Erfahrungen aus dem Oman

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Gebiete: Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Jordanien, Arabische Halbinsel

Moderator: Moderatoren

Antworten
Stefan24
Beiträge: 15
Registriert: Mo 8. Feb 2010, 17:07

Erfahrungen aus dem Oman

Beitrag von Stefan24 »

Hallo,

die Gelegenheit möchte ich nutzen um euch ein paar Infos zum Thema Omanreisen zu geben. Über Ostern waren wir dort und sind mit einem gemieteten Toyota Prado Landcruiser durch den Nord-Osten des Landes gereist. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die uns zu einem 4x4 Fahrzeug geraten haben.

Turkish Airlines hat die günstigsten Flüge nach Muscat angeboten und die Verbindung über Istanbul ist aus Deutschland über ausserordentlich viele Flughäfen möglich.
Preis/-Leistung stimmt und Turkish Airlines versteht es sehr gut die geografische Lage zu nutzen, um Europa mit der arabischen Halbinsel zu verbinden.

Den Mietwagen haben wir aus Deutschland bei Mark Tours gebucht und auch die Übergabe verlief reibungslos, sehen wir mal von dem etwas ahnunglosen Mitarbeiter ab, der zunächst einen erhöhte Mietgebühr in den Vertrag geschrieben hat. Das hat sich bei der Rückgabe geklärt und somit hat uns der Wagen inklusive Versicherung für 2 Fahrer und mit 200km/Tag die vorweg vereinbarten 60€ pro Tag gekostet.
Der Wagen war Jahrgang 2004 und bis auf ein paar Kratzer und defekter Einparkhilfe in einem guten Zustand. Ein völlig neuer Wagen wäre für unsere Tour auch nicht angebracht gewesen 8)

Das Visum ist am Flughafen problemlos gegen eine Gebühr von 6Ro erähltlich. Es empfiehlt sich , den Betrag in Landeswährung mitzubringen oder an dem einen Geldautomaten in der Ankunfsthalle zu ziehen, da die Wechselkurse am Schalter überteuert sind.
(Der vorhandene Geldautomat akzeptiert KEINE Mestro-Karten, sondern nur Visa etc.)

Die Rundreise war ein Traum und ich kann das Reiseziel Oman nur weiter empfehlen. Der Tourismus ist unserem Gefühl nach noch in der Entwicklungsphase und in Zukunft wird es sicherlich mehr werden, was dann vielleicht auch die ein oder andere Einschränkung nach sich ziehen kann.
Die Einheimischen sind äusserst freundlich und hilfsbereit. So hatten wir nie das Gefühl hilflos zu sein, sollte es irgendwo zu Problemen kommen.
Campen ist , unter der gebotenen Zurückhaltung gegenüber den Einwohnern, überall problemlos möglich!
Nur die Übernachtung in einigen Wadis war dann doch etwas mulmig, da wir noch weit über unseren Köpfen Rückstände der letzten Flut im Gestrüpp hängen sahen. Die Regenzeit war zum Glück vorbei und es war keinerlei Regen angekündigt.
Die Reisezeit Ende März/Anfang April ist sehr zu empfehlen, da das Klima noch erträglich ist und viele Felder in Büte stehen. Nach Auskunft einiger Einheimischer ist der größte Touristenstrom um diese Zeit auch schon vorbei.

Nachfolgend noch ein paar Infos, die für eure Reiseplanungen eventuell interessant sein können:

Der Reiseführer OMAN OFF-ROAD von Explorer Publishing ist unabdingbar. Es wird dieses Jahr voraussichtlich noch eine neue Auflage erscheinen. Die alte Auflage ist hierzulande nicht mehr erhältlich, aber schon in Muscat am Flughafen zu jeder Tageszeit im Buchladen erhältlich.
Sehr gute Karten, fast immer genaue Kilometerangaben und präzise Ortsbeschreibungen machen die Orientierung dank diesem Buch erst möglich.

Das die 2006er Auflage nicht mehr auf dem aktuellsten Stand ist haben wir einerseits im Wadi Bani Awf gemerkt, wo viel Wasser zur Bewässerung der Felder genuzt wird, und die versprochenen Badepools dann nur weiter unten im Tal zu finden waren.

Die alte Küstenpiste Sur-Muscat ist zu unserem Unglück durch eine moderne Autobahn ersetzt wurden. Der Abschnitt von Sur bis nach Qurayyat ist komplett fertig, und die Mauthäuschen stehen offenbar kurz vor der Eröffnung.

Die alte Piste ist nur noch zu ganz KLEINEN Abschnitten befahrbar. Offensichtlich wird diese nicht mehr Instand gehalten, was zur Folge hat, dass an den Ausläufen der Wadis die Pise weggebrochen ist und diese nicht mehr passierbar sind. Somit sind auch einige Ortschaften vom Durchgangsverkehr abgeschnitten. Kleinere Einkaufsgelegenheiten gibt es dennoch an den Zufahrten zum Wadi Tiwi und Ash'Shab.

Im Wadi Tiwi sind noch deutlich die Spuren des Jahrhundertunwetters von 2007 zu sehen. So weist die Straße einige Schäden auf und man kann erahnen welche Naturgewalten dort geherrscht haben und das die Einwohner einiges abbekommen haben. Schade ist es aus unserer Sicht, dass die Einwohner hier anscheinden nicht von den Touristen profitieren, da diese dort größtenteils nur einen spannenden Abstecher machen und dann wieder umkehren. Zumindest haben wir uns ein bisschen wie Schaulustige gefühlt, solange wir im Wagen saßen. Beachtlich ist aber auch hier die Gastfreundichkeit.

Auch hier wird zur Zeit eine asphaltierte Straße in den anfänglich flachen Abschnitt gebaut.

Auf der dem Wadi Tiwi gegenüberliegenden Seite des Gebirges wird auch die Zufahrt in den Wadi Bani Khalid durch eine Kolonne von Gastarbeiter asphaltiert.

Wadi Bani Kahlid und Wadi Tiwi sind durch einen abenteuerlichen (markierten) Wanderweg verbunden, der laut Ausschilderung 28KM lang ist und 14 Stunden beansprucht. Aufgrund unserer knappen Zeit haben wir von beiden Seiten nur kleine Exkursionen unternommen, bis wir einen schönen Campingplatz gefunden haben.
Begeisterten Wanderern kann ich nur ans Herz legen den kompletten Weg zu meistern.

Der Abstecher in die Wahiba Sand war auch ein echtes Erlebnis und langsam kann ich nachvollziehen was euch so fasziniert :D Am "Eingang" habenw ir ein paar deutsche Geologie-Studenten getroffen mit denen wir die Piste gefahren sind. Somit waren wir zumindest eine kleine Kolonne.

Der Liter Super kostet übrigens 120 Baisa (24Cent) und Diesel ist nicht an jeder Tankstelle erhältlich.

Die Fernweg hat mich nach einer handvoll Tagen in Deutschland voll gepackt und ich freue mich auf hoffentlich viele weitere Reisen, auch in den Oman.
Zu meiner Freude wurde mir während der Reise ein Praktikumsplatz an der einer deutsche Privat-Uni in der Capital Area in Aussicht gestellt, sodass ich insha'allah 2011/2012 für einen gewissen Zeitraum dort leben werde.

Viele Grüße,
Stefan
Naglwitz
Beiträge: 274
Registriert: Sa 25. Aug 2007, 21:04
Wohnort: Österreich
Kontaktdaten:

Re: Erfahrungen aus dem Oman

Beitrag von Naglwitz »

Danke, Stefan, für den tollen Bericht. Gibts denn auch Fotos?

Lieben Gruß
Naglwitz
Hans46
Beiträge: 199
Registriert: Di 18. Apr 2006, 22:09
Wohnort: Region Bern, Schweiz

Re: Erfahrungen aus dem Oman

Beitrag von Hans46 »

Ich möchte Stefan beipflichten: Oman ist für Travellers (noch ?) ein attraktives Reiseziel. Man kaqnn fast überall in der freien Natur ungehindert campen und ,Sicherheit' ist wirklich kein Thema. - Trotzdem, ich frage mich was die Zukunft bringt. Ich war vor vier Jahren auf der gleichen Weise im Oman unterwegs wie vor einigen Wochen, das will sagen mit dem eigenen VW-Bus. Die ''Entwicklung'' ist unübersehbar: überall werden Pisten zu Asphaltstrassen. Einspurige Asphaltstrassen werden zu richtungsgetrennten Strassen ausgebaut. Der Verkehr hat in den Städten/grossen Ortschaften sehr stark, auf dem Lande deutlich zugenommen. In den Städten und in den Dörfern werden wie wild neue Häuser, Einkaufszentren, Hotels etc gebaut. Idyllen in Stadtnähe verschwinden: so wird die öffentliche Jyssah-Beach (erstes Bild) südlich von Mutra einem neuen 5-Stern-Hotelkomplex geopfert - in einigen Monaten soll sie verschwunden sein.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Gruss
Hans
Hajo
Beiträge: 146
Registriert: Mo 10. Mär 2008, 19:28

Re: Erfahrungen aus dem Oman

Beitrag von Hajo »

Hallo,

jetzt bin ich aber hellhörig geworden:
Hans46 hat geschrieben: wie vor einigen Wochen, das will sagen mit dem eigenen VW-Bus.
Oman auf dem Landweg? Syrien, Jordanien, Saudi, Emirate?

Gerne auch per pn

Gruss Hajo
Stefan24
Beiträge: 15
Registriert: Mo 8. Feb 2010, 17:07

Re: Erfahrungen aus dem Oman

Beitrag von Stefan24 »

Schöne Fotos Hans!
Kann deinem Beitrag auch nur beipflichten!
Nachfolgend ein paar Fotos von unserer Reise.
Das Motiv vor der Grand Mosque kam mir direkt sehr bekannt vor :D

Bild
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild[/img]
Fritz
Beiträge: 56
Registriert: Sa 13. Jun 2009, 16:49

Veränderungen

Beitrag von Fritz »

Hallo Hans,

es ist (leider?) so wie beschrieben, es wird das geschehen was auch bei uns geschehen ist und worauf wir nicht mehr verzichten wollen, es geht nur schneller als es in Deutschland ging, wohl auch schneller als es in Spanien ging.
Das vorgesehene Hotel in der Jyssah-Beach wird dann auch vorwiegend von Reisenden aus dem Westen gebucht werden.
Soll man jetzt den Pisten hinterhertrauern, vom Oman um 1960 träumen?

Gruß

Fritz
Hans46
Beiträge: 199
Registriert: Di 18. Apr 2006, 22:09
Wohnort: Region Bern, Schweiz

Re: Erfahrungen aus dem Oman

Beitrag von Hans46 »

Hallo Fritz,
ja, ich gebe Dir Recht, die Entwicklung scheint die gleiche Richtung zu nehmen, wie bei uns in Europa. Und doch frage ich mich, muss das denn sein ? Wenn ich z. B. sehe, dass die Autobahn zwischen Riyadh und Damman heute auf sechs Spuren ausgebaut ist und man im Oman offenbar auch diesen Weg beschreitet, um dem zunehmenden Güterverkehr in den Griff zu bekommen, dann stelle ich mir doch die Frage, wäre hier nicht eine Chance, alternative Transportkonzepte zu realisieren, um so mehr, als diese Länder nicht zu den Entwicklungsländern zählen und die verfügbaren finanziellen Mittel doch bedeutend höher sind als in den ,,armen'' Ländern. Die Öl/Gas-Länder hätten eine Möglichkeit, andere Wege zu beschreiten. Die ,,alte Welt'' müsste ihnen dabei behilflich sein, denn ohne ihr technologisches Knowhow geht es natürlich nicht. - Ja, ich traure den alten Pisten, seien sie im Oman, Saudi-Arabien, VAE etc hinterher, denn ihr Verschwinden bedeutet oft auch eine Chance vertan zu haben.

Gruss
Hans
Sijahi
Beiträge: 107
Registriert: Mo 17. Aug 2009, 21:24

Re: Erfahrungen aus dem Oman

Beitrag von Sijahi »

Hallo Fritz

Oman um 1960 nachzutrauern ?? Ich kann es kaum glauben! Das ist wie wenn wir uns nach dem Mittelalter sehnen würden! In Oman war das Volk bis in die 70er-Jahre völlig verarmt und lebte in erbärmlichen Zuständen, es gab eine einzige Schule in Muskat und ein Krankenhaus für die Sultan-Nahestehenden und sonst nichts - gar nichts. Ein grosser Teil der Bevölkerung litt an Augenkrankheiten und war blind. Nicht einmal asphaltierte Strassen und Radio oder TV gab es. Der Sultan tanzte nach der Pfeife der Engländer und das Volk interressierte ihn nicht. Es gab sogar noch Sklaverei!
Oman hat genau das gleiche Recht wie Europa, sich zu entwickeln! Und ich kenne kein Land auf der Welt, dem es gelang, innert so kurzer Zeit so grosse Veränderungen positiv durchzumachen. Ich habe grosse Achtung vor Sultan Qabus, der seinen Vater stürzte und das Land innert 30 Jahren vom Mittelalter in ein modernes Land verwandelte! Bereits vor der Jahrtausendwende konnte jeder in die Schule und jedes Dorf hatte mindestens einmal im Jahr ein mobiles Spital vor Ort. Die Fischer und Fischerdörfer erhielten kleine Motorboote und Kühllastwagen, damit sie die Fische in die Städte und die VAE exportieren können. Kleine Boote, damit es für jeden was hat.
Und die Menschen sind sehr gastfreundlich geblieben.
Oman hat noch genügend schöne Seiten und einsame Pisten, dazu braucht es keinen Rückfall in das traurige Elend der 60-er Jahre!
Und wer das sucht, soll in entsprechende Länder gehen - davon gibt es leider noch genügend!

Gruss
Andi Sijahi, Oman Liebhaber
Stefan24
Beiträge: 15
Registriert: Mo 8. Feb 2010, 17:07

Re: Erfahrungen aus dem Oman

Beitrag von Stefan24 »

Vor 1970 dürfte es als Ausländer sehr schwer gewesen sein in den Oman zu reisen!
Sultan Qaboos zu achten fällt wirklich nicht schwer! Ich hätte es mir nicht erträumen lassen, einmal in einem fremden Land mit Hochachtung vor einem der vielfach präsenten Abbildungen des Herrschers zu stehen.
Was durch ihn in den letzten dreissig Jahren aufgebaut wurde ist wirklich beachtlich. Kein Vergleich zu den abgehobenen Emiraten nebenan, wo man augenscheinlich alle Petrodollars in Bauprojekte reinpumpt. Es bleibt uns zu hoffen, dass auch der Nachfolge-Sultan mit Weitsicht handeln wird und der Staat die politische Stabilität behält. Das wird nicht einfach werden wenn die eigene Bevölkerung irgendwann Mitspracherecht verlangt und machtbesessene Persönlichkeiten nicht ans abtreten denken. Jedenfalls macht das Land aus meiner Sicht als einziges in der Region den Eindruck, diesen Schritt irgendwann bewerkstelligen zu können.
In Saudi Arabien wird die Macht der Königsfamilie doch fast ausschließlich nur (noch) durch Ölreichtum gefestigt.
Ist das in Oman vielleicht ähnlich?
Keine Ahnung wie groß die Öl- und Gasressourcen dort sind, aber ewig wären sie nicht. Da kann man nur hoffen, dass sich das Land wirtschaftlich weiterentwickelt und seine Bevölkerung beschäftigt wird.
Eine Industralisierung des Landes ist angesichts der starken Währung mittelfristig kaum zu erwarten. Wer sollte solch teure omanische Erzeugnisse kaufen?
Da bleibt als Einnahmequelle der Tourismus......und damit auch Hotelbauten und Pauschalangebote.

Einig sind wir uns hier doch alle, dass die besten Jahre für Reisen in den Oman die vergangenen Jahre waren und es aber auch heute noch ein wunderschönes Land ist!
Carlo
Beiträge: 512
Registriert: Mo 1. Aug 2005, 07:37
Wohnort: Wörth am Rhein
Kontaktdaten:

Re: Erfahrungen aus dem Oman

Beitrag von Carlo »

Stefan24 hat geschrieben:In Saudi Arabien wird die Macht der Königsfamilie doch fast ausschließlich nur (noch) durch Ölreichtum gefestigt.
Ist das in Oman vielleicht ähnlich?
Das Geld aus dem Ölgeschäft macht das soziale Engagement der Herscherfamilie im Oman möglich. Die Armen werden unterstützt, Schulen, Krankenhäuser, Straßen usw. werden gebaut. Insgesamt sind die Omanis mit ihrem Sultan mehr als zufrieden, zumindest habe ich das bisher so den Gesprächen entnommen. Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass auch im Oman die billigen Gastarbeiter aus Indien, Pakistan usw. ziemlich ausgenutzt werden, diesen Menschen geht es im Vergleich nicht ganz so gut. Ob das bei uns viel besser ist, möchte ich hier nicht diskutieren ...

Was den Tourismus angeht, wollen die Omanis keine Billig-Pauschal-Touries haben, sondern Gäste mit Knete, die sich dem Luxus hingeben wollen. Von daher glaube ich nicht, dass es zum Massentourismus wie auf diversen spanischen Inseln kommen wird. Die Zahl der Individualreisenden ist in den letzten Jahren sicher auch angestiegen, Grund ist u. a. die Situation in den Saharaländern - zumindest ist das ein großer Grund für mich gewesen, in den Oman zu reisen. Weil es dort schön ist und man auch sehr angenehm durch das Land reisen kann, bin ich Wiederholungstäter. So einsam wie noch vor wenigen Jahren wird es allerdings auch nicht mehr werden, zumindest nicht bei den touristischen Höhepunkten. Aber in der Rub wird man noch lange seine Ruhe finden ;-)

Ciao Carlo
Fritz
Beiträge: 56
Registriert: Sa 13. Jun 2009, 16:49

Nicht trauern

Beitrag von Fritz »

Hallo

Sijahi, ich trauere nicht dem Oman von 1970 nach, wahrlich nicht, es war eine Frage von mir, du hast die (eine) Antwort gegeben.

Hans 46: "...dann stelle ich mir doch die Frage, wäre hier nicht eine Chance, alternative Transportkonzepte zu realisieren, .." Das wäre es sicherlich, aber es gelingt nicht in Europa (und wir leiden schon unter dem LKW-Verkehr), warum sollte es im Oman gelingen? Orientiert man sich nicht auch in diesen Ländern, an den "Segnungen" des Individualverkehrs? Diejenigen die in Europa das etwas skeptischer sehen sind ja auch in der Minderheit. Aus den Fehlern anderer hat man selten gelernt.

"Ja, ich traure den alten Pisten, seien sie im Oman, Saudi-Arabien, VAE etc hinterher, denn ihr Verschwinden bedeutet oft auch eine Chance vertan zu haben. "

Das Verschwinden hat aber auch für die Bevölkerung den Weg zum Arzt, zur Schule und und.............. erheblich vereinfacht und hat den Zugang zur Schönheit der Landschaft auch anderen als nur den Kamelreitern ermöglicht. Das ist die andere Seite. Ich kenne auch noch Regionen die ich so ab 1968 bereist habe, heute möchte ich dort nicht mehr hin, aber ich (und mit mir die vielen anderen) habe auch Entwicklungen mit verursacht die ich jetzt negativ beurteile.


Fritz
Antworten