Regie: Leo Kashin
Deutschland 2011 - 93 min.
Kinostart: 15.03.2012
Das Elend der Flüchtlingslager hat den 14-jährige Ali und seine palästinensische Familie geprägt. Als sie vorläufig in den arabischen Kiez in Kreuzberg ziehen dürfen, reagieren sie auf einen einzelnen jüdischen Nachbarn unverhohlen aggressiv. Kaum hat die Ghettogang den Jungen angestachelt, gemeinsam die Wohnung des 84-jährigen russisch-jüdischen Weltkriegs-Veteranen Alexander zu verwüsten, droht nach der blindwütigen Tat der ganzen Familie die Abschiebung. Alis Mutter verdonnert ihn zur Wiedergutmachung: Er soll die demolierte Wohnung renovieren.
Wie sich Vorurteile zwischen Juden und Palästinensern überwinden lassen und aus Hass Freundschaft werden kann, erzählt Leo Khasin mit Humor und Melodramatik [...] Die Entwicklung seiner beiden Hauptfiguren meistert Khasin mit zunehmend versöhnlich Ton, der mit unverwüstlichem Lebensmut, Trotz und Würde die Vorurteile besiegt. "Kaddisch" wandelt sich zu einer Dramödie, die einen - nicht zuletzt durch ein tragisches Schicksal - für sich einnimmt ... mehr
Dazu eine Kritik bei Deutschlandradio 16.03.2012
Gruß
Birgitt


