Nahostreise 5.5.-11.6.2006
Trotz der Wirren im Vorfeld (Karikaturenstreit, Vogelgrippe, usw.) konnten wir eine große Reise erleben. Die Menschen waren freundlich, zurückhaltend und neugierig. Als Anfahrt nahmen wir die Fähre Ancona- Cesme (1400 €, spart hin- und zurück 2300 km, Zeitbedarf zum Landweg gleich). Insgesamt fuhren wir 8900 km. Die Grenzen dauerten 2,5- 3 Std. und die Gesamtgebühren beliefen sich auf 970 € (Autobahn, Carnet, Visa, usw.).Das Wetter war gut auszuhalten; gegen Ende wurde es ab Petra sehr heiß (Aqaba 42°C + Feuchte). Die Städte Aleppo, Damaskus und Amman schauten wir mit dem Taxi an. Wir durchquerten mit unserem Iglhaut die Syrische Wüste und fuhren im Wadi Rum im Sand. Technisch gab es keine Probleme. Von den Burgen des Euphrat zum Wildgehegeschloß Sharqi, die Römerstädte Palmyra und Jerash weiter zu den Wüstenschlössern und dem Palästina- Mosaik von Madaba. Doch der schönste Ort war Petra (Landschaftlich und baulich aber sehr anstrengend). In Aqaba schnorchelten wir im Japanischen Garten im Roten Meer. Über das heiße Tote Meer ging es dann zurück. Herausragend sind die Eisenbahnteile der Hejaz- Bahn in Damaskus, Amman und Dera. Die 20 m hohen Wasserräder von Hama beeindrucken und knarzen vor sich hin. Anschließend schauten wir uns die Kreuzritterburgen Krak des Chevalliers und Saladinsburg an. Die Toten Städte sind nur sehr schwer zu finden. Erholsam ging es zurück über die türkische Südküste zur Fähre nach Cesme.
Auch negative Dinge fielen uns auf: Die betrügerische alte Dame vom Campingplatz Kaddour bei Aleppo (4 facher Taxipreis). Das Azraq Hotel und Resthouse (nach bezahlter Gebühr von 15JD verweigerte uns der Manager ohne weitere Bezahlung WC und Dusche!). Hammamat Ma’in (10 JD p. P. und man darf den großen Wasserfall nicht besichtigen, nur Hotelgäste! Von einem Besuch rate ich dringend ab.) Eintrittspreise zu hoch (Petra, Wadi Mujib). Anmache beim Schnorcheln. Die Luftverschmutzung in Damaskus ist enorm.
Das Erlebnis Tanken: Immer sollte mein Heizungskamin mit Diesel befüllt werden und anschließend wollte man mir manchmal das Wechselgeld nicht geben (Diesel-SYR 0,11; JOR 0,17; TR 1,4 €). Nahe der Grenze in SYR gibt es oft kein Diesel.
Viele positive Erlebnisse überwogen: In Palmyra, als wir die Abendsonne in den Ruinen bewunderten, wurden wir von Jugendlichen zu Limonade und Keksen eingeladen. In einer Bäckerei schenkte man uns Fladenbrote. Bei der Saladinburg waren wir spät dran und der Kassier ging den ganzen Weg mit uns noch einmal hoch! Wer Marokko kennt ist positiv von der Zurückhaltung der Menschen überrascht. In SYR kamen wir insgesamt besser klar. Fremdsprachenkenntnisse fehlten oft.
Das Essen in Imbissbuden und Restaurants war sehr gut und in SYR preiswert.
Wichtig: Mückenschutz mit feinem Stoff!
Auch in diesen beiden Ländern hat man außerhalb der wichtigen Fernstraßen ein Orientierungsproblem (fehlende oder arab. Beschilderung)- ohne GPS mit richtigen WP wird’s schwierig. Außer in Damaskus und einigen Bustouristen trafen wir keine Touristen! Besonders muß ich den Ca- Betreiber von Damaskus erwähnen der mit kleinen Zetteln (Arabisch, englisch, Preis) das Taxifahren in der Stadt sehr erleichterte.
Die Fahrzeuge besonders in SYR sind tlw. exotisch und schön bemalt.
Als wir von der Ruinenwanderung in Palmyra zum Ca zurückkehrten war unser wüstenverdrecktes Auto perfekt gewaschen!
Und noch etwas: Mangels Platz für Stempel brauchen wir bald neue Pässe!
Jetzt rahme ich meine vielen Diafilme und erlebe die ganze Reise noch einmal.
Sollte jemand Fragen haben beantworte ich sie gerne.
Gruß
Rainer
Nahostreise
Moderator: Moderatoren
-
Klaus Friedl
- Beiträge: 14
- Registriert: Mi 14. Sep 2005, 20:50
- Wohnort: München / BRD
- Kontaktdaten:
Re: Nahostreise
Hallo Rainer,
Dein Reisebericht deckt sich im Großen und Ganzen mit den Erfahrungen, die wir während unserer Reise im letzten Sommer gemacht haben. Insgesamt gesehen waren unsere Erfahrungen mit Syrien vielleicht noch ein klein wenig positiver (dafür wurden wir in Jordanien ausgeraubt).
Die etwas seltsame Atmospäre auf dem Campingplatz von Herrn Kaddour können wir bestätigen (vielleicht sollte man ihm das ruhig sagen; Tel:
+963-21-224849 - Handy:094 - 245543).
Die Informationen zum Azraq-Hotel wundern uns dagegen sehr, die Leitung war bei uns sehr freundlich). Auch die Tankstellenerlebnisse können wir nicht nachvollziehen.
Schön, dass der leidige Karrikaturenstreit anscheinend keine bleibenden Schäden hinterlassen hat.
Die Freundlichkeit der Syrer hat uns ebenfalls sehr beeindruckt, die Liebe zu den Deutschen hat allerdings oft einen sehr faden Beigeschmack, wenn als besondere Leistung Deutschlands erwähnt wird, wie der toll der Hitler das mit den Juden hingekriegt hat.
Klaus Friedl
www.offroad-reisen.com
Dein Reisebericht deckt sich im Großen und Ganzen mit den Erfahrungen, die wir während unserer Reise im letzten Sommer gemacht haben. Insgesamt gesehen waren unsere Erfahrungen mit Syrien vielleicht noch ein klein wenig positiver (dafür wurden wir in Jordanien ausgeraubt).
Die etwas seltsame Atmospäre auf dem Campingplatz von Herrn Kaddour können wir bestätigen (vielleicht sollte man ihm das ruhig sagen; Tel:
+963-21-224849 - Handy:094 - 245543).
Die Informationen zum Azraq-Hotel wundern uns dagegen sehr, die Leitung war bei uns sehr freundlich). Auch die Tankstellenerlebnisse können wir nicht nachvollziehen.
Schön, dass der leidige Karrikaturenstreit anscheinend keine bleibenden Schäden hinterlassen hat.
Die Freundlichkeit der Syrer hat uns ebenfalls sehr beeindruckt, die Liebe zu den Deutschen hat allerdings oft einen sehr faden Beigeschmack, wenn als besondere Leistung Deutschlands erwähnt wird, wie der toll der Hitler das mit den Juden hingekriegt hat.
Klaus Friedl
www.offroad-reisen.com
-
Horst der Wuestenindianer
- Beiträge: 122
- Registriert: Sa 15. Okt 2005, 08:30
- Wohnort: Wiesloch Baden
diesel in Aleppo
Hallo Leute,
Es war mal wieder eine geniale Reise in Syrien (auf den Spuren der Fa. Friedl) und der Türkei im Hochland...... Wir sind gestern wieder angekommen.
Hier zum Thema Dieselversorgung an der Grenze in Richtung Türkei an den Tankstellen in Aleppo.
Es wurde nur der Fahrzeugtenk befüllt - keine Kanister....
Bzw. beim Zusatztank und Kanistern bei einem Mitreisenden wurde bei 100 Litern der Zapfhahn gesperrt.
Bei der Einreise wurde an den selben Tankstellen alles was nur geht gefüllt...... Angeblich sei es verboten.....
Mein Tipp - schon an den Tankstellen vor Aleppo die Kanister füllen und den Rest dann nur in den Fahrzeugtank -
Liebe Grüße Horst
Es war mal wieder eine geniale Reise in Syrien (auf den Spuren der Fa. Friedl) und der Türkei im Hochland...... Wir sind gestern wieder angekommen.
Hier zum Thema Dieselversorgung an der Grenze in Richtung Türkei an den Tankstellen in Aleppo.
Es wurde nur der Fahrzeugtenk befüllt - keine Kanister....
Bzw. beim Zusatztank und Kanistern bei einem Mitreisenden wurde bei 100 Litern der Zapfhahn gesperrt.
Bei der Einreise wurde an den selben Tankstellen alles was nur geht gefüllt...... Angeblich sei es verboten.....
Mein Tipp - schon an den Tankstellen vor Aleppo die Kanister füllen und den Rest dann nur in den Fahrzeugtank -
Liebe Grüße Horst



