Drama / Kriegsfilm
Regie: Sinan Cetin
Türkei 2012 - 105 min.
Kinostart: 04.10.2012
Historisches Drama um eine Mutter, die um das Leben ihrer zwei Söhne bangt, die sie am Kriegsschauplatz Canakkale zu finden hofft.
Çanakkale, wie die Schlacht in der Türkei bezeichnet wird, wurde im August 1915 von dem mit Deutschland verbündeten Osmanischen Reich gewonnen und gilt als eine der entscheidenden Initialzündungen für den späteren Unabhängigkeitskampf der Türkei. Gleichzeitig begründet sie den Ruf von Kemal Pascha alias Atatürk als erfolgreicher Militärführer. In den Kämpfen, bei denen auf alliierter Seite vor allem australische und neuseeländische Freiwillige eingesetzt wurden, kamen etwa 250.000 Soldaten ums Leben [...]
„Çanakkale Çocuklari“ stellt das Massaker auf dem Schlachtfeld so dar, wie es wohl war: keine märtyrerhaften Sterbeposen, stattdessen Röcheln, Kotzen, hilflose Schreie. In den zerschnittenen Leibern nisten sich Fliegen ein, Gestank und Seuchengefahr überschatten die Stille nach den Schüssen. Um ihre Toten zu bergen und der aufkommenden Epidemie zu begegnen, haben sich die verfeindeten Armeen am 24. Mai 1915 auf einen kurzzeitigen Waffenstillstand geeinigt. Hier treffen sich die beiden Kinder der türkisch-australischen Mischehe wieder: Osman als Fahnenträger der türkischen, James als Soldat der britischen Armee. Zwischen Elegie und Epos konstruiert Çetin die kathartische Geschichte einer Familie, die wortwörtlich zwischen den Frontlinien nach ihrer Identität sucht. Eine dramaturgisch fesselnde Idee, wie Mutter, Vater und ihre beiden Söhne, die verschiedenen Fahnen hinterherlaufen, in der Mitte des Schlachtfelds, misstrauisch beäugt von den verfeindeten Soldaten in ihren Schützengräben, über ihre nationale Zugehörigkeit diskutieren, um ihre Identität ringen ... mehr
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Çanakkale Çocuklari - Der Film
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