Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinaus

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Thomas_HH
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Thomas_HH »

Habe mir nach dem Nissan Vorschlag nochmal meinen "Dicken" von damals rausgesucht und siehe da, es gibt ihn doch in Europa. Genau 1x. Werde ohnehin kurz nach Weihnachten nach UK fahren und dort steht ein Nissan Patrol 4.2 TD GQ zum Verkauf. Den schau ich mir genauer an :) Ein 2.8er scheint mir leider ein wenig unterdimensioniert für das was er da schleppen soll.

Der Pajero ist wirklich eine gute Idee, allerdings habe ich ja den Toyo HJ61 im Angebot (von einem sehr guten Freund, deshalb Freundschaftspreis) und das Raumangebot ist dort einfach größer. Die Idee war bis dato ein Dachzelt und ein Behelfsbett im Inneren (wir haben so 1 Jahr in Australien verbracht). Am schönsten wäre ein Aufstelldach aber das ist leider zu teuer.

Der Mercedes 310D 4x4 ist wirklich schön aber leider so gut wie gar nciht mehr zu bekommen, und selbst wenn vermutlich unbezahlbar. Oder kennt ihr jemanden der einen verkaufen möchte? Wie aufwendig wäre es einen 2wd höher legen zu lassen, müssen dann noch weitere Modifikationen an dem Fahrzeug vorgenommen werden? Auf was sollte man beim MB achten? Ich sollte erwähnen das ich nur bis 3.5to fahren darf :oops:

In wieweit kommen denn solche 2 WD Busse wie der MB 310 oder MB 508 oder T4 oder Hiace mit extrem langen Buckelpisten (Kazachstan/Mongolei) zurecht?

Der als Alternative hier angebrachte Toyo Hiace 4x4 ist schon sehr interessant. Bei Mobile sind die älteren Baujahre dann von 1990 - ich geh mal davon aus die meinst Du. Hat jemand mit dem Fahrzeug bisher Erfahrungen gemacht? Ist ja in Deutschland nciht so alltäglich.
abacus
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von abacus »

In Kasachstan (in den anderen Ländern eh) dürfte zwischenzeitlich alles geteert sein. Bleibt nur noch bissl Piste in der Mongolei übrig. Die Hauptpisten sind einigermaßen gut in Schuss, denn auch der Mongole fährt nur selten einen HZJ (und wenn dann in Ulan Bator).

Hauptsache du fährst los, womit ist zweitrangig.
theokraut
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von theokraut »

Da muss ich jetzt doch noch mal mitmachen:
abacus hat geschrieben:Hauptsache du fährst los, womit ist zweitrangig.
also das unterschreibe ich!!!
abacus hat geschrieben:In Kasachstan (in den anderen Ländern eh) dürfte zwischenzeitlich alles geteert sein.
In Kazachstan ist in der Tat viel geteert, dennoch oft in sehr schlechtem Zustand. In Kirgisien ist es schon besser, aber in Tajikistan und Uzbekistan kommt man (und will es vielleicht auch gar nicht) um sehr viele Pistenkilometer nicht herum, wenn man nicht einfach die Hauptroute durchbrettern will.
abacus hat geschrieben:Bleibt nur noch bissl Piste in der Mongolei übrig. Die Hauptpisten sind einigermaßen gut in Schuss, denn auch der Mongole fährt nur selten einen HZJ
Viele HZJ sieht man wirklich nicht, sind aber auch nicht die einzigen robusten Geländewagen. Ein "bißchen" Piste halte ich für untertrieben, in der Mongolei gibt es glaube ich gerade mal 1500km Teerstrasse. Die Hauptpisten sind mit Nichten in gutem Zustand und abgesehen davon besteht die Mongolei eben nicht nur aus Hauptpisten. Die Mongolen fahren sehr robuste Fahrzeuge und sind echt gute Mechaniker und Improviseure - weit besser als ich es einer bin!!! Ist aber auch nötig, die Fahrzeuge fallen nämlich auch an jeder Ecke auseinander.


So, der langen Rede schwacher Sinn, ich finde es nicht notwendig und vor allem nicht Zielführend durch übertriebene Coolheit Unvorsicht zu schüren.

Man muss wirklich nicht mit einem Panzer losfahren, ein hoher und robuster 4x4 ist aber aus meiner Sicht Pflicht! Klar kann man auch auf direktem Weg (dann auch gut und gemütlich in 6 Wochen) von D nach Vladivostok fahren, ich denke aber das ist nicht die Art der Reise die Tom & Sarah planen. Wenn man die Länder wirklich kennen lernen möchte, die unglaubliche Landschaft und Weite genießen möchte und sich auch mal auf ungeplantes einlassen will dann braucht man ein zuverlässiges, robustes Fahrzeug oder eben viel Zeit und gute Schrauberqualitäten.

Es ist was anderes ob einem in den Vogesen oder gar in irgendeiner Kiesgrube die Achse bricht oder ob man alleine mitten in der Gobi oder auf 4000m im Pair steht und die nächste Jurte ist 3-5 Tagesmärsche entfernt. Da kommt der ADAC trotz Goldkarte nicht! Auch für ein gutes Urlaubsgefühl lohnt es in ein vertrauenswürdiges Fahrzeug zu investieren. Man sitzt am Abend nicht besonders entspannt am Lagerfeuer, wenn man täglich irgendwelche technischen Probleme erwartet. Wir trafen viele Reisende, die, die "Reisemüde" waren hatten eigentlich alle dauernd technische Probleme (allerdings selten mit alten billigen Autos, eher mit riesigen, teuren...)


Oh, schon wieder eine lange Rede, keine Ahnung was mit mir los ist?!
Die Fahrzeugmarke halte ich für völlig nebensächlich, schaut halt nach was robustem, die Ersatzteilversorgung spielt auch keine Rolle, ob man am Nissan, am Toyo oder am Jitsu was zusammenbrutzeln muss ist egal, das Originalteil wir man eh nur in den Metropolen finden, und dann für Alle.

So long Theo
landcruiser.
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von landcruiser. »

Schön gesagt und auf den Punkt!
vanguard
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von vanguard »

@Theo
dem ist nichts hinzu zu fügen ! TOP !!
Bäärti
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Bäärti »

Hoi zäme

Ich hab doch letzte Woche geschrieben, ein Golf täte sich eignen. Und das meinte ich ernst...

Gruss Bäärti
.
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
schnorr
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von schnorr »

Bäärti hat geschrieben:Hoi zäme

Ich hab doch letzte Woche geschrieben, ein Golf täte sich eignen. Und das meinte ich ernst...

Gruss Bäärti
.
:roll:
das will hier aber keiner hören, ein toyo muss es schon sein 8)
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Surfy
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Surfy »

Bäärti hat geschrieben:Hoi zäme

Ich hab doch letzte Woche geschrieben, ein Golf täte sich eignen. Und das meinte ich ernst...

Gruss Bäärti
.
Du meinst ein Golf Country? :lol:

Denke Theo hat es gut zusammengefasst :wink:

Surfy
Bäärti
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Bäärti »

schnorr hat geschrieben: ... das will hier aber keiner hören, ein toyo muss es schon sein 8)
... man darf aber auch im Golf oder Korsa eine 1'000-Taschen-Abenteurerweste und einen Rosschwanz tragen.
Wegen dem Expeditionsgefühl, odr soo... :mrgreen:

Gruss Bäärti
.
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landcruiser.
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von landcruiser. »

schnorr hat geschrieben:
Bäärti hat geschrieben:Hoi zäme

Ich hab doch letzte Woche geschrieben, ein Golf täte sich eignen. Und das meinte ich ernst...

Gruss Bäärti
.
:roll:
das will hier aber keiner hören, ein toyo muss es schon sein 8)
Nach Theo seiner Beschreibung würde ich es mit einem Golf nicht unbedingt versuchen.

Aber welche Marke dürfte völlig schnuppe sein. Hauptsache er ist in Ordnung, robust und reparierbar.
Bäärti
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Bäärti »

landcruiser. hat geschrieben:Nach Theo seiner Beschreibung würde ich es mit einem Golf nicht unbedingt versuchen.
Also ich bin dreimal nach Nepal gefahren und einmal nach Kirgistan/Usbekistan. Ohne Geländewagen. Und ich habe auch nie einen solchen vermisst. Die Strassen und Pisten sind problemlos und da wo man ins Gelände kommt, ist oft hart gut zu befahren. Andernorts (zum Beispiel in den Himalaya-Bergen) hat es neben den normalen Strassen bloss enge Fusswege und Hängebrücken; und da kommst auch mit eine Geländewagen nicht durch.

Bild
Wer mag kann hier unsere letzte Tour nachlesen. :wink:

Gruss Bäärti
.
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gobra
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von gobra »

Hallo Bäärti,

ich beneide dich um deine Fahrt und wünsche mir, dass ich das selber vor 10 oder 15 Jahren auch schon gemacht hätte! Aber ich fürchte, die Strecke, die du im Jahr 2000 gefahren bist, ist doch heute kaum noch in Betracht zu ziehen. Wenn ich mir die Sicherheitslage in Pakistan heute anschaue und die Berichte lese, wie es in Pakistan im allgemeinen und in Beluschistan im besondern zugeht, dann muss man schon lebensmüde sein, um sich freiwillig in diese Gegend zu begeben. Oder sehe ich das falsch?

Wenn ich also nicht durch Pakistan fahren will, dann muss ich nördlich am Kaspischen Meer vorbei, also durch Russland und Kasachstan, Kirgisien etc. Und die Strecke fährt ein Golf auch problemlos???

Verstehe mich nicht falsch: Meine Frage ist ernst gemeint! Ich möchte am Landweg nach Nepal. Im Kopf spukt mir diese Idee schon lange herum, aber jetzt stehe ich am Anfang der konkreten Planung und suche nach Routen und Infos. Ich werde mit einem Nissan Patrol unterwegs sein, wahrscheinlich nur ein Fahrzeug und allein im Auto. Und wenn das ein Golf kann, dann mach ich mir gleich ein paar Sorgen weniger ;-)

Hat vielleicht jemand hier GPS-Routenvorschläge, die ich mir "ausborgen" dürfte?

LG Gottfried

PS: Wie ist eigentlich die Sicherheitslage in Pakistan, wenn man ganz im Süden bleibt? Z.B. an der Küste entlag bis Karachi, und dann weiter nach Osten nach Indien? Hast du da eine konkretere Routen-Info für mich?
Bäärti
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Bäärti »

gobra hat geschrieben:… Wie ist eigentlich die Sicherheitslage in Pakistan, wenn man ganz im Süden bleibt? Z.B. an der Küste entlang bis Karachi, und dann weiter nach Osten nach Indien? Hast du da eine konkretere Routen-Info für mich?
Hoi Gottfried

Pakistan finde ich schon seit längerem als zu gefährlich. Natürlich kann es gutgehen, aber das Risiko ist mir eindeutig zu hoch. Es ist ja auch nicht nur in Belutschistan unsicher, sondern auch in einigen andern Provinzen. Die Einreise vom Iran her ist nur in Tafta möglich, die Ausreise nach Indien nur in Atari. Beides sind unsichere Gegenden.

Die zurzeit wohl sicherste und einfachste Route nach Zentralasien ist Ukraine-Russland-Kasachstan... Durchgehend asphaltiert und kein Problem. Mein Kumpel fährt die Strecke jeweils in etwa vier Wochen.
Ich würde aber eher untenherum fahren; Türkei-Iran-Turkmenistan-Usbekistan... Weil mich diese Route viel interessanter dünkt, und ich Usbekistan ganz besonders mag.

Ein Problem bleibt aber: Von Zentralasien kommt man schlecht nach Nepal. Afghanistan und Kaschmir oder China sind dazwischen. Realistisch ist schlussendlich nur der Weg über China möglich. Mitt all den Kosten und behördlichen Auflagen. Und dann weiter über den Araniko Highway nach Katmandu. Die Strasse führt aber deftig in die Höhe (über 4‘000 Meter). Das Zeitfenster, wo du da drüber fahren kannst, ist dementsprechend klein; zwischen Winter und Monsun. Ich kenne aber Leute, die das mit dem VW-Bus gefahren haben.

Gruss Bäärti
.
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Panjko
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Registriert: Sa 17. Nov 2012, 18:20

Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Panjko »

Hallo !

Ich wundere mich das viele,und nicht nur zur Belustigung,auf Geländewagen bestehen,denn sie müssten doch die Pkw´s in all diesen Ländern gesehen haben.
Ein Geländewagen hat unbestreitbar Vorteile : Robustheit,Bodenfreiheit,Zuladung,bessere Schlafmöglichkeit...aber ein Golf ist auch kein Problem.Man muss sich auf die Möglichkeiten eines kleinen Autos nur einstellen und sollte vor der nächsten HU sein Fahrwerk überarbeiten.
Apropos Fahrwerk : Ukraine 2013,ein Landy aus Köln,reichlich überladen,gekommen aus der Mongolei,Federn platt (nicht die originalen),Rahmenbruch.
Alles ist zerstörbar oder kann auch überleben.

MfG Panjko
PeterC
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Registriert: Mi 12. Mär 2008, 22:27

Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von PeterC »

wenn man bereit ist, auf manche Strecken zu verzichten und beim Furten (ich beziehe mich auf die Vito Bilder) mit fremder Hilde durchkommt, warum nicht.
Die Einheimischen als Vergleich heranzuziehen ist mir ein bißchen einfach:
In D fahre ich auch mit einem PKW zwischen A und B hin und her. Mein Wunsch: schnell und bequem ankommen, meist weniger als einen Tag unterwegs.
Hier mache ich keine mehrwöchige Reise mit Schlafen im Auto, das stelle ich mir damit eher schwierig vor. Die osteuropäischen Erntehelfer zeigen jedoch: es geht.

Aber jeder wie er mag. Ich persönlich finde 1 Tonne Zuladung, robuste Reifen, ein brauchbares Fahrwerk und einen Diesel der mit keinen Spezialsprit ohne Blei oder Schwefel braucht schon nett wenn es weiter weg sein soll.
Beim Hopping von Hotel zu Hotel reicht der schon angesprochene Golf.

Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade
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