Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinaus

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Bäärti
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Bäärti »

PeterC hat geschrieben:... Ich persönlich finde 1 Tonne Zuladung, robuste Reifen, ein brauchbares Fahrwerk und einen Diesel der mit keinen Spezialsprit ohne Blei oder Schwefel braucht schon nett wenn es weiter weg sein soll.
Beim Hopping von Hotel zu Hotel reicht der schon angesprochene Golf.
Ich würde sagen, dafür eignet sich eher ein Kleinbus. Hohe Zuladung, grosses Platzangebot, geringer Verbrauch. Mit oder ohne Allrad.
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Gruss Bäärti
.
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
landcruiser.
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von landcruiser. »

Scheint sich mehr zu so einer Art Anti-Geländewagen Geschichte zu entwickeln. :lach:

Das meiste geht ohne einen GW, mit geht mehr.
Und mehr macht manchmal auch mehr Spaß.
Oder man kann einfach entspannter fahren, weil man weiß das manche Strecken eben kein Problem sind.
Oder auch eine Herausforderung ...

Ich fahr den übrigens auch hier in D und hab Spaß dran.

Auch wenn ich überwiegend dank Jahresabo (gefühlte 90%) mit Öffis unterwegs bin.
Panjko
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Panjko »

Hallo !

Antigeländewagen ? Sicher nicht ! Fahre seit 1996 Geländewagen und bin damit öfter auf großer Tour und sehr zufrieden.Davor war ich mit einem Motorrad unterwegs,so lernt es sich leicht,nötiges von unnötigem zu trennen.Unnötiges ist natürlich nicht zwangsläufig auch unnütz,aber bei den oben genannten 7000 Euro soll wohl nicht aus dem vollen geschöpft werden.

MfG Panjko
Heiko Waesche
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Heiko Waesche »

Hallo,
bei deiner Fahrzeugwahl sollten m.E. folgende Kriterien erfüllen:
1. Geländegängig
2. Lowtech - so wenig Elektronik wie möglich
3. Verfügbarkeit von Ersatzteilen

Das sind für mich Toyota, Nissan,Mitsubishi und die älteren Landys. Euer Budget ist eher klein, daher fallen die meisten Toyos raus. Vielleicht gibts mal einen älteren HDJ 80 zu dem Preis. Vom Pajero gibt es noch die preiswertere Variante Galloper. Der Syncro ist bestimmt auch ein gutes Auto, aber in der Verfügbarkeit von Ersatzteilen schwierig und damit teuer.

Wir haben einen gerade einen HZJ 78 gekauft und werden ab Oktober 2014 damit über die Westroute durch Afrika nach Kenia fahren. Unser Toyo hat KEINE Klimaanlage, KEINE elektrischen Scheibenheber, KEINE Zentralverriegelung. Low Tech eben.
Gruß
Heiko
http://www.haeuser-fuer-waisenkinder.org
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Heiko - Hennef/ Diani, Kenya
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landcruiser.
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von landcruiser. »

Panjko hat geschrieben:Hallo !

nötiges von unnötigem zu trennen.

MfG Panjko
Wenn ich daran denke was ich alles schon völlig überflüssig mitgeschleppt habe, scheint das das eigentlich Wesentliche zu sein.
895dv
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von 895dv »

Hallo Thomas,

Ich bin heuer mit einen VW t3 syncro in die Mongolei gereist!

siehe www.helmutjaeger.blogspot.co.at

Der VW Bus ist sehr geräumig und bietet hohen Wohnkomfort, was bei kalten und nassen Wetter sicher sehr angenehm ist. Leider hat es aber auf der ganzen Strecke keine VW Werkstätte gegeben die Ersatzteile für dieses Auto besorgen kann, das heißt jedes einzelne Trum musste ich selbst auf diversen Märkten finden, was im fernen Osten für mich nicht einfach war oder ließ ich mir von Freunden zu Hause besorgen und nachsenden, was einen Stop von 10 - 14 Tage jedes mal mit sich brachte.

2. Gravierender Nachteil ist die Fahrsicherheit, in Russland und auch in der Mongolei sind sehr viel rechts gelenkte Billigimporte aus Japan unterwegs, die zum überholen weit ausscheren und deshalb kommt man an zahlreichen Frontalzusammenstoßunfällen vorbei und das will ich mit einen t3 nicht haben.

Ich gebe auch denen recht, die sagen du kannst diese Reise mit jedem Auto machen, auch ohne Allrad. Jedoch gibt es genug schlechte Straßen wo ich den Allrad nicht missen wollte, besonders in der Mongolei wären sehr schöne Plätze nicht erreichbar. Ein wichtiges Kriterium ist auch die Furttiefe, immer wieder ist es notwendig durch tiefes Wasser fahren!

Ich würde dir einen Nissan Patrol oder Toyota Brado empfehlen, die sind durchaus günstig zu bekommen und in diesen Länder sehr stark verbreitet, was für mich sehr wichtig wäre. Da spiele 200tkm auch keine Rolle.

Zum Gebäck und Ladungsgewicht muss ich auch noch was sagen! Weniger ist mehr! Du bekommst unterwegs alles was du brauchst. Sicher wenn ich den Platz habe bunkere ich Diesel und Wasser und kann täglich duschen. Fahren jedoch auch viele zu zweit am Motorrad mit 2 Koffer, Rolle und Tankrucksack. Bei Abnützung und beim Fahren im Gelände ist ein leichtes Auto einfach von Vorteil, nimm nicht zu viel mut!

Freue mich wenn du Fragen hast auf eine PN!

Helmut
da ist ein Leben vor dem Tod
und wer nicht lebt stirbt auch!
landcruiser.
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von landcruiser. »

895dv hat geschrieben:
Ich würde dir einen ... Toyota Brado empfehlen, die sind durchaus günstig zu bekommen und in diesen Länder sehr stark verbreitet, was für mich sehr wichtig wäre. Da spiele 200tkm auch keine Rolle.
Ich hatte es ja oben schon mal zum HJ6x geschrieben: Einen Toyota Prado, also Land Cruiser, bekommt man leider in vernünftigem Zustand in D nicht günstig. Es sein denn man hat sowas wie einen 6er im Lotto.

Man zahlt den Nimbus der angeblichen Unzerstörbarkeit mit.

Ein Patrol ist meist deutlich günstiger zu bekommen.

Und wenn die Kisten älter werden bekommen sie alle auch ihre Macken und man muss sich drum kümmern.

Eine undichte Vorderachse ist z.B. bei 200.000 km fast die Regel und wenn man es nicht selbst machen kann, legt man dafür beim Freundlichen über 1.000 € ab (selbst gemacht ca. 400 € und ein Wochenende).

Rost ist bei Toyota bei den Baujahren übrigens serienmäßig ohne Aufpreis dabei. :wink:
HJ61
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von HJ61 »

Heiko Waesche hat geschrieben:
Vielleicht gibts mal einen älteren HDJ 80 zu dem Preis. http://www.haeuser-fuer-waisenkinder.org
das halte ich für unrealistisch. Anschaffung ja, aber das ist i.d.R. eine Baustelle wo einige tausender hinter her fliesen.


Eher einen Hilux
Ein Starrachser mit einfachem Saugdiesel. Robust, wenig Schnick Schnack.
Erschwinglich in der Anschaffung.

Evtl. gibt es einen Hj61 oder HJ 60. Wenn er etwas rostig sein darf.

Grüße Gerhard
carpe diem
Albatross
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Albatross »

Bei dem Budget und der Strecke würde ich zuerst an einen Lada Niva mit Dachzelt und evtl. einen 500kg (zGG) Anhänger denken. Der hätte gebraucht nicht viel mehr als 10-30Tkm auf der Uhr.
Gruß Albatross
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abacus
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von abacus »

Wir haben auf dem Trip ein holländisches Pärchen mit einem nagelneuen (also bei der Abfahrt) Niva getroffen. Die waren ziemlich verspannt, weil sie nur Reparaturen und Ärger hatten. Außerdem fährt hinter dem Ural keiner einen Niva, und keiner kennt sich damit aus.
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Albatross »

Alles verändert sich anscheinend. Ich bin vor ca. 10 Jahren oft in Novosibirsk und Krasnojarsk gewesen und damals war der Niva das Auto der Wahl wenn man ein wenig abseits wollte.
Gruß Albatross
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PeterC
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Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von PeterC »

oder Koreaner, die sind doch auch recht angesagt im fernen Osten.
Irgendein Kombi, wo ist das Problem wenn ich die Diskussion richtig verfolgt habe.
Sieben Jahre Garantie, da kann ich doch schon mal losfahren ohne mir echte Sorgen machen zu müssen.

Chinesen würde ich nicht kaufen.
abacus hat geschrieben:Wir haben auf dem Trip ein holländisches Pärchen mit einem nagelneuen (also bei der Abfahrt) Niva getroffen. Die waren ziemlich verspannt, weil sie nur Reparaturen und Ärger hatten. Außerdem fährt hinter dem Ural keiner einen Niva, und keiner kennt sich damit aus.
Einen Niva muss man einmal durchreparieren. Der Hersteller steht unter enormen Kostendruck, daher taugen alle Schläuche, Schellen usw nicht viel. Die Karre an sich ist danach relativ zuverlässig.

Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade
KarlMeikel
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Registriert: Do 15. Sep 2011, 11:26

Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von KarlMeikel »

Hallo Sarah und Thomas,

zu eurem Plan kann ich euch nur beglückwünschen!
Mit eurer Aufgabenstellung einen möglichst robuster Allradler für 7000.- bin ich auf den Santana Anibal oder PS 10 gestoßen.
Das Auto ist die Kombination von Land Rover Serie III Technik mit Parabelfedern und Iveco 2.8 Common Rail Motor.
Einen HZJ 75 od. 78 werdet ihr in der Preisklasse nicht finden und ein HJ 61 hat mindest 25 Jahre auf dem Buckel und als Achillesferse das Schaltgetriebe.

Bevor mich jetzt die Landcruiserfraktion zereißt möchte ich Allen den Reise Blog von Beatrice & Thomas ans Herz legen die mit dem Santana von der Schweiz nach Malaysia gefahren sind.
http://www.uf-dr-loitsch.ch

(PS: ich nutze für meine Reisen einen HZJ 75)
Herzliche Grüße
Michael
Surfy
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Registriert: Mo 30. Mai 2011, 12:50

Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Surfy »

KarlMeikel hat geschrieben: Bevor mich jetzt die Landcruiserfraktion zereißt möchte ich Allen den Reise Blog von Beatrice & Thomas ans Herz legen die mit dem Santana von der Schweiz nach Malaysia gefahren sind.
http://www.uf-dr-loitsch.ch
Das ist für mich eines der Parade-Beispiele für ein überladenes Fahrzeug, was auch die Pannenstatistik eindrücklich belegt. Aber sensationell was alles im Auto eingebaut wurde, ein toller Ausbau!

In Sontra an den Offseries 2012 haben unter anderem die beiden ihre Reise vorgestellt, ein spannender Vortrag!

Alle die hier Lowtech propagieren, die blenden eines völlig aus: Die elektrischen Helferchen wie ABS, ESP, Airbags und Pre-Crash-Systeme retten leben. Das Argument "ich fahre doch langsam" hilft leider nicht gegen die anderen Verkehrsteilnehmer die das nicht tun. Eine Klimaanlage hilft einem auch bei aussen 50 Grad noch zu einem konzentrierten fahren.

"ich kann fahren und brauche keine Helferchen" ist auch eine müssige Argumentation - ausser auch ihr könnt jedes Rad einzeln ansteuern beim Bremsen. :roll:

Die Kunst liegt bei jedem Ausbau und Fahrzeugform darin: das Gewicht gering halten, das Fahrzeug bzw Fahrwerk auf das Gewicht abstimmen. Die Geschwindigkeit den Gegebenheiten anpassen (auch denen des Fahrzeuges).

Surfy
Gentleman
Beiträge: 67
Registriert: Do 30. Mai 2013, 21:22

Re: Das richtige Fahrzeug für Zentralasien und darüber hinau

Beitrag von Gentleman »

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat derzeit m.E. der Mercedes ML (ca. 10 Jahre alt) für deutlich unter € 5.000.

Transsibirien & Road of Bones im Winter bis -62°C: http://gentlemanadventurer.travellerspoint.com/185/

Westafrika: http://gentlemanadventurer.travellerspoint.com/216/

Falls das Auto irgendwo irgendwann verkauft werden soll, am besten mit gutem Gewinn, so bietet sich neben dem Mercedes ML auch der Porsche Cayenne (ab 2004 < € 10.000) oder der Range Rover (ab 2003 < € 10.000) an. Diese Autos sind in Deutschland ein Schnäppchen, aber international begehrt.

Wem Steuer und Versicherung hoch erscheinen, meldet gleich auf Exportkennzeichen an, oder beim ersten Heimflug die normalen Schilder ab (können ausserhalb der EU problemlos wieder angeschraubt und weitergefahren werden).

Reparaturen funktionieren mittlerweile fast überall auf der Welt, völlig unabhängig von der Marke.

Schorchel, Winch und Co. braucht man nur wenn man es wirklich (abseits der Strecken) drauf anlegt. Die Einheimischen haben es fast nirgends. Und denken nicht "cooler Profi", sondern eher "typischer Touri".

Landcruiser (1x Getriebe, 1x Motor, 1x Chassis-Bruch - auf 7.000km zwischen Daressalam und Kapstadt; ausserdem teuer!) und Pajero (2x reichweiten- und durchzugsschwache Plastikkisten) würde ich mir nicht mehr kaufen. Ein Nissan Patrol und ein Discovery waren ganz ok.
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