Gabun - Petit Loango / Loango Nationalpark
Verfasst: Do 25. Jan 2007, 12:14
Gier nach Erdöl gefährdet letztes Paradies
Naturschutz und Ökotourismus können lukrative Geldquellen sein. Doch in Afrika haben sie es schwer, sich gegen kurzfristiges Profitdenken durchzusetzen.
Von Christine D’Anna-Huber, Kapstadt
05.01.2007
Loango. Das ist dort, wo Elefanten und Flusspferde in der Meeresbrandung spielen, während ein bisschen weiter draussen in den Wellen die Wale blasen. Wo sich auf dem weissen Sandstrand Wasserschildkröten und wilde Büffel tummeln und der mächtige Regenwald fast bis ans Wasser wächst. Wo in der Lagune sanfte Seekühe weiden, Mangroven, Sumpf und Savanne zusammentreffen, in den grünen Wipfeln unzählige Affen- und Vogelarten lärmen ...
... heute ist der rund 1550 Quadratkilometer umfassende Loango einer der schönsten Nationalparks in Zentralafrika. Er ist durch die Ramsar-Konvention geschützt und zur Aufnahme auf die Unesco-Welterbeliste vorgeschlagen. Und droht dennoch, zerstört zu werden. Denn Loango besitzt nicht nur einen ungeheuren Wildreichtum – nirgendwo sonst auf der Welt können Forscher im Regenwald Schimpansen und Gorillas gleichzeitig studieren -, sondern vermutlich auch reiche Erdölvorkommen. Und an denen ist das rohstoffhungrige China interessiert ...
... wenig später erhielt Sinopec, die zweitgrösste chinesische Erdölfirma, in Gabun Förderrechte. In Loango begannen Sondierungsarbeiten. Nun wird im Paradies gesprengt, werden Bäume gefällt, Strassen und Unterkünfte für die Arbeiter gebaut ...
... die Glaubwürdigkeit von Gabuns grünen Zukunftsplänen steht nun auf dem Spiel, zumal auch die Unversehrtheit anderer Parks gefährdet scheint: Mit europäischem und südafrikanischem Kapital könnten im Süden durch die unberührte Strandlandschaft der Nationalparks von Mayumba und Pangara bald zwei Erdölpipelines gelegt und im Monts-de-Cristal-Nationalpark ein Bergwerk gebaut werden. Und unweit des Minkebe-Nationalparks soll mit chinesischem Geld das Eisenerzvorkommen erschlossen werden ...
den kompletten und hochinteressanten Text lest ihr hier
Gruß
Birgitt
Naturschutz und Ökotourismus können lukrative Geldquellen sein. Doch in Afrika haben sie es schwer, sich gegen kurzfristiges Profitdenken durchzusetzen.
Von Christine D’Anna-Huber, Kapstadt
05.01.2007
Loango. Das ist dort, wo Elefanten und Flusspferde in der Meeresbrandung spielen, während ein bisschen weiter draussen in den Wellen die Wale blasen. Wo sich auf dem weissen Sandstrand Wasserschildkröten und wilde Büffel tummeln und der mächtige Regenwald fast bis ans Wasser wächst. Wo in der Lagune sanfte Seekühe weiden, Mangroven, Sumpf und Savanne zusammentreffen, in den grünen Wipfeln unzählige Affen- und Vogelarten lärmen ...
... heute ist der rund 1550 Quadratkilometer umfassende Loango einer der schönsten Nationalparks in Zentralafrika. Er ist durch die Ramsar-Konvention geschützt und zur Aufnahme auf die Unesco-Welterbeliste vorgeschlagen. Und droht dennoch, zerstört zu werden. Denn Loango besitzt nicht nur einen ungeheuren Wildreichtum – nirgendwo sonst auf der Welt können Forscher im Regenwald Schimpansen und Gorillas gleichzeitig studieren -, sondern vermutlich auch reiche Erdölvorkommen. Und an denen ist das rohstoffhungrige China interessiert ...
... wenig später erhielt Sinopec, die zweitgrösste chinesische Erdölfirma, in Gabun Förderrechte. In Loango begannen Sondierungsarbeiten. Nun wird im Paradies gesprengt, werden Bäume gefällt, Strassen und Unterkünfte für die Arbeiter gebaut ...
... die Glaubwürdigkeit von Gabuns grünen Zukunftsplänen steht nun auf dem Spiel, zumal auch die Unversehrtheit anderer Parks gefährdet scheint: Mit europäischem und südafrikanischem Kapital könnten im Süden durch die unberührte Strandlandschaft der Nationalparks von Mayumba und Pangara bald zwei Erdölpipelines gelegt und im Monts-de-Cristal-Nationalpark ein Bergwerk gebaut werden. Und unweit des Minkebe-Nationalparks soll mit chinesischem Geld das Eisenerzvorkommen erschlossen werden ...
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Gruß
Birgitt