ta-rider hat geschrieben:Währe die Route um Gabun herum von Oyo nach Ouesso (Ketta) und die Einreise bei Souanke nicht auch machbar, oder sind die Pisten zu schlecht oder die Spritversorgung zu löchrig?
Wir haben diese Strecke (Brazza - Ouesso - Kamerun) Ende 2006 in Angriff genommen und sind am Wasser bzw. an fehlenden Brücken gescheitert, obwohl uns in Brazza jeder gesagt hat "pas de problèmes"

Mit dem Motorrad oder Fahrrad geht immer alles irgendwie, man kann ein Moped zur Not auf eine Piroge verfrachten, bei einem Auto sieht das anders aus.
Ich glaube die letzten, die diese Strecke gefahren sind (allerdings Nord-Süd), waren Jolanda und Ingo Hoffmann, sehr eindrucksvoll beschrieben in ihrem Buch
"Erfahrung Afrika". Sie haben für 70 km knappe 30 Tage gebraucht ...
Bis Oyo war Ende 2006 perfekter Asphalt, weiter bis Makoua fahrbare Piste. In Makoua war seinerzeit lt. Auskunft der Lokals die letzte intakte und gleichzeitig brandneue Brücke - denn die wichtige Brücke bei Yengo über den Lekoli war immer noch zerstört (wir hatten in dem alten "Durch Afrika" bereits von der zerstörten Brücke gelesen, aber gehofft, dass sie nach all den Jahren wieder instand gesetzt sei).
Von Makoua hatten wir dann versucht über Etoumbi Richtung Gabun zu kommen. Da wir auch alleine unterwegs waren, mussten wir aber kurz vor Etoumbi umdrehen, da die Piste eingebrochen war. Wir sind bis Obouya zurück, und dann über Boundji und Ewo nach Etoumbi. Über Mbomo und Ekata sind wir dann nach Gabun eingereist.
Hier die von uns gefahrene Route:
Sprit gabs damals unterwegs in Oyo aus Fässern und dann erst wieder in Gabun, aber auch erst ziemlich spät. Wir hatten gehofft in Mekambo oder spätestens in Makokou - dem ersten größeren Ort - eine Tankstelle zu finden, aber es gab Sprit nur in Literflaschen und nach einigem hin- und hergefrage im Ort ließ sich noch etwas aus Kanistern auftreiben. Eine Tankstelle kam erst als wir den Asphalt erreichten. Möglicherweise ist die Situation dort heute eine andere als vor 4 Jahren, aber ich würde in jedem Fall überall wo ich Sprit bekomme auftanken! Für Motorradfahrer ist das Spritproblem sicherlich dramatischer als für Autofahrer, denn wir können Reserven mitnehmen.
Gruß
Birgitt