Regie: Sylvain Estibal
Frankreich / Deutschland / Belgien 2011 - 99 min.
Kinostart: 02.08.2012
Einem Fischer vom Gazastreifen gerät ein schwarzes Schwein ins Netz. Damit gehen die Probleme los. Borstenvieh gilt bei Moslems und Juden als unrein. Der Verkauf des lästigen Tieres an einen UN-Beamten oder der Todesschuss mit der Kalaschnikov misslingen. Und die Israelis wollen nur das Sperma zu künstlichen Befruchtung, bald rollt der Schekel. Als die Islamisten Wind von der Sache kriegen, zwingen sie den armen Mann samt quiekender Begleitung zu einer tödlichen Mission.
Tragikomödie um die irrwitzige Odyssee eines palästinensischen Fischers, der ein Schwein aus dem Meer fischt und versucht, es zu verkaufen. Nicht leicht in einem Gebiet, in dem die verfeindeten Moslems und Juden Schweine als unrein betrachten [...] Der Gazastreifen und Komödie, das passt zusammen wie Feuer und Wasser. Vielleicht funktioniert diese ungewohnte Kombination auch nur, weil der französische Schriftsteller und Journalist Sylvain Estibal unbekümmert und ohne Sympathie nur für die eine oder andere Seite und beherzt das brisante Thema angeht. Er greift es nicht mit Larmoyanz, gegenseitigen Schuldzuweisungen oder erhobenen Zeigefinger auf, sondern witzig und mit immenser Menschlichkeit. Der Film lebt von den Absurditäten auf Seiten der Palästinenser wie der Israelis. Passend dazu wird das Schwein zur Friedenstaube [...] Über allem schwebt ein leichter Humor und eine zarte Poesie mit einer hoffnungsvollen Vision am Ende ... mehr
Website mit Trailer und weiteren Infos:
Das Schwein von Gaza - Der Film
Ein Gespräch mit Regisseur Sylvain Estebal bei Deutschlandradio am 29.07.2012
Gruß
Birgitt




