Regie: Angelina Jolie
USA 2011 - 131 min.
Kinostart: 23.02.2012
Der Serbe Danijel und die Bosnierin Ajla verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer, der jugoslawische Bürgerkrieg bricht aus. Er wird Soldat, sie landet in einem Internierungslager. Danijel versucht sie zu schützen, so gut er kann. Doch die Leidenschaft, die die beiden verbindet, wird von ihnen bald auch als Machtinstrument eingesetzt. Ajla nutzt sein Begehren aus, um anderen bosnischen Frauen zu helfen, Danijel kehrt den Macho heraus, um vor seinem islamfeindlichen Vater nicht das Gesicht zu verlieren.
In ihrem ebenso aufrechten wie erschütternden Regiedebüt erzählt Angelina Jolie von Liebe in Zeiten des Krieges - zwischen einer bosnischen Muslima und einem serbischen Soldaten [...] Jolie setzt auf einen beobachtenden, gleichsam dokumentarischen Stil, erzählt ihr Drama, zu dem sie auch das Drehbuch geschrieben hat, aus weiblichem Blickwinkel, aus der Perspektive der Opfer [...] Der Jugoslawien-Krieg bekommt eine Geschichte und Gesichter. Zur Authentizität trägt bei, dass sämtliche Rollen mit Serben, Bosniern und Kroaten besetzt und in bosnischer Sprache gedreht wurde. 50.000 Frauen wurden im Bosnienkrieg vergewaltigt, die Hälfte der bosnischen Bevölkerung aus ihrer Heimat vertrieben. Der Westen hat lange einfach zugesehen und letztendlich versagt. Darauf wollte UN-Flüchtlingsbotschafterin Angelina Jolie mit ihrem zum großen Teil in Ungarn gedrehten Zehn-Millionen-Dollar-Film hinweisen - das ist ihr nachhaltig gelungen ... mehr
Dazu eine Kritik im Stern vom 24.02.2012
Gruß
Birgitt




