FILM | Black Tea

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Birgitt
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FILM | Black Tea

Beitrag von Birgitt »

Drama

Regie: Abderrahmane Sissako
Frankreich, Luxemburg, Taiwan, Mauretanien 2024 - 111 min.
Kinostart: 19.06.2025

Aya, eine junge ivorische Frau, sagt an ihrem Hochzeitstag zum Erstaunen aller Nein. Sie lässt die Elfenbeinküste hinter sich und beginnt ein neues Leben in Guangzhou, China. In einem pulsierenden Viertel, in dem die afrikanische Diaspora auf die chinesische Kultur trifft, arbeitet sie in einem Tee-Laden. Der chinesische Besitzer Cai weist Aya in die traditionelle Kunst der Teezeremonie ein und langsam entwickelt sich eine zärtliche Liebe zwischen den beiden. Doch kann ihre Beziehung die Wirren ihrer Vergangenheit und die Vorurteile der anderen überstehen?

Der in Mauretanien geborene und in Mali aufgewachsene Drehbuchautor und Regisseur Abderrahmane Sissako legt mit BLACK TEA sein neuestes Werk nach TIMBUKTU (2014) vor. TIMBUKTU lief im Wettbewerb von Cannes und wurde dort u. a. mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet, wurde mit sieben Césars ausgezeichnet und ging für Mauretanien ins Rennen um den Auslands-Oscar. Wie auch bei TIMBUKTU schrieb Sissako das Drehbuch zu BLACK TEA gemeinsam mit seiner Frau und Produzentin Kessen Tall. Angesiedelt in der afrikanischen Diaspora in Guangzhou, in Chinas Teebergen, an der Elfenbeinküste und auf den Kapverden, werfen sie einen höchst faszinierenden Blick auf die Verflechtung der Kulturen in unserer heutigen globalisierten Welt. BLACK TEA ist ein poetisches Liebesdrama, durchwoben von Menschlichkeit und einer tiefen Liebe zu seinen Figuren ... mehr


Bild: Die Film-Agentinnen
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FILM | Black Tea - Kritik + Trailer

Beitrag von Birgitt »

China pflegt gute wirtschaftliche Beziehungen zu Subsahara-Afrika und investiert dort in Unternehmen, sodass es auch zur Arbeitsmigration zwischen den Regionen kommt. Der Preis dafür ist, dass die Außenministerien der afrikanischen Staaten die Ein-China-Politik unterstützen, also den Anspruch auf die Sonderverwaltungszone Hongkong und die demokratische Inselrepublik Taiwan. So etwa die Außenministerien von Mauretanien, wo die Filme von Abderrahmane Sissako koproduziert werden, und der Elfenbeinküste, wo die Hauptfigur seines neuen Films „Black Tea“ ihre Reise beginnt [...] Die politischen Hintergründe dabei auszublenden, macht Black Tea aber auf gefährliche Weise glatt und romantisierend. Erst ganz am Ende wird einmal mit der schwebenden Inszenierung des Films gebrochen und explizit Rassismus thematisiert. Das ist dann im Kontrast und als Stilbruch effektiv, trifft aber immer noch keine nennenswerte Aussage zum Zusammenleben der Kulturen in Gouangzhou. So dürfte das chinesische Propagandaministerium mit Black Tea keinerlei Problem haben
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