Minen Westsahara
Moderator: Moderatoren
-
landcruiser.
- Beiträge: 874
- Registriert: Mi 9. Okt 2013, 13:08
- Kontaktdaten:
Re: Minen Westsahara
Und wo hast du auf die seriöse Literatur verwiesen?
-
landcruiser.
- Beiträge: 874
- Registriert: Mi 9. Okt 2013, 13:08
- Kontaktdaten:
Re: Minen Westsahara
Ah ja, Danke!
Irgendwie ging mir die Verknüpfung des Beitrages mit deinem Nickname flöten; ich entschuldige das inzwischen mit dem Alter ...
Irgendwie ging mir die Verknüpfung des Beitrages mit deinem Nickname flöten; ich entschuldige das inzwischen mit dem Alter ...
Re: Minen Westsahara
hallo,
ich habe aus verlässlicher Quelle gehört, dass es viel geregnet hat in Western Sahara und dabei die MInen "weiter geschwemmt" wurden.
Viele Grüße
Wolfgang
ich habe aus verlässlicher Quelle gehört, dass es viel geregnet hat in Western Sahara und dabei die MInen "weiter geschwemmt" wurden.
Viele Grüße
Wolfgang
-
Wolfgang K
- Beiträge: 2200
- Registriert: Fr 25. Nov 2005, 13:50
- Wohnort: bei Mainz
Re: Minen Westsahara
Irgendwie sollte man das hier nicht so stehen lassen.
Ich halte Gandini ebenfalls für die beste (mir) verfügbare Quelle, was die Minensituation in der WS angeht. Und gut geschrieben ists auch.
Dabei muss man bei dem Minenthema unterscheiden zwischen verschiedenen Arten der Information die er gibt: Einmal in den Routenbeschreibungen, wenn diese relevante Gebiete berühren oder durchqueren. Seine Warnungen sind dabei konkret. Seine Quelle sind nach seiner Aussage z.B. Lokale und Militärs, welche die problematischen Gebiete selbst kennen und vor Ort Angaben machen können.
Die Andere Art der Information die Gandini gibt ist die Hintergrundinformation. Ganz grob:
Es wurden mehrere Ausbaustufen von Wallanlage errichtet und zum Teil vermint. Die allermeisten der Minen bei den Inlandswällen wurden geräumt (auch in den letzten Jahren noch). Die Anzahl der verbliebenen Anti Personen Minen schätzt er als sehr gering ein, das hätten Ziegen und Kamele erledigt. Von den Wallanlagen halte man südlich und östlich 5km Abstand, nähere sich den Wällen, bzw. quere sie nur auf den beschriebenen Pisten. Genau so gibt es Gebiete, die nie vermint waren und wo man sich querfeldein bewegen kann. Auch hier beschreibt er Routen.
Soweit zu Gandini.
Ich nehme (u.a.) daraus für mich mit: Die tatsächliche aktuelle Minensituation lässt sich zwar nicht aus älteren Vorfällen und Informationen ableiten, aber durchaus wo man konkret mit von den Minenräumern übersehenem Zeug rechnen muss – unabhängig von der tatsächlichen Menge.
Daher sind die Informationen über die älteren Wälle durchaus wichtig. Dort kann was gelegen haben und es kann was liegengeblieben sein. Wenn man jetzt noch im Einzelnen schaut, welche Wadis die Wälle tangieren, kann man sich auch noch überlegen wo es etwas hin gespült haben könnte.
Die Information zu den Wällen ist also nicht überholt, sondern hilft ein wenig zu wissen was man tut, wenn man anderer Leute Wegpunkte abfährt.
Grüße
Wolfgang
Ich halte Gandini ebenfalls für die beste (mir) verfügbare Quelle, was die Minensituation in der WS angeht. Und gut geschrieben ists auch.
Dabei muss man bei dem Minenthema unterscheiden zwischen verschiedenen Arten der Information die er gibt: Einmal in den Routenbeschreibungen, wenn diese relevante Gebiete berühren oder durchqueren. Seine Warnungen sind dabei konkret. Seine Quelle sind nach seiner Aussage z.B. Lokale und Militärs, welche die problematischen Gebiete selbst kennen und vor Ort Angaben machen können.
Die Andere Art der Information die Gandini gibt ist die Hintergrundinformation. Ganz grob:
Es wurden mehrere Ausbaustufen von Wallanlage errichtet und zum Teil vermint. Die allermeisten der Minen bei den Inlandswällen wurden geräumt (auch in den letzten Jahren noch). Die Anzahl der verbliebenen Anti Personen Minen schätzt er als sehr gering ein, das hätten Ziegen und Kamele erledigt. Von den Wallanlagen halte man südlich und östlich 5km Abstand, nähere sich den Wällen, bzw. quere sie nur auf den beschriebenen Pisten. Genau so gibt es Gebiete, die nie vermint waren und wo man sich querfeldein bewegen kann. Auch hier beschreibt er Routen.
Soweit zu Gandini.
Ich nehme (u.a.) daraus für mich mit: Die tatsächliche aktuelle Minensituation lässt sich zwar nicht aus älteren Vorfällen und Informationen ableiten, aber durchaus wo man konkret mit von den Minenräumern übersehenem Zeug rechnen muss – unabhängig von der tatsächlichen Menge.
Daher sind die Informationen über die älteren Wälle durchaus wichtig. Dort kann was gelegen haben und es kann was liegengeblieben sein. Wenn man jetzt noch im Einzelnen schaut, welche Wadis die Wälle tangieren, kann man sich auch noch überlegen wo es etwas hin gespült haben könnte.
Die Information zu den Wällen ist also nicht überholt, sondern hilft ein wenig zu wissen was man tut, wenn man anderer Leute Wegpunkte abfährt.
Grüße
Wolfgang
-
Wolfgang K
- Beiträge: 2200
- Registriert: Fr 25. Nov 2005, 13:50
- Wohnort: bei Mainz
Re: Minen Westsahara
Noch ein par Anmerkungen zu Gandini Band 6.
In den letzten Jahren hat sich an vielen Ecken einiges geändert und Gandini ist an einigen Stellen nicht deutlich genug. Daher das was uns aufgefallen ist:
Route O: Der Einstieg von der N1 (N 22° 7,035 ', W 16 ° 35,26 ') ist seit kurzem mit einer Steinreihe zugelegt. Ob das dazu dient die Verwechslung mit Einfahrt bei N 22° 6,28 ', W 16 ° 36,27 ' (das ist gleichzeitig Einstig Route Q) zu vermeiden oder ob es andere Gründe (Minen) hat ist nicht klar. Jedenfalls sind die ersten 20-30 km (Luftlinie) östlich der N1 in dieser Gegend definitiv nicht 100% astrein. Ich würde hier nicht querfeldein fahren. Wenn man die Route O fahren möchte kann man die Einfahrt der Q nehmen, ca 18 km der grausigen Wellblechpiste bis zum Brunnen bei N 21° 58', W 16 ° 32 ' und dann nach ONO der befahrenen Piste auf die Route O folgen.
Route Q: Ab dem oben genannten Brunnen N 21° 58 ', W 16 ° 32 ' ist die Q nicht mehr zu befahren, da der Zaun eines Landwirtschaftsprojektes im Weg steht. Umfahrung haben wir nicht probiert, sondern sind wie oben beschrieben auf die O gefolgt.
Route M: Bir Matahlla gilt zwar laut Gandini als geräumt, aber die von Gandini beschriebene Vorsicht der Hirten bei der Anfahrt soll laut einem Local doch nicht ganz unbegründet sein. Definitiv Vorsicht ist geboten bei Hassi Bugula (ca. N 22° 13,07', W 15 ° 29,21 '). Hier muss man in den Spuren bleiben. Hassi Bugala liegt aber NICHT an einer Gandini Route. Grundsätzlich würde in alle Brunnen in der Region nur auf frischen(!) Spuren anfahren. Das mag übertrieben sein, aber es macht keine Mühe. Die Einheimischen machen es genau so und es bringt Sicherheit.
Route L2: Gandini hat in seinem Routendownload etliche Fehler drin. In diesem Fall ist aber nach meiner Ansicht auch im Buch was nicht Ok. Oder er ist leichtsinnig. Jedenfalls wurde uns dringend abgeraten in der Gegend um den jbel Deramane einfach (wie von Gandini vor geschlagen) ein Stück Querfeldein zu fahren. Die Hirten laufen dort zwar mit dem Vieh herum, gefahren (Auto, LKW) wird jedoch mit äußerster „Spurendisziplin“: Immer ein Zeichen, dass die Lokalen dem Braten nicht trauen und/oder mal etwas passiert ist. Der Abstecher an den Deramane lohnt, aber man sollte besser bei N 22° 39,62', W 14 ° 28,01' oder N 22° 40,3', W 14 ° 29,15' auf die frische Piste fahren. Beide führen auf frischen Spuren zum Brunnen.
Die RPD2 ist von Aousserd kommend nach Norden nur bis zur Einmündung der Route R bei
N 24° 4,4', W 13 ° 47,15 ' zu befahren. Hier versperren eindeutige Steinsetzungen um größere neuere militärische Infrastruktur die Weiterfahrt zwischen den Balisen der Paris-Dakar. Umfahrung unklar. Wenn man vom genannten Punkt einer riesigen Mil-Piste nach Westen folgend ausweicht erreicht man eine neue Asphaltstraße nach Bir Anzarane. Viel Militär und Kontrollen.
Streckenweise hat es auf der RPD2 bis da hin viele verdächtige Steinsetzungen, die zeigen, dass man hier auf der Piste bleiben sollte. Auch das Militär fährt hier verdächtig akkurat in den eigenen, frischen Spuren.
Grüße
Wolfgang
In den letzten Jahren hat sich an vielen Ecken einiges geändert und Gandini ist an einigen Stellen nicht deutlich genug. Daher das was uns aufgefallen ist:
Route O: Der Einstieg von der N1 (N 22° 7,035 ', W 16 ° 35,26 ') ist seit kurzem mit einer Steinreihe zugelegt. Ob das dazu dient die Verwechslung mit Einfahrt bei N 22° 6,28 ', W 16 ° 36,27 ' (das ist gleichzeitig Einstig Route Q) zu vermeiden oder ob es andere Gründe (Minen) hat ist nicht klar. Jedenfalls sind die ersten 20-30 km (Luftlinie) östlich der N1 in dieser Gegend definitiv nicht 100% astrein. Ich würde hier nicht querfeldein fahren. Wenn man die Route O fahren möchte kann man die Einfahrt der Q nehmen, ca 18 km der grausigen Wellblechpiste bis zum Brunnen bei N 21° 58', W 16 ° 32 ' und dann nach ONO der befahrenen Piste auf die Route O folgen.
Route Q: Ab dem oben genannten Brunnen N 21° 58 ', W 16 ° 32 ' ist die Q nicht mehr zu befahren, da der Zaun eines Landwirtschaftsprojektes im Weg steht. Umfahrung haben wir nicht probiert, sondern sind wie oben beschrieben auf die O gefolgt.
Route M: Bir Matahlla gilt zwar laut Gandini als geräumt, aber die von Gandini beschriebene Vorsicht der Hirten bei der Anfahrt soll laut einem Local doch nicht ganz unbegründet sein. Definitiv Vorsicht ist geboten bei Hassi Bugula (ca. N 22° 13,07', W 15 ° 29,21 '). Hier muss man in den Spuren bleiben. Hassi Bugala liegt aber NICHT an einer Gandini Route. Grundsätzlich würde in alle Brunnen in der Region nur auf frischen(!) Spuren anfahren. Das mag übertrieben sein, aber es macht keine Mühe. Die Einheimischen machen es genau so und es bringt Sicherheit.
Route L2: Gandini hat in seinem Routendownload etliche Fehler drin. In diesem Fall ist aber nach meiner Ansicht auch im Buch was nicht Ok. Oder er ist leichtsinnig. Jedenfalls wurde uns dringend abgeraten in der Gegend um den jbel Deramane einfach (wie von Gandini vor geschlagen) ein Stück Querfeldein zu fahren. Die Hirten laufen dort zwar mit dem Vieh herum, gefahren (Auto, LKW) wird jedoch mit äußerster „Spurendisziplin“: Immer ein Zeichen, dass die Lokalen dem Braten nicht trauen und/oder mal etwas passiert ist. Der Abstecher an den Deramane lohnt, aber man sollte besser bei N 22° 39,62', W 14 ° 28,01' oder N 22° 40,3', W 14 ° 29,15' auf die frische Piste fahren. Beide führen auf frischen Spuren zum Brunnen.
Die RPD2 ist von Aousserd kommend nach Norden nur bis zur Einmündung der Route R bei
N 24° 4,4', W 13 ° 47,15 ' zu befahren. Hier versperren eindeutige Steinsetzungen um größere neuere militärische Infrastruktur die Weiterfahrt zwischen den Balisen der Paris-Dakar. Umfahrung unklar. Wenn man vom genannten Punkt einer riesigen Mil-Piste nach Westen folgend ausweicht erreicht man eine neue Asphaltstraße nach Bir Anzarane. Viel Militär und Kontrollen.
Streckenweise hat es auf der RPD2 bis da hin viele verdächtige Steinsetzungen, die zeigen, dass man hier auf der Piste bleiben sollte. Auch das Militär fährt hier verdächtig akkurat in den eigenen, frischen Spuren.
Grüße
Wolfgang
Re: Minen Westsahara
Kurz nachgefragt: Der östliche Teil der Westsahara, also der von der Polisario verwaltete Bereich, gibts da bekannte Minenfelder?
Ich möchte von Leyuad in südwestliche Richtung, etwa 50-100km östlich vom Wall runterfahren.
Eigentlich der Grenze zum Sand nach.
Dass es um den Ben Amera rum dan Minen haben könnte, war mal im Minen Monitor ausgewiesen.
Zudem sagte man immer wieder, man solle sich südlich der Bahnlinie halt. Hat das so weit östlich noch Gültigkeit?
Gruss
Chrigu
Ich möchte von Leyuad in südwestliche Richtung, etwa 50-100km östlich vom Wall runterfahren.
Eigentlich der Grenze zum Sand nach.
Dass es um den Ben Amera rum dan Minen haben könnte, war mal im Minen Monitor ausgewiesen.
Zudem sagte man immer wieder, man solle sich südlich der Bahnlinie halt. Hat das so weit östlich noch Gültigkeit?
Gruss
Chrigu
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
-
Bäärti
- Beiträge: 1569
- Registriert: Mo 1. Aug 2005, 20:23
- Wohnort: südlich von Luzern... im Herzen der Schweiz, da wos am schönsten ist.
- Kontaktdaten:
Re: Minen Westsahara
Hoi Chrigu
Willst du nach Tichla fahren?
Weisst du, ob man da hin kommt, resp. ob einem die marokkanischen Behörden soweit in den Süden fahren lassen?
liebe Grüsse
Bäärti
Willst du nach Tichla fahren?
Weisst du, ob man da hin kommt, resp. ob einem die marokkanischen Behörden soweit in den Süden fahren lassen?
liebe Grüsse
Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Re: Minen Westsahara
Hallo Bäärti
Nein, ich bin ja östlich vom Wall. So weit westlich hättenich eh nicht gehen wollen.
Aber nach meinen weni umfassenden Recherchen, sollte dort sauber sein, wo ich durch will...
Nein, ich bin ja östlich vom Wall. So weit westlich hättenich eh nicht gehen wollen.
Aber nach meinen weni umfassenden Recherchen, sollte dort sauber sein, wo ich durch will...
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<




