Neueste Infos zu Zentralasien - Stand Juli 2016
Moderator: Moderatoren
Neueste Infos zu Zentralasien - Stand Juli 2016
Hallo zusammen,
wir sind von April bis Juli 2016 mit unserem Landcruiser über Polen, Ukraine, Russland, Kasachstan, Usbekistan, Tajikistan nach Kirgistan gefahren. Insgesamt rund 15 000 km. Hier eine kurze Zusammenfassung unserer Erfahrungen bei der Organisation, im Umgang mit Bürokratie vor und während der Reise und einige Angaben zu einzelnen Strecken, die sich entgegen der gängigen Informationen verändert haben. Mehr Details und Visuelles in unserem Blog unter http://jealousyreloaded.com.
Bitte beachtet, es handelt sich hier um unsere persönliche Wahrnehmungen und Erfahrungen während der Reise und im Kontakt mit unserer Umgebung. Diese können sich durchaus von Euren Eindrücken unterscheiden und von Euch anders wahrgenommen worden sein.
Beschaffung von Visa:
Weiterhin kompliziert. Bei der Beschaffung der Visa werden meist die jeweiligen frühsten Einreise-, bzw. Ausreisedaten bereits festgelegt. Dies schränkt die Flexibilität stark ein.
Iran – war mal geplant. Antrag über König Tours in Brühl. Die Jungs und Mädels haben königlich versagt. Deshalb mussten wir Südroute nach Usbekistan streichen.
Ukraine: Stempel bei Einreise
Russland: Sibiriak, Bern. Schnell, unkompliziert. 1 Woche und 210 CHF. That’s it. Muss im Land in dem der Wohnsitz ist beantragt werden. Ausnahme Osh für Schengen-Bürger.
Kasachstan: Easy; Stempel bei Einreise. 15 Tage gültig.
Usbekistan: Spomer, Bad Honeff. Firma ok. Ca. 4 Wochen wegen usbekischer Administration. 105 EUR.
Kirgistan: Easy; Stempel bei Einreise. 90 Tage gültig.
Tajikistan: Konsulat in Bishkek. Etwa 50 USD + 1000 Som für das GBAO Permit (Pamir) für 30 Tage. Am gleichen Nachmittag bereit (etwas Überzeugungsarbeit notwendig).
Grenzen:
Ukraine: ziemlich unorganisiert bei Ein- und Ausreise. Fehlende Koordination zwischen unterschiedlichen Stellen führt zu 3-4 identischen Kontrollen. Geduld, ansonsten problemlos. Russischkenntnisse von Vorteil. Keine Gebühren, TIP wird ausgestellt.
Russland: gut organisiert, dennoch Wartezeiten aufgrund langer Prozedur und langwieriger elektronischer Erfassung. Auch an der Westgrenze wird nur russisch gesprochen. Auto oberflächlich kontrolliert. TIP für 1 Jahr wird ausgestellt – theoretisch gültig für die Zollunion Russland, Kasachstan, Kirgistan. Hilfsbereit, insbesondere wenn Russischkenntnisse nicht perfekt sind.
Kasachstan: Einreise sehr schnell. Stempel in den Pass, Auto nicht durchsucht, kein neues TIP. Bei der Ausreise war uns nicht bewusst, dass das russische TIP weiterhin gültig ist. Nach Klärung dieses Sachverhalts wurde ein nachträglich ein kasachisches TIP erstellt auf Grundlage des russischen. Wohl ein bürokratischer Irrweg. Ungenügende PC-Erfahrung führen zu erheblichen Verzögerungen.
Usbekistan: der Bürokratie sei’s gedankt. Grenzübergang von Kasachstan (Beyneu – Nukus) katastrophal (siehe unser Hinweis im Thread Grenze West Kazachstan-Uzbekistan). Geht im Prinzip nur durch Vordrängen, Diskussionen mit Jedem und unendlicher Geduld. Auto und Gepäck wurden nicht wirklich durchsucht. Ausreise problemloser.
Kirgistan: Problemlos bei Osh. Stempel im Pass. Umweltgebühr 1000 Som bezahlen. Haben jedoch kein kirgisisches TIP erhalten. Dies kann bei der Ausreise zu unanständigen Forderungen führen – nicht bei uns. Unklar inwieweit das russische oder kasachische Dokument anerkannt wird. Deshalb auf TIP für 12 Monate bestehen. Ausreise problemlos.
Tajikistan: Einreise über Pamir schnell, jedoch 25 USD für TIP und 20 USD für weitere 3 Dokumente, deren Sinn uns nicht klar ist. Abzocke? Falsche Aussage wie lange das TIP gültig ist – 30Tage. Bei der Ausreise erfahren wir, dass das TIP nur 15 Tage gültig ist. Kein Problem, wird ohne „Gebühr“ pragmatisch gelöst. Hängt aber wahrscheinlich von freundlicher Konversation ab.
Unterwegs auf der Strasse:
Vorweg: Bezahlen mussten wir nur 1x 3 EUR, da wir ein Stoppschild vor einem Polizeiposten überfahren haben. Wir haben mit den freundlichen Beamten uns jeweils mit Hilfe unserer wenigen Russischkenntnissen unterhalten. Den weit verbreiteten Geheimtipp sich doof zu stellen und nur irgendwelche nicht gängige Sprachen zu sprechen, bewährt sich nach unserer Meinung nicht.
Ukraine: unproblematisch, Geschwindigkeitskontrollen, werden von Polizei auf fehlendes Abblendlicht hingewiesen.
Russland: viel Polizei. Viele Kontrollen und Radarfallen. Verkehrsregeln besser genau beachten. Keine negativen Erfahrungen gemacht. Überfahrenes Stoppschild musste unbürokratisch geregelt werden.
Kasachstan: verseucht mit „Ordnungskräften“ aller Art. Regeln peinlichst einhalten, unabhängig davon wie sinnfrei diese sind. Keine negativen Erfahrungen. Es besteht jedoch der Eindruck, dass ausländische Wagen unter besonderer Beobachtung stehen. Nach unserer Info besteht kein Grund sich auf teure Lösungen zur Regelung von Übertretungen einzulassen. Die Bussgelder scheinen recht niedrig zu sein, ausser man lässt sich als Ausländer einschüchtern und sucht eine persönliche Lösung.
Usbekistan: Polizei an jeder Ecke, der gesamt Strassenverkehr muss in regelmässigen Abständen durch Kontrollposten fahren – ähnlich italienischen Mautstellen. Keine negativen Erfahrungen, wurden kaum angehalten. Registrierung nur in Grenznähe. Wichtigstes Vergehen scheint die Überschreitung der Geschwindigkeit vor Kontrollposten zu sein (20km/h).
Kirgistan: Auf Hauptstrassen viele Polizeikontrollen (Dokumente) und regelmässig Radarfallen. Wurden nur 1x kontrolliert, dies erinnerte jedoch stark an zentralafrikanische Verhältnisse. Sind mit viel Geduld und Widerstand davon gekommen. Es besteht der Eindruck, dass Vergehen kaum oder nur bei Bedarf geahndet werden.
Tajikistan: Ordnungshüter nur ausserhalb des Pamirs gesehen. Keine Erfahrungen gemacht. Auf den grossen Strassen gelegentlich Radarfallen.
Andere bürokratische Highlights:
Nur in Usbekistan.
Hotelregistrierungen sind weiterhin gefordert. Dies wird jedoch nicht von irgendwelchen Autoritäten (z. Bsp. OVIR) gemacht, sondern vom Hotel selbst. Unterkünfte in Taschkent nehmen zunehmend keine Gäste mehr auf, die nicht möglichst lückenlos vorangehende Registrierungen nachweisen können. Bei der Ausreise wurden diese nicht kontrolliert – scheint nach einem Zufallsprinzip zu funktionieren.
Geld in Uzbekistan: Black or White Market? Das Verhältnis ist mehr als 2:1. Devisen werden bei der Einreise deklariert, dann schwarz getauscht, bei der Ausreise keine Nachfrage. Hotels können nur tw. mit schwarzen Som bezahlt werden. Insbesondere GH berechnen Preis oft mit dem höheren Kurs. In Taschkent besser mit Kreditkarte zahlen. Ansonsten werden oft Fantasiepreise verlangt. Nette Hotelmanager tauschen USD zum hohen Kurs und akzeptieren anschliessend Som zum niedrigen.
Sprit in Uzbekistan: Bekanntermassen ein Problem. Gibt’s nur auf dem Schwarzmarkt in schlechtester Qualität. Nicht desto trotz haben wir südlich von Nukus immer Diesel an Tankstellen gefunden. Scheint von der Jahreszeit abhängig zu sein.
Strassenbedingungen:
Untenstehend eine Auflistung der Strassen, deren Zustand besser/ schlechter als erwartet war:
Uzbekistan:
Aralseebecken: Verbindung A340 (N43 28.857 E58 06.466) - Moynaq: neue Teerstrasse ab escarpment (N43 44.778 E58 20.095) bis Sorok, Rest Teer mit vereinzelt Schlaglöchern (siehe auch unser Beitrag zu Aralsee im Wüschi).
Hauptverbindung Nukus- Taschkent: Nukus – Bukhara ca. erste Hälfte neu geteert. Rest geteert, etwas bumpy.
Kirgistan:
Strasse A364 Barskoon - Kumtor Goldmine: beste Piste, wird permanent unterhalten und gewässert. Gute Piste weiter zum Suök Pass.
Piste Tosor – Tosor Pass: sehr schlecht und steinig, sind umgekehrt.
Tadjikistan:
Strasse Khalai Kum - Dushanbe: neu geteert entlang Panj River ab Khalai Kum bis ca. N37 49.872 E70 10.869 und ab Danghara bis Dushanbe.
Anzob Pass: Passstrasse verschüttet.
Anzob Tunnel: Strasse neu geteert, aber Tunnel noch immer finster, mit Hindernissen und zum Teil unter Wasser.
Strasse Ayni – Penjikent: neu geteert.
wir sind von April bis Juli 2016 mit unserem Landcruiser über Polen, Ukraine, Russland, Kasachstan, Usbekistan, Tajikistan nach Kirgistan gefahren. Insgesamt rund 15 000 km. Hier eine kurze Zusammenfassung unserer Erfahrungen bei der Organisation, im Umgang mit Bürokratie vor und während der Reise und einige Angaben zu einzelnen Strecken, die sich entgegen der gängigen Informationen verändert haben. Mehr Details und Visuelles in unserem Blog unter http://jealousyreloaded.com.
Bitte beachtet, es handelt sich hier um unsere persönliche Wahrnehmungen und Erfahrungen während der Reise und im Kontakt mit unserer Umgebung. Diese können sich durchaus von Euren Eindrücken unterscheiden und von Euch anders wahrgenommen worden sein.
Beschaffung von Visa:
Weiterhin kompliziert. Bei der Beschaffung der Visa werden meist die jeweiligen frühsten Einreise-, bzw. Ausreisedaten bereits festgelegt. Dies schränkt die Flexibilität stark ein.
Iran – war mal geplant. Antrag über König Tours in Brühl. Die Jungs und Mädels haben königlich versagt. Deshalb mussten wir Südroute nach Usbekistan streichen.
Ukraine: Stempel bei Einreise
Russland: Sibiriak, Bern. Schnell, unkompliziert. 1 Woche und 210 CHF. That’s it. Muss im Land in dem der Wohnsitz ist beantragt werden. Ausnahme Osh für Schengen-Bürger.
Kasachstan: Easy; Stempel bei Einreise. 15 Tage gültig.
Usbekistan: Spomer, Bad Honeff. Firma ok. Ca. 4 Wochen wegen usbekischer Administration. 105 EUR.
Kirgistan: Easy; Stempel bei Einreise. 90 Tage gültig.
Tajikistan: Konsulat in Bishkek. Etwa 50 USD + 1000 Som für das GBAO Permit (Pamir) für 30 Tage. Am gleichen Nachmittag bereit (etwas Überzeugungsarbeit notwendig).
Grenzen:
Ukraine: ziemlich unorganisiert bei Ein- und Ausreise. Fehlende Koordination zwischen unterschiedlichen Stellen führt zu 3-4 identischen Kontrollen. Geduld, ansonsten problemlos. Russischkenntnisse von Vorteil. Keine Gebühren, TIP wird ausgestellt.
Russland: gut organisiert, dennoch Wartezeiten aufgrund langer Prozedur und langwieriger elektronischer Erfassung. Auch an der Westgrenze wird nur russisch gesprochen. Auto oberflächlich kontrolliert. TIP für 1 Jahr wird ausgestellt – theoretisch gültig für die Zollunion Russland, Kasachstan, Kirgistan. Hilfsbereit, insbesondere wenn Russischkenntnisse nicht perfekt sind.
Kasachstan: Einreise sehr schnell. Stempel in den Pass, Auto nicht durchsucht, kein neues TIP. Bei der Ausreise war uns nicht bewusst, dass das russische TIP weiterhin gültig ist. Nach Klärung dieses Sachverhalts wurde ein nachträglich ein kasachisches TIP erstellt auf Grundlage des russischen. Wohl ein bürokratischer Irrweg. Ungenügende PC-Erfahrung führen zu erheblichen Verzögerungen.
Usbekistan: der Bürokratie sei’s gedankt. Grenzübergang von Kasachstan (Beyneu – Nukus) katastrophal (siehe unser Hinweis im Thread Grenze West Kazachstan-Uzbekistan). Geht im Prinzip nur durch Vordrängen, Diskussionen mit Jedem und unendlicher Geduld. Auto und Gepäck wurden nicht wirklich durchsucht. Ausreise problemloser.
Kirgistan: Problemlos bei Osh. Stempel im Pass. Umweltgebühr 1000 Som bezahlen. Haben jedoch kein kirgisisches TIP erhalten. Dies kann bei der Ausreise zu unanständigen Forderungen führen – nicht bei uns. Unklar inwieweit das russische oder kasachische Dokument anerkannt wird. Deshalb auf TIP für 12 Monate bestehen. Ausreise problemlos.
Tajikistan: Einreise über Pamir schnell, jedoch 25 USD für TIP und 20 USD für weitere 3 Dokumente, deren Sinn uns nicht klar ist. Abzocke? Falsche Aussage wie lange das TIP gültig ist – 30Tage. Bei der Ausreise erfahren wir, dass das TIP nur 15 Tage gültig ist. Kein Problem, wird ohne „Gebühr“ pragmatisch gelöst. Hängt aber wahrscheinlich von freundlicher Konversation ab.
Unterwegs auf der Strasse:
Vorweg: Bezahlen mussten wir nur 1x 3 EUR, da wir ein Stoppschild vor einem Polizeiposten überfahren haben. Wir haben mit den freundlichen Beamten uns jeweils mit Hilfe unserer wenigen Russischkenntnissen unterhalten. Den weit verbreiteten Geheimtipp sich doof zu stellen und nur irgendwelche nicht gängige Sprachen zu sprechen, bewährt sich nach unserer Meinung nicht.
Ukraine: unproblematisch, Geschwindigkeitskontrollen, werden von Polizei auf fehlendes Abblendlicht hingewiesen.
Russland: viel Polizei. Viele Kontrollen und Radarfallen. Verkehrsregeln besser genau beachten. Keine negativen Erfahrungen gemacht. Überfahrenes Stoppschild musste unbürokratisch geregelt werden.
Kasachstan: verseucht mit „Ordnungskräften“ aller Art. Regeln peinlichst einhalten, unabhängig davon wie sinnfrei diese sind. Keine negativen Erfahrungen. Es besteht jedoch der Eindruck, dass ausländische Wagen unter besonderer Beobachtung stehen. Nach unserer Info besteht kein Grund sich auf teure Lösungen zur Regelung von Übertretungen einzulassen. Die Bussgelder scheinen recht niedrig zu sein, ausser man lässt sich als Ausländer einschüchtern und sucht eine persönliche Lösung.
Usbekistan: Polizei an jeder Ecke, der gesamt Strassenverkehr muss in regelmässigen Abständen durch Kontrollposten fahren – ähnlich italienischen Mautstellen. Keine negativen Erfahrungen, wurden kaum angehalten. Registrierung nur in Grenznähe. Wichtigstes Vergehen scheint die Überschreitung der Geschwindigkeit vor Kontrollposten zu sein (20km/h).
Kirgistan: Auf Hauptstrassen viele Polizeikontrollen (Dokumente) und regelmässig Radarfallen. Wurden nur 1x kontrolliert, dies erinnerte jedoch stark an zentralafrikanische Verhältnisse. Sind mit viel Geduld und Widerstand davon gekommen. Es besteht der Eindruck, dass Vergehen kaum oder nur bei Bedarf geahndet werden.
Tajikistan: Ordnungshüter nur ausserhalb des Pamirs gesehen. Keine Erfahrungen gemacht. Auf den grossen Strassen gelegentlich Radarfallen.
Andere bürokratische Highlights:
Nur in Usbekistan.
Hotelregistrierungen sind weiterhin gefordert. Dies wird jedoch nicht von irgendwelchen Autoritäten (z. Bsp. OVIR) gemacht, sondern vom Hotel selbst. Unterkünfte in Taschkent nehmen zunehmend keine Gäste mehr auf, die nicht möglichst lückenlos vorangehende Registrierungen nachweisen können. Bei der Ausreise wurden diese nicht kontrolliert – scheint nach einem Zufallsprinzip zu funktionieren.
Geld in Uzbekistan: Black or White Market? Das Verhältnis ist mehr als 2:1. Devisen werden bei der Einreise deklariert, dann schwarz getauscht, bei der Ausreise keine Nachfrage. Hotels können nur tw. mit schwarzen Som bezahlt werden. Insbesondere GH berechnen Preis oft mit dem höheren Kurs. In Taschkent besser mit Kreditkarte zahlen. Ansonsten werden oft Fantasiepreise verlangt. Nette Hotelmanager tauschen USD zum hohen Kurs und akzeptieren anschliessend Som zum niedrigen.
Sprit in Uzbekistan: Bekanntermassen ein Problem. Gibt’s nur auf dem Schwarzmarkt in schlechtester Qualität. Nicht desto trotz haben wir südlich von Nukus immer Diesel an Tankstellen gefunden. Scheint von der Jahreszeit abhängig zu sein.
Strassenbedingungen:
Untenstehend eine Auflistung der Strassen, deren Zustand besser/ schlechter als erwartet war:
Uzbekistan:
Aralseebecken: Verbindung A340 (N43 28.857 E58 06.466) - Moynaq: neue Teerstrasse ab escarpment (N43 44.778 E58 20.095) bis Sorok, Rest Teer mit vereinzelt Schlaglöchern (siehe auch unser Beitrag zu Aralsee im Wüschi).
Hauptverbindung Nukus- Taschkent: Nukus – Bukhara ca. erste Hälfte neu geteert. Rest geteert, etwas bumpy.
Kirgistan:
Strasse A364 Barskoon - Kumtor Goldmine: beste Piste, wird permanent unterhalten und gewässert. Gute Piste weiter zum Suök Pass.
Piste Tosor – Tosor Pass: sehr schlecht und steinig, sind umgekehrt.
Tadjikistan:
Strasse Khalai Kum - Dushanbe: neu geteert entlang Panj River ab Khalai Kum bis ca. N37 49.872 E70 10.869 und ab Danghara bis Dushanbe.
Anzob Pass: Passstrasse verschüttet.
Anzob Tunnel: Strasse neu geteert, aber Tunnel noch immer finster, mit Hindernissen und zum Teil unter Wasser.
Strasse Ayni – Penjikent: neu geteert.
Monika'n'Martin
www.jealousyreloaded.com
www.jealousyreloaded.com
Re: Neueste Infos zu Zentralasien - Stand Juli 2016
Klasse Zusammenfassung
Wir sind bei der Umstellung ins Kompetenzloch gefallen und konnten das erst bei der Ausreise in die Mongolei klären. Hier war noch eine offene Einreise aus 2013 ohne dokumentierte Ausreise auf meinem Namen bzw. unserem Fahrzeug im Computer und die Aktion hat dann schlappe 22h bis zur Klärung gedauert.
Ich bin kein großer Cloud Fan kann aber aus gegebenem Anlass nur empfehlen sämtliche Ein- und Ausreisestempel mit den entsprechenden Fahrzeugbelegen mit gesichertem Zugang online abzulegen. Spricht natürlich auch nichts gegen die gute alte Kopie, die muss dann aber eben auch dabei sein
Die wirklich gute Nachricht ist, dass das TIP jetzt für 12Monate ausgestellt wird und somit neben Kirgistan auch ein Abstellen des Fahrzeugs in Russland oder Kasachstan möglich ist.
Versicherung:
In Kasachstan und Russland kontrolliert die Polizei durchaus berechtigt häufiger die Versicherung. Also zumindest für Russland die Grüne Karte gültig, oder an den Versicherungsbuden an der Grenze eine entsprechende Versicherung abschließen. An der Sommergrenze Kirgistan / Kasachstan Richtung Kegen gibt es direkt an der Grenze keine Versicherung.
Gruss
Bernd
Innerhalb der Zollunion (Russland, Kasachstan, Kirgistan) gibt es an der Grenze keine Kontrolle oder Neuausstellung der Zolldokumente mehr und das TIP gilt bis zur Ausreise aus der Zollunion. Für Kirgistan gilt das erst seit der Vollmitgliedschaft Juli 2015 und funktioniert an den kleinen Grenzübergängen nicht immer. Bei der Einreise aus Usbekistan oder Tadschikistan unbedingt auf der Ausstellung des TIP bestehen.Kirgistan: Problemlos bei Osh. Stempel im Pass. Umweltgebühr 1000 Som bezahlen. Haben jedoch kein kirgisisches TIP erhalten. Dies kann bei der Ausreise zu unanständigen Forderungen führen – nicht bei uns. Unklar inwieweit das russische oder kasachische Dokument anerkannt wird. Deshalb auf TIP für 12 Monate bestehen. Ausreise problemlos.
Wir sind bei der Umstellung ins Kompetenzloch gefallen und konnten das erst bei der Ausreise in die Mongolei klären. Hier war noch eine offene Einreise aus 2013 ohne dokumentierte Ausreise auf meinem Namen bzw. unserem Fahrzeug im Computer und die Aktion hat dann schlappe 22h bis zur Klärung gedauert.
Ich bin kein großer Cloud Fan kann aber aus gegebenem Anlass nur empfehlen sämtliche Ein- und Ausreisestempel mit den entsprechenden Fahrzeugbelegen mit gesichertem Zugang online abzulegen. Spricht natürlich auch nichts gegen die gute alte Kopie, die muss dann aber eben auch dabei sein
Die wirklich gute Nachricht ist, dass das TIP jetzt für 12Monate ausgestellt wird und somit neben Kirgistan auch ein Abstellen des Fahrzeugs in Russland oder Kasachstan möglich ist.
Versicherung:
In Kasachstan und Russland kontrolliert die Polizei durchaus berechtigt häufiger die Versicherung. Also zumindest für Russland die Grüne Karte gültig, oder an den Versicherungsbuden an der Grenze eine entsprechende Versicherung abschließen. An der Sommergrenze Kirgistan / Kasachstan Richtung Kegen gibt es direkt an der Grenze keine Versicherung.
Gruss
Bernd
Re: Neueste Infos zu Zentralasien - Stand Juli 2016
Hallo moma,
wir sitzen gerade in Lettland fest, da die russischen Zollbehörden uns mit unserem Fahrzeug und einem Transitvisum (geplante Weiterfahrt nach Kasachstan) nicht einreisen lassen wollten. Der Beamte wollte die Importbewilligung für die Zollunion für unser Fahrzeug nur für die Dauer unseres Russischen Visums ausstellen.
Wie seit ihr zu einem TIP für 12 Monate gekommen? Welcher Typ von Visum für Russland hattet ihr?
Wir mussten folgendes Formular ausfüllen: http://eng.customs.ru/images/stories/si ... nglish.pdf
Danke im Voraus fürs Feedback. Sitzen nun in Lettland fest und prüfen unsere Optionen.
wir sitzen gerade in Lettland fest, da die russischen Zollbehörden uns mit unserem Fahrzeug und einem Transitvisum (geplante Weiterfahrt nach Kasachstan) nicht einreisen lassen wollten. Der Beamte wollte die Importbewilligung für die Zollunion für unser Fahrzeug nur für die Dauer unseres Russischen Visums ausstellen.
Wie seit ihr zu einem TIP für 12 Monate gekommen? Welcher Typ von Visum für Russland hattet ihr?
Wir mussten folgendes Formular ausfüllen: http://eng.customs.ru/images/stories/si ... nglish.pdf
Danke im Voraus fürs Feedback. Sitzen nun in Lettland fest und prüfen unsere Optionen.
Re: Neueste Infos zu Zentralasien - Stand Juli 2016
Hallo !
Bin zwar nicht moma,aber vielleicht hilft es.
Ich war immer mit Touristen -, oder Geschäftsvisum in oder durch Russland unterwegs.Die Zollerklärung galt dabei immer von der Einreise bis zum Ende des Visums.
Lass Dir an der kasachischen Grenze eine neue Zollerklärung ausstellen - fertig.
War 2016 vier Wochen in Kasachstan,4500 Kilometer,viele Kontrollen.Die Zollerklärung wollte keiner sehen,auch keiner an den Grenzen.
Trotzdem - bestimmt bekommst Du eine.Wenn nicht - die Kasachen gehen mit Touristen neuerdings nicht mehr ganz so rüde um.
MfG Panjko
Bin zwar nicht moma,aber vielleicht hilft es.
Ich war immer mit Touristen -, oder Geschäftsvisum in oder durch Russland unterwegs.Die Zollerklärung galt dabei immer von der Einreise bis zum Ende des Visums.
Lass Dir an der kasachischen Grenze eine neue Zollerklärung ausstellen - fertig.
War 2016 vier Wochen in Kasachstan,4500 Kilometer,viele Kontrollen.Die Zollerklärung wollte keiner sehen,auch keiner an den Grenzen.
Trotzdem - bestimmt bekommst Du eine.Wenn nicht - die Kasachen gehen mit Touristen neuerdings nicht mehr ganz so rüde um.
MfG Panjko
Re: Neueste Infos zu Zentralasien - Stand Juli 2016
Hallo,
wir hatten (vermutlich) das gleiche Formular ausgefüllt.
Vorsicht, bei uns hat das nicht funktioniert. Die Grenzen innerhalb der Zollunion sind nicht mehr dafür ausgestattet. Siehe Post weiter oben.
Gruss Bernd
wir hatten (vermutlich) das gleiche Formular ausgefüllt.
Das muss nicht zwangsweise so sein. Da bei den ersten Meldungen zum 1 jährigen TIP nicht klar war obs mit der Visalänge zusammenhängt gabs ne Kurzumfrage auf HUBB. Dabei haben auch Leute mit kürzeren Visas 1 Jährige TIP’S erhalten. War aber meines Wissens keiner mit einem Transit dabei. Ich hatte allerdings auch ein Jahresvisum. Ihr habt vermutlich Pech gehabt und seid an den falschen geraten. Rein von der Argumentationslogik müssten sie dann aber das TIP mindestens für Transit + 30 Tage Kasachstan + 90 Tage Kirgistan (Visafreier Aufenthalt zumindest für Deutsche) ausstellen.Ich war immer mit Touristen -, oder Geschäftsvisum in oder durch Russland unterwegs.Die Zollerklärung galt dabei immer von der Einreise bis zum Ende des Visums.
Lass Dir an der kasachischen Grenze eine neue Zollerklärung ausstellen - fertig.
Vorsicht, bei uns hat das nicht funktioniert. Die Grenzen innerhalb der Zollunion sind nicht mehr dafür ausgestattet. Siehe Post weiter oben.
Warum auch, ist ja ZollunionDie Zollerklärung wollte keiner sehen,auch keiner an den Grenzen.
Gruss Bernd
Re: Neueste Infos zu Zentralasien - Stand Juli 2016
Vielen Dank für euer Feedback!
Mittlerweile haben wir ein 90 Tage Business Visum beantragt und hoffen, dass wir damit mehr Erfolg haben.
Grüsse, Marco
Mittlerweile haben wir ein 90 Tage Business Visum beantragt und hoffen, dass wir damit mehr Erfolg haben.
Musstest Du angeben, was für eine Art von Business Du machst? Was war das? Wir wollen vermeiden, dass wir schon wieder zurückgeschickt werden, wenn dem Beamten etwas nicht in den Kram passt.Panjko hat geschrieben:Ich war immer mit Touristen -, oder Geschäftsvisum in oder durch Russland unterwegs
Grüsse, Marco
Re: Neueste Infos zu Zentralasien - Stand Juli 2016
Hallo Marco !
Man braucht für Touristen- und Geschäftsvisa seit längerem einen Rückkehrgrund.Ich sende dafür immer meine Gewerbeanmeldung,welche Geschäfte gemacht werden ist egal.
2016 bad man mich an der Grenze zwischen Sumy und Kursk (UA - RUS) zum Gespräch mit einem Herrn vom FSB.Mein Geschäftsvisum forderte dabei natürlich die Frage nach meinen wirtschaftlichen Interessen in Russland.Ich gab offen zu,daß ich nur wegen der drei Monate Aufenthaltsrecht diese Visaart wählte.Er kannte das längst,lächelte nur - Stempel und Unterschrift (er unter seinen Papieren) und "Gute Fahrt".
Ich hörte von Leuten aus Köln,gesprochen in Susdal (RUS),daß man für ein Geschäftsvisum vorher schon mal in Russland gewesen sein muß,kann aber nicht sagen ob das stimmt.Andere aus Hamburg,getroffen am Baikal, hatten extra ein Gewerbe für ihr Geschäftsvisum angemeldet (am selben Tag gleich wieder abgemeldet),kann aber wieder nicht sagen ob das stimmt und nötig ist.
Wenn Du das Visum einmal in Händel hältst sollte nichts mehr schief gehen.
MfG Panjko
Man braucht für Touristen- und Geschäftsvisa seit längerem einen Rückkehrgrund.Ich sende dafür immer meine Gewerbeanmeldung,welche Geschäfte gemacht werden ist egal.
2016 bad man mich an der Grenze zwischen Sumy und Kursk (UA - RUS) zum Gespräch mit einem Herrn vom FSB.Mein Geschäftsvisum forderte dabei natürlich die Frage nach meinen wirtschaftlichen Interessen in Russland.Ich gab offen zu,daß ich nur wegen der drei Monate Aufenthaltsrecht diese Visaart wählte.Er kannte das längst,lächelte nur - Stempel und Unterschrift (er unter seinen Papieren) und "Gute Fahrt".
Ich hörte von Leuten aus Köln,gesprochen in Susdal (RUS),daß man für ein Geschäftsvisum vorher schon mal in Russland gewesen sein muß,kann aber nicht sagen ob das stimmt.Andere aus Hamburg,getroffen am Baikal, hatten extra ein Gewerbe für ihr Geschäftsvisum angemeldet (am selben Tag gleich wieder abgemeldet),kann aber wieder nicht sagen ob das stimmt und nötig ist.
Wenn Du das Visum einmal in Händel hältst sollte nichts mehr schief gehen.
MfG Panjko
Re: Neueste Infos zu Zentralasien - Stand Juli 2016
Hallo Marco,
sorry, dass wir etwas spät reagieren. Wir schauen nicht täglich bei Wüstenschiff nach.
Deshalb besser PN oder Mail nutzen.
Falls nicht schon alles geklärt ist: mit einem turi Visum gibt es automatisch 12 Monate. Etwas anderes kennen die Jungs gar nicht. Mit einem Business besteht unter unglücklichen Umständen die Gefahr, dass die Grenzbeamten wissen möchten welches Geschäft denn nun abgehen soll. Haben dies bisher nur bei der Einreise von der Mongolei gehört.
Jedenfalls, habt ihr mal die 12 Monate könnt ihr dieses Paper problemlos in Kasachstan benutzen. Kirgistan stellte ein neues Dokument aus, nochmals 12 Monate.
sorry, dass wir etwas spät reagieren. Wir schauen nicht täglich bei Wüstenschiff nach.
Falls nicht schon alles geklärt ist: mit einem turi Visum gibt es automatisch 12 Monate. Etwas anderes kennen die Jungs gar nicht. Mit einem Business besteht unter unglücklichen Umständen die Gefahr, dass die Grenzbeamten wissen möchten welches Geschäft denn nun abgehen soll. Haben dies bisher nur bei der Einreise von der Mongolei gehört.
Jedenfalls, habt ihr mal die 12 Monate könnt ihr dieses Paper problemlos in Kasachstan benutzen. Kirgistan stellte ein neues Dokument aus, nochmals 12 Monate.
Monika'n'Martin
www.jealousyreloaded.com
www.jealousyreloaded.com
Re: Neueste Infos zu Zentralasien - Stand Juli 2016
Hallo moma,
herzlichen Dank für die Antwort. Wir haben es mittlerweile geschafft über die Grenze zu kommen.
Nachfolgend ein paar Infos zu Visas etc.:
- Visum Beantragt via Reisebüro Atlantic Travel, Riga, http://www.atlantic.lv
- Visum Typ, Dauer, Kosten: Business Visum, 90 Tage, 160 Euro p.P inkl. Expresszuschlag und Krankenversicherung
- Visum Unterlagen: Nur Reisepass, kein Passfoto. Krankenversicherung wurde von Reisebüro gelöst und dem Antrag beigelegt
- Zolldeklarationsformular für Fahrzeug: Die ersten beiden Seiten auf ein Blatt (doppelseitig) ausdrucken und in zweifacher Ausführung mitnehmen. Ist auch am Zoll erhältlich, aber ist zeitsparend, wenn man es schon ausgefüllt hat. Download: http://eng.customs.ru/images/stories/si ... nglish.pdf
- Zöllnerin hat als Aufenthaltsgrund auf weiterem Formular "Tourism" vorgeschlagen. War kein Problem mit dem Business Visa.
- Grenzübergang: Zilupe/Terehova, Dauer: 3.5h
- KFZ-Versicherung (OSAGO): Gibt es an der zweiten und dritten Tankstelle nach Grenzübertritt. 2700 Rubel für zwei Wochen.
herzlichen Dank für die Antwort. Wir haben es mittlerweile geschafft über die Grenze zu kommen.
Nachfolgend ein paar Infos zu Visas etc.:
- Visum Beantragt via Reisebüro Atlantic Travel, Riga, http://www.atlantic.lv
- Visum Typ, Dauer, Kosten: Business Visum, 90 Tage, 160 Euro p.P inkl. Expresszuschlag und Krankenversicherung
- Visum Unterlagen: Nur Reisepass, kein Passfoto. Krankenversicherung wurde von Reisebüro gelöst und dem Antrag beigelegt
- Zolldeklarationsformular für Fahrzeug: Die ersten beiden Seiten auf ein Blatt (doppelseitig) ausdrucken und in zweifacher Ausführung mitnehmen. Ist auch am Zoll erhältlich, aber ist zeitsparend, wenn man es schon ausgefüllt hat. Download: http://eng.customs.ru/images/stories/si ... nglish.pdf
- Zöllnerin hat als Aufenthaltsgrund auf weiterem Formular "Tourism" vorgeschlagen. War kein Problem mit dem Business Visa.
- Grenzübergang: Zilupe/Terehova, Dauer: 3.5h
- KFZ-Versicherung (OSAGO): Gibt es an der zweiten und dritten Tankstelle nach Grenzübertritt. 2700 Rubel für zwei Wochen.




