Hallo,
Lothar hat geschrieben:und im übrigen wäre ich etwas zurückhaltender mit Äusserungen wie „ideologisch verbohrt“, denn genauso wie sich der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ z.T. rehabilitiert, sind die "ewig gestrigen Betonköpfe", die vor Jahren die Befürworter der Alternativen Energien "verbohrte Idiologen" genannt haben, mittlerweile ziemlich leise geworden.
Das meinst Du nicht ernst oder? Wir zahlen in Deutschland mittlerweile 23 Milliarden pro Jahr an EEG-Umlage. Tendenz weiter stark steigend. Das ist eine extreme Belastung der Wirtschaft und was können wir auf der Habenseite verbuchen? Trotz dieser unfassbar hohen Subvention STEIGT unser CO2-Ausstoß und die Belastung der Umwelt, weil die völlig verkorkste Förderung Alternativer Energien unter dem Strich die Verstromung von Kohle massiv gefördert hat. Die alternative Energien in Deutschland sind nun wirklich DAS Paradebeispiel, wie Ideologen ein eigentlich richtiges Ansinnen total in den Boden gerammt haben. Man wollte um jeden Preis die auch heute noch ziemlich absurde Photovoltaik. Nun hat man sie und muss nun wirklich jeden Preis zahlen, ohne dass die Umwelt nennenswert profitiert. (Nur für's Protokoll: Bin grundsätzlich für erneuerbare Energien und habe schon 2002 - lange vor dem Klimahype - mein Haus als Passivhaus gebaut).
Aber es muss das Ziel sein, die Locals in die Lage zu versetzen, CCs selbst wirtschaftlich zu betreiben, wer das den Locals mittelfristig nicht zutraut, sollte seine Einstellung diesen Menschen gegenüber überprüfen.
Natürlich traue ich den Locals zu, eine Campsite zu betreiben. Dummerweise konsumieren aber nicht Locals die Campsites von Locals. Dazu braucht es vor allem mehr Touristen aus dem Ausland und dafür fehlt kurz- und mittelfristig die Basis. Wenn ich ein Haus bauen will, muss ich in der Regel eben erst mal das Fundament schaffen.
Wollte man die Südafrikaner anlocken, sollte man z.B. einen Weissen als Manager einstellen, das ist zwar traurig, aber wahr.
Bitte?
Ja, Namibia hat rückläufige Besucherzahlen - kein Wunder, bei den Preisen, die mittlerweile dort verlangt werden. Vielleicht sollte man mal überprüfen, ob der Rückgang der Besucher nicht irgendwie mit den gestiegenen Preisen korreliert. Du sprichst von einer Auslastung der Lodges von 20%, vergisst aber zu erwähnen, dass die Anzahl der Lodges sich in den letzten Jahren vervielfacht hat. Wenn JEDER Farmer jetzt versucht sich auch noch ein Stück vom Kuchen abzuscheiden, werden die Stücke eben kleiner. Die Preise einfach anzuheben, damit sich eine Belegungsquote von 20% rechnet, funktioniert eben nicht.
Da hast Du absolut Recht. Nur die Fakten sind lange bekannt. Das NTB lobt sich aber selbst. Der Premierminister lobt wie gut es bei Air Namibia gerade läuft. Faktencheck: Air Namibia hat gerade in der absoluten Hauptsaison im Juli und August wieder fast 20% weniger Touristen aus Deutschland ins Land gebracht als im Vorjahr. Seit 20 Jahren wird Air Namibia in absurder Weise subventioniert. Jetzt hat man neue Leasingverträge über 12 Jahre für neue Flugzeuge abgeschlossen. Was denkst Du wann sich da etwas ändert und wann und wie dann all die zusätzlichen Touristen ins Land strömen, die all die neuen Campsites und Lodges selbst in den häßlichen Landstrichen in Kürze auslasten?
Canned Hunting mag ja die Variante sein, die dem Artenschutz mehr entgegen kommt, aber wer als "echter Jäger" etwas auf sich hält, will sich mit den freilebenden Bestien messen.
Die Wüstenlöwen in Namiba sind doch wohl nicht dem "Canned Hunting" zum Opfer gefallen.
Canned Hunting ist eigentlich viel perverser als normale Trophäenjagd, aber auch beim Canned Hunting muss man eben sich mit Auswirkungen auf die Realität auseinandersetzen.
Leute wie Philip Stander und noch mehr Garth-Owen Smith, die seit Jahrzehnten tagtäglich in den Conservancies unterwegs sind, können sich ausdrücklich mit einem gewissen Maß an Trophäenjagd arrangieren, weil sie ganz genau wissen, dass es teilweise noch keine praktikablen Alternativen gibt. Alles ahnungslose Stümper, alle nicht weitsichtig genug, gell? Ein paar deutsche Touris wissen dagegen ganz genau, wie man es in Afrika richtig machen muss...
1. Kontrollierte Jagd ist organisierbar, kann Wilderei reduzieren und den Artenschutz aufrechterhalten.
Wenn Du das ergänzt mit "in einigen Gegenden, in denen alternative nachhaltige Nutzungformen kurz- und mittelfristig nicht realisierbar sind.", dann spiegelt das meinen Kenntnisstand.
Sorry, die „gedankliche Kurve“ bekomme ich nicht - erwartest du jetzt Toleranz von einem „Vielreiser“ für das Abschiessen von freilebenden Wildtieren aus „Spass an der Freude“, weil wir in Deutschland Schweinfleisch essen ??
Büffel oder Elefanten sind nicht vom Aussterben bedroht. Können wir uns da wirklich so über den Abschuss einzelner Tiere echauffieren und gleichzeitig Millionen an Kühen und Schweinen lebenslang so quälen, wie wir es nun mal in der Massentierhaltung tun? Bei Tierarten, bei denen es um den Arterhalt geht, ist es noch mal eine völlig andere Thematik, da kann man natürlich nicht mit der Massentierhaltung argumentieren.
Beste Grüße
Guido