Regie: Maggie Peren
Deutschland/Spanien 2011 - 92 min.
Kinostart: 17.05.2012
Eine deutsche Touristin erlebt am Strand von Gran Canaria die Ankunft eines Bootes mit afrikanischen Flüchtlingen und versucht, den Verdurstenden mit Wasser zu helfen. Sie baut eine Art Freundschaft zu einem Vater und seinem kleinen Sohn auf, für deren Abschiebung ein zynischer spanischen Polizist sorgen will. Trotz ihrer Unterstützung kann sie den Mann nicht retten und muss mit ansehen, wie nicht nur die Rigorosität von Behörden Leben und Hoffnung mit Wucht zerstören.
Drama um eine deutsche Urlauberin, die auf den kanarischen Inseln versucht, afrikanischen Bootsflüchtlingen zu helfen [...] Der Film wertet nicht, sondern stellt Positionen nebeneinander, das bilderbuchgleiche Urlaubsparadies Gran Canarias und die harte Wirklichkeit der Flüchtlinge, die trotz Abschiebung und Verfolgung ihre Hoffnung nicht aufgeben wollen [...] Die Geschichte von überforderten Behörden, gejagten Flüchtlingen und ein bisschen Menschlichkeit ist eingängig erzählt. Die sensible Kameraführung von Armin Franzen, die sich auf Gesichter richtet und nicht voyeuristisch, aber ganz realistisch endloses Elend und Verzweiflung einfängt, emotionalisiert und konfrontiert den Zuschauer letztendlich mit der Frage, ob die Festung Europa ihren Reichtum wirklich auf Kosten der Ärmsten der Armen verteidigen muss ... mehr
Website mit Trailer:
Die Farbe des Ozeans
Dazu eine Kritik im Stern vom 14.05.2012
Gruß
Birgitt




