hat schon einmal jemand den direkten Grenzübergang von Saudi-Arabien in den Irak (östlich von Arar) für eine touristische Einreise mit dem eigenen Fahrzeug ausprobiert ? Bisher galt dieser relativ neue Grenzübergang nur für Pilger und Handelsverkehr als geöffnet. Gerüchteweise soll da mehr gehen
ich verfolge die Reisenden, die derzeit auf dem Weg zum Golf oder zurück sind. Bislang sind alle und ausschließlich über Kuweit gefahren. Insofern gehe ich davon aus, dass die Situation zumindest offiziell immer noch so ist, dass Drittstaatler nicht über Arar reisen können.
vielen Dank. Wir sind ja auch bereits über Kuwait nach Saudi-Arabien gefahren (inkl. einer längeren Rundtour im Irak). Jetzt planen wir die Rückfahrt nach Hause. Wer uns kennt weiß, dass wir auch gerne mal neue Routen ausprobieren . Ich werde weiter recherchieren und es Ende März evtl. einfach mal testen.....notfalls kann man dann immer noch über Kuwait in den Irak und weiter in die Türkei fahren.
Hallo Andreas,
Wir waren letztes Jahr zweimal im Irak und auf der Arabischen Halbinsel.
Auf dem Rückweg standen wir vor der gleichen Fragestellung.
Wir haben uns zur Fahrt über Jordanien in den Irak entschieden, da uns im Irak von der Strasse zwischen Arar und Bagdad dringend abgeraten wurde.
Die Strecke Jordanien nach Bagdad war dagegen ohne Probleme zu fahren.
Von Bagdad sind wir dann über Tikrit und Kirkuk in die Türkei. Auch hier keine Probleme.
VG
Dirk
Lieber Dirk,
vielen Dank für den Hinweis. Die Sicherheitslage werden wir auch im Auge behalten. Ein Restrisiko bleibt ja immer. Das kennen wir aus Afghanistan.
Hattet Ihr eine verlässliche Information, dass der Grenzübergang bei Arar für Ausländer geöffnet ist und man dort auch ein irakisches Visum on Arrival bekommt ?
Viele Grüße
Andreas
Uns wurde gesagt,das alle Grenzübergänge offen wären. Visa gibt es ausschliesslich am Grenzübergang. Die Info haben wir von Beamten an der Grenze Jor/Irak. Ob die Info zuverlässig ist, kann ich nicht sagen.
Die Infos zur Sicherheitslage haben wir vom Militär an einem Checkpoint. Die Aussagen zu Strecken die wir gefahren sind haben gestimmt. Deshalb glaube ich das die Warnung vor der Verbindung Arar-Bagdad auch berechtigt ist.
vielen Dank. Ich werde über meine "Kanäle im Irak" die Sicherheitslage weiter validieren. Bis zu unserem Grenzübertritt im April ist ja noch etwas Zeit. Ggf. werde ich dann auch hier berichten.
wir haben unsere Reiseroute leider ändern müssen und von Dubai nach Bremerhaven verschifft. Die saudische Botschaft sage, es gäbe für Touristen (auch mit Fahrzeug) kein Problem an dem Übergang Arar (Entry/Exit). Ein mir bekannter Touragent aus Bagdad teilte auch mit, dass es auf der irakischen Seite Visa on Arrival gäbe. Leider konnten wir es nicht selbst ausprobieren.
Die Sicherheitslage auf dieser Route im Irak war zum Zeitpunkt meiner Recherche im März 2023 "unauffällig".
Der Grenzübergang bei Arar ist und bleibt für Ausländer geschlossen! Selbst Saudis können ihn nicht zur Ausreise benutzen. Nur Iraqis dürfen - wohl vor allem für Pilgerreisen - über Arar nach Saudi-Arabien einreisen. Damit bleibt die Nord-Süd-Route auf den Transit via Kuwait begrenzt. Nach der Wiederöffnung der kurzzeitig geschlossenen Grenze zwischen Jordanien und dem Irak ist die Westroute weiterhin eine Reise-Alternative.
die Situation an diesem Grenzübergang ist seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten unverändert. Ich gehe nicht davon aus, dass sich das - insbesondere für Ausländer - in absehbarer Zeit ändert. Neu war in den letzten Monaten, dass es Reisende konkret versucht haben - allerdings ausnahmslos erfolglos.
Im Oktober 2024 stehen wir auch an dem Punkt, die Möglichkeiten für die Ausreise aus dem Irak nach Jordanien oder Saudi-Arabien zu prüfen.
Unser Ziel ist später via Oman nach Kenia zu verschiffen.
Vorab wollen wir aber Saudi-Arabien, die Golfstaaten, Jordanien und den Oman etwas erkunden
Wir sind mit unserem Ex-Feuerwehr-LKW (Kurzhauber) unterwegs und haben zwei Varianten ausgedacht:
1.) Einreise vom Iran in den Irak über den Grenzübertritt Mehran, dann nach Bagdad und den Klassiker via Babylon, Uruk, Ur, Basra nach Kuwait.
2.) Einreise vom Iran in den Irak über Salamcheh und dann von Basra die Strecke nach Bagdad via Ur, Uruk, Babylon.
Dann entweder:
a) Grenzübergang Arar vom Irak nach Saudi-Arabien (sofern möglich)
b) Grenzübergang von Irak nach Jordanien (Traibeel) (sofern möglich)
Die Variante 2 hat den Charme von einer optimierten Reiseroute, aber von beiden Grenzübergängen a/b hört man unterschiedliches
Was ist aus Eurer Erfahrung die beste Variante? Wer kennt aktuell die Situation? Ist jemand im Oktober ähnlich unterwegs?
die Route "runter" nach Kuwait ist ziemlich gut etabliert, genauso die Ausreise über Jordanien. Sperrungen auf der Strecke zur jordanischen Grenze waren bislang immer nur sehr kurzzeitig.
Der Übergang nach Saudi-Arabien ist definitiv nur für irakische Hadsch-Pilger offen. Nicht einmal Saudis können hier überqueren, schon gar nicht Ausländer aus Drittstaaten. Die Option fällt also aus. Andererseits: warum würdet Ihr Jordanien missen wollen? Da gibt es unglaublich viel zu sehen. Und routentechnisch - wie Du schon geschrieben hast - scheint mir die Jordanien-Variante die beste zu sein. Von Jordanien könnt Ihr dann erst nach Al Ula fahren (und müsst nicht von Kuwait aus die gesamte Strecke wieder "hochfahren".