Dokumentarfilm
Regie: Robert Krieg
Deutschland 2025 - 90 min.
Kinostart: 12.06.2025
Im vom Krieg gezeichneten Norden Syriens entsteht etwas Unerwartetes: Hoffnung. Inmitten von Ruinen, Bedrohung und Entbehrung behaupten sich Frauen in Rojava mit bemerkenswerter Entschlossenheit. Sie gründen Dörfer, unterrichten Kinder, bauen Werkstätten auf – und verteidigen nicht nur ihr Leben, sondern auch eine Vision von Freiheit und Gleichberechtigung. Der Regisseur Robert Krieg zeigt das alltägliche Überleben und den außergewöhnlichen Mut zur Selbstermächtigung in einer Region, die weltweit kaum Beachtung findet. Ein bewegender Dokumentarfilm über den leisen, aber unaufhaltsamen Aufbruch einer neuen Gesellschaft – getragen von Frauen.
In dem Dokumentarfilm erhalten wir einen eindrucksvollen Einblick in das Leben selbstbestimmter Frauen in Rojava, einer autonom verwalteten Region im Norden und Osten Syriens. Inmitten von Krieg, Zerstörung und politischer Unsicherheit kämpfen sie unbeirrt für ihre Unabhängigkeit und eine basisdemokratische Gesellschaft.
Die Protagonistinnen des Films – darunter die technikaffine Argin, die Kunsthandwerkerin Jehan, die alleinerziehende Delal, die vielseitige Sidan, die Taekwondo-Lehrerin Ghoufran und die gehörlose Seidenstickerin Hiba – stehen stellvertretend für eine neue Generation mutiger Frauen. Jede von ihnen geht ihren eigenen Weg, nutzt ihre Fähigkeiten und überwindet persönliche wie gesellschaftliche Hürden.
Der Film erzählt in ruhigen, aber kraftvollen Bildern von gelebter Solidarität, Widerstandskraft und dem Aufbau einer friedlichen Zukunft – jenseits patriarchaler Strukturen und trotz widrigster Umstände ... mehr
Gruß
Birgitt
FILM | Trotz alledem - Die Frauen von Rojava
Moderator: Moderatoren
-
Birgitt
- Moderator
- Beiträge: 35199
- Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
- Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
- Kontaktdaten:
FILM | Trotz alledem - Kritik und Trailer
... mehr bei epd-film.deNach den aktuellen Umbrüchen in Syrien und der Weltpolitik ist die Region erneut stark in Bewegung – leider nicht zugunsten der Kurdinnen und Kurden. So dürften die im Film gezeigten Momente des Aufbruchs schon wieder neuen Ängsten gewichen sein. Dennoch bleibt »Trotz alledem« ein positiv gestimmter Blick in eine mögliche Welt – mit vielen offenen Fragen. Doch Neugier zu schüren ist ja nicht das Schlechteste für einen Film
... mehr bei kino-zeit.deDas Projekt Rojava ist zweifelsohne von großer Bedeutung für die Demokratie – als Projekt, das Gleichberechtigung von Frauen, Religions- sowie Meinungsfreiheit anstrebt, und das inmitten eines autoritären Staates, der sich seit über zehn Jahren im Krieg befindet. Doch weder von der Bedeutung dieses Wunders noch von der Gefahr für die Bewohnerinnen von außen berichtet Tevi her tisti – Trotz alledem. Regisseur Krieg richtet die Kamera auf das Dorf, lässt die Frauen erzählen. Doch ein tieferer Einblick in die Lebenswelten, Hintergründe zum Konflikt – derlei fehlt vollständig. So kann der Film dem komplexen Konflikt nicht gerecht werden. Trotz alledem wirkt so weniger wie ein Dokumentarfilm, der das Leben inmitten eines Krieges aufarbeitet, sondern vielmehr wie eine Ansammlung von Interviews mit vereinzelten Landschaftsaufnahmen
Gruß
Birgitt



