Das sehe ich auch so, Seppr.
Solche Videos zeigen nur immer einen Teil des Ganzen.
Wer weiss, ob die Besucher vorher schon an mehreren Elefanten vorbeigefahren sind und nur der letzte aggressiv reagierte?
Wer kennt die Instruktionen, die man den Besuchern gegeben hat?
Im Normalfall haben sich die Tiere alle laengst an die im Schritttempo vorbeifahrenden Autos gewoehnt und tappen auch gemaechlich von der Strasse, wenn einer vorbeizuckelt. Ein wirklich aggressives, gar jagendes, Verhalten des Kleinwagenfahrers ist nicht zu erkennen – wie das Aufruecken des Autos vom Elefanten am Ende empfunden wurde ist natuerlich ein anderes Thema.
Und nur weil der Elefant zurueckschaut und froehlich mit den Ohren wackelt – da kommt wohl noch nicht jeder drauf, dass der Bulle aggressiv wird.
Turis provozieren Elefanten
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picco
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Re: Turis provozieren Elefanten
Hoi zämä
Nun staun ich aber schon etwas über Eure Aussagen!
Im ersten Video sieht man klar und deutlich dass der blaue Polo dem Elefanten hinterherfährt, das zweite Video, das ich eingestellt hab, ist einige tausend Kilometer Nordöstlich davon (in Uganda statt Südafrika wie das erste Video) entstanden und sollte eigentlich eher zeigen wie schnell sich bei Elefanten eine problemlose Situation wenden kann.
Wir sassen plötzlich und ohne Vorzeichen zwischen zwei rivalisierenden Gruppen, haben aber keine Panik gekriegt und auch nicht provoziert, weil wir uns schon bevor wir zum ersten Mal in einen Nationalpark gefahren sind schlau gemacht und richtig reagiert haben, trotz Puls 180.
Wenn man in die Wildniss fährt, und da gehört selbst ein Krüger Nationalpark dazu, dann muss man sich vorher selbst informieren wie man sich zu verhalten hat, was man darf und was nicht, denn man bewegt sich im Lebensraum der Tiere und nicht umgekehrt.
Der Polo-Fahrer fährt dem Elefanten nach obwohl der schon droht, aber friedlich weitergeht, das ist definitiv agresssives Verhalten, auch wenn es dem Fahrer wohl nicht bewusst war.
Aber:
Nationalparks sind keine Zoo's, da hat man sich den Tieren anzupassen und kann nicht einfach machen was man will!
Und man muss ich vorher informieren, das nimmt einem niemand ab!
Wenn man sich nur minimst informiert weiss man das abgespreizte Ohren wie im ersten Video (nicht fächernde Ohren wie im Zweiten) eines der deutlichsten Warnzeichen der Elefanten sind.
Kurz darauf folgt der Angriff...der aber meist ein Scheinangriff ist.
Leider kann man aber einen Angriff von einem Scheinangriff erst unterscheiden wenn der Elefant direkt am Auto ist...da hat man keine Zeit mehr um zu reagieren, deshalb darf man so was wie im ersten Video niemals machen!
Übrigens: Auf sechs Reisen durch Afrika's Wildniss hab ich noch nicht gesehen dass die Elefanten gemächlich von der Strasse tappen wenn einer vorbeizuckelt, im Gegenteil, ich habe immer wieder gesehen dass sie das eben nicht tun...
Nun staun ich aber schon etwas über Eure Aussagen!
Kann es sein dass Du da was falsch verstanden hast?gülo hat geschrieben:Im übrigen kann ich auch auf dem Video kein fahrendes Auto erkennen. Kann auch so gewesen sein, dass der Elefant kurz vor dem Kleinwagen stehen blieb. Natürlich hat der Fahrer den Fehler gemacht, nicht das Weite zu suchen als ihm der Elefant die Möglichkeit dazu gab. ( war bestimmt so intensiv mit dem Filmen beschäftigt [/color])
Im ersten Video sieht man klar und deutlich dass der blaue Polo dem Elefanten hinterherfährt, das zweite Video, das ich eingestellt hab, ist einige tausend Kilometer Nordöstlich davon (in Uganda statt Südafrika wie das erste Video) entstanden und sollte eigentlich eher zeigen wie schnell sich bei Elefanten eine problemlose Situation wenden kann.
Wir sassen plötzlich und ohne Vorzeichen zwischen zwei rivalisierenden Gruppen, haben aber keine Panik gekriegt und auch nicht provoziert, weil wir uns schon bevor wir zum ersten Mal in einen Nationalpark gefahren sind schlau gemacht und richtig reagiert haben, trotz Puls 180.
Sorry, Kuno, vieleicht meinst Du das im Spass...ich bin mir aber nicht sicher...ich nehm's jetzt mal als ob Du's ernst meinst, ok?Kuno hat geschrieben:Wer weiss, ob die Besucher vorher schon an mehreren Elefanten vorbeigefahren sind und nur der letzte aggressiv reagierte?
Wer kennt die Instruktionen, die man den Besuchern gegeben hat?
Im Normalfall haben sich die Tiere alle laengst an die im Schritttempo vorbeifahrenden Autos gewoehnt und tappen auch gemaechlich von der Strasse, wenn einer vorbeizuckelt. Ein wirklich aggressives, gar jagendes, Verhalten des Kleinwagenfahrers ist nicht zu erkennen – wie das Aufruecken des Autos vom Elefanten am Ende empfunden wurde ist natuerlich ein anderes Thema.
Und nur weil der Elefant zurueckschaut und froehlich mit den Ohren wackelt – da kommt wohl noch nicht jeder drauf, dass der Bulle aggressiv wird.
Wenn man in die Wildniss fährt, und da gehört selbst ein Krüger Nationalpark dazu, dann muss man sich vorher selbst informieren wie man sich zu verhalten hat, was man darf und was nicht, denn man bewegt sich im Lebensraum der Tiere und nicht umgekehrt.
Der Polo-Fahrer fährt dem Elefanten nach obwohl der schon droht, aber friedlich weitergeht, das ist definitiv agresssives Verhalten, auch wenn es dem Fahrer wohl nicht bewusst war.
Aber:
Nationalparks sind keine Zoo's, da hat man sich den Tieren anzupassen und kann nicht einfach machen was man will!
Und man muss ich vorher informieren, das nimmt einem niemand ab!
Wenn man sich nur minimst informiert weiss man das abgespreizte Ohren wie im ersten Video (nicht fächernde Ohren wie im Zweiten) eines der deutlichsten Warnzeichen der Elefanten sind.
Kurz darauf folgt der Angriff...der aber meist ein Scheinangriff ist.
Leider kann man aber einen Angriff von einem Scheinangriff erst unterscheiden wenn der Elefant direkt am Auto ist...da hat man keine Zeit mehr um zu reagieren, deshalb darf man so was wie im ersten Video niemals machen!
Übrigens: Auf sechs Reisen durch Afrika's Wildniss hab ich noch nicht gesehen dass die Elefanten gemächlich von der Strasse tappen wenn einer vorbeizuckelt, im Gegenteil, ich habe immer wieder gesehen dass sie das eben nicht tun...
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Kuno
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Re: Turis provozieren Elefanten
Den Teil natuerlich schon.picco hat geschrieben:Sorry, Kuno, vieleicht meinst Du das im Spass...ich bin mir aber nicht sicher...ich nehm's jetzt mal als ob Du's ernst meinst, ok?Kuno hat geschrieben:Und nur weil der Elefant zurueckschaut und froehlich mit den Ohren wackelt – da kommt wohl noch nicht jeder drauf, dass der Bulle aggressiv wird.
Re: Turis provozieren Elefanten
Vielleicht sollte man hier mal ein Mißverständnis klarstellen:
Keiner der Beiträge hier hat das Verhalten des Polofahrers gebilligt. Keiner muss ihn verteidigen.
Nur die scharfe emotionale Verurteilung wie Jagd etc. scheint etwas übertrieben. Unwissendes Verhalten und vielleicht auch ein wenig Naivität sind wohl die Ursachen.
Und picco, wenn Du auch ein erfahrener Afrikareisender bist so ist die Masse der Touristen das vermutlich nicht. Ich wäre auch relativ naiv an eine Fahrt durch den Park herangegangen, zumal das ja Tausende pro Jahr machen.
Jetzt natürlich nicht mehr. Jetzt schaue ich Jurassic Park lieber im Kino.
Sepp
Keiner der Beiträge hier hat das Verhalten des Polofahrers gebilligt. Keiner muss ihn verteidigen.
Nur die scharfe emotionale Verurteilung wie Jagd etc. scheint etwas übertrieben. Unwissendes Verhalten und vielleicht auch ein wenig Naivität sind wohl die Ursachen.
Und picco, wenn Du auch ein erfahrener Afrikareisender bist so ist die Masse der Touristen das vermutlich nicht. Ich wäre auch relativ naiv an eine Fahrt durch den Park herangegangen, zumal das ja Tausende pro Jahr machen.
Jetzt natürlich nicht mehr. Jetzt schaue ich Jurassic Park lieber im Kino.
Sepp
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Guido3
Re: Turis provozieren Elefanten
Hallo,
Wie im Namibia-Forum schon geschrieben: Natürlich ist es ungerecht und bitter, dass der Elefant da jetzt sein Leben lassen musste. Nur sind das gelegentliche "Kollateralschäden", die unvermeidbar sind, wenn man einen Nationalpark so betreibt, wie es da gemacht wird. Um so einen großen Park zu unterhalten, braucht man eine Menge an Einnahmen. Für eine Menge an Einnahmen braucht man eine Menge an Touris. Und damit eine Menge an Touris kommt, muss man die Zugangshürden niedrig halten. Deshalb muss niemand einen Grundlehrgang zum Verhalten gegenüber wilden Tieren absolvieren, bevor er in so einen Park einfahren darf. Auch völlig "Unbedarfte" dürfen einfach so in so einen Park fahren. Würde man Lehrgänge oder einen Zwangsguide zur Voraussetzung machen, dann würden Anzahl der Touris und Einnahmen massiv zurück gehen und das wäre für die Tiere im Park letztlich weitaus problematischer als die aktuelle Konstellation inklusive dem Fehlverhalten einzelner Touris.
Natürlich gibt es auch alternative Tourismuskonzepte um solche Schutzgebiete zu finanzieren. Man kann auch auf hochpreisigen Luxustourismus mit sehr geringer Quantität setzen. Nur zum Einen wäre das Geschrei überall groß, wenn die Nacht im Krüger NP zukünftig ab 500 EUR/pppn aufwärts kostet und zum anderen würde es auch nicht funktionieren, wenn alle im Sub-Sahara-Afrika nur noch das Luxussegment bedienen wollen. Es muss auch die "Massentourismusziele" wie Krüger und Etosha geben, wobei Massentourismus im Vergleich zu Malle da eigentlich gar nicht der richtige Begriff ist.
Davon abgesehen passieren solche Vorfälle gelegentlich auch Leuten, die extrem erfahren im Umgang mit Elefanten sind. Im Samburu hat z.B. auch ein Elefant den Pickup von langjährigen Mitarbeitern von "Save the Elephant" verschrottet.
Beste Grüße
Guido
Es gibt nirgends eine Regelung oder ein Gesetz, dass man sich vorher informieren muss. Man kann sich informieren. Man sollte sich vielleicht auch informieren. Nur müssen muss man nicht. Und das ist Teil des Konzepts.picco hat geschrieben:Wenn man in die Wildniss fährt, und da gehört selbst ein Krüger Nationalpark dazu, dann muss man sich vorher selbst informieren wie man sich zu verhalten hat, was man darf und was nicht, denn man bewegt sich im Lebensraum der Tiere und nicht umgekehrt.
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Und man muss ich vorher informieren, das nimmt einem niemand ab!
Wie im Namibia-Forum schon geschrieben: Natürlich ist es ungerecht und bitter, dass der Elefant da jetzt sein Leben lassen musste. Nur sind das gelegentliche "Kollateralschäden", die unvermeidbar sind, wenn man einen Nationalpark so betreibt, wie es da gemacht wird. Um so einen großen Park zu unterhalten, braucht man eine Menge an Einnahmen. Für eine Menge an Einnahmen braucht man eine Menge an Touris. Und damit eine Menge an Touris kommt, muss man die Zugangshürden niedrig halten. Deshalb muss niemand einen Grundlehrgang zum Verhalten gegenüber wilden Tieren absolvieren, bevor er in so einen Park einfahren darf. Auch völlig "Unbedarfte" dürfen einfach so in so einen Park fahren. Würde man Lehrgänge oder einen Zwangsguide zur Voraussetzung machen, dann würden Anzahl der Touris und Einnahmen massiv zurück gehen und das wäre für die Tiere im Park letztlich weitaus problematischer als die aktuelle Konstellation inklusive dem Fehlverhalten einzelner Touris.
Natürlich gibt es auch alternative Tourismuskonzepte um solche Schutzgebiete zu finanzieren. Man kann auch auf hochpreisigen Luxustourismus mit sehr geringer Quantität setzen. Nur zum Einen wäre das Geschrei überall groß, wenn die Nacht im Krüger NP zukünftig ab 500 EUR/pppn aufwärts kostet und zum anderen würde es auch nicht funktionieren, wenn alle im Sub-Sahara-Afrika nur noch das Luxussegment bedienen wollen. Es muss auch die "Massentourismusziele" wie Krüger und Etosha geben, wobei Massentourismus im Vergleich zu Malle da eigentlich gar nicht der richtige Begriff ist.
Davon abgesehen passieren solche Vorfälle gelegentlich auch Leuten, die extrem erfahren im Umgang mit Elefanten sind. Im Samburu hat z.B. auch ein Elefant den Pickup von langjährigen Mitarbeitern von "Save the Elephant" verschrottet.
Beste Grüße
Guido
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picco
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Re: Turis provozieren Elefanten
Hoi Guido
Nur wenn man zu wilden Tieren geht machens viele nicht...also ob sie noch nie gehört hätten dass wilde Tiere wild sein können...
Natürlich gibts kein Gesetz, das jemanden dazu verpflichtet sich vorher zu informieren, aber es gibt auch kein Gesetz das besagt dass man erst schwimmen lernen muss bevor man in einem tiefen See vom Boot springt, und trotzdem denkt da jeder drüber nach was passieren kann.Guido3 hat geschrieben:Es gibt nirgends eine Regelung oder ein Gesetz, dass man sich vorher informieren muss. Man kann sich informieren. Man sollte sich vielleicht auch informieren. Nur müssen muss man nicht. Und das ist Teil des Konzepts.
Nur wenn man zu wilden Tieren geht machens viele nicht...also ob sie noch nie gehört hätten dass wilde Tiere wild sein können...
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Kuno
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Re: Turis provozieren Elefanten
Gestern habe ich noch ein kurzes Interview mit dem Parchen, welches vom Elefanten angegriffen wurde gesehen. Die Frau hat einen mehrfachen Beckenbruch erlitten, der Mann nur ein paar blaue Flecken. Interessant ist die Tatsache, dass die, die den Elefantenangriff gefilmt haben nicht nur abgehauen sind sondern auch keine Meldung erstattet haben sollen. Die beiden wurden erst viel spaeter gefunden und aus ihrer misslichen Lage befreit.
Auf den Fotos sieht man gut, wie der Elefant das kleine Auto brutal verwuestet hat und wo die Stosszaehne durch's Blech gerammt wurden:
Auf den Fotos sieht man gut, wie der Elefant das kleine Auto brutal verwuestet hat und wo die Stosszaehne durch's Blech gerammt wurden:




