Jsoli123 hat geschrieben:Besten Dank für eure Unterstützung, ich weiss das wirklich zu schätzen und glaube die Alleinreisenden unter euch wissen genau wie sich so ein Tiefpunkt anfühlt!!!
Genau deswegen würde ich an Deiner Stelle abhängig von Deinen Randbedingungen (Zeit, Geld) "radikalere" Wege einschlagen: mit ausreichend Zeit und Geld im Süden des Iran "überwintern" vorausgesetzt, Dein (Touristen-)Visum läßt sich verlängern. Das geht typischerweise in einigen großen Städten auch außerhalb von Teheran (-> Polizei oder in großen, internationalen Hotels fragen, die verweisen vermutlich auf das "Office for Alien Affairs").
Ohne Zeit: Rückflug von Dubai.
Mit Lust auf Weiterreise: Du schaust bei allen vertrauenswürdigen Wettervorhersagen (z.B.
Reisewetter.de) den Verlauf der Woche ab Start der Rückreise, damit Du einigermaßen schneefrei durch Anatolien kommst. Mit der Spedition nach Täbriz hast Du die ersten rund 600km geschafft. Zur Grenze sind's dann noch rund 200km. In Täbriz gibt's genügend Hotels, und näher an der Grenze in Maku gab's "seinerzeit" auch welche, falls Du den Abfahrtstermin Richtung Grenze zeitlich schieben mußt.
Danach kommt Anatolien. Diese Diskussion hatten wir vor ein paar Tagen
hier mit den Vieren mit ihrem VW.
Von Dogubayazit bis ans Mittelmeer sind's geschätzte 1400km. Dabei würde ich in diesen Tagen den Weg entlang der syrischen Grenze meiden, auch wenn der im zweiten Teil, weil südlich der Berge, verspräche weniger kalt zu sein. Daher Erzurum, Sivas, Kayseri, Adana, mit ausreichend Abstand zum Krieg und Militär.
Carlo hat ungefähr diese Strecke (allerdings Richtung Istanbul) vor etlichen Jahren mit der 50PS-Transalp in einem Tag geschafft. Aber es war Sommer, d.h. der Tag war lang, die Temperaturen angenehm, und er kannte bereits die Tricks der türkischen Rennleitung ihre Einnahmesituation zu verbessern. 4 Tage zur aktuellen Jahreszeit und mit 175ccm sind dann realistisch.
Wenn Du eine Mitfahrgelegenheit für Dich und das Mopped durch Anatolien suchst, dann ist Dogubayazit die Anlaufstelle. Wenn sich dort kein LKW findet, dann nirgendwo in weitem Umkreis.
Jsoli123 hat geschrieben:
Heute hatte ich einen Teilerfolg, ich habe einen Spediteur gefunden welcher das Mopi nach Tabris nehmen würde, vielleicht sogar bis in die Türkei. Das Problem ist er lässt mich nicht mitfahren und ich muss mit Bus/Zug hinterher. Glaube kaum das der Lastwagenchaufeur die Grenze Iran/Türkei mit meinem Mopi passieren kann?
Ich würde das Mopped keinem einfach so anvertrauen, weil Du es wg. dem Carnet brauchst. Niemals! Das Abhandenkommen nimmt Dich ebenso in die Pflicht die Einfuhr zu regeln, also Zoll bzw. Steuern. Außerdem kann der LKW-Fahrer das Fahrzeug nicht ausführen. Das ist an das Carnet gebunden und dieses an Dich. Außerdem: wie sind die Vorstellungen, daß man einen LKW-Fahrer und das Mopped wiederfindet, wenn die voraus reisen?
Jsoli123 hat geschrieben:
Übrigens gestartet bin ich in Malaysia dann nach Thailand, [...]
Beindruckende Reise mit 175ccm, ohne 4-Ventilboxer-Motor und ohne Kardan. Und es geht doch
Jsoli123 hat geschrieben:Ahhh was wichtiges habe ich vergessen zu fragen, wie siehts aus wen ich die Türkei passiere und vom nächsten Flughafen einen Flug zurück in die Schweiz nehme ohne Mopi? Carnet abstempeln lassen oder mit Deposit? Glaube die Türkei wäre einfacher zu verlassen als der Iran? Danke!
Bei der Ein- und Ausfuhr eines Fahrzeugs in die und aus der Türkei sieht's genauso aus wie im Iran. Erst ab der EU wird's für Dich einfacher. Die beginnt derzeit noch in Griechenland. Aber beeil Dich, das ändert sich hoffentlich bald
Gruß, Ralf