ?
da möchte ich dir widersprechen, aber nicht das wasser, sondern der mensch führt in diesem falle zur wüstenbildung.Lothar hat geschrieben: Es klingt schizophren, aber das Wasser führt zur Wüstenbildung.
Re: Trockene Gegend - Wasserloch - warum ist das falsch ?
nee - also wenn du schon so punktgenau liest, dann bitte so :schnorr hat geschrieben:da möchte ich dir widersprechen, aber nicht das wasser, sondern der mensch führt in diesem falle zur wüstenbildung.Lothar hat geschrieben: Es klingt schizophren, aber das Wasser führt zur Wüstenbildung.
... sondern die Rinder führen in diesem Falle zur Wüstenbildung.
Ich habe jedenfalls keine Dorfbewohner dort grasen sehen.
Re: Trockene Gegend - Wasserloch - warum ist das falsch ?
Ich glaube aus der Erfahrung heraus ist es besser, zentrale Brunnen zu bauen. Kurze Leitungssysteme zum Bewässern sind natürlich in Ordnung. Aber weiträumig wird so wirklich zu viel Wasser verschwendet.
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Kuno
- Beiträge: 9586
- Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
- Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
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Re: Trockene Gegend - Wasserloch - warum ist das falsch ?
ichwill hat geschrieben:Ich glaube aus der Erfahrung heraus ist es besser, zentrale Brunnen zu bauen. Kurze Leitungssysteme zum Bewässern sind natürlich in Ordnung. Aber weiträumig wird so wirklich zu viel Wasser verschwendet.
Was wolltest du etz genau sagen?
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Wolfgang K
- Beiträge: 2202
- Registriert: Fr 25. Nov 2005, 13:50
- Wohnort: bei Mainz
Re: Trockene Gegend - Wasserloch - warum ist das falsch ?
Anderer Ansatz:markus-1969 hat geschrieben: Ich hab mal gehört, daß Entwicklungshelfer so arbeiteten. Man sagte ihnen, daß das falsch sei. Nur weiß ich nicht, warum.
Der Fehler ist, dass man Entwicklungshelfern die Entscheidung und die Durchführung überlässt den Brunnen zu bohren. Die möglichen Benutzer müssen das als eigenes Projekt machen. Wenn man ihnen dabei helfen will verschafft man ihnen die Kohle für die Investition.
Grüße
Wolfgang
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Wolfgang K
- Beiträge: 2202
- Registriert: Fr 25. Nov 2005, 13:50
- Wohnort: bei Mainz
Re: Trockene Gegend - Wasserloch - warum ist das falsch ?
Ich glaub es wird Zeit für "den Link". Noch max 3 Beiträge, denke ichKuno hat geschrieben:
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Was wolltest du etz genau sagen?




